Auflösung: Arno Schmidt
Hallo Kerbi,
Taub ist ja in Ordnung, nur sind eben Taube nicht stumm wenn sie gefördert werden.
Deshalb gibt’s doch den Begriff „taubstumm“, oder?
Ja, aber wer nicht sehen will ist blinder! 
„…and, as the heartless ghost alone’s unhurt, so the blind man sees best“
(Dylan Thomas, Was there a Time.)
…und wer nicht riechen kann, ist …?
äähh, der muß einfach glücklich sein…siehe meine Überschrift!
Kerbi! Du hast es!!! Ich zitiere mal den Text, der mich überhaupt auf die Frage gebracht hat:
„…Armut der Sprache: Einer, der nichts hört, heißt ; wenn er nichts sieht . Wie ist er aber zu nennen, wenn er nichts riecht? Vielleicht schlug ich mir denkfaul vor : auf jeden Fall, was?“ (Arno Schmidt, Die Umsiedler)
Riechen und schmecken sind einfach Luxussinne im Vergleich zum Hören und Sehen, obwohl kein Essen wirklich gut schmecken soll, wenn der Geruchssinn fehlt.
Hmm…zum Glück gibt’s das MHD auf den Verpackungen…in früheren Jahrtausenden war dieser Sinn sicher überlebensnotwendiger.
Wer sich in der Altenpflege auskennt, weiss dass der Geschmackstod eine Vorstufe zum Aufgeben ist, also so unwichtig ist das Geschmacklose nicht.
Dieser Hinweis ist sehr interessant - vielen herzlichen Dank dafür!
Viele Grüße
Diana