Vorläufiger Zahlungsstopp der Kabel New Media AG (28.06.2001)
Die Kabel New Media AG hat aufgrund eines zunehmend schwieriger werdenden Marktumfeldes und eines schwachen operativen Geschäfts (vgl. Ad-hoc vom 15.05.2001 und 19.06.2001) eine grundlegende Umstrukturierung des Produktions- und Vertriebsprozesses eingeleitet, um auf die geänderten Marktanforderungen zu reagieren. Ziel der Umstrukturierung war es, ein kosteneffizient und profitabel arbeitendes Unternehmen zu schaffen, das mit Großkunden eine starke Marktposition in Deutschland behaupten kann. Parallel dazu führte der Vorstand Gespräche mit potenziellen Investoren, um diese an das Unternehmen zu binden und so den erkennbaren zusätzlichen Finanzbedarf sicherzustellen. In der vergangenen Nacht hat der aussichtsreichste Beteiligungsinteressent die Gespräche abgebrochen. Der Vorstand der Kabel New Media AG hat parallel zu diesen Verhandlungen die Geschäfts- und Finanzlage der Kabel New Media Gruppe intensiv erörtert und heute vorsorglich per sofort für die gesamte Kabel New Media Gruppe einen Zahlungsstopp veranlasst.
Der Vorstand befindet sich derzeit in einem Prozess der Prüfung der Situation sowie der Analyse des weiteren Vorgehens. Ziel ist die Erhaltung des gesunden Kerngeschäfts im Interesse der Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre. Dazu werden zurzeit noch Gespräche mit weiteren potenziellen Geldgebern und Investoren geführt. Sollten diese Gespräche nicht zu einem Erfolg führen, droht aus heutiger Sicht die Zahlungsunfähigkeit.
Wie wäre es denn mit denen:
Ist zwar nicht Neuer Markt, aber trotzdem lustig.
Gruß
Christian
LTU dementiert Insolvenzgerüchte
Düsseldorf/Zürich (dpa) - Der Ferienflieger LTU hat Presseberichte dementiert, wonach dem Unternehmen wegen hoher Verluste die Zahlungsunfähigkeit droht. Gegenwärtig fliege die Gesellschaft mit einer Auslastung von nahezu 90 Prozent, so gute Zahlen habe die Tochter der Swissair schon lange nicht mehr produziert, sagte LTU-Sprecher Marco Dadomo am Montag auf Anfrage.
Die Schweizer «Sonntagszeitung» hatte zuvor berichtet, dass die Gesellschaft in den ersten fünf Monaten 180 Millionen Schweizer Franken (rd 260 Mio DM) Verluste eingeflogen hat. Ohne weitere weitere finanzielle Unterstützung würde ihr die Insolvenz drohen.
Gelte das Versprechen von Swissair-Chef Mario Corti, keine Verlust bringenden Auslandsbeteiligungen mehr zu finanzieren, sei die Zahlungsunfähigkeit unausweichlich, schrieb das Blatt weiter. Zur Rettung des Ferienfliegers müsse die Swissair der LTU mit 500 Millionen Franken unter die Arme greifen.
Dadomo nannte die Zahlen Spekulationen. Die Swissair habe die LTU finanziell gut ausgestattet. Der Ferienflieger komme bei der Neuordnung voran, hieß es auch bei der Swissair in Zürich. Deshalb könnte das Unternehmen schon bald schwarze Zahlen erwirtschaften. Dann soll ein Käufer für die Beteiligung (49 Prozent) gefunden werden. Im vergangenen Jahr stand die LTU mit 224 Millionen Euro (438 Mio DM) in den roten Zahlen.