Und nochmal Calibra: Kupplung? Getriebe?

Hallo nochmal,

ja, es geht wieder um den unten beschriebenen Calibra (mit geht die Karre tierisch auf die Nerven, und ich würde sie lieber heute als morgen verkaufen/verschrotten/whatever - aber meine Frau hängt daran…).

Gestern hat meine Frau urplötzlich bei laufendem Motor keine Gänge mehr einlegen können.
Im ausgeschalteten Zustand ging der erste Gang zwar halbwegs rein - aber beim Anlassen machte der Wagen einen Satz nach vorn und soff ab - trotz getretener Kupplung.
Nach ein paar Versuchen ließ er sich wieder auskuppeln und somit auch wieder halbwegs normal fahren.

Allerdings gehen die Gänge sehr schwer rein, und der Rückwärtsgang extrem schwer: wenn man ihn (bei laufendem Motor) langsam einlegen will, hört man richtig, wie irgendwelche Räder aufeinander drehen und reiben. Und wenn man ihn dann doch einlegt (mit Kraft)…naja…„schönen Gruß vom Getriebe“ eben. Klingt wirklich brutal.

Eigentlich ist die Kupplung erst drei Jahre alt (und nicht verheizt worden), aber seit einiger Zeit schon gab es manchmal Probleme, manche Gänge einzulegen, vor allem den zweiten.

Trotzdem: Daß man selbst im Stehen die Gänge nicht reinbekam, klingt ja nach verklebter Kupplung, und das die Probleme mit dem Schalten auch nach Kupplung…aber, wie gesagt: so alt ist sie ja noch nicht.

Habt ihr weitere Tips.

Vielen Dank & viele Grüße
Christian (dessen Frau unbedingt einen alten Calibra fahren muß…)

Moin!

Wurde das Ausrücklager seinerzeit auch mit neu gemacht? Oder wurde aus Kostengründen nur die Kupplungsscheibe an sich gewechselt? Für mich klingt das so, als ob die Kupplung nich weit genug trennt u es daher zu Problemen kommt. In zweiter Instanz kann auch das Getriebe ein Problem haben, wenn die Gänge selbst bei abgestelltem Motor nicht einlegbar sind. wie alt isn das Öl im Getriebe?

Gruss

Mutschy

das klingt alles schon sehr nach kupplung. ein getriebeschaden würde sich z.b. durch mahlgeräusche, schweres schalten etc. äussern.

auch wenn die kupplung relativ neu ist, kann sie den geist aufgeben. z.b. wegen federbruch, hydraulik/ seilzug-problemen, lager…

Hallo Christian,

auch hier wieder nur Vermutungen :wink:
Ich nehme an dass die Betätigung der Kupplung beim Calibra hydraulisch erfolgt. Evtl. ist Luft im System oder aber einer der Zylinder (Geber- oder Nehmerzylinder) ist undicht.
Gespeist wird das ganze über die Bremsflüssigkeit. Es müsste also seitlich am Vorratsbehälter ein Schlauch oberhalb der „MIN“-Markierung angebracht sein. Oberhalb der Markierung deswegen, damit auch bei fehlerhafter Kupplungshydraulik immernoch genug Bremsflüssigkeit für das Bremssystem da sein muss.
Schau einfach mal nach dem Pegel der Bremsflüssigkeit im Behälter. Wenn er zu niedrig ist dürfte das System ein Leck haben. Jetzt reicht der Ausrückweg des Nehmerzylinders nicht mehr um die Kupplung vollständig zu trennen.
Ist der Pedaldruck genauso straff wie früher oder eher federnd?
Dann dürfte Luft im System sein. Dann kann man Entlüften, sollte aber nach der Ursache suchen.
Da Du lt. ViKa ums Eck wohnst kannst Du mich ja auch mal anrufen, vielleicht trifft man sich dann einfach mal.

Gruss Sebastian

Erste Auflösung.
Hallo an alle, und auch danke für eure Antworten.

Tja, heute Nachmittag ging leider gar nichts mehr - keine Trennung beim Kupplung-Treten, und somit auch kein richtiges Gänge-Einlegen.
Also: ADAC gerufen und aufgebockt ab zu unserer Werkstatt.

Erste Diagnose (vom Klang und Gefühl her) dort: Geberplatte gebrochen.
Ausrücklager und Getriebe scheinen noch OK zu sein.

Wenn’s interessiert, kann ich gern die endgültige Antwort posten, wenn er aus der Werkstatt zurück ist - und ich um ein paar Hunnis ärmer bin… :frowning:

Gruß
Christian

Hallo Christian,

nach drei Jahren die Kupplung so hinüber?
Ich fürchte Du musst mal ein ernstes Wort mit Deiner Frau reden :wink:
Sicher sind wir interessiert wie es weitergeht. Halt uns auf dem laufenden, ok?

Gruss Sebastian

Hallo Sebastian!

Die arme Frau ! Wenn die Kupplung rutschen würde, also völlig verschlissen ist, würde ich der Frau schon die Schuld geben, aber nur vielleicht.

Nach meiner Meinung wird wohl der Reibbelag zerbrochen sein, und sich in unregelmässigen Abständen mal verklemmen. Das passiert in seltenen Fällen.
Oder es ist garnichts zu sehen, und mit einer neuen Kupplung geht es wieder normal, hatte ich auch schon. Da war warscheinlich irgendetwas verzogen.

Grüße, Steffen!

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Hi,

Die arme Frau ! Wenn die Kupplung rutschen würde, also völlig
verschlissen ist, würde ich der Frau schon die Schuld geben,
aber nur vielleicht.

Wat? Meine Frau hat sogar ihr Automatikgetriebe gekillt :wink:
Spass beiseite.
Ein Freund von mir hat damals einen top gepflegten Wagen von mir übernommen. Nach kurzer Zeit war die Kupplung hinüber und kam uns bei der Demontage in Form etlicher Einzelteile entgegen.
Ursache dafür war der Fahrstil. Viel Gas beim Anfahren und die Kupplung immer viel zu schnell und ruckartig kommen lassen.
Das haben die Nieten irgendwann nicht mehr mitgemacht und den Freitod gewählt.
Die Nieten waren allesamt abgeschert (!!).
„Nichts ist unmöglich“ trifft also nicht nur auf Toyota zu, sondern in diesem Fall war es mein liebevoll gepflegter Kadett-C City :wink:
Aber natürlich kann es auch andere Ursachen haben dass die Kupplung hinüber ist.
Ich würde trotzdem ein ernstes Wort mit meiner Frau sprechen wenn sie partout das Auto weiterfahren will welches mich nur Geld, Arbeit und Nerven kostet :wink:

Gruss Sebastian