der „Entwickler“ des hauses ist Maschinenbauer und ist nach eigenenr Aussage daran gegangen eine Wohnmaschine zu entwickeln die möglichst wenig Energie benötigt
Ist Stahl in der Energiebilanz nicht recht negativ?
Wie gehts euch wenn jetzt auch Maschinenbauer Häuser planen?
Findet ihr das Gebäude schön? im Sinne von ist es gute Architektur?
Hmm, nun bin ich kein Architekt, sondern Fahrzeugbau-Ing.
Generell sind bei uns ja alle Dinge, die keine Räder haben, nix Richtiges *grins*
Nee, Spaß mal beiseite, rein von der Optik her finde ich die Idee gar nicht schlecht und die Aufteilung im Inneren ist am Ende doch eh eine Sache der eigenen Vorstellung und des eigenen Geschmacks und der Notwendigkeit. Und die Idee, Metall mit in den Bau einzubeziehen halte ich für eine gute Idee. Klar ist Metall als Isolation nicht unbedingt geeignet, allerdings leitet es Wärme sehr gut weiter und kann daher zur Heizung oder als Trägerelement genutzt werden. Außerdem soll dieses Haus ja anscheinend auch nicht völlig dicht sein und ein Atmen ermöglichen, was mit Metall gut geht, da es innern wie außen die gleichen Temeraturen ermöglicht.
Das System ist halt anders als gewohnt, die Idee dahinter aber meiner Meinung nach sehr gut.
Und da es auch zum Selberbasteln ist, ist der Ingenieur in mir auch wieder zufrieden, auch wenn keine Räder dran sind…
der „Entwickler“ des hauses ist Maschinenbauer und ist nach
eigenenr Aussage daran gegangen eine Wohnmaschine zu
entwickeln die möglichst wenig Energie benötigt
Ist Stahl in der Energiebilanz nicht recht negativ?
Wie gehts euch wenn jetzt auch Maschinenbauer Häuser planen?
Was ist eigendlich Dein Problem?
Findet ihr das Gebäude schön? im Sinne von ist es gute
Architektur?
Um das zu beurteilen müßte man schon hinfahren, um es anzusehen. Auf den Bildern der Homepage ist ja wohl nicht viel zu erkennen.
Na ja, also so ganz kann ich meinen Vorrednern nicht zustimmen, auch wenn natuerlich keiner endgültigurteilen sollte, bevor nicht mehr Informationen als die auf der Homepage bekannt werden … aber meine Meinung zu dem Thema (in Kürze) ist:
Die Ideen, die auf der Homepage formuliert sind, haben ja durchaus positive Aspekte, aber:
atmungsaktive Wände sind für eine Verbesserung des Raumklimas Nonsens - die paar Kubikzentimeter Luft, die so ausgetausch werden könne (nachrechenbar) hat man nach ein paar Sekunden (!) mit offenem Fenster drin (Quelle: Prof. Ziegeldorf, Darmstadt)
die Stahlträger sind tatsächlich (und vor allem so, wie sie eingebaut sind) ein bauphysikalisches Risiko - der ganzen Länge nach bilden sie eine Wärmebrücke und sorgen damit nicht nur für Energieverluste, sondern auch noch für Kondenswasserbildung und damit in absehbarer Zeit für Schimmel (Iiih) oder Rost (an tragenden Bauteilen); da der Hersteller selbst gesagt hat, dass er auf jegliche Dampfsperre verzichtet hat, weiss ich auch nicht, wie er das Problem gelöst hat (aber ich vermute mal, irgendwie hat ers gelöst … sonst hat er in ein paar Jahren ziemlich viel Beschäftigung in seiner Rechtsabteilung … und wie schon gesagt - man bräuchte hierzu auch mehr Informationen
Mit der Ästhetik dieses Hausprototyps, der so aussieht, wie ein riesiges, umgedrehtes Ruderboot, muss man ja kein ästhetisches Problem haben; im Gegenteil - den Versuch, für eine ökologische Architektur eine neue (eigene) Formensprache zu finden, ist sogar lobenswert - aber die sonstigen „Öko-Anhängsel“ an Standard - Satteldachhäuser, verbunden mit dem Satz „… für jeden Bebauungsplan geeignet …“ lassen für die tatsächlich ausgeführten Gebäude nur das allerschlimmste Befürchten (wie gesagt, mehr als einen kurzen Blick auf die Homepage hab´ ich auch nicht geworfen - `lass mich da gerne vom Gegenteil überzeugen)
Die Kostenaussage (1.600,- DM / m2) lässt sich überhaupt nicht vergleichen (Netto ? brutto ? mit / ohne Keller / Fundamente ? mit / ohne Ausbau ? mit / ohne Lieferung / Bauantrag / Haustechnik / Umplanung etc.) und ist mit grosser Vorsicht zu geniessen !
Ach ja, und übrigens: So ganz ohne Architekt hat „der Masch-Bauer“ bestimmt nicht gearbeitet, sonst gäb´s gar nicht „überall“ eine Genehmigung !
Zusammenfassend: Sehr kritisch beäugen, aber Ökologisch orientierte Planung mit eigener Ästhetik ist durchaus lobenswert, und wenn´s durch serielle Fertigung nicht schlechter wird - umso besser; die „Bauherrn“, die (aus Unwissen) das „normale“ Haus mit Öko-Auswüchsen wollen, sind die größere Gefahr für das, was man früher mal "Baukultur " oder so nannte
Tim
P.S.: Beim Satz „den Innenausbau macht man sich `eh, wie man´s möchte“ kräuselt´s mir die Fussnägel hoch - wenn man aber meint, es ohne Fachmann besser hinzukriegen, kann ich leider nur zugucken und so Leute mit den Konsequenzen leben / leiden lassen.
Ist Stahl in der Energiebilanz nicht recht negativ?
Wie gehts euch wenn jetzt auch Maschinenbauer Häuser planen?
Was ist eigendlich Dein Problem?
Kann / darf ein Maschinenbauer Häuser bauen? könnte demnach ein Architekt auch Maschinen bauen? Wissen Maschinenbauer aus ihrem Studium etwas was Architekten fehlt? Gibt es heute noch gute Architektur? oder gibts nur noch Wohnmaschinen?
Findet ihr das Gebäude schön? im Sinne von ist es gute
Architektur?
Um das zu beurteilen müßte man schon hinfahren, um es
anzusehen. Auf den Bildern der Homepage ist ja wohl nicht viel
zu erkennen.
mir gefällts, es ist mal was sanderes wie Erkerchen, Balkönchen und Türmchen
Gruß
Bernd