Unendliche Melodie

Hallo Ihr :o)

Es gibt in der Musik (parallel zu z.B. Eschers optischen Täuschungen der unendlichen Treppe etc…) eine Art „akustische“ Täuschung, die ich mal mangels Fachwissen „unendliche Melodie“ nennen möchte. Das ist eine Melodie, die man beliebig lang spielen kann und der Zuhörer den Eindruck hat, sie würde immer höher werden, obwohl sie das gar nicht tut.

Ich möchte nun solche Melodien gerne am Piano selbst entwerfen und brauche dazu die Kriterien, nach denen das funktioniert.
Ein Link auf eine Seite, die das dem Laien beschreiben kann, wäre auch schon mal toll.
Google allein gibt nicht viel „Kochrezept“ her zu diesem Thema (naja… zumindest bei diesen Suchworten)

Danke schon mal für Eure Ideen

Gruß
Sopho

hmm, ich fürchte, das wird nicht ganz so einfach…

man kann natürlich ein stück komponieren, das sagen wir in C-dur beginnt und bis zum ende hin nach D-dur wandert, und dann kannst du es in der neuen tonart anschließen und so weiter, aber dann wirds tatsächlich höher…

was du meinst, ist die sogenannte shepard-tonleiter (nachzulesen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Shepard-Skala). das kannst du am klavier allerdings nicht ganz so leicht nachspielen…

grundsätzlich geht es folgendermaßen: du spielst nicht nur einen ton, sondern mehrere gleichnamige töne, sagen wir C, c, c1, c2, c3. das c1 ist genau in der mitte und wird am lautesten gespielt. wenn du jetzt langsam die tonleiter hinaufsteigst, spielst du die beiden höchsten oktaven immer leiser, etwa ab dem f nimmst du noch eine tiefe oktave hinzu und läßt die höchste, die inzwischen ganz leise ist, weg. so kommst du beim c wieder so an, daß du zwei oktaven drüber und drunter hast, obwohl du immer die tonleiter hinaufgestiegen bist. ist wie gesagt nicht einfach zum nachspielen. vor allem brauchst du mindestens drei hände dafür :wink:

:o)
Gyuri, besten Dsnk für Deine wunderbare, verständliche Antwort :o)
Das kapiert auch der Laie.

… vor allem
brauchst du mindestens drei hände dafür :wink:

Daran werde ich wohl noch arbeiten müssen *g*

Aber anhand Deines Links/ Deiner Ausführungen kann ich sowas am PC zusammenstricken.

Danke nochmal
Gruß
Sopho

Hi Sopho,

such mal nach dem Ricercar, da hext der J.S.Bach mit schleichenden Tonartwechseln herum, dass Dir schwindlig wird. Erklären kann ich es leider nicht :frowning:

Gruß Ralf

Das ist zwar ein anderes Thema, aber der olle Bach reißt micht tatsächlich auch immer wieder vom Hocker. Schade, dass sowas kaum in der U-Musik Verwendung findet. Aber über alle-meine-Entchen scheinen moderne Pop-Interpreten begabungsmäßig kaum rauszukommen…

Is schon blöd, wenn man mehr als 4 Grundgriffe auf der Gitarre lernen muss :o(

Danke für Deine Anregung
Gruß
Sopho

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Hi Sopho,

Is schon blöd, wenn man mehr als 4 Grundgriffe auf der Gitarre
lernen muss :o(

wieso 4, wir kamen damals mit zweien aus: C und G7. Aber die Juchent, die Juchent…

Gruß Ralf

such mal nach dem Ricercar

nach welchem? ricercar ist ein gattungsname…

ich nehme an, du meinst das musikalische opfer, in dem tatsächlich zwei ricercars vorkommen, aber im zusammenhang der fragestellung dieses threads dürfte wohl der Canon a 2 per Tonus interessanter sein. da startet bach nämlich in c-moll und erreicht nach 8 takten d-moll usw.
siehe http://jan.ucc.nau.edu/~tas3/realcan5mo.html

Seid bedankt!
Leider kann ich noch keine Sternchen vergeben, sonst hätte ich ausgiebigst davon Gebrauch gemacht

:o)

Danke, gyuri!

Hab (dein Einverständnis vorausgesetzt) ne FAQ draus gemacht.

Gruß
Huttatta

Hab (dein Einverständnis vorausgesetzt) ne FAQ draus gemacht.

klar, kein problem, freut mich! danke!