Und wieder CNI (etwas länger)

Hallo euch allen,

ich habe einfach nur noch die Nase voll. Im Oktober letzten Jahres habe ich meinen 1. Kampf gegen CNI verloren und mußte meinen Gizmo einschläfern lassen. 3 Tage vor der Beerdigung meiner Mutter im September habe ich den 2. Kampf verloren und seine Schwester Catweazle mußte eingeschläfert werden. Und jetzt sieht es wohl so aus, als dass die nächste Katze (K.C.) an der Reihe ist. (ist die 3. aus dem Bund und auch 15 Jahre alt). Alle Anzeichen deuten auf CNI. Heute abend zum TA und Blutbild machen lassen. Aber jetzt zu meinem „eigentlichen“ Problem. Schon bei Catweazle war es eine absolute „Qual“ für Mensch und Tier mit den ganzen Medikamenten (SUC), weil sie es über das Fressen nicht aufgenommen hat und ins Maul gegeben hat sie einfach nicht mehr geschluckt. Das ging soweit, dass sie sich total von uns zurückgezogen hat. Daraufhin hatte ich das auf das absolute Minimum runtergefahren, damit sie wenigstens noch ein paar schöne Tage hatte ohne den zusätzlichen Stress mit der Medizin. Bei K.C. ist es noch schwerer. Sie ist generell eher ängstlich und da sie jetzt das Fressen eingestellt hat, auch keine Chance ihr das über das Futter zu verabreichen. Und ins Maul geht auch nicht. Wird auch nicht mehr abgeschluckt.

Ich habe jetzt für mich entschieden, dass es diese Quälerei für beide Seiten bei K.C. nicht geben wird. Es ist m.E. nach keinem damit geholfen, jeden Tag diese Tortour durchzuexerzieren. Vor allem, weil der Kampf sowieso nicht zu gewinnen ist und sie nicht mehr frist. Aber auch, weil ich am absoluten Limit bin. Auch ich kann nicht mehr. Immer nur Kämpfen geht einfach nicht. Ich frage mich jetzt, tst das falsch, eine unausweichliche Geschichte zu beenden anstatt noch Wochen der Quälerei mit den Medikamenten durchzuziehen nur um etwas elendig zu verlängern, was sowieso feststeht?

Ich weiß, dass es hierzu verchiedene Meinungen geben wird, aber ich muß das hier einfach Posten. Sonst werde ich echt noch verrückt.

Traurige Grüße
Yvonne

Guten Morgen Ivonne,
tut mir leid, dass es Dir so schlimm ergeht, ich nehme an, es geht um Katzen. Leider ist es häufig ein Schicksal, dass nachher die Nierenleistung im Alter auf der Strecke bleibt. Meine hat damals allerdings noch ca. 4 Jahre mit Diätfutter ( Nassfutter) sehr gut gelebt, sie bekam auch nie Medikamente. Hast Du das versucht ?
Einschläfern würde ich erst, wenn er ihr wirklich schlecht geht…und das merkst Du sicher.
Alles Gute
Margit

Guten Morgen Margit,

Guten Morgen Ivonne,
tut mir leid, dass es Dir so schlimm ergeht, ich nehme an, es
geht um Katzen.

Ups ja, hatte ich vergesse.

Leider ist es häufig ein Schicksal, dass

nachher die Nierenleistung im Alter auf der Strecke bleibt.
Meine hat damals allerdings noch ca. 4 Jahre mit Diätfutter (
Nassfutter) sehr gut gelebt, sie bekam auch nie Medikamente.
Hast Du das versucht ? Dazu müßte sie fressen - und das tut sie nicht - und das ist absolut untypisch für sie.

Einschläfern würde ich erst, wenn er ihr wirklich schlecht
geht…und das merkst Du sicher.

Und genau hier habe ich nach 2 CNI-Verlusten eine etwas andere Meinung bekommen. Was wäre das für ein Leben für eine Katze, wenn sie jeden Tag unter Zwang irgendwie ihre Medizin bekommen müßte? Und wenn die Nierenwerte wirklich so schlecht sind, wie ich vermute (habe da ja mittlerweile leider schon reichlich Erfahrung), dann ist es nur ein Rausschieben des Unvermeidlichen. Zu welchem Zweck? Das Tier jeden Tag quälen, nur damit ich nicht loslassen muss? Das ist das, was mir im Moment durch den Kopf geht. Ich bin immer jemand, der um seine Tiere kämpft. Aber nur, wenn meine Tiere dabei nicht unverhältnismäßig leiden müssen. Schon sehr schwer das alles.

Alles Gute
Margit

Danke
Yvonne

Vorneweg-ich hab keine Ahnung, was CNI ist, und was das macht.

Nur so im Allgemeinen würde ich dann eben die Medikamente nicht geben, und solange es ohne geht, so lassen, und eben dann erst die letzte Entscheidung treffen.

nun yvonne,
die antworten hast du dir doch schon selbst gegeben. absolution wird dir hier niemand geben können. so krass das ist, ich würde einschläfern lassen.
ich hatte zwar keine katze mit dieser krankheit aber eine, die sich nach einem meeting mit einem auto an einem sonntagabend noch bis nach hause schleppte. also bevor ich ein tier leiden lasse, lasse ich es lieber einschläfern.
wenn dir der gang zum tierarzt zu schwer fällt, bitte jemanden aus deinem umfeld. es tut mir sehr leid für dich.
seute

Hallo Yvonne,

das tut mir wahnsinnig leid! Bist du ganz sicher, dass es CNI ist? Auch andere Krankheiten können ähnliche Symptome mit sich bringen.
Zu CNI kann ich dir folgendes erzählen: Einer meiner Kater hat seit einem akuten Nierenversagen eine CNI. Seine Nieren haben sich nie wieder ganz von dem akuten Geschehen erholt. Kreatinin und Harnstoff sind seitdem (2006) erhöht, allerdings recht stabil. Sein Kreatininwert war damals wirklich in unendliche Höhen geschossen, ebenso Harnstoff und er hatte auch noch eine schlimme Anämie. Als er aus der Klinik entlassen wurde, waren seine Werte zwar viel besser, aber halt nicht im grünen Bereich und vor allem die Anämie war noch da. Fast 4 Wochen lang habe ich den Kater zwangsernährt. Mein Tierarzt hatte mir dazu geraten und es hat tatsächlich funktioniert. Nachdem die Anämie erfolgreich behandelt werden konnte, ging es dem Kater auch schlagartig besser - trotz erhöhter Nierenwerte. Ich weiss natürlich, dass bei meinem Kater eine etwas andere Situation vorliegt als bei deiner Katze, aber ich denke, du solltest dem Tier wenigstens eine kleine Chance geben.
Du schreibst, dass du so Probleme hattest, das SUC zu verabreichen. Das kann man z. B. auch in Wasser aufgelöst mit einer Spritze ins Maul geben. Diese Methode funktioniert übrigens auch bei meinem anderen Kater, der beim Tierarzt total ausflippt, wenn irgendetwas verabreicht werden soll oder er eine Spritze bekommen soll.(Bei mir flippt er nicht total aus, aber Theater macht er schon) Ich habe es jetzt immer so gemacht, dass ich alles, was oral verabreicht werden kann, mit nach Hause nehme und es ihm dort per Einwegspritze (natürlich ohne Nadel) ins Maul gebe. Meine Erfahrung: Das funktioniert sogar bei widerspenstigen Katzen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass du durch den Verlust deiner beiden anderen Katzen total frustriert bist, keine Hoffnung und auch keine mehr Lust hast, das ganze Theater nochmal durchzumachen und dann auch noch mit der Aussicht, dass eh alles umsonst sein könnte und dass das Leid der Katze unnötig verlängert werden könnte. Aber: gib der Katze eine kleine Chance! Katzen kommen ganz unterschiedlich mit CNI klar. In der Yahoo Group Nierenkranke Katze sieht man das oft ganz deutlich: Manchen Katzen merkt man selbst recht hohe Werte gar nicht oder kaum an und andere haben mit leicht erhöhten Werten schon heftige Krankheitssymptome. Genauso unterschiedlich sprechen die Katzen auch auf die diversen Behandlungsformen an.
Natürlich kann hier keiner aus der Ferne beurteilen, wie schlecht es um deine Katze tatsächlich steht und daher wirst auch nur du tatsächlich in der Lage sein, die Situation zu beurteilen.
Ich hoffe, dass meine Infos und die Antworten der anderen Forumsmitglieder dir ein bisschen weiterhelfen konnten.
Gruß, Maja

Egal ob Katze oder Hund, bei Nierenversagen stellen die das Fressen ein. Solange sie frisst, würde ich Diätfutter geben. Am Besten Nassfutter oder einweichen. Wenn sie das Eingeweichte nicht frisst, würde ich versuchen Tunfisch unterzumischen.
Wenn ein Tier dann wirkllich nicht mehr frisst, wäre für mich der Zeitpunkt gekommen, es gehen zu lassen, vorher nicht.
Medikamente würde ich in Deinem Fall auch nicht einsetzen…
Alles Gute
Margit

noch ein Link
http://www.felinecrf.info/was_ist_CNI.htm

Liebe Yvonne,

ich hatte das gleiche Problem mit meinem Kater Charly.
Bei ihm habe ich eine Änderung an den Augen bemerkt.
Der TA hat dann gleich auf die Nieren getippt. Da haben wir das Futter umgestellt und das mochte er gar nicht. Später mußte er Medikamente nehmen, was immer eine Quälerei war.
Das ganze hat sich ne Weile hin gezogen und war wirklich nicht schön.
Als er gar nix mehr fressen wollte und auch nix mehr trinken und nur noch rum hing, nicht mal mehr das Katzenklo brauchte, wußte ich jetzt muß ich den schweren Gang mit ihm gehen.Er war damals 16 Jahre alt.
Ich habe mir damals geschworen, dass ich das nie wieder so machen würde. Hätte ich ihm doch wenigstens sein geliebtes Futter gelassen.
Und als er die Medizin nicht wollte hätte ich es auch bleiben lassen sollen. Bei einer Katze in dem Alter macht es einfach wenig Sinn.

Seine Schwester hatte ich damals auch auf Nieren testen lassen sie war aber noch in Ordnung.
Aber irgendwann ging es bei ihr auch los.Sie mußte nie das Nierendiätfutter fressen. Die Werte blieben trotzdem stabil.
Leider fing sie plötzlich an Blut zu pinkeln. Beim Ultraschall hat der TA dann einen großen Tumor in der Blase entdeckt.Ich habe dann noch ein bißchen gewartet aber als ich merkte, dass sie ständig zum Klo rannte und immer nur ein paar Tropfen kamen, habe ich sie erlösen lassen.Sie war 17 Jahre alt.

Das ganze hat mich sehr mitgenommen und ich muß auch heute noch weinen wenn ich darüber schreibe.
Aber wir Menschen haben es in der Hand unser geliebtes Tier zu erlösen wenn es nicht mehr geht und das ist gut so.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.
Du wirst wissen wann Du reagieren mußt.Mir hat das Buch " Tiere erzählen vom Tod" übrigens sehr geholfen.

mitfühlende Grüße
Marion

Liebe Marion,

Liebe Yvonne,

ich hatte das gleiche Problem mit meinem Kater Charly.
Bei ihm habe ich eine Änderung an den Augen bemerkt.
Der TA hat dann gleich auf die Nieren getippt. Da haben wir
das Futter umgestellt und das mochte er gar nicht. Später
mußte er Medikamente nehmen, was immer eine Quälerei war.
Das ganze hat sich ne Weile hin gezogen und war wirklich nicht
schön.
Als er gar nix mehr fressen wollte und auch nix mehr trinken
und nur noch rum hing, nicht mal mehr das Katzenklo brauchte,
wußte ich jetzt muß ich den schweren Gang mit ihm gehen.Er war
damals 16 Jahre alt.
Ich habe mir damals geschworen, dass ich das nie wieder so
machen würde. Hätte ich ihm doch wenigstens sein geliebtes
Futter gelassen.

Ja, genau das ist mittlerweile auch meien Auffassung. Bei meinen ersten beiden CNIchen habe ich auch das Futter umgestellt und entsprechende Medikamente gegeben und es war echt anstrengend. Bei Gizmo ging es, da er die Medizin so ins Maul genommen hat. Aber bei Catweazle halt nicht.

Und als er die Medizin nicht wollte hätte ich es auch bleiben
lassen sollen. Bei einer Katze in dem Alter macht es einfach
wenig Sinn.

Und die letzten Tage mit so einem Stress müssen nicht sein.

Seine Schwester hatte ich damals auch auf Nieren testen lassen
sie war aber noch in Ordnung.
Aber irgendwann ging es bei ihr auch los.Sie mußte nie das
Nierendiätfutter fressen. Die Werte blieben trotzdem stabil.
Leider fing sie plötzlich an Blut zu pinkeln. Beim Ultraschall
hat der TA dann einen großen Tumor in der Blase entdeckt.Ich
habe dann noch ein bißchen gewartet aber als ich merkte, dass
sie ständig zum Klo rannte und immer nur ein paar Tropfen
kamen, habe ich sie erlösen lassen.Sie war 17 Jahre alt.

Das ganze hat mich sehr mitgenommen und ich muß auch heute
noch weinen wenn ich darüber schreibe.
Aber wir Menschen haben es in der Hand unser geliebtes Tier zu
erlösen wenn es nicht mehr geht und das ist gut so.

Ich denke, dass ist der letzte Freundschaftsdienst.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.
Du wirst wissen wann Du reagieren mußt.Mir hat das Buch "
Tiere erzählen vom Tod" übrigens sehr geholfen.

Wir haben gestern jetzt Blut abnehmen lassen und bekommen heute Abend die Ergebnisse. Als wir gestern von der Arbeit nach Hause kam, war sie wieder normal. Das wechselt im Moment ständig. Mal sehen, was die Blutergebnisse sagen.

mitfühlende Grüße
Marion

Vielen lieben Dank für deine Worte.
Yvonne

Hallo Maja,

Hallo Yvonne,

das tut mir wahnsinnig leid! Bist du ganz sicher, dass es CNI
ist? Auch andere Krankheiten können ähnliche Symptome mit sich
bringen.

Deshalb haben wir gestern Blut abnehmen lassen.

Zu CNI kann ich dir folgendes erzählen: Einer meiner Kater
hat seit einem akuten Nierenversagen eine CNI. Seine Nieren
haben sich nie wieder ganz von dem akuten Geschehen erholt.
Kreatinin und Harnstoff sind seitdem (2006) erhöht, allerdings
recht stabil. Sein Kreatininwert war damals wirklich in
unendliche Höhen geschossen, ebenso Harnstoff und er hatte
auch noch eine schlimme Anämie. Als er aus der Klinik
entlassen wurde, waren seine Werte zwar viel besser, aber halt
nicht im grünen Bereich und vor allem die Anämie war noch da.
Fast 4 Wochen lang habe ich den Kater zwangsernährt. Mein
Tierarzt hatte mir dazu geraten und es hat tatsächlich
funktioniert.

Sorry, aber das ist etwas, was für mich in keinster Weise in Frage kommt.

Nachdem die Anämie erfolgreich behandelt werden

konnte, ging es dem Kater auch schlagartig besser - trotz
erhöhter Nierenwerte. Ich weiss natürlich, dass bei meinem
Kater eine etwas andere Situation vorliegt als bei deiner
Katze, aber ich denke, du solltest dem Tier wenigstens eine
kleine Chance geben.

Ich gebe meinen Tieren immer eine Chance. Aber ich gehöre auch zu den Menschen, die nicht um ihrer selber Willen die Tiere leiden lassen.

Du schreibst, dass du so Probleme hattest, das SUC zu
verabreichen. Das kann man z. B. auch in Wasser aufgelöst mit
einer Spritze ins Maul geben. Diese Methode funktioniert
übrigens auch bei meinem anderen Kater, der beim Tierarzt
total ausflippt, wenn irgendetwas verabreicht werden soll oder
er eine Spritze bekommen soll.(Bei mir flippt er nicht total
aus, aber Theater macht er schon) Ich habe es jetzt immer so
gemacht, dass ich alles, was oral verabreicht werden kann, mit
nach Hause nehme und es ihm dort per Einwegspritze (natürlich
ohne Nadel) ins Maul gebe. Meine Erfahrung: Das funktioniert
sogar bei widerspenstigen Katzen.

Auch hier wieder ein sorry. Ich habe seit rund 35 Jahren Katzen und bin ziemlich gut mit der Medikamentengabe. Aber wenn man ihr Medikamente ins Maul gibt (egal ob unverdünnt oder verdünnt) schluckt sie einfach nicht mehr. Und das ist dann irgendwann Quälerei.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du durch den Verlust deiner
beiden anderen Katzen total frustriert bist, keine Hoffnung
und auch keine mehr Lust hast, das ganze Theater nochmal
durchzumachen und dann auch noch mit der Aussicht, dass eh
alles umsonst sein könnte und dass das Leid der Katze unnötig
verlängert werden könnte. Aber: gib der Katze eine kleine
Chance! Katzen kommen ganz unterschiedlich mit CNI klar. In
der Yahoo Group Nierenkranke Katze sieht man das oft ganz
deutlich: Manchen Katzen merkt man selbst recht hohe Werte gar
nicht oder kaum an und andere haben mit leicht erhöhten Werten
schon heftige Krankheitssymptome. Genauso unterschiedlich
sprechen die Katzen auch auf die diversen Behandlungsformen
an.
Natürlich kann hier keiner aus der Ferne beurteilen, wie
schlecht es um deine Katze tatsächlich steht und daher wirst
auch nur du tatsächlich in der Lage sein, die Situation zu
beurteilen.
Ich hoffe, dass meine Infos und die Antworten der anderen
Forumsmitglieder dir ein bisschen weiterhelfen konnten.

Ich habe mich sehr viel mit CNI beschäftigt im letzten Jahr. Und generell steht für mich fest: wenn eins meiner Tiere eine unheilbare Krankheit hat und das Fressen einstellt und die Medikamentengabe unmöglich ist (ich kann auch selber unter die Haut spritzen - aber auch das ist irgendwann nur noch elendig für das Tier), ist halt einfach der Tag gekommen.

Gruß, Maja

Gruß
Yvonne

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Mhm,

nun yvonne,
die antworten hast du dir doch schon selbst gegeben.

manchmal hilft es einfach, die Dinge schriftlich zu formulieren und gemeinsam mit Anderen darüber zu „diskutieren“.

absolution wird dir hier niemand geben können. so krass das
ist, ich würde einschläfern lassen.
ich hatte zwar keine katze mit dieser krankheit aber eine, die
sich nach einem meeting mit einem auto an einem sonntagabend
noch bis nach hause schleppte. also bevor ich ein tier leiden
lasse, lasse ich es lieber einschläfern.

Keine Sorge, bei mir muss auch kein Tier leiden. Sowas gibt es nicht.

wenn dir der gang zum tierarzt zu schwer fällt, bitte jemanden
aus deinem umfeld.

Ich bin grundsätzlich dabei. Und wir lassen den Doc auch zu uns nach Hause kommen, wenn so was ansteht, damit die Schätze nicht auch noch den Stress zum Doc nochmal haben.

es tut mir sehr leid für dich.

Danke für deine Worte. Heute abend werden wir die Blutergebnisse haben und dann muss ich halt die Entscheidung treffen.

seute

Yvonne

Zu CNI kann ich dir folgendes erzählen: Einer meiner Kater
hat seit einem akuten Nierenversagen eine CNI. Seine Nieren
haben sich nie wieder ganz von dem akuten Geschehen erholt.
Kreatinin und Harnstoff sind seitdem (2006) erhöht, allerdings
recht stabil. Sein Kreatininwert war damals wirklich in
unendliche Höhen geschossen, ebenso Harnstoff und er hatte
auch noch eine schlimme Anämie. Als er aus der Klinik
entlassen wurde, waren seine Werte zwar viel besser, aber halt
nicht im grünen Bereich und vor allem die Anämie war noch da.
Fast 4 Wochen lang habe ich den Kater zwangsernährt. Mein
Tierarzt hatte mir dazu geraten und es hat tatsächlich
funktioniert.

Sorry, aber das ist etwas, was für mich in keinster Weise in
Frage kommt.

Hallo Yvonne,

genauso habe ich auch gedacht, bis sich die Situation mit meinem Kater dann halt anders ergab. Allerdings sollte man bei Zwangsfütterung (oder wie viele es so harmlos formulieren: Assistenzfütterung) wirklich abwägen, ob es sinnvoll ist. Bekommt das Tier dadurch eine reelle Chance noch eine gute Zeit zu verbringen und eventuell dadurch aus einer Krise herauszukommen (wie du ja wahrscheinlich weisst, können bei CNI Krisen auftreten, von denen sich das Tier aber durchaus wieder erholen kann) oder verlängert man damit sein Leiden nur künstlich.

Nachdem die Anämie erfolgreich behandelt werden

konnte, ging es dem Kater auch schlagartig besser - trotz
erhöhter Nierenwerte. Ich weiss natürlich, dass bei meinem
Kater eine etwas andere Situation vorliegt als bei deiner
Katze, aber ich denke, du solltest dem Tier wenigstens eine
kleine Chance geben.

Ich gebe meinen Tieren immer eine Chance. Aber ich gehöre auch
zu den Menschen, die nicht um ihrer selber Willen die Tiere
leiden lassen.

Da stimme ich dir absolut zu - ich habe halt auch schon den umgekehrten Fall erlebt: Katze war zwar chronisch krank aber durchaus noch munter und froh und die Besitzerin wollte sie einschläfern lassen, weil ihr die ganze Sache zu viel wurde.

Du schreibst, dass du so Probleme hattest, das SUC zu
verabreichen. Das kann man z. B. auch in Wasser aufgelöst mit
einer Spritze ins Maul geben. Diese Methode funktioniert
übrigens auch bei meinem anderen Kater, der beim Tierarzt
total ausflippt, wenn irgendetwas verabreicht werden soll oder
er eine Spritze bekommen soll.(Bei mir flippt er nicht total
aus, aber Theater macht er schon) Ich habe es jetzt immer so
gemacht, dass ich alles, was oral verabreicht werden kann, mit
nach Hause nehme und es ihm dort per Einwegspritze (natürlich
ohne Nadel) ins Maul gebe. Meine Erfahrung: Das funktioniert
sogar bei widerspenstigen Katzen.

Auch hier wieder ein sorry. Ich habe seit rund 35 Jahren
Katzen und bin ziemlich gut mit der Medikamentengabe. Aber
wenn man ihr Medikamente ins Maul gibt (egal ob unverdünnt
oder verdünnt) schluckt sie einfach nicht mehr. Und das ist
dann irgendwann Quälerei.

Aus der Ferne war das jetzt schlecht von mir zu beurteilen,wie extrem das mit deiner Katze ist; daher der Ratschlag.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du durch den Verlust deiner
beiden anderen Katzen total frustriert bist, keine Hoffnung
und auch keine mehr Lust hast, das ganze Theater nochmal
durchzumachen und dann auch noch mit der Aussicht, dass eh
alles umsonst sein könnte und dass das Leid der Katze unnötig
verlängert werden könnte. Aber: gib der Katze eine kleine
Chance! Katzen kommen ganz unterschiedlich mit CNI klar. In
der Yahoo Group Nierenkranke Katze sieht man das oft ganz
deutlich: Manchen Katzen merkt man selbst recht hohe Werte gar
nicht oder kaum an und andere haben mit leicht erhöhten Werten
schon heftige Krankheitssymptome. Genauso unterschiedlich
sprechen die Katzen auch auf die diversen Behandlungsformen
an.
Natürlich kann hier keiner aus der Ferne beurteilen, wie
schlecht es um deine Katze tatsächlich steht und daher wirst
auch nur du tatsächlich in der Lage sein, die Situation zu
beurteilen.
Ich hoffe, dass meine Infos und die Antworten der anderen
Forumsmitglieder dir ein bisschen weiterhelfen konnten.

Ich habe mich sehr viel mit CNI beschäftigt im letzten Jahr.
Und generell steht für mich fest: wenn eins meiner Tiere eine
unheilbare Krankheit hat und das Fressen einstellt und die
Medikamentengabe unmöglich ist (ich kann auch selber unter die
Haut spritzen - aber auch das ist irgendwann nur noch elendig
für das Tier), ist halt einfach der Tag gekommen.

Wenn gar keine Hoffnung mehr besteht, dass das Tier sich erholt, würde ich es auch nicht weiter unnötig leiden lassen.

Gruß, Maja

Hast du denn auch mal alternative Therapien versucht? Z.B. gibt es von Heel interessante homöopathische Komplexmittel, die die Nierenfunktion wirklich unterstützen können. Wenn nicht schon alles zerstört ist… Die Sachen kann man auch oral geben als Tropfen und die schmecken nicht schlecht.
Auf jeden Fall alles Gute.
Anndra