Unerklärliche Symptome

Hallo,
ich habe eine Frage an die Fachleute und Menschen, die ähnliche Erfahrungen mit den folgenden Symptomen gemacht haben:

  • schlafe nachts nur ca. 2-3 Stunden, schlafe aber direkt ein; die übrige Zeit - bis zum Aufstehen - liege ich nahezu hellwach im Bett
  • bin innerlich sehr unruhig
  • hoher Ruhepuls im Sitzen/Stehen (ca. 90), im Schlaf einigermaßen normal (60-70)
  • Konzentrationsprobleme
  • Puls steigt bei ungewohnten Situationen jeglicher Art sehr rasch und stark an

Habe konstantes Normalgewicht und die Blutwerte weisen auf keine Schilddrüsenerkrankung hin. Alle sonstigen Werte auch im Normbereich.

Weiss jemand, woran das liegen könnte ? Können die Blutwerte, die Aufschluss über die Schilddrüse geben trügen (es wurden dabei 2 Hormone gemessen; die Namen weiss ich nicht mehr genau).

Danke
Frank

Hallo Frank,

Hast du Stress ? Belastet dich irgendetwas ( Beruf, Familie ) ? Zukunftsängste ? Depressionen ?

HM

Hi

  • schlafe nachts nur ca. 2-3 Stunden, schlafe aber direkt ein;
    die übrige Zeit - bis zum Aufstehen - liege ich nahezu
    hellwach im Bett

Stress? Angst? ne unbemerkte Infektion (ich hab sowas oft drei tage bevor dann die Grippe mich dahinrafft…)? Oder ne versaschleppte Infektion?

  • bin innerlich sehr unruhig
  • hoher Ruhepuls im Sitzen/Stehen (ca. 90), im Schlaf
    einigermaßen normal (60-70)

Ein Ruhepuls von 60-70 im Schlaf stufst du als normal ein?
45-55 ist bei mir normal, und ich bin ein untrainierter Radfahrender Schreibtischtäter. Bist du total konditionslos? oder bewegst du dich auch manchmal? Oder bist du mittel- oder gut trainiert?

  • Konzentrationsprobleme

bei innerer Unruhe kein Wunder (Stress welcher Art auch immer - Job, Beziehung…)

  • Puls steigt bei ungewohnten Situationen jeglicher Art sehr
    rasch und stark an

Was sagt dein Blutdruck? machst du irgendeien Sport oder hängst du nur auf nem Stuhl oder der Couch?

Habe konstantes Normalgewicht und die Blutwerte weisen auf
keine Schilddrüsenerkrankung hin. Alle sonstigen Werte auch im
Normbereich.

Warst du mal bei nem Kardiologen? 24h Blutdruckmessen, Belastungsekg?
Ultraschall von deiner Pumpe?

Weiss jemand, woran das liegen könnte ? Können die Blutwerte,
die Aufschluss über die Schilddrüse geben trügen (es wurden
dabei 2 Hormone gemessen; die Namen weiss ich nicht mehr
genau).

Danke
Frank

HH

Naja,
also erstmal: Ich habe auch einen Ruhepuls von 80, wenn ich liege und mich nicht bewege. Es kann gut sein, dass ich einen Puls von 50 habe, wenn ich schlafe, aber wie soll ich ihn denn dann messen können???
Meines Wissensstands hat der „Normalo“ einen Ruhepuls von 60-80.
Was die Symptome hervorruft weiss ich nicht, würde aber auf ne psychosomatische Sache Tippen. Geh doch mal zu nem Therapeuten. (Nicht böse gemeint)

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Naja,
also erstmal: Ich habe auch einen Ruhepuls von 80, wenn ich
liege und mich nicht bewege. Es kann gut sein, dass ich einen
Puls von 50 habe, wenn ich schlafe, aber wie soll ich ihn denn
dann messen können???

Woher weiß der Fragesteller ihn? Ich weiß meinen weil ich Medikamentenstudien mache und öfter mal überwacht werde. und morgens müssen manche Messungen bei Werten unter X öfter mal wiederholt werden, da sind die Probanden die ausdauersportler sind gefürchtet. Ich hatte einen im Zimmer der unter 40 sackte wenn er nur lag und döste.
aber 80-90 finde selbst ich als relativ untrainierter für einen Ruhepuls.

Ich würd erstmal die physische Seite checken, bevor ich mich der psychischen zuwende…

Meines Wissensstands hat der „Normalo“ einen Ruhepuls von
60-80.
Was die Symptome hervorruft weiss ich nicht, würde aber auf ne
psychosomatische Sache Tippen. Geh doch mal zu nem
Therapeuten. (Nicht böse gemeint)

Helge

descartes ist tot
hallo!

Ich würd erstmal die physische Seite checken, bevor ich mich
der psychischen zuwende…

die zeiten in denen man von einer trennung der beiden ausging sind
schon lange vorbei.
eines kann sich nicht ohne das andere verändern weil beides nur
unterschiedliche ausdrucksformen der gleichen sache sind.

man kann „psycgischen stress“ durch gabe von entsprechenden
substanzen auslösen.

tschüss

matthias

Hi
red ich von Trennung? Lies bitte die anderen Posts - bevor ich mich in eine jahrelange Therapie begebe lass ich erstmal meine Pumpe checken, nicht das ich auf dem Weg zum Vorgespräch beim Therapeuten das zeitliche auf der Treppe in den 4ten Stock segne. Kenne mindestens 2 Leute denen die Einhaltung einer gewissen Reihenfolge das Leben gerettet hätte.
HH

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hallo!

wir meinen ja eigentlich beide das gleiche: die physischen (und damit
mehr oder weniger leicht messbaren parameter) haben absoluten
vorrang.
der sogenannte „psychische“ teil gibt sich dann nämlich von selbst.

„psychisch“ ist eben immer noch der begriff der gerne genommen wird
wenn der/die behandler sagen wollen „ach wissen sie-ich hab keine
lust mich mit ihrem fall richtig zu beschäftigen“.
leute die dann in der psychischen schublade stecken kommen oft schwer
wieder raus.

tschüss

matthias

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verständnisfrage (offtopic)
hallo nochmal!

offensichtlich habe ich noch nicht alle feinheiten dieser sprache
aufgeschnappt.
du hast in einem vorherigen posting geschrieben:
„Ich würd erstmal die physische Seite checken, bevor ich mich der
psychischen zuwende“.

du schreibst jedoch dass das nicht als trennung zu verstehen war??
wie ist der satz dann korrekt zu interpretieren?
wenn ich einen vergleich ziehen darf: wenn ich eine herdplatte zum
glühen bringe-dann wäre die hitze die „psyche“ und das leuchten die
„physis“.
verändere ich die energiezufuhr so verändert sich automatisch beides-
es ist also nicht getrennt.
gleiches gilt für unseren körper.

danke

matthias

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Durchschlafstörungen / Adrenalinanstieg
Hallo Frank,

wenn direkte organische Komponenten ausgeschlossen werden konnten und klassische Depressionen ebenfalls nicht in Frage kommen, dann handelt es sich häufig um beruflich oder anderweitig begründete, nervöse Erschöpfungszustände, ähnlich dem Burn-out-Syndrom, worunter viele Menschen leiden.

Sorgen, Ärger, Unsicherheiten, Ängste und Distress-Anspannung, (o je, gleich muss ich wieder fit sein, dann kommt dies und jenes auf mich zu – Stress lass nach…) sind keine guten Einschlaf- und Durchschlafpartner.

Je nach Typus wird anfangs durch starke Übermüdung noch gut eingeschlafen. Aber bereits nach 1-2 Schlafzyklen kann die auf die Tiefschlafphase folgende REM-Phase aufgrund der vorliegenden, unverarbeiteten Stresssituation derart aufregend sein, dass manch einer sogar schweißgebadet nachts erwacht, der Puls ist hyperaktiv, man befielt sich zu schlafen, was gerade dann nicht gelingt, im Gegenteil, der Puls steigt ins Unerträgliche (durch Adrenalin und Co.), man ist alles andere als ruhig.
Allerspätestens an dieser Stelle sollte man nicht liegenbleiben, sondern mal aufstehen. Den meisten hilft das am besten, wenn sie das Licht auslassen, z. B. zur Toilette gehen, oder z. B. einen Keks essen, ein Glas Wasser trinken, ein paar Schritte gehen, evt. das Fenster öffnen und sich dann in aller Ruhe wieder ins Bett legen.

Man kann den Effekt so erklären, dass durch jede Form von körperlicher Bewegung, aber auch durch Süßigkeiten, (dummerweise auch durch Nikotin…) oder irgendwie positive-angenehme Dinge wie Streicheln, schöne Musik, usw., Botenstoffe freigesetzt werden (Serotonin, Endorphin…) die in der Lage sind, die negativen Eigenschaften des Adrenalin zu dämpfen. So versteht sich in Kurzform auch der Wirkmechanismus von positivem Eustress.

Wem das anfangs auch noch nichts bringt, dem helfen manchmal auch 2-3 Baldrianperlen zum Weiterschlafen, da sie die Unruhe und das Herzrasen nebenwirkungsfrei eindämmen können.

Nächtliches, ungewolltes Wachliegen ist stets mit emotionaler Erregung (z.B. Ängste, Ärger), kognitiver Überaktivität (z.B. Gedankenkreisen, pausenlos einschießenden Gedankenspots), körperlicher Anspannung (z.B. Muskelverspannung, Unruhe) und/oder mit vegetativer Stimulierung (z.B. Herzrasen, Schwitzen) verbunden. Müdigkeit, Stimmungsverschlechterung, Reizbarkeit, Konzentrations- und Leistungsschwäche beeinflussen das Tagesbefinden.

Auf lange Sicht helfen:
Lebensstil bzw. -situation ändern, neben dem Beruf viel körperliche Bewegung, evt. autogenes Training lernen und regelmäßig durchführen, harmonische Partnerbeziehung.

interessant: http://www.schlafgestoert.de/ursachen/seiteursachen…

Gruß, Renate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi
Wenn ich die von dem Fragesteller beschriebenen Symptome zeige, kläre ich die physiche Seite beim Kardiologen ab, und danach kümmere ich mich um die psychische Seite die uU verursachend verantwortlich ist.
Da es aber nicht zwingend notwendig ist sonder ein nicht entdeckter angeborener Herzfehler der Verursacher sein kann, würde ich erstmal die Hardwareseite klären, es könnte Eile gefragt sein.
HH

Hi

mehr oder weniger leicht messbaren parameter) haben absoluten
vorrang.

das meine ich. wenn die physische Ursache abgeklärt ist (vorhanden oder nicht) kanns weitergehen. Ein festgestellter defekt kann uU behoben werden, und das Problem ist gelöst. Ist kein physischer Defekt vorhanden, kann und sollte die psychische Seite abgeklärt werden.
Aber bevor ich mich eben in eine Therapie begebe, möcht ich doch gern sicher sein das die Hardware intakt ist.

Ein Freund mußte mit 43 erfahren das er einen unentdeckten Herzfehler hat und sich ne mechanisch aortenklappe einbauen lassen, die Anfangssymptome waren ähnlich, irritierend eben das bei leichter Belastung oder ohne mehr Effekte waren als beim Sport. Bedingt durch den Rückfluss der relativ konstant war bei egal welcher Pumpleistung.

Das gab den Trugschluss das er ja eigentlich fit ist.
Nun, wurde dann recht schnell beim Ultraschall entdeckt…
Hätt aber auch früher sein können.

HH