Alle paar Monate bekomme ich Abmahnmails, wie diese hier:
"unsere Aufforderung blieb bis jetzt bedauerlicherweise ergebnislos. Nun bieten wir Ihnen hiermit letztmalig die Chance, den ausstehenden Betrag unseren Mandanten Ebay AG zu begleichen.
Eine vollständige Kostenaufstellung Nummer xxxxxxxx, der Sie alle Positionen entnehmen können, fügen wir bei. Wir erwarten die Überweisung bis zum 28.02.2016 auf unser Konto.
Aufgrund des bestehenden Zahlungsrückstands sind Sie gezwungen zuzüglich, die durch unsere Inanspruchnahme entstandene Kosten von 92,45 Euro zu tragen. Bei Rückfragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden. Um zusätzliche Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den ausstehenden Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen.
Können wird bis zum genannten Datum keine Zahlung bestätigen, sehen wir uns gezwungen Ihren Fall an ein Gericht abzugeben. Alle damit verbundenen Kosten gehen zu Ihrer Last."
Solche mails oder deren Anhänge beantworte ich, bzw öffne sie NIE.
Dass sie mich mit Namen angesprochen haben, beeindruckt mich nicht sonderlich. Es ist bekannt, dass solche Informationen leicht zu bekommen, zu kaufen sind. In einer Ratgebersendung hat jemand so eine Aufforderung per Brief bekommen. Okay, der musste sich tatsächlich einen Anwalt nehmen, aber unberechtigte Online Abmahnungen kann ich doch löschen, oder?
Hallo,
man koennte mit dem Absender ohne Verwendung des Email-Verfahrens als Transportmedium in Verbindung treten, ob eine Forderung besteht, man habe die Rechnung verlegt.
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Wenn ein Bankkonto angegeben ist, koennte man versuchen, den Kontoinhaber zu finden. Oder ob das Konto zu dem passt, der eine Forderung vorgibt zu haben.
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Man koennte die Mailadresse des Absenders begutachten. Diese Adresse sieht man, wenn man weiterleiten klickt und dann in der Mail liest.
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Speziell weil oben ebay erwaehnt wurde, dazu sagt ebay
Das Bankkonto kann aber auch einem Strohmann zugeordnet sein.
Einen dubiosen Anhang würde ich auf einer produktiven Maschine nicht öffnen. Bestenfalls ist das eine verseuchte Microsoft Office Datei (Stichworte: Makroausführung, Locky).
Es gibt kaum einfacheres zu fälschen als eine E-Mail-Adresse.
Der Sinn solcher Mails ist nicht, den Empfänger zu einer Zahlung zu bewegen, sondern ihn dazu zu bringen, das Attachment an der Mail zu öffnen - denn meistens ist dies - oft als ZIP gepackt - eine EXE oder ein Script, womit man sich einen Virus, einen Trojaner oder eine andere Sauerei auf den Rechner holt.
Siehe auch den momentan grassierenden „Locky“.
so was hab ich auch mal vom einem Anwalt bekommen, nach 2 Monaten, war mir das zu Blöd, ich habe alle Mails ausgedruckt und bin zur Polizei und
habe ne Anzeige gemacht. (Polizeimann war sehr nett.)
Nach ca. 4 Wochen war Ruhe im Kartong, kam nur noch mal ein Brief vom Staatsanwalt, das das Verfahren eingestellt ist.
Diese Anfrage werde ich in meine Lesezeichen aufnehmen, damit ich nicht lange suchen muss, wenn ich sie wieder mal brauche. Danke nochmal an alle. Ihr habt mir sehr geholfen !