Hallo roland,
Proxyvon ist ein kombiniertes Schmerzmittel,
Paracetamol + Dextropropoxyphen.
Der Wirkstoff „Dextropropoxyphen“ (DPP) steht im „Erweiterten WHO-Stufenschema zur medikamentösen Schmerztherapie“ auf Stufe 2 = starke Schmerzen. Hier findet man auch noch Codein, Tramadol, Tilidin (schwach wirksame Opioide)
Mit Ausnahme von Tramadol und der Kombination von Tilidin und Naloxon unterliegt die Verschreibung der Opiate und Opioide der Betäubungsmittelverordnung. Sie müssen auf besonderen Rezepten verordnet werden.
zum Vergleich:
auf Stufe 1 = leichte bis mäßige Schmerzen - findet man z.B. das ASS (Aspirinwirkstoff)
Erst wenn durch diese Analgetika keine ausreichende Schmerzreduktion erreicht werden kann, sieht die WHO die
Verabreichung von schwach wirksamen Opioiden, z.B. Codein oder Dextropropoxyphen (Stufe 2) vor.
auf Stufe 3 = stärkste Schmerzen - findet man z.B. Morphin, Methadon (stark wirksame Opioide)
Der Wirkstoff DPP steht in Deutschland seit ca. 2000 auf der „Negativliste“ der Arzneimittel, wegen der Begrenzung der Ausgaben für Arzneimittel. Develin hieß wohl das Präparat.
Die Nebenwirkungen von DPP besonders zu Beginn der Einnahme und Überdosierung, können sein: Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Jucken, Atemdepression.
Paracetamol (Benuron) ist ein gut verträgliches Schmerzmittel, dass auch Säuglinge schon als Zäpfchen bekommen können.
Zur besseren Konzentration in der Schule kann das bei uns nicht erhältliche Analgetikum also nicht führen, im Gegenteil!
Besonders Kinder und Jugendliche oder Erwachsene, die wenig Schmerzmittel gewöhnt sind, spüren aber nach stärkeren Schmerzmitteln eine leicht berauschende Art der Wirkung -.
Der Dauergebrauch von Analgetika-Kombinationspräparaten kann zu seelischer, gelegentlich auch zu körperlicher Abhängigkeit führen. So besteht zum Beispiel bei der Kombination von
Opioiden (wie Codein oder Dextropropoxyphen) mit einem antipyretischen Analgetikum ein erhöhtes Abhängigkeitsrisiko.
antipyretisch = fiebersenkend (ASS-Aspirin)
Symptome nach dem Absetzen
Nach dem Absetzen analgetischer Kombinationspräparate mit anregenden, dämpfenden oder hustenstillenden Wirkstoffen können andere, den jeweiligen Zusatzstoffen entsprechende Störungen auftreten. Abruptes Absetzen stark wirksamer Analgetika (z. B. Opioid-Analgetika) kann zum Opiat-Entzugssyndrom führen, bei dem Erbrechen, Durchfall, Bauch- und Gliederschmerzen, unwillkürliches Muskelzucken und „Zerschlagenheitsgefühl“ auftreten können. (aus: http://www.google.de/search?q=cache:LPZhO7RHiZoC:www…)
Starke Schmerzmittel können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, indem sie dämpfend auf das Reaktions- und Aufmerksamkeitsempfinden wirken.
Aufmerksame Mitmenschen sind absolut wichtig - besonders für unsere Kinder. Eltern können ja nicht überall sein! Und in diesem Alter (16) ist das Wort eines Außenstehenden oftmals wirkungsvoller.
Viele Grüße
Renate
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