Und nu

… heute morgen wurde hier bei uns versucht ein Kind (3. Schuljahr)
ins Auto zu zerren (direkt vor der Schule). Gott sei Dank, hat das
Mädchen sofort laut geschrien, so dass Bewohner aufmerksam wurden und
der/die Täter das Weite suchten.

Polizei war da, das Kind wurde nach Hause gebracht und die
aufgebrachten Freunde/Freundinnen in der Klasse wurden relativ allein
gelassen. Meine Tochter (sie ist auch in der Klasse) hat noch nicht
einmal zu Hause erzählt das etwas besonderes war. Sie erzählt
grundsätzlich nicht viel was so passiert aber in diesem Fall, habe ich
mehr den Eindruck sie will nicht darüber reden, wohingegen es sonst
immer nur lästig ist.

Die Eltern (wir auch) sind nun ein bischen hilflos was man den
Kindern eigentlich erzählen soll. Ich hatte meiner Tochter versprochen
mit 9 darf sie Abends alleine zum Training gehen, und nu…?

Mit der Leherin habe wir ausgemacht den Kindern nochmals ins Gewissen
zu reden nur in Gruppen zu gehen. Das kann es aber doch irgendwie
nicht sein.

Was kann man noch tun?

Danke fürs Lesen ich mußte das grad nur mal loswerden.
Stefan

Hallo Stefan,

der Albtraum aller Eltern!! Ich wohne auf dem Lande, die Kinder fahren morgens mit dem Rad zur Bushaltestelle und ich stehe auf der Straße und schaue ihnen nach,bis sie um die Ecke biegen, wo die Haltestelle ist. Ich muß mich echt beherrschen nicht auch noch mit bis zur Haltestelle zu fahren.
Ansonsten fahre ich sie fast überall hin und würde sie niemals alleine irgendwo im Dunkeln rumlaufen lassen.Ich weiss nicht was besser ist, aber ich bin halt so.Ich denke immer, ich muß mich zurückhalten und ihnen Freiheit lassen , aber wenn ich dann sowas lese, gehts gleich wieder los in meinem Kopf.
Statistisch gesehen passiert eigentlich gar nicht so viel und meistens sind es Verwandte und Bekannte, die sich an Kindern vergreifen, aber trotzdem.
Ich schärfe ihnen auch immer ein, nicht zu nah an langsam fahrende Autos heranzugehen, zu schreien, wegzulaufen, etc.Bei uns an der Schule gibt es immer wieder Kurse wo solche Sachen trainiert werden,gar nicht schlecht.
Man muß versuchen Kinder auf die Gefahren des Lebens aufmerksam zu machen , ohne sie total zu verängstigen, gar nicht so einfach.
Alles Gute,
Claudia

Hallo

Mädchen sofort laut geschrien, so dass Bewohner aufmerksam
wurden und
der/die Täter das Weite suchten.

Eigentlich haben die Kinder das Glück miterlebt zu haben, wie ein Kind sich in solcher Situation erfolgreich gewehrt hat. Das ist doch eigentlich eine positive Erfahrung, finde ich.

Ich hatte meiner Tochter versprochen
mit 9 darf sie Abends alleine zum Training gehen, und nu…?

Kann man nicht viel zu sagen, da wir die Gegend nicht kennen.
Wenn sie das noch will und sonst nichts dagegen spricht, würde ich es auch weiterhin erlauben. Dieser Vorfall war ja wohl auch gar nicht abends im Dunkeln, sondern tagsüber, morgens um 8:00 oder so, oder?

Mit der Leherin habe wir ausgemacht den Kindern nochmals ins
Gewissen zu reden nur in Gruppen zu gehen. Das kann es aber doch
irgendwie nicht sein.

Ich denke eigentlich, dass dieser Täter genau bei euch in der Gegend nicht mehr so leicht wieder auftauchen wird, da er ja befürchten muss, wiedererkannt zu werden. (Allerdings würde ich bei der Polizei noch mal nachfragen, ob erfahrungsgemäß die meisten Täter auch wirklich so denken würden).

Deswegen würde ich wegen des Ereignisses nicht unbedingt anders verhalten als vorher. Vielleicht eine Zeit lang, weil man sich erschrocken hat und das Gefühl von Sicherheit braucht.

Das Leben ist ja einfach nicht risikolos. Man muss abwägen: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dem Kind so etwas passiert? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dem Kind durch die Vorsichtsmaßnahmen ein Schaden passiert, und wie groß ist dieser Schaden? - Ich meine, ein Kind, dass sich alleine gar nicht mehr auf die Straße traut, wird doch mit Sicherheit einen Schaden erleiden.

Ein Problem können aber die anderen Eltern werden, die einem nachsagen, man würde sein Kind gefährden, oder was weiß ich. Aber meiner Meinung nach passiert den Kindern um so weniger, je mehr Erfahrungen sie sammeln und je selbstsicherer sie sind. Und das wird nun mal nicht erreicht, wenn sie aus Angst nur noch zu Hause bleiben. Ich fände es wesentlich sinnvoller zu trainieren, wie man sich in solchen Situationen verhält, wie z. B. nicht so nah an den Autos vorbeigehen usw., aber immer nur als routinemäßige Vorsichtsnahme für einen nach wie vor unwahrscheinlichen Fall.*

Viele Grüße
Simsy

* Statistisch gesehen sind Kinder am gefährdetsten auf dem Rücksitz des elterlichen Autos, was Missbrauchserfahrungen betrifft sind sie im Familien- und Bekanntenkreis am gefährdetsten.

Hi Simsy,

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dem Kind so etwas
passiert?

Das ist wie ein Lottogewinn. Es ist eigentlich unwahrscheinlich, einen Sechser im Lotto mit Zusatzzahlen zu erreichen - aber dennoch gewinnen immer wieder Menschen den Jackpot…

Das gleiche dürfte für die Wahrscheinlichkeit einer Entführung eines kleinen Kindes gelten.

Gruß,

Anja

Hallo Anja

Das ist wie ein Lottogewinn. Es ist eigentlich
unwahrscheinlich, einen Sechser im Lotto mit Zusatzzahlen zu
erreichen - aber dennoch gewinnen immer wieder Menschen den
Jackpot…

Das gleiche dürfte für die Wahrscheinlichkeit einer Entführung
eines kleinen Kindes gelten.

Und was willst du damit konkret sagen?

Übrigens sind die Kinder, von denen hier die Rede ist, nicht so ganz klein, sondern 9.

Viele Grüße
Simsy

Hi,

ich würde über die Schule versuchen ein Gespräch mit der Polizei zu führen um mir von Profis Rat zu holen.

Viele Grüße
Me

Hallo Anja,

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dem Kind so etwas
passiert?

Das ist wie ein Lottogewinn. Es ist eigentlich
unwahrscheinlich, einen Sechser im Lotto mit Zusatzzahlen zu
erreichen - aber dennoch gewinnen immer wieder Menschen den
Jackpot…

Das gleiche dürfte für die Wahrscheinlichkeit einer Entführung
eines kleinen Kindes gelten.

nur werde ich nicht zu einem überbehüteten unselbständigen Menschen, wenn ich nicht Lotto spiele.

Nur mal so gesagt zu haben. Darf gelöscht werden, wenn der Artikel drüber auch gelöscht wird.

Gruß, Karin

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Hallo Stefan.
Leider kann man derartige Vorfälle nicht verhindern. Es ist der Alptraum aller Eltern.
Man kann und MUß aber die Kinder darauf vorbereiten.

Niemals mit fremden sprechen.
Nichts von fremden annehmen, wenn die Eltern es nicht erlauben.
Niemals mit fremden gehen.
Laut schreien, wenn er es nicht akzeptiert.
Sirenentiere bei sich tragen und im Notfall gebrauchen.

Dabei handelt es sich um eine Art Schlüsselanhänger, der im Notfall von der Befestigungskette gerissen wird und dadurch einen ohrenbetäubenden Sirenenton von sich gibt. Leider kenne ich die genaue Bezeichnung nicht. Auskunft kann aber zu diesem Punkt und zu dem ganzen Thema die Präventions- Abteilung der Polizei geben. Wo die ist kann man auf jeder Dienststelle erfragen.

Wichtig ist in jedem Fall, dem Kind zu erklären, daß die Welt eben nicht rosarot ist, sondern daß es auch böse Menschen gibt, die fürchterliche Dinge mit ihm machen könnten. Aber auf keinen Fall das Kind völlig verängstigen. Immer betonen, daß es auch schöne Dinge gibt. Auch sollte betont werden, was immer auch ist, man steht immer als Gesprächspartner zur Verfügung.

Viel Glück wünscht Anja.

Hi Anja,

Das ist wie ein Lottogewinn. Es ist eigentlich
unwahrscheinlich, einen Sechser im Lotto mit Zusatzzahlen zu
erreichen - aber dennoch gewinnen immer wieder Menschen den
Jackpot…

Diese Schlußfolgerung ist für mich schleierhaft und kann sie nicht nachvollziehen. Nicht daß ich sprachlich nicht verstehen würde was es heisst (das tue ich schon!) ;o)) Nur ich finde, nach diesem Verhaltensmuster, können wir unsere Kinder keine Minute aus dem Augen lassen, denn es kann ja was Furchterliches passieren.

Ich denke -vor ein paar wochen habe ich das hier auch so kundgetan, wenn ich mich richtig erinnere- unsere Aufgabe als Eltern ist ganz sicher nicht, unsere Kinder jederzeit zu hütten und vor Gefahren zu schützen. Nicht nur das ist schlicht unmöglich -und wer ein 5-jähriger hat, weiß wovon ich rede-, sondern auch kontraproduktiv und fehl am Platz.

Unsere Pflicht vielmehr ist der, daß unsere Knirpse Gefahren erkennen und wann immer gegeben, sich selbst zu schützen wissen. Wir wollen nicht verängstigten Kindern, die vor Gefahren nur schauen und evtl auch noch denken: „Zum Glück ist MIR nichts passiert“, sondern wir wollen -oder wollen sollten- unsere Sprößlinge zu verantwortungsbewußte Erwachsene erziehen, die sogar eingreifen, wenn andere im Gefahr sind -und nicht nur weg schauen.

Ich finde aufgrund dieses Ereignis, das Kind nicht zu erlauben abends aus dem Haus zu gehen, ist es grundverkehrt. Man sagt ja, nach einem Umfall, soll der Fahrer möglichst bald wieder am Steuer sitzen. Wenn das Kind nicht lernt, Nachts zu leben und Sachen zu unternehmen, wird es nur Angst davor haben -meistens eh unbegründet.

Liebe Grüße,
Helena
(Etwas OT: Neulich waren wir in Schottland. Doch David hatte Angst vor den Schlösser: Nebel, dunkel, Gespenster, geheimnisvolle Geräusche,… Aber wir beide wollten so gerne mindestens eins besuchen! Also ich sagte dem David, wann immer im Schloß einen Gespenst sieht, soll er an dem Bettlacken ziehen und schauen was darunter gibt: Nicht nur wollte er dann unbedingt und von sich aus Schlösser besuchen, sondern hat er regelrecht, als wir in einem waren, nach Gespenster gesucht, an den verstecksten aller Ecken und an den dunkelsten alle Kammern -und zwar ganz allein!!! -Jetzt nimmt seine Angst als „stellvertretend“ für Gefahren und Ängsten und meine Idee mit dem Bettlacken als dieses zu erkennen und damit gut umzugehen. Vielleicht nehme ich jetzt dem Mund zu voll, aber ich bin durchaus zufrieden mit dem Ergebnis -David wird nie wieder Angst vor Schlösser -und womöglich vor Dunkelheit???- haben.)

Hallo,

Das ist wie ein Lottogewinn. Es ist eigentlich
unwahrscheinlich, einen Sechser im Lotto mit Zusatzzahlen zu
erreichen - aber dennoch gewinnen immer wieder Menschen den
Jackpot…

Das gleiche dürfte für die Wahrscheinlichkeit einer Entführung
eines kleinen Kindes gelten.

Sehe ich auch so, und den zusätzlichen Sicherheitsgewinn, den man erzielen würde, wenn man die Kinder nie wieder im Dunkeln alleine auf die Straße lassen würde, wäre ungefähr so, als ob man beim Lotto eine zweite Zahlenreihe ankreuzt. D.h. so schlimm das Einzelerlebnis jetzt auch ist, und so beunruhigend die Tatsache auch sein mag, dass so etwas dem eigenen Kind passieren könnte, es macht angesichts des extrem geringen Risikos einfach keinen Sinn zu größeren Maßnahmen zu greifen, weil man damit das Risiko nur minimal beeinflussen kann. Dafür wäre aber der mit entsprechenden Dingen verbundene Verlust an Lebensfreude, persönlicher Freiheit, … riesig.

Also sicherlich Kinder darüber aufklären, dass solche Dinge passieren könnten und wie man solchen Situationen möglichst aus dem Weg geht, und wie man sich dann verhält, aber bloß keine Angst schüren, dass solche Bedrohungen zum Alltag gehören würden. Wir schicken unsere Kinder ja auch nicht mit Helmen auf die Straße, nur weil irgendwo mal ein Dachziegel herunterfallen könnte (was statistisch sicher ein deutlich größeres Risiko darstellt).

Es wäre vielleicht mal ganz witzig auszurechnen, wie jetzt die Häufigkeit eines entsprechenden Ereignisses nur an der Schule der betroffenen Tochter ist. Also einfach mal nachfragen, wann es an dieser Schule das letzte Mal zu so einem Tatversuch (wir reden hier ja nicht mal von erfolgreicher Tatvollendung) gekommen ist, und das mal mit der Zahl der in dieser Zeit durch die Schule gelaufenen Schüler multiplizieren. Sich dagegen dann mal die Lottowahrscheinlichkeit ansehen und einerseits wieder beruhigt sein und andererseits akzeptieren, das man besser nicht auf Lottogewinne bauen sollte.

BTW: Irgendein Statistiker erklärte neulich mal die Jackpotwahrscheinlichkeit so: Niemand käme nach dem Verlust eines Schirmes auf den Gedanken wahllos ein beliebiges deutsches Telefonbuch aufzuschlagen und eine beliebige dort verzeichnete Rufnummer anzuwählen um nachzufragen, ob der Schirm dort gefunden worden sei. Die Wahrscheinlichkeit so zum Ziel zu kommen läge in gleicher Größenordnung.

Soviel zu kleinen Wahrscheinlichkeiten und Risiken.

Gruß vom Wiz

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und das flugs
Normalerweise ist es auf Anruf der Lehrerin/Leiterin ohne großes Theater möglich, dass zb. der bürgernahe Beamte, der Schulpolizist die Klasse besucht und mit ihr spricht.

Ich halte das für wichtig, weil es eine andere Qualität hat- Mama und Papa sagen nämlich noch ne ganze Menge anderer Dinge die man nicht machen soll/darf. usw. usf.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sirenentiere - off topic
Hi!

Sirenentiere bei sich tragen und im Notfall gebrauchen.

Es tut nichts zur eigentlichen Frage, aber wir haben mal im Rahmen eines, nenn es Kinder-SV-Kurs den Test gemacht.

Wenn wir auf offener Straße die Kids angefasst haben und sie schrien, kam eine deutliche Reaktion von Anwohnern und Passanten.

Haben die Kids ihre Sirene piepsen lassen, reagierte NIEMAND. Auf Nachfragen kamen meist Antworten, wie: Ich dachte, da geht mal wieder eine Autoalarmanlage los.

Bevor jetzt Nachfragen kommen: Wir hatten die örtliche Polizei mit an Bord.

LG
Guido

Hi Wiz,

Das gleiche dürfte für die Wahrscheinlichkeit einer Entführung
eines kleinen Kindes gelten.

Sehe ich auch so,

da bist Du der einzige hier, der mich verstanden hat…

Vielleicht hätte ich das mit der Tatsache, dass es dennoch Lottogewinne gibt, noch etwas mehr verdeutlichen sollen.

Auch ich bin der Meinung, über die anschauliche Aufklärung hinaus keine gluckenhafte Überwachung der eigenen Kinder zu starten, das wäre absulut erziehungs- und lebensfeindlich.

Gruß,

Anja

Die ihre zwei Söhne ohne große Vorsichtsmaßnahmen erzogen hat - später wurden beide von irgendwelchen Halbstarken überfallen und auch niedergeschlagen - aber das ist wieder eine andere Baustelle.

Hi!

Gegen solche Sirenen hab ich gleich mehrere Einwände:

  1. Die Lautstärke. Sind sie zu leise, nutzen sie nix, sind sie laut, mögen sie Nutzen bringen, aber ich frag mich, wie das Ohr des Kindes reagiert, wo doch diese Sirene in unmittelbarer Nähe losgeht.
    Klar, ist ein geschädigtes Ohr besser als entführt zu werden, aber nuja…

  2. Ich finde es bedenklich sich auf ein Gerät zu verlassen. Was ist, wenn es im entscheidenden Moment nicht funktioniert? Ist das Kind auch auf diese Situation vorbereitet? Dann braucht es sowieso kein solches Ding!

  3. Kinder sind Kinder. Damit will ich gleich mehrere Dinge ausdrücken: sie spielen - und reißen das Teil aus Versehen oder absichtlich los. Sie sind vergesslich - jeden Tag müßten sie dran denken, sich das Ding umzuhängen. Sie verlieren Dinge - und damit auch das Tierchen. Sie sind nicht so umsichtig wie Erwachsene - im entscheidenden Moment daran denken , das Ding zu ziehen, ist bisschen viel verlangt. Und so weiter…

  4. Hat Guido schon erklärt. Die beste Sirene nutzt nichts, wenn der Zweck nicht erreicht wird.

Gruß,
Sharon

Hallo Stefan,
es ist schon schwer die Kinder loszulassen und die Selbständigkeit zu fördern, wenn man gleichzeitig aufpassen muss, dass sie nicht irgendwo ins Auto gezerrt werden. Ich habe selbst 2 Söhne - (25 und 10 Jahre). Bei dem Großen habe ich es auch so gemacht, wo ich aufpassen konnte und ihn abholen, da war ich da. Selbst wo er schon 16 Jahre alt war und einen einsamen Weg vom Sport am Abend nach Hause, habe ich oben an de Straße auf ihn gewartet. Teils belächelt von einigen Leuten - aber es ist mein Kind und wenn es weg ist ist es weg. Wer hilft mir denn dann? Die Leute die immer nur blöde rumlabern: "Lassen Sie ihr Kind doch alleine zur Schule gehen… „warum fährt er nicht mit dem Schulbus?“ usw. All so ein Mist. Ich kann doch machen was ich will? Ich mache daran nicht die Selbständigkeit meiner Kinder fest. Für mich gilt die Fürsorge die ich meinem Kind gegenüber habe und dazu gehört, dass er vernünftig irgendwo ankommt, wo er hinmuss und auch wenn er nach Hause will. Ich mache das, weil ich ihn lieb habe und er sich auf mich jederzeit verlassen kann. Mein großer Sohn hat nur davon profitiert. Wir haben heute ein inniges Verhältnis obwohl er schon mit 18 ausgezogen ist und studiert. Ihn habe ich durch diese teilweise schlimme Welt gebracht und den Kleinen werde ich genauso da durchbringen. Es hat noch keinem Menschen geschadet, wenn er von den Eltern behütet wurde, solange er noch Kind bzw. unter 18 Jahren war! Hinterher - wenn etwas passiert ist - dann ist die Schreierei groß! Hilft mir dann einer von den anderen, die blödes Zeug gelabert haben? Passt auf eure Kinder auf! Wie sollen Kinder sich wehren, wenn Sie in ein auto gezogen werden? Wie denn bitte? Ich habe Kontakt mit einem Vater aus Bulgarien, dessen Sohn mit 8 Jahren entführt wurde. Wie cih die Seite im Internet durchlas (sie ist in mehrern Sprachen verfasst) habe ich gedacht, das kann doch nicht wahr sein. Ich habe dem Vater eine E-Mail geschrieben und das alles ist wirklich so passiert. Man kann es auch heute noch bei den Polizeiseiten finden unter: savestin.com. Gibt den Namen mal bei Google ein, dann kannst das alles nachlesen, was das für ein Leid ist, wenn dein Kind plötzlich verschwindet! Wir schreiben uns heute noch und der Vater hofft immer noch! Ich passe auf - wo immer ich es möglich machen kann! Ich bin der beste Bodygard für mein Kind!

Ich bin der beste Bodygard für

mein Kind!

Für diesen Satz gehört dir ein dicker Stern :smile:)

Lieben Gruß,
Claudia

Abend Himbeere!

Ein besonderen Dank an dich, ich hatte schon geglaubt ich/wir sind
allein mit unserer Meinung.

Vieleicht denken Menschen die so etwas schon mal in der näheren oder
weiteren Umgebung erlebt haben anders.

Gruß
Stefan

Danke Euch allen…
… ein bischen Aufmunterung tut sicher gut.

Die Vorschläge mit der Polizei haben/werden wir umsetzen, als
Elternpflegschaft ist das recht einfach. Allerdings haben wir einige
(handvoll) Kinder in der Klasse die völlig von der Rolle sind und
ein Polizist sicher nicht die erste Wahl ist.

Die Vergleiche mit Lotto, Wahrscheinlichkeit kann ich nicht
nachvollziehen. Wir reden über Einzelschiksale, da spielt es keine
Rolle wie vielen nichts passiert ist.
Meint ihr die Wahrscheinlichkeit ist immer noch ein 6er im Lotto
wenn so jemand schon an der Schule stand? Oder ist es jetzt vieleicht
nur noch ein fünfer, der wohnt ja hier wohl irgendwo.

Wir haben hier vor ca 3,5 Jahren diese zwei http://www.houck.de/kinder.htm
begraben, noch ein sechser? T’schuldigung ich werd sarkastisch
aber solche Äußerungen kann ich nicht verstehen.
Viele hier kannten die beiden, was glaubt ihr was in denen vorgeht?

Danke und schönen Abend
Stefan

Hallo,

Die Vergleiche mit Lotto, Wahrscheinlichkeit kann ich nicht
nachvollziehen. Wir reden über Einzelschiksale, da spielt es
keine
Rolle wie vielen nichts passiert ist.

Doch, das spielt sehr wohl eine Rolle und zwar deshalb, weil es eben die unterschiedlichsten Einzelschicksale gibt. Kinder kommen nicht nur dadurch ums Leben, weil böse Menschen sie ins Auto zerren und dann umbringen. Kinder kommen auch dadurch ums Leben, weil sie krank werden, weil sie einen Verkehrs-, Haushalts- oder Sportunfall erleiden, weil sie Opfer von Krieg, Naturkatastrophen, Terroranschlägen, … werden.

Und Kinder werden glücklicherweise in all diesen Situationen auch nicht unbedingt immer zu Todesopfern, sondern können auch „nur“ mehr oder weniger schwer körperlich und seelisch durch entsprechende Dinge verletzt werden.

Als Eltern wollen wir alle, dass unseren Kindern so etwas nicht passiert, aber wir wollen natürlich auch, dass unsere Kinder eine möglichst unbeschwerte Kindheit erleben können, die nicht mit unnötigen Einschränkungen verbunden ist. Und daher muss man sich sehr wohl überlegen, was die Risiken sind, die eine hohe Häufigkeit haben, besonders schlimme Folgen haben können und ggf. ohne große Einschränkungen vermieden oder zumindest mit einem merkbaren Effekt vermindert werden können, und was die Risiken sind, die extrem selten, ggf. mit minderschweren Folgen verbunden sind, dafür aber u.U. nur unter extremen Einschränkungen und nur zu einem ganz geringen Maße beeinflussbar sind.

Aufgepeitscht insbesondere durch sensationslüsterne Medien ist in den vergangenen Jahren leider zunehmend zu beobachten, dass dabei der nötige sachliche Fokus verloren geht und die ganz realen und häufigen Bedrohungen mehr und mehr aus dem Blickfeld geraten und deren einfache Vermeidung vernachlässigt wird, dafür aber ein unglaublicher Aufstand bzgl. minimaler Risiken getrieben wird, deren Auftretenswahrscheinlichkeit dadurch nicht einmal merklich zu beeinflussen ist.

So schlimm jeder Fall des „bösen fremden Onkels“ auch ist, er ist eben glücklicherweise extrem selten. Und daher ist es eine trügerische Sicherheit zu glauben, dass man an dieser minimalen Wahrscheinlichkeit irgendetwas merklich tun könnte, ohne das Kind unter Totalüberwachung zu stellen. Und so schlimm es auch klingen mag, aber gerade die Tatsache, dass der große Ausnahmefall gerade mal wieder in der Nachbarschaft passiert ist, könnte einen eigentlich aufatmen lassen.

Und es spielt natürlich auch noch eine andere Komponente hier herein. Es ist für den eigenen Seelenfrieden unheimlich gut, einen unbekannten Dritten als Bedrohung anzusehen. Denn das lenkt von der eigenen Unvollkommenheit ab, die es ermöglicht, dass die ganzen viel größeren Bedrohungen sich täglich in großer Zahl verwirklichen. Würden wir alle 10Km/h weniger fahren, € 1.000,-- mehr für bessere aktive und passive Sicherheit unseres Autos bezahlen, könnten wir die Zahl von Kindern als Opfer im Straßenverkehr deutlich mehr beeinflussen als durch alle Bewachungsmaßnahmen. Würden wir alle € 20,-- für Rauchmelder, € 100,-- für FI-Schalter, wenige Euro für ein sicheres Schloss an der Hausapotheke und am Putzschrank ausgeben, würde jeder von uns einen speziellen Ersthelferkurs am Kind absolvieren, die Zahlen von verunglückten Kindern würden von jetzt auf gleich um Faktoren sinken, die die Gesamtzahl der durch Verbrechen merklich geschädigten Kinder um das x-fache übersteigen würde. Und das Schöne dabei: Das sind alles Maßnahmen, die die Freiheit unserer Kinder nicht im Geringsten beeinträchtigen.

Also wie weit bist Du auf meiner Liste schon gekommen? Was tust Du wirklich für die Sicherheit deines Kindes?

Gruß vom Wiz

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Hallo Sharon.
Was auch immer ‚offtopix‘ bedeuten soll?!? Der Begriff sagt mir nichts.
Aber zum Thema:
Die Sirenentiere sind natürlich nicht DAS Allheilmittel. Das steht fest. Da braucht man auch nicht drüber zu diskutieren.
Es soll einfach eine weitere Möglichkeit darstellen, auf einen Zugriff aufmerksam zu machen. In Kombination mit lautem Schreien sind sie sicherlich nicht unwirksam. Natürlich ist es auch abhängig von der Vernunft und streßabhängigen Abgeklärtheit des Kindes, was in SV- Kursen durchaus nachhaltig vermittelt werden kann.
Wie ich auch im ersten Artikel dazu geschrieben habe, macht nur die Kombination aller Punkte wirklich Sinn. Jeder einzelne für sich ist unwirksam.
Gruß Anja