Unerwartet Vertrag zugeschickt bekommen

Hallo!

Ich habe folgendes Problem:
Heute im Briefkasten fand ich einen Umschlag, in dem mir von der Generali Versicherung mitgeteilt wurde, ich hätte eine Versicherung abgeschlossen und solle eine gewisse Summe überweisen. Ein mehrseitiger Versicherungsschein war auch dabei.

Ich kann mich aber überhaupt nicht entsinnen, in letzter Zeit irgendwas unterschrieben zu haben geschweige denn irgend etwas mit Generali zu tun gehabt zu haben.
Zudem ist mein Vorname durchweg falsch geschrieben (hätte ich meine Adresse irgendwo angegeben, so hätte ich ihn gewiss richtig geschrieben).

Anrufen kann ich dort erst wieder ab Montag, was ich natürlich auch tun werde, trotzdem hinterlässt das bei mir so ein ungutes Gefühl, dass ich hier nachfragen möchte.

Weiss jemand, was dahinter steckt oder stecken könnte?

Für Fragen bin ich sehr dankbar, werde mich spätestens Montag wieder melden, wenn ich (hoffentlich) mehr weiss, damit Leute mit einem ähnlichen Problem sich ein Bild machen können.

Vielen Dank im Voraus für Antworten!

Hallo!

Heute im Briefkasten fand ich einen Umschlag, in dem mir von
der Generali Versicherung mitgeteilt wurde, ich hätte eine
Versicherung abgeschlossen

was für eine? versicherungen gibt es viele.

ansonsten gilt: ohne beidseitige willenserklärung auch kein gültiger vertrag.
grüße

andreas sokol

Ergänzend zu meinem Vorredner:

Wiedersprechen Sie schriftlich!

Ergänzend zu meinem Vorredner:

Senden Sie den Widerspruch (mindestens) per Einwurfeinschreiben an die Adresse der Generali, die Sie auf dem Versicherungsschein finden.

Frank Wilke

Hallo,

ich habe zu meinen Vorrednern eine etwas differenziertere Meinung:

Sind Sie ein eher ängstlicher Typ, sollten Sie sich an die gegebenen Ratschläge halten.

Ansonsten gilt:
Wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie keinen Antrag gestellt haben, kommt ein Versicherungsvertrag auch nicht hintenrum über eine Annahme durch Zusendung der Versicherungsunterlagen zustande. Sie können, müssen aber nicht, bei der Generali mal anrufen und darauf hinweisen, dass Sie nichts beantragt haben. Vielleicht klärt sich das Missverständnis dann so auf. Letztlich müsste erst mal die Gegenseite beweisen, dass Sie einen Antrag gestellt haben. Das dürfte nicht möglich sein, wenn Ihre Aussage stimmt.

Mir persönlich wären für so einen Fall die Portokosten zu schade, insbesondere für ein Einschreiben, womöglich noch mit Rückschein.

Die Folge könnte allerdings sein, dass Sie noch ab und zu Post von der Generali mit Zahlungserinnerungen und Mahnungen bekommen.

Wenn Sie irgendwann einen Mahnbescheid bekommen sollten, MÜSSEN Sie reagieren!!!
Ich glaube allerdings nicht, dass es dazu kommen sollte. Die Gesellschaften scheuen nach meiner Erfahrung eher die Kosten eines solchen Verfahrens, wenn es um die Erstprämie geht. Gem. § 38 VVG muss der Versicherer eh nicht zahlen, wenn es zum Versicherungsfall kommt und die Erstprämie nicht bezahlt ist.

Wie es zu so etwas kommen kann?
Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Jemand, der Sie kennt, hat einfach mal, z.B. über Internet, eine Versicherung beantragt.
  • Ein böser Vermittler hat einen fiktiven Antrag von Ihnen eingereicht, um sich die Provision reinzuschrauben.
  • Jemand mit gleichem Namen hat ohne oder falscher Adressangabe eine Versicherung beantragt. Die Generali ist über Telefonbuchrecherche oder auf anderen Wegen auf Sie gestoßen und meint nun, Sie seien der Antragsteller.

Gruß Holger

Ich würde mir mir die Unterschift von dir faxen lassen, es gibt genügend Betrüger, sogenante Drückerkolonnen die mir dieser Masche arebeiten. Keinen Teilbetrag zahlen und sehen was kommt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Auflösung des Problems
Hallo und vielen Dank für die Antworten!

Ich war bereits kurz davor, wie von Ihnen empfohlen - einen Widerspruch einzureichen, habe dann aber doch noch den zuständigen Kundendienst erreicht.

Folgendes ist also geschehen:
Mein Vater hat in meinem Namen eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, damit ich im Versicherungsfall abgesichert bin (bin Student und wohne nicht mehr zu Hause).
Mein Vater hat nur versäumt, mir das mitzuteilen (er übernimmt auch die Kosten).
Es hat sich also alles in Wohlgefallen ausgelöst.

Wollte ich nur noch sagen, dass sich die Sache nun erledigt hat und vielen Dank nochmal für die kompetenten Antworten.

Folgendes ist also geschehen:
Mein Vater hat in meinem Namen eine Haftpflichtversicherung
abgeschlossen, damit ich im Versicherungsfall abgesichert bin
(bin Student und wohne nicht mehr zu Hause).
Mein Vater hat nur versäumt, mir das mitzuteilen (er übernimmt
auch die Kosten).
Es hat sich also alles in Wohlgefallen ausgelöst.

Nur weil Du als Student außerhalb wohnst, bedeutet das noch nicht, dass Du keinen Haftpflichtversicherungsschutz über Deine Eltern hast!