Hallo zusammen,
eine kleine Vorgeschichte:
Jemand musste vor 4 Monaten von Bayern in ein anderes Bundesland (aus beruflichen Gründen) ziehen. Da dies relativ schnell gehen musste und er nicht viele Wohnungen angucken konnte, hatte er eine der „erstbesten“ genommen … im Nachhinein ein Fehler, aber von dort aus kann er sich leichter andere Wohnungen anschauen (aber erst ab dem Frühjahr).
So und nun folgendes Problem: Die Wohnung hat keine „normale“ Zentralheizung sondern überall Nachtspeicheröfen. Zudem hat er (alte) Braas Holzdachfenster - welche ihm inzwischen schwer zu schaffen machen.
Die Nachtspeicheröfen laufen in allen Zimmern auf höchster Stufe (ausser auf dem Flur und im Schlafzimmer). Von den Kosten nicht zu sprechen.
Wie auch immer, auf jedenfall hat er z.B. im Büro trotz durchgehendem Heizen und 3maligen Stoßlüften am Tag) Eis unten in den Ecken des Fensters - von innen. http://img607.imageshack.us/i/foto3ut.jpg
Das selbe im Bad. Da hat er keinen Nachtspeicherofen, aber einen Radiator, welcher Tagsüber immer läuft. Keine Chance, er bekommt das Bad nicht warm - nicht über 15 Grad. Deswegen friert das Fenster im Bad noch schlimmer - sogar auf der Fensterbank ist eis http://img844.imageshack.us/i/fotoq0.jpg http://img152.imageshack.us/i/foto1q0.jpg
… obwohl er nachdem Duschen das Bad lüftet und das Wasser auf der Fensterbank wegwischt (die Dusche ist direkt vor dem Fenster). Die Fensterbank ansich schwitzt eh die ganze Zeit, als wenn es darunter keine Dämmung geben würde und die Kalte Luft von aussen direkt an den Fliesen liegt - vom Schimmel will ich gar nicht sprechen …
Nun weiß er halt nicht, was er noch machen soll. Er hatte den Vermieter schonmal angerufen und ihm gesagt, dass die Fenster undicht sind. Daraufhin ist er vorbei gekommen und hat überall eine neue Gummidichtung reingemacht. (Klasse, das hätte er auch geschafft!).
Für Ratschläge / Vorschläge wäre ich dankbar. Wie gesagt, es ist eh nur diesen Winter … aber dennoch muss er das Geld nicht zum Fenster rausheizen (sprichwörtlich!)
…mein Ratschlag…sofort kündigen…dann ist in drei Monaten der ganze Spuk vorbei…evtl ist auch eine fristlose Kündigung möglich…aber dann muß der Mieter auch (sehr wahrscheinlich) drei Monatsmieten als Entschädigung bezahlen.
Das Sinnvollste wäre, dem Vermieter die Mängel anzeigen - genaue Beschreibung, Fotos, Temperatur messen und Protokoll anlegen. Dem Vermieter eine Frist zur Behebung der Mängel setzen. Parallel dazu kann Miete gekürzt werden. In der Mängelanzeige sollte die Mitteilung erfolgen, dass für den Fall, dass die Mängel nicht innerhalb der gesetzten Frist behoben werden, eine fristlose Kündigung erfolgen wird (Gesundheitsgefährdung, Heizkosten, etc.). Nach Fristablauf sollte man fristlos, hilfsweise ordentlich kündigen und sich eine neue Wohnung suchen.
…das ist natürlich eine Möchlichkeit…allerdings…wenn die Fenster ersetzt werden gibts erstens viel Ärger und Dreck und anschließend ne saftige Mieterhöhung…ich würde so nicht verfahren…es gibt doch (zur Zeit) genug freie Wohnungen
…das ist natürlich eine Möchlichkeit…allerdings…wenn die
Fenster ersetzt werden gibts erstens viel Ärger und Dreck und
anschließend ne saftige Mieterhöhung…
bei Austausch defekter Fenster ist eine Mieterhöhung nicht zulässig.
Du verwechselst das mit Modernisierung.
.evtl ist auch eine fristlose Kündigung
möglich…aber dann muß der Mieter auch (sehr wahrscheinlich)
drei Monatsmieten als Entschädigung bezahlen.
Das ist ein Widerspruch in sich. Sorry, du hast von Mietrecht eigentlich keine Ahnung, warum unterlässt Du es nicht mal, hier Deine Falschmeldungen in die Luft zu pusten?
Bei Ansicht der Bilder drängt sich mir der Eindruck auf, dass das Fenster nicht unbedingt undicht sein muss. Eher handelt es sich dabei um ‚Schwitzwasser‘ also Kondensat, das sich an einer Wärmebrücke niederschlägt.
Bei Ansicht der Bilder drängt sich mir der Eindruck auf, dass
das Fenster nicht unbedingt undicht sein muss. Eher handelt es
sich dabei um ‚Schwitzwasser‘ also Kondensat, das sich an
einer Wärmebrücke niederschlägt.
Hallo,
ich bin insoweit kein Fachmann, habe aber schon diverse Häuser mit Dachfenstern bewohnt, allesamt auf hohem Mietpreisniveau und daher wohl zumindest standartmäßig gedämmt.
Die vom UP geschilderten Phänomene sind mir bekannt und durch Heizen kaum zu beheben, zumal man in den Schlafräumen keine 25 Grad Celsius erträgt, die etwa, wie im Bad bei uns ersichtlich, dieses Problem weitgehend beheben
Wir wischen die Feuchtigkeit täglich mittels Zewa trocken, um Schimmelbildung zu verhindern.
Die Kosten für den Austausch der Fenster können von den Maßnahmen, die der Wärmedämmung dienen abgezogen werden. Also bleibt je nach Umfang der Wärmedämmung ein Teil für den M als Moderniesierungserhöhung übrig.
Da kann man auch schon mal das Dach hinterdämmen mit Gerüst etc. lassen.
Die unbeheizten Zimmer tragen übrigens auch zur Feuchtbilanz der Wohnung bei.