Unbekannte (Unkraut-)Rankpflanze?

Meine eigentliche Frage schonmal vorweg…
Kann mir jemand sagen, was das für eine Pflanze ist und ob sie potenziell gefährlich (z.B. giftig) ist?


Hallo ich habe vor einem Jahr ein Haus gekauft. Dort stehen u.a. mehrere Rododendron Büsche, diese waren von einer Rankpflanze komplett überwachsen und fast erstickt worden. Ich habe die Rangpflanze so gut es händisch ging entfernt und die Rododendron Büsche beschnitten. Bis auf 2 Büsche sind dieses Jahr auch alle wieder ausgewachsen.
Allerdings ist diese Rankpflanze sehr hartnäkig und wächst immer wieder irgendwo aus. Im Erdreich sind relativ dicke Wurzeln, die zwar oft nicht Tief wachsen, aber sobald man an ihnen zieht bricht die äußere Wurzelrinde und das weisse Inner bleibt zurück.
Was ich damit sagen will, ein vollständiges entfernen der Wurzeln ist fast unmöglich, besonders weil sie zwischen den Wurzeln der Rododendron wachsen. Zudem wachsen sie sehr schnell 1m in einer Woche bei guten Wetterbedingungen ist kein Problem.

Es wäre toll wenn mir jemand sagen kann was das für ein Zeug ist und wie ich es in den Griff bekomme.

Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

Gewöhnlicher Hopfen?
https://www.pflanzen-deutschland.de/Humulus_lupulus.html

Mehr Pils trinken!

– Hopfen ist ein apartes Rankgewächs, er ist sehr leicht „in den Griff zu bekommen“, weil er jährlich neu austreibt und sein Wuchs somit nach Lust und Laune jährlich neu gestaltet werden kann. Er braucht kein Gerüst, rankt auch an Schnüren oder Drähten.

Die jungen Triebe im Mai sind ein hübsches Frühjahrsgemüse.

Schöne Grüße

MM

Eigentlich gar nicht. Es ist halt die Frage, ob der Hopfen wirklich stört. Das Problem sind nicht unbedingt die Ranken, sondern der recht hohe Wasserbedarf, der dann zu Lasten der Zierpflanzen geht. Wenn Du den Hopfen wirklich loswerden willst, gibt es eigentlich nur drei Wege:

  • alle Wurzeln und Rhizome ausgraben und kein Fitzelchen vergessen
  • konsequent alle Sprößlinge ausrupfen und hoffen, daß der Hopfen irgendwann die Lust verliert (also die Rhizome ausgehungert sind)
  • Gift (u.a. das beliebte Glyphosat hilft)

Gruß
C.

@farout: Jaja, ich weiß, alle Pflanzen müssen leben und wenn überhaupt, darf eine mal totgekuschelt oder für den dringenden Eigenbedarf aufgegessen werden. Schon die pure Erwähnung von Herbiziden rechtfertigt natürlich eine Abwertung - ach, was sage: erzwingt sie geradezu.

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Hallo Christian,

darf an diesem Punkt noch um den Hinweis ergänzt werden, dass das pöse, pöse Glyphosat für solche Fälle in Formulierungen mit ziemlich zähflüssiger Konsistenz angeboten wird, die es erlauben, gezielt eine einzelne Pflanze wie z.B. hier den Hopfen zu behandeln, indem man deren Blätter bestreicht. Damit bleibt alles andere, was da wächst, ungeschoren.

Am gezeigten Standort müsste man, wenn man den Hopfenstock ausgraben wollte, recht umfangreiche Zerstörungen anrichten. Wenn man ihn nicht in geeigneter Weise gestaltend verwenden möchte, kommt eigentlich nichts außer Glyphosat in Frage.

Schöne Grüße

MM

Beachtenswert die Punkte
„Können geringe Mengen schädlicher Stoffe vernachlässigt werden?“
„Sind die Behörden, welche die Sicherheit von Pestiziden bewerten, unabhängig?“
„Kann Glyphosat das Hormonsystem beeinflussen?“
„Ist das Vorkommen von Glyphosat in Urinproben von Menschen aus Großstädten besorgniserregend?“

Und natürlich, wer es lesen und verstehen kann und mag:

Was in diesem Fall allerdings ein guter Rat ist, denn das schmeckt ausserordentlich gut, anders, als manch andere essbare Wildpflanze.
Es spricht nichts dagegen, das im späten Frühjahr einmal alles auszureissen oder wegzusensen, wenn es stört.

Aber der BUND geht natürlich ganz unvoreingenommen an die Sache ran. Ulkiges Argument.

Doch; dagegen spricht, daß es nicht so einfach wegzusensen ist und auch anderweitig praktisch nicht wegzubekommen ist.

Im übrigen: ich schrieb den Beitrag an Dich nur, weil es total affig ist, einen Beitrag abzuwerten, nur weil darin ein Produkt erwähnt wird, was zigtausendtonnenweise legal zu kaufen und legal anzuwenden ist und für das es - in anderem Kontext - praktisch keine Alternative gibt. Ich stelle Glyphosat weder her, noch vertreibe ich es noch befürworte ich uneingeschränkt seine Anwendung. Ich habe es lediglich erwähnt. Ein Produkt übrigens, das einem Gartenfachhandel empfohlen wird, wenn man danach fragt, wie man Hopfen wegbekommt.

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Wir haben im Garten mit dem vom Nachbarn herübergewanderten Japanischen Knöterich oder wie der heißt, zu kämpfen. Tatsächlich hilft konsequentes Ausreißen. Dauert eine Weile, aber dann werden die Schösslinge weniger und irgendwann gibt er auf.
Glyphosat mag erlaubt sein, aber ich verwende keine Gifte. Unser Garten ist wirklich voller Vögel, wir haben Eichhörnchen, Igel, duchreisende Katzen und was weiß ich noch, da gehe ich kein Risiko ein. Wenn mich was stört, Ärmel aufkrempeln, Grabgabel her und auf ihn mit Gebrüll :smile:
Gruß,
Eva

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Als wenn das Argumente wären :grin:

falsch.

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Natürlich weißt Du besser als ich, wie man Hopfen aus einer dichten und um die zwei Meter starken Kirschlorbeerhecke herausbekommt. Ich war dafür zu doof.

[Beitrag editiert vom www Team]

Voraussetzung dafür ist, daß man an die Schösslinge rankommt. Das ist nicht immer gegeben.

Wenn Du Herbizide nicht großflächig auf ganze Landstriche verteilst, gehst Du auch kein Risiko ein. Das Zeug wird auf die Blätter der Pflanzen verteilt und die gehören m.W. nicht zu den bevorzugten Nahrungsmitteln bei Katzen & Co.

Das darf aber jeder handhaben wie er will. Zumindest, was mich betrifft. farout sieht das allerdings anders und der Absolutheitsanspruch, den sie hier ihre persönliche Meinung in Anspruch nimmt, ist das, was mich stört. Das betrifft ja nicht nur Herbizide, sondern auch… Lange Liste.

https://www.gartenjournal.net/hopfen-entfernen

[Beitrag editiert vom www Team]

Oder zu faul zum Bücken.

[Beitrag editiert vom www Team]

Danke @newcallas.

Ich wundere mich nur warum das keiner der Gärtner und Biologen aus meinem Bekanntenkreis erkannt hat. :flushed:

Die Merkmale passen (leider), meine Bekämpfungsart scheint auch zufällig die richtige zu sein, auch wenn extrem mühselig…

Leider leide ich an Asthma und das Zeug löst bei mir heftige Reaktionen aus. Pils bzw. Bier kann ich auch nicht trinken, nicht mal in geringen Mengen, ohne Magenprobleme zu bekommen.
Tja wer hätte gedacht das mein Erzfeind in meinem Vorgarten wächst :angry:
Das Emsland ist ja nicht grad für den Anbau von Hopfen bekannt.

Jedenfalls danke für die Hilfe!

Da bin ich gar nicht sicher. Ich bin für manche Fragestellungen ein ausgesprochener fan von Glyphosat, aber bei Pflanzen mit ausgedehnten Rhizomen wirkt Glyphosat schlecht, z.b. bei Giersch. Man müsste das ausprobieren, z.B. dass man nicht sprüht, sondern mit einem Pinsel auf die Blätter aufträgt. Das funktioniert z.B. beim Bärenklau, Herkulesstaude.
Udo Becker

Die oben verlinkte Webseite ist sehr hilfreich, man kann nach den verschiedenen Merkmalen suchen und oft wird man fündig. Es liegt also nicht daran, dass ich mich großartig auskenne :slight_smile: Derzeit stehe ich vor einem mit Cosmeen und Blühwiese besäten Stück Garten und weiß nicht genau, was von den sprießenden Kräutlein nun gesät ist und was schlicht die Gunst der Stunde genutzt und sich dazwischen gemogelt hat. Die Zeit wird’s weisen …
Viel Erfolg beim Ent-hopfen!
Gruß,
Eva

Oh, aber bei uns wächst der berühmte Bitburger Siegelhopfen:


:smile:
Also hätte ich’s eigentlich sofort wissen müssen!
Gruß,
Eva