Hallo Himbeere,
Nach wie vor respektiere ich Deine Entscheidung und wünsche dir (weiterhin) viel Glück und Erfolg damit. Für mich bzw. ist es schlich nichts.
Ich bin der Meinung aus ein paar Einzelfälle, ein universelles Gesetz machen zu wollen ist nicht gut. Das kann ich nicht verstehen.
Und nun im einzelnen:
das alles habe ich schon praktiziert. Alleinerziehend mit 1
Sohn,
Schon diese Redewendung gibt mir zu bedenken: „Alleinerziehend praktizierend“??? Für mich das Verb praktizieren hat ein „aus Spaß, wolwollend, selbstausgesucht, freudigerweise und nur als Hobby solang ich will“-Geschmack. Den trifft aber alleinerziehenden nie!!! Es mag durchaus sein, daß Frauen lieber mit ihren Kindern leben als mit bestimmten Menschen. ABER „alleinerziehend“ schließt andere Partner auch aus!! Und freiwillig ist die Situation nicht. Schon gar nicht für den Kindern!!!
Aber gut. Das war hier nicht der Hauptthema.
Hat bei mir alles prima
geklappt, dann hast du deine Vertrauensleute dazu.
Schön, wenn es geklappt hat, nur die Frage ist: In wie fern Du dieses Vertrauen ausnutzst (und ich meine im Name dessen, beanspruchst Du die Zeit, Freundlichkeit, Nachbar- od. Verwandtenhilfe,… von denen?)
Und die die
mich kennen und mit mir leben, wissen, was ich von ihnen
erwarte, wenn sie mit meinem Kind etwas unternehmen oder für
mich einspringen müssen.
Genau das habe ich vorhin gemeint: Müssen??? Warum müssen?
Du musst das tatsächlich so sehen,
wie in einer Firma für Personenschutz.
Im Gegensatz zu dem Ziel eines Personenschutzes, sehe ich kein Bedarf mein Sohn DAUERN und DAUERHAFT schützen zu MÜSSEN. Früher oder später wird die Zeit kommen, wo er sich selbst schützen muß und Gefahren weitesgehend erkennen kann (zB. ganz salopp: Kommt ein auto, muß ich nicht über die Straße. So nach dem Moto „Was Hänschen nicht lernt…“)Und wie soll es selbst lernen, wenn ihm solche Sachen von Erwachsenen stets abgenommen werden?
Jetzt nicht ganz so
bierernst, aber doch straff durchgezogen.
Das klappt super -
ohne die Kinder einzuengen oder ständig hinter ihnen
herzulaufen.
Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen oder verstehen:
War das jetzt nicht gerade die Rede davon, Daß du Vertrauenspersonen hast, die, ähnlich wie bei Personenschutz, auf Dein Kind aufpassen???
Was ist nun???
Vielleicht fehlt anderen nur die
richtige Übersicht
Ja, stimmt. Wenn Du mich fragst: Dich!
- ich habe alles im Blick ohne Streß zu
haben.
Im Namen meines Sohnes und meiner eigenen Verantwortung, möchte ich das meinem Sohn KEINESWEGS antun. Für mich grenzt das an eine haushohe Zumutung und Unselbstständigkeit meinem Kind gegenüber!!! Nicht einmal als „Geschenk“ würde ich das annehmen!!! Und schon gar nicht selbst machen! Und glaube mir: Es geht absolut nicht um meine eigene Ruhe. Ich glaube eher ich würde mich selbst Sorgen machen, wenn ich meinem Kind zu einer solche Unselbstständigkeit erzogen hätte und er dann -zwangsläufig- flügge ist…
Deine Meinung akzeptiere ich natürlich, genau wie all die
anderen Meinungen, denn ihr müsst damit klar kommen.
Danke. Mit meiner Einstellung komme ich bestens klar. Deine Einstellung kommt bei mir nicht einmal einsatzsweise in Betracht!!
Es ist
immer die Frage, wieviel einem die Sache wert ist und wie viel
man einsetzen will für eine Sache.
Um aus meinem Sohn einen selbstständiger Mensch zu machen, der Eigenverantwortung übernimmt und entscheidungsfreudig ist scheue ich mich vor (fast) nichts. Davon ableitend, ist mir Deine Entscheidung, bei aller Respekt und Akzeptanz, nur eine Gedanke (und wohl ein paar Artikeln hier in WWW) wert. Mehr sicher nicht.
Ich habe nie gesagt, dass
ich meinen Kindern ständig hinterher renne,
Wenn man aber Deine Zeile liest, kommt man unweigerlich zu dieser Einstellung.
ch als Mutter,
kenne den Tagesablauf meines Sohnes und weiß genau, wo ich
sein muß und wo nicht - wo ich ihn auch mal alleine lassen
kann.
Und hast Du ihn dabei gefragt? Wobei: Wenn er schon 10 ist und nichts anders kennt, wird er sich das eh „wünschen“ -anders kennt er sich ja eh nicht aus- und womöglich traut er sich schon gar nicht anderes kennenzulernen!!
Das Schöne an der Sache ist, mein Sohn fühlt sich „sauwohl“
Siehe oben! Wenn man nichts anderes kennt, ist das vorhandene das Beste was man haben kann…
und das ist mir das Wichtigste dabei.
Wie gesagt, für Dich freue ich mich. Aber wirklich ausschließlich für Dich!
ch nenne Dir hier noch
ein Beispiel: Er geht jetzt seit letztes Jahr auf das
Gymnasium, dort fährt von uns aus kein Schulbus und zurück
auch nicht.
Bei mir war es genauso. Sogar im Abiturjahr bin ich in einem anderen Ort gefahren -mit öffentlichen Bussen, die ich nach langer Marsch rechtzeitig erwischen mußte.
Der Weg ist nicht nur weit und einsam, der
Tornister ist fast so schwer wie mein Sohn und wir wohnen auch
noch auf einem steilen Berg.
Sorry, das Wort „Tornister“ kenne ich nicht. Aber ansonten beschreibst Du mir mein Schulweg seit der 1. Klasse und bis besagten Abi. Immer einsam und allein, ausser ich traf, zufällig -was selten genug vorkam- jemand aus der Schule (nicht aus der Klasse, die wohnten alle ganz woanders und näher an der Schule!!), die ich flüchtig, vom Sehen her kannte.
So, andere Eltern sind der
Meinung die Kinder müssen den weiten Weg laufen, damit sie
selbständig werden und alleine klar kommen.
Ja, genau. Ich bin eine davon. Natürlich können sie das mit anderen Schulkindern gemeinsam tun. Aber die Betonung liegt an „können“.
Da muss ich jetzt
mal fragen, müssen Kinden mit 10 Jahren bzw. seit dem Tag wo
sie in den Kinderngarten gehen nicht sowieso selbständig sein?
Ganz genau!!! :o))) Nur nicht vom ersten KiGa- Tag sondern von den ersten Wochen des ersten Schuljahres.
Wie soll denn das alles gehen, wenn sie es nicht sind?
Diese Möglichkeiten ihm eben beibringen, wie alles andere auch! ein Mensch ist vom Geburt an unselbstständig. Die selbstständigkeit muß man -ja MÜSSEN- ihn beibringen! Und das ist eine der wichtigsten Aufgaben der Erziehungsberechtigten!
Es gibt
Mütter die meinen, Kinder müssen weite Wege mit ihren
überschweren Schultornistern laufen um selbständig zu werden,
Ja, ganz genau! So eine Mutter bin ich. Und (ich nehme an „Schultornissen“ sind „Schulranzen“) wenn die Ranzen zu schwer sind, dan GEMEINSAM überlegen wie wir dieses Problem lösen können (vielleicht mit Rädern? Oder leichteren Ranzen? -Ich habe mich immer gewundert wie umständlich und sperrig die Ranzen hierzulanden zu sein scheinen!-)
aber nachts schlafen sie zwischen den Eltern im Ehebett,
bleiben nicht einmal alleine zuhause und pinkeln regelmässig
in die Hose. Das ist selbständig?!
Genau das habe ich gemeint als ich sagte, hier scheint mir du machst aus Einzelfälle eine allesdeckende Regel. In meinen augen, falsch!
Ausserdem sei hier betonnt, daß regelmäßig nachts im Bett Pinkeln viele Ursachen hat.
Wenn andere Kinder sich hier den Berg hochquälen und
kaputt sind von 6-7 Stunden Schule, fährt mein Sohn mit mir
ganz relaxt den Berg hoch
Wenn man kaputt ist von der Schule, tut oft Bewegung recht gut. Denn in der Schule ist „geistige“ Ermüdung oft der fall, nicht körperlich!
(Übrigens den Berg zu meinen Eltern, ist auch sehr steil an der Gipfel eines Berges) Und das man mit dem auto einen Berg locker und relax fährt ist ja doch logisch und normal, oder??? Was soll denn dabei so toll sein???
- und die anderen hier haben auch
alle 2 Autos und nicht jede Mutter muss bis mittags arbeiten!
War nicht die Rede von alleinerziehenden Müttern? Wie kann sich eine solche leisten nur bis mittag zu arbeiten???
jetzt gehe ich demnächst wieder arbeiten und kann ihn nicht
abholen. Schon ist alles wieder organisiert.
Ich wünsche dir viel Erfolg und alles gute für Euch zwei! Aus Deiner Einstellung heraus wäre ich NICHT bereit -unabhängig davon ob ich es kann oder nicht- Dein Kind täglich abzuholen. Ansonten bin ich eine Mutter, die im KiGa dafür bekannt ist, daß ich oft das ganze Auto voll mit Kindern lade -6 in der anzahl- um sie mit nach Hause zu bringen, wo sich dann solange austoben können, bis ich für allen etwas zum Essen gekocht habe. Dann werden sie idR von den eigenen Eltern abgeholt. Ausserdem springe ich sehr gerne für andere Eltern ein, wenn sie mal das Kind nicht abholen können. Aber wie gesagt, MÜSSEN: Ganz sicher muß ich das nicht! Und schon gar nicht weil es für mich aus dieser -für mich grundlegend falsche- Einstellung hervorgeht. Dann mache ich das grundsätzlich nicht -aus Überzeugung!
Ich akzeptiere
andere Meinungen, mache aber selbstverständlich das, was ich
für richtig empfinde und das ist auch gut so!
Ja, so soll es sein. Ganz deiner Meinung.
Die Erfahrung
zeigt, dass es für uns ein sichererer Weg ist, dabei kann man
jetzt ausspinnen und ausloten, wie Du schreibst und wenn…
und wenn…
Für mich ist es in erster Linie so, daß ein Kind nicht unbedingt geschützt ist, wenn es immer von einem Erwachsenen abgeholt und zur Schule gefahren wird. Ausserdem so können Probleme entstehen (zB psychologischer Art), die wirklich sehr schlimme Folgen haben kann und die nicht leicht zu heilen sind.
Klar, uns kann auch ein dicker Stein auf den Kopf
fallen… aber muss ich deshalb bei dem was mir am Wichtigsten
ist jetzt nachlässiger werden?
Nana, Das hat keiner behauptet! du MUß das machen was DIR wichtig ist. Aber genauso finde ich gut, die Meinung von anderen Eltern zu hören und vielleicht sich Gedanken über das eigene Verhalten zu machen. Auch manche Internetseiten sind sehr gut und Fachleute zu konsultieren gibt es hierzulande auch.
Viele Grüße
Dir auch viele Grüße,
Helena