Unendlichkeitsproblem bei Gravitation?

Hallo!

Hatte folgenden Gedanken: Ein Photon z.B. verfügt über keine Ruhemasse aber sehr wohl über eine träge Masse. Das bedeutet, da Masse u. Energie äquivalent sind, strahlt das Photon Gravitationskraft ab ( wenn auch nicht sehr viel ). Das Problem was ich nun zu sehen glaube, ist folgendes: Müsste ein Graviton, das ja auch eine bestimmte Energie hat, nicht auch wieder Gravitation abstrahlen? Mit anderen Worten: Müssten nicht ständig neue Wellen von Gravitonen aus einem Graviton entstehen? Der Witz dabei ist: Die Gravitonen, die von einem Graviton abgestrahlt werden würden, hätten nur einen Bruchteil seiner Energie. Die Gravitonen, die von ihnen wiederum abgestrahlt werden würden hätten noch weniger Energie usw. - müsste sich das nicht so lange fortsetzen, bis die Energiewerte für die entstehenden Gravitonen die kleinste mögliche Energie annehmen?!?! Und was kommt danach? Gibt’s da nicht ein Logikproblem?

Möglich, dass ich totalen Mist erzählt habe, aber ich interpretiere diesen physikalischen Sachverhalt eben so :wink:

Florian

Hallo!

Hatte folgenden Gedanken: Ein Photon z.B. verfügt über keine
Ruhemasse aber sehr wohl über eine träge Masse. Das bedeutet,
da Masse u. Energie äquivalent sind,

Masse- und Energieimpuls sind äquivalent. E/c=mc

strahlt das Photon

Gravitationskraft ab ( wenn auch nicht sehr viel ).

Gravitation ist keine Strahlung, sondern eine Feldeigenschaft der Materie.

Das

Problem was ich nun zu sehen glaube, ist folgendes: Müsste ein
Graviton, das ja auch eine bestimmte Energie hat, nicht auch
wieder Gravitation abstrahlen?

Gravitonen gibts nicht. Auch wenn Alphysikisten das stets und ständig gern wieder behaupten, hat man dennoch jahrelang vergeblich am CERN nach dem Higgs-Boson geforscht und nix gefunden. Strahlende Gravitonen sind in dieser Welt vollständig überflüssig.

Mit anderen Worten: Müssten

nicht ständig neue Wellen von Gravitonen aus einem Graviton
entstehen?

Die Gravitationswellen hast du etwas falsch verstanden. Die entstehen, wenn sich z.B. ein Doppelsternsystem umkreist. Dadurch wird das Gravitationsfeld wellenförmig verzerrt.

Der Witz dabei ist: Die Gravitonen, die von einem

Graviton abgestrahlt werden würden, hätten nur einen Bruchteil
seiner Energie. Die Gravitonen, die von ihnen wiederum
abgestrahlt werden würden hätten noch weniger Energie usw. -
müsste sich das nicht so lange fortsetzen, bis die
Energiewerte für die entstehenden Gravitonen die kleinste
mögliche Energie annehmen?!?! Und was kommt danach? Gibt’s da
nicht ein Logikproblem?

Sicherlich kommt es in der Alphysikie immer zu Logikproblemen. Nur wollen das die Alphysikisten nie wahrhaben, da sie ihre Gesetze sogar vor Gott verteidigen würden :smile:

Möglich, dass ich totalen Mist erzählt habe, aber ich
interpretiere diesen physikalischen Sachverhalt eben so :wink:

Das vernünftig logisch zu interpretieren hat bislang noch niemand geschafft. Auch wenn die Mathetik in der ART aufgeht, muß das nicht zwangsläufig gleich logisch sein.
Merke: da E/c=mc bedeutet für mich, daß bei stattfinden eines Ereignisses, eine Übertragung eines Massepulses, gleichzeitig ein Materiefeld einen Energiepuls in der Gegenrichtung erfährt. Das hat auch ganz praktische Ursachen. Deshalb muß zwangsläufig Gravitation repulsiv wirkender Impuls sein.

Gruß
Frank

Hallo

Die Gravitonen, die von ihnen wiederum
abgestrahlt werden würden hätten noch weniger Energie usw. -
müsste sich das nicht so lange fortsetzen, bis die
Energiewerte für die entstehenden Gravitonen die kleinste
mögliche Energie annehmen?!?! Und was kommt danach? Gibt’s da
nicht ein Logikproblem?

Der kleinstmögliche Energiewert ist Null, welche aber nie erreicht wird. Weil die Energie ja immer um einen Bruchteil sinkt. Also E_n=c * E_(n-1)

Insgesamt stellt die gesamte abgestrahlte Energie eine geometrische Reihe dar, welche ziemlich schnell konvergiert, weil dieses c extrem klein ist.

Wo genau siehst du das Logikproblem?

Gruß
Oliver

Hi!

strahlt das Photon

Gravitationskraft ab ( wenn auch nicht sehr viel ).

Gravitation ist keine Strahlung, sondern eine Feldeigenschaft
der Materie.

Das wage ich zu bezweifeln :wink:

Gravitonen gibts nicht.

Ja, ist schon klar :wink:. Danke für die genaue Beweisführung zu ihrer Nicht-Existenz.

bis denne

Hi!

Wo genau siehst du das Logikproblem?

Das Problem ist, dass es im Universum keine Unendlichkeiten gibt - nicht meines Wissens. Hier müsste aber eine unendlich große Anzahl an Gravitonen abgestrahlt werden, deren Energie, wie du schon richtig bemerkt hast, gegen 0 konvergieren müsste.

Es ist die Unendlichkeit, die mich stört.

bis dann.

Hi!

Wo genau siehst du das Logikproblem?

Das Problem ist, dass es im Universum keine Unendlichkeiten
gibt - nicht meines Wissens. Hier müsste aber eine unendlich
große Anzahl an Gravitonen abgestrahlt werden, deren Energie,
wie du schon richtig bemerkt hast, gegen 0 konvergieren
müsste.

Es ist die Unendlichkeit, die mich stört.

Weil du mit Sicherheit noch den Begriff vom gekrümmten Raum im Kopf hast. Wirf ihn doch einfach in die Mülltonne und erklär dir die Krümmung anders.
http://www.idea-tr.com/metinler/relativitetstheorie/…
Raum ist per Definition dreidimensional euklidisch, betrachten kannst du die Welt ausschließlich von dir aus. Darin befindet sich Materie. Diese wiederum verursacht aufgrund ihrer Existenz ein Feld, weklches uns den Raum gekrümmt erscheinen läßt. Schuld daran ist im Mikrokosmos die Unschärfe, da bei einem Stoß nicht der gesamte Weg genutzt wird. Im Makrokosmos führt dies zwangsläufig zur Gravitastion, was ich dir unten versucht hab zu erklären. Was ist daran so unverständlich? Eine Unendlichkeit kommt nicht vor.

Gruß
Frank

Es ist die Unendlichkeit, die mich stört.

Die Unendlichkeit kommt nur aufgrund der mathematischen Formulierung in die Welt. Aber durch den Konvergenzbegriff wird diese Unendlichkeit von der Mathematik selbst wieder gestoppt, sodass es am Ende eben doch eine Zahl rauskommt.

Das ist doch nichts neues. Das gibt es doch überall, z.B. bei der Mehrfachreflexion an doppelt verspiegelten Fenstern.
Der Begriff der Unendlichkeit taucht zwar während der Rechnung auf, aber weder davor noch danach.

Gruß
Oliver

Selbstwechselwirkung
wie du richtig vermutest, hat das Gravitationsfeld Selbstwechselwirkung, die zu „explodierenden“ Termen in den Feynmangraphen führt, insbesondere in den Graphen höherer Ordnungen.

Das ist aber nicht das Problem bei der Quantisierung des Gravitationsfeldes. Solche Terme mit Polstellen können durch das mathematische Verfahren der Renormierung bewältigt werden, für das der niederländische Physiker Gerard t’Hooft den Nobelpreis erhielt.

Gruß

Metapher