zur zeit versuche ich mich krampfhaft daran zu erinnern, was meine physiklehrerin damals als begründung von sich gab, warum es kein „unendliches“ licht gibt.
„unendliches“ licht nenne ich es. ich versuche es zu erklären:
ich baue mir einen würfel. dieser besteht aus verspiegelten wänden.
theoretisch gibt es keine ritze, kein spalt, überall ist verspiegeltes glas. in diesen würfel stelle ich eine virtuelle taschenlampe, die augenblicklich sich in nichts auflöst.
mache ich diese taschenlampe an, warum ist es in diesem würfel dann nicht unendlich lang hell? ich kann mich nur erinnern, dass die lehrerin sagt es ist eben NICHT unendlich lang. aber wohin „verschwindet“ denn das licht? oder inwiefern verliert es die energie?
er heißt: „Energie geht niemals verloren - sie wird nur umgewandelt“
Licht, dass auf einen Spiegel trifft wird nicht zu 100 % reflektiert, sondern ein bisschen was davon wirkt auf das Material des Spiegel und in eine andere Energie (im Allgemeinen Wärme = brownsche Molekularbewegung) umgewandelt.
D.h. das Licht wird nach und nach (ich schätze der Vorgang dauert nur wenige ns - µs) in Wärme umgesetzt.
Ich glaub dein gesuchtes Wort ist „Verluste“. Die Spiegel reflektieren nie das gesamte Licht wieder. Es tretten bei jeder einzelnen Brechung bzw. Relektion des Lichts Verluste auf. Dieser Anteil wird nicht reflektiert. Also ist es nur eine Frage der Zeit bzw. Anzahl der Brechungen bis kein Licht mehr vorhanden ist. Somit kann es kein unendlich geben…
mfg Thomas
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was waeren wenn…
die spiegel total ideal waeren, und somit ‚nur‘ reflektieren, also nicht absorbieren und in waerme umleiten wuerden? Also ohne jegliche „verluste“??? Wuerd mich ma brennend interessieren…
ja, dann würden die Photonen wirklich unendlich lange darin hin- und herfliegen. Damit dürfte sich dann auch die Idee der Schildbürger realisieren lassen - nämlich Licht von draußen in Behältern ins Gebäude zu transportieren.
die spiegel total ideal waeren, und somit ‚nur‘ reflektieren,
also nicht absorbieren und in waerme umleiten wuerden? Also
ohne jegliche „verluste“??? Wuerd mich ma brennend
interessieren…
a) es gibt keinen Spiegel ohne Verluste. Allein schon der Puls vom Licht auf den Spiegel führt zu Verlusten und lässt sich nicht vermeiden.
b) Sehen beteht aus Absorbieren von Licht. Sobald jemand das Licht anschauen will, ist es weg.
Gruß
loderunner
Wie schon gesagt wurde, liegt das schnelle Abklingen an der nicht idealer Reflexion der Spiegel.
Nach meiner Meinung kann man aber nicht sagen, dass das beschriebene ‚unendlich lange Licht‘ unmöglich ist.
Das könnte man nur dann, wenn der Vorgang gegen ein physikalisches Gesetz verstoßen würde. Ein idealer Spiegel ist m.E. laut Physik aber erlaubt - er wurde halt nur noch nicht entwickelt.
Hmm - aber selbst dann hätte man das Problem, dass niemand sagen kann, ob das Licht wirklich noch da ist, da „sehen“ bzw. detektieren die Lichtenergie umwandeln würde. Und damit wäre es wieder nicht unendlich.
Es bleibe also ein rein theoretisches Experiment, da es durch jeden Beweisversuch abgebrochen würde.
Viele GRüsse!
Denis
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Hmm - aber selbst dann hätte man das Problem, dass niemand
sagen kann, ob das Licht wirklich noch da ist, da „sehen“ bzw.
detektieren die Lichtenergie umwandeln würde. Und damit wäre
es wieder nicht unendlich.
Es bleibe also ein rein theoretisches Experiment, da es durch
jeden Beweisversuch abgebrochen würde.
Viele GRüsse!
Denis
Man könnte ja eine Klappe einbauen, die nur kurz geöffnet wird und somit nur ein paar Photonen entnommen werden. Aus Dauer und Anzahl kann man hochrechnen auf die Gesamtmenge der Photonen in der Kiste.
Ist es eigentlich bewiesen, dass die Detektion eines Photons das Teilchen zwangsläufig auch vernichtet ? Ich denke nicht, bin aber nicht sicher.
Man könnte übrigens theoretisch auch den Lichtdruck messen, den das Licht im Inneren auf die Seitenwände ausübt. Das müsste (im eingeschwungenen Zustand) verlustfrei machbar sein.
Abgesehen davon, bin ich der Meinung, dass etwas existieren kann, auch wenn es niemand sehen/nachweisen kann…
Man könnte ja eine Klappe einbauen, die nur kurz geöffnet wird
und somit nur ein paar Photonen entnommen werden. Aus Dauer
und Anzahl kann man hochrechnen auf die Gesamtmenge der
Photonen in der Kiste.
Wobei man sicher darüber streiten muss, wie kurz „kurz“ ist, aber prinzipiell gebe ich Dir natürlich recht ;o)
Ist es eigentlich bewiesen, dass die Detektion eines Photons
das Teilchen zwangsläufig auch vernicht
et ? Ich denke nicht,
bin aber nicht sicher.
Ich auch nicht - aber ein Gefühl sagt, mir dass -wenn es zur Wechselwirkung mit der Umgebung kommt (wie soll man sonst messen?)- Energie umgewandelt wird. Und der Ausgangsmenge damit verloren geht.
Man könnte übrigens theoretisch auch den Lichtdruck messen,
den das Licht im Inneren auf die Seitenwände ausübt. Das
müsste (im eingeschwungenen Zustand) verlustfrei machbar sein.
Hmm. Ich habs mir eben durchgelesen. Wenn das Photon bei „perfekter“ Reflektion seinen Impuls vollständig behält - ist dann überhaupt Strahlungsdruck messbar? Oder anders: IST dieser nicht gerade Folge einer Umwandlung? Und falls doch: Wenn die Wand des Behälters einer Verformung (und sei sie noch so klein) unterworfen wird - so gilt meiner Laienmeinung nach immer noch „Kraft x Weg = Arbeit“. Und diese kann nicht ständig (es ging ja um einen unendlichen Zeitraume und eine endliche Lichtmenge) verrichtet werden, ohne Energie nachzulegen. Aber wie gesagt: Ich kann mich natürlich irren, und vielleicht hilft uns jemand auf die Sprünge. Aber die Idee finde ich nicht schlecht.
Abgesehen davon, bin ich der Meinung, dass etwas existieren
kann, auch wenn es niemand sehen/nachweisen kann…
Nehmen wir an es wäre möglich, auf Erden einen gekrümmten Raum zu realisieren, in dem könnte das Licht auf einer Kreisbahn unendlich lange zirkulieren.