Hallo, liebes Forum,
ein Sterbender, der bereits durch Medikamente (Morphium etc.) schon Stunden im Koma lag, hat im Augenblick des Todes ( in den letzten 2 Sekunden vor dem Exitus) seinen rechten Unterarm gehoben und dem Angehörigen, der die ganze Zeit die Hand des Sterbenden hielt, dessen Hand gedrückt.Gibt es so etwas und wenn ja, wie ist dieses Phänomen medizinisch zu erklären?
Vielen Dank für Eure Antworten.
Gruß
Malu
Hallo, Malu,
das Koma ist vielleicht nicht so tief gewesen, dass der Sterbende nicht daraus an der Schwelle des Todes flüchtig wieder auftauchen konnte, auch wenn er das Bewusstsein nicht erreicht hat. Außerdem - was wissen wir im Einzelfall über die Wahrnehmungsfähigkeit eines Komatösen?
Grüße,
Montanus
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Hi, Malu,
wir sehen beim Sterben normalerweise nur den körperlichen Prozess. Aber aus langjährlicher beruflicher Erfahrung bin ich - und meine Kollegen - sicher, daß dabei auch ein enormer psychischer Prozess abläuft. Bei uns heißt das „Loslassen“. Ist vielleicht nicht professionell ausgedrückt, aber es beschreibt das Phänomen denke ich recht gut.
Wir beobachten immer wieder, daß das körperliche Sterben in manchen Situationen erst möglich ist, wenn zwischen dem Sterbenden und seinen Angehörigen der Prozess des Abschiednehmens und akzeptieren abgeschlossen ist.
Und dies läuft unabhängig von Schlaf- oder Schmerzmitteln ab, da er sich auf einer völlig anderen Ebene abspielt.
Die von dir beschriebene Situation ist also denke ich genau der Punkt, wo sich dies abgespielt hat.
Gruß Udo
Wir beobachten immer wieder, daß das körperliche Sterben in
manchen Situationen erst möglich ist, wenn zwischen dem
Sterbenden und seinen Angehörigen der Prozess des
Abschiednehmens und akzeptieren abgeschlossen ist.
Hallo,
als Lesetip:
Frau Kuebler-Ross hat zu dem Thema mehrere Buecher geschrieben.
Gruss Helmut
Hallo Helmut,
ich kenne die Bücher von Frau Kübler-Ross. Aber meines Erinnerns hat sie speziell auf diese Frage keine Antwort. Oder doch?
Gruß
Malu
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