... und tschÜss

Hi Leute,
das könnte evtl auch ins Job-Brett passen, aber ich glaub vorläufig bin ich hier besser aufgehoben, und dank Fritz, bekomme ich jetzt auch hoffentlich die passenden Antworten…

DANKE @ Fritz auch nochmal an dieser Stelle…

Diesen Sommer war ich auf einem Seminar über das Schreiben von Geschäftsbriefen. Die Seminarleiterin legte der Gruppe nahe von diesem alten, verstaubten „mit freundlichen Grüssen“ etwas abzukommen und etwas „frisches“ zu Schreiben. So wäre auch

„Viele Grüße nach XXX“ oder „Viele Grüße aus XXX“

oder noch „Frecher“

„Sonnige Grüße“ etc. angebracht.

Nun meine Frage: Es ist klar, dass wenn ich jemand einen bösen Brief schreib, ich vielleicht doch bei den „freundlichen Grüßen“ bleiben sollte. Aber wie ist das bei einer Bewerbung? Sind da die „frischen Grüsse“ angebracht???

Fragende Grüße
Kat

hi,

Diesen Sommer war ich auf einem Seminar über das Schreiben von
Geschäftsbriefen. Die Seminarleiterin legte der Gruppe nahe
von diesem alten, verstaubten „mit freundlichen Grüssen“ etwas
abzukommen und etwas „frisches“ zu Schreiben. So wäre auch

„Viele Grüße nach XXX“ oder „Viele Grüße aus XXX“

könnte ich mir schon vorstellen.

oder noch „Frecher“

„Sonnige Grüße“ etc. angebracht.

???
da würd ich mich als personalchef schon eher fragen, ob das dir richtige ist.

Nun meine Frage: Es ist klar, dass wenn ich jemand einen bösen
Brief schreib, ich vielleicht doch bei den „freundlichen
Grüßen“ bleiben sollte. Aber wie ist das bei einer Bewerbung?
Sind da die „frischen Grüsse“ angebracht???

also ich war 4 jahre geschäftsführer einer (zugegebenermaßen nicht ganz konventionellen) firma und bei uns haben formeln keine große rolle gespielt. wir haben uns die leute angesehen.
ich denk, du weißt ja, wo du dich bewirbst. ich würde den stil des bewerbungsschreibens dem adressaten anpassen. in einer p.r-agentur bewirbt man sich anders als bei einer bank. „sonnige“ grüße für ein solarstudio sind eher denkbar als in einem (sonstigen) gewerbebetrieb.

ich empfehle, neuerungen dosiert einzusetzen.

m.

Ack. owt
Livia

Bei einem förmlichen Schreiben kann man mit „Hochachtungsvoll“ eigentlich nie komplett falsch liegen, auch wenn es u.U. etwas angestaubt wirkt.

mfg
Simon

Hallo,

also die „sonnigen Grüße“ habe ich bislang nur bei einem warmen Bruder vom anderen Ufer erlebt, den ich mal als (sehr netten und freundlichen) Gegner hatte. Sowohl in der Kanzlei als auch andere Leute, denen ich hiervon erzählt habe, haben sich vor Lachen kaum halten können. Also ich nehme es mit Humor, habe auch kein Problem mit Schwulen und würde in dem Gruß unter einer Bewerbung keinen Grund sehen nur deshalb einen Kandidaten nicht zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Aber wer weiß, wie der jeweils angeschriebene Personalchef so drauf ist? Also ich würde da - gerade in Bezug auf eine Bewerbung -doch beim Standard bleiben, wenn es nicht gerade um den PR; Marketing, Werbung, …-Bereich geht.

BTW: Hochachtungsvoll verwenden inzwischen selbst Gerichte und Behörden immer weniger, wobei das oft von Kammer zu Kammer und Richter zu Richter bzw. Geschäftsstelle zu Geschäftsstelle höchst unterschiedlich ist. Das ist so überholt, dass ich es schon lange nicht mehr einsetze. Das taugt nicht mal mehr um Missachtung auszudrucken. Dafür verzichte ich dann lieber komplett auf die Grußformel

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Simon,

Bei einem förmlichen Schreiben kann man mit „Hochachtungsvoll“
eigentlich nie komplett falsch liegen, auch wenn es u.U. etwas angestaubt wirkt.

ich weise immer wieder gerne darauf hin, dass „Hochachtungsvoll“ inzwischen so oft ironisch – das heißt, im Sinne von „Lecken Sie mich am Arsch!“ – gebraucht wird, dass man von dessen Benutzung Abstand nehmen sollte. Dass „mit freundlichen Grüßen“ nur eine Floskel ist, weiß jeder, sodass man diese Formel auch bedenkenlos unter einen weniger freundlichen Brief setzen kann. Alternativ würde ich „mit besten Grüßen“ unterschreiben.

Gruß
Christopher

BTW: Hochachtungsvoll verwenden inzwischen selbst Gerichte und
Behörden immer weniger, wobei das oft von Kammer zu Kammer und
Richter zu Richter bzw. Geschäftsstelle zu Geschäftsstelle
höchst unterschiedlich ist.

Ich kenne einen Oberstaatsanwalt, der mit der Verwendung von „Hochachtungsvoll“ und „mit freundlichen Grüßen“ eine klare Linie verfolgt: wer mit „Hochachtungsvoll“ gegrüßt wird, wird eben gerade nicht freundlich gegrüßt.

ich weise immer wieder gerne darauf hin, dass
„Hochachtungsvoll“ inzwischen so oft ironisch – das heißt, im
Sinne von „Lecken Sie mich am Arsch!“ – gebraucht wird, dass
man von dessen Benutzung Abstand nehmen sollte.

Oh, ich verwende es gerne bei bösen Briefen wie Beschwerdebriefen.

-)

Livia

hallo simon,

mit hochachtungsvoll bist du aber sehr unhöflich.

strubbel
V:open_mouth:)

beste Grüsse?
Guten Tag Christopher

Vor kurzem bin ich genau in diesem «Brett»
darauf gestossen, dass Grüsse nicht gut oder
schlecht sein können, und es demnach auch keine
«besten Grüsse» geben kann. Es handele sich bei
dieser neuen Mode um eine eher hirnlose
Eindeutschung aus den englischsprachigen
Gebräuchen. Hat mir eingeleuchtet.

Rolf

hallo rolf,

„beste Grüße“ würde ich auch nicht verwenden, weder in einen privaten Brief, noch beruflich. Es klingt schon irgendwie … seltsam?!

Das mit dem „Hochachtungsvoll“ und „LMAA“ hab ich auch schon gehört, aber darum gehts mir ja nicht, ich will ja nett, freundlich und eben „anders“ Tschüss sagen.

im büro sind meine „favoriten“ zur zeit

„viele Grüße nach XXX sendet ihnen“ – bei schriftverkehr mit guter kundschaft und lieferanten, wobei ich je nach dem, um was es geht zwischen nur „viele Grüße“ „viele Grüße sendet Ihnen“ und „vieGrünach“ variiere.

Einen „bösen“ Brief - Mahnung z.B. schliesse ich immer „mit freundlichen Grüssen“ ab, oder nur „Freundlichen grüße“.

Die „LG´s“ benutze ich nur Privat

Hab auch schon - bei einem wirklich guten, mir persönlich bekannten kunden „Grüße aus dem stürmischen XXX“ verwendet, aber das ist so mein kleiner, persönlicher Sympathiepunkt, den ich vergebe…

Aber kann ich ne Bewerbung - egal wohin - mit „vielen Grüßen“ beenden, oder ist das immer eine Frage der Firmenphilosophie???

LG
Kat

viele / liebe Grüsse
Liebe Kat

Das «Liebe Grüsse» habe auch ich vor etwa 20
Jahren eingeführt, aber (wie du) nur bei
Personen, mit denen ich per Du bin und in einem
guten Verhältnis stehe. Was mich daran manchmal
stört, ist der optische und akustische
Gleichklang mit der Grusszeile «Liebe® …».

«Viele Grüsse» hingegen macht mir immer wieder
etwas Bauchweh. Wieso soll man Grüsse, die doch
sowieso wohlwollend und freundlich gemeint sind,
quantitativ steigern?
Früher hiess es ja noch «viele Grüsse und Küsse
…» und von einer sympathischen Absenderin lasse
ich mir gerne mehr als bloss einen Kuss
aufdrücken. Aber «Grüsse» werden doch nicht
besser durch eine Aufreihung oder Wiederholung …
!

Rolf