Auch ich stehe plötzlich vor dem gleichen Problem.
Es geht um eine Darlehensberechnung.
Ich habe von Finanztest einen Excel-Zinsrechner. Dieser zeigt auch den Effektivzins mitan.
Dabei bin ich auf folgendes Problem gestoßen.:
Wenn ich z. Bsp. einen Zinsatz von 5 % einstelle, mit einer jährlichen Zahlung so ist auch der Effektivzins 5 %.
Mit steigender Anzahl der Einzahlungstermine. (-12 Einzahlungen pro Jahr) steigt auch der Effektivzins an.
Dies kann ich mir als Finanzlaie nicht erklären.
Ich habe Informationen gesucht, aber dazu nur die untere Erklärung gefunden, die ich leider nicht ganz verstehe.
Was bedeudet endfällig und nachschüssig bei der Kreditzahlung?
Wie kann man die Sache für einen Laien erklären?
" Ist das Darlehen Endfällig und werden die Zinsen nachschüssig
jährlich bezahlt, dann ist Nominalzins = Effektivzins. Müssen
die Zinsen aber mtl. nachschüssig gezahlt werden, muß der
Zinssatz der Anlage höher sein, weil sich das Kapital mtl.
verringert. Dieser höhere Zinssatz ist dann der
Effektivzinssatz".
endfällig bedeutet, dass das Darlehen während der Laufzeit nicht getilgt wird, sondern am Ende der Laufzeit in einer Summe zurück betahlt wird.
Nachschüssige Zinszahlung bedeutet, dass die Zinsen nicht während der Darlehenslaufzeit, sondern am Ende der Darlehenslaufzeit in einer Summe bezahlt werden.
Ich werde mal versuchen, dass mit dem Effektivzins zu erklären: Stell Dir vor, dass Du den Darlehensbetrag nicht in irgendetwas (Haus, Auto, Firma, etc.) investierst, sondern diesen auf ein Sparkonto einzahlst. Wenn das Darlehen endfällig ist und die Zinsen Nachschüssig bezahlt werden, dann muss der Guthabenzins für Dein Sparbuch genauso hoch sein wie der Darlehenszins, damit Du nichts drauf bezahlen musst, also ist der Effektivzins = dem Nominalzins, ganz genau so, wie Du es mit dem Effektivzinsrechner auch rausbekommen hast.
Nehmen wir jetzt an, dass das Darlehen nicht endfällig und nachschüssig ist, sondern Du mtl. Zins und Tilgung bezahlen musst. Diese mtl. raten bezahlst Du von dem Sparbuch, auf dem Du das Geld wieder angelegt hast. Das Guthaben auf dem Sparbuch wird also jeden Monat etwas kleiner und in Folge dessen verringern sich auch die Zinsen die Du bekommest. Wenn sich also das zu verzinsende Kapital verringert, dann muss der Zinssatz so viel Größer sein, dass Du immer noch das Darlehen aus der Spareinlage zurückbezahlen kannst, ohne dass die Rechnung nicht mehr aufgeht, Du also selbst was bezahlen müsstest. Je häufiger Du Darlehensraten bezahlen musst, desto größer wird also der Effektivzinssatz. Oder anders gesagt, der Effektivzinssatz ist der Nominalzinssatz des Vergleichskontos auf dem Du den Darlehensbetrag angelegt hast. Dabei muss dieser immer so groß sein, dass das Darlehen vollständig aus dem Sparguthaben bezahlt werden kann. Beinhaltet das Darlehen noch irgendwelche Gebühren, bekommst Du also weniger Geld ausbezahlt als Du zurückzahlen musst, dann ist der Effektivzinssatz auch bei einem endfälligen nachschüssigen Darlehen größer als der Nominalzinssatz. Denn das Vergleichskonto muss ja nicht nur die Darlehenszinsen, sondern auch die Gebühren erwirtschaften.
So ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen.
Nachschüssige Zinszahlung bedeutet, dass die Zinsen nicht
während der Darlehenslaufzeit, sondern am Ende der
Darlehenslaufzeit in einer Summe bezahlt werden.
nachschüssig heißt zunächst mal, daß die Zinsen am Ende der Zinsperiode bezahlt wird. Das kann quartalsweise sein, jährlich oder monatlich. Nachschüssige Zinszahlung ist im übrigen die Regel und spielt eher in anderen Zusammenhängen eine Rolle, als bei Krediten. Daß mit „nachschüssig“ die Zinszahlung am Ende der Kreditlaufzeit gemeint ist, ist mir noch nicht untergekommen.