Unfall

Guten Tag!
Ich habe eine Unfallversicherung.
Im Januar2000 schnitt ich mir mit einer Heckenschere den linken Ringfinger ab.Er wurde wieder angenäht,bereitet mir aber bis heute Schwierigkeiten.Ich war 6 Wochen krank.
Ich hatte diesen Unfall gleich gemeldet an meine Versicherung.
Die schrieb zurück,sie könnten keinen Unfall in dem Vorgang erkennen.
Wurde ich richtig behandelt und ist das so korrekt ?
Vielen Dank für eien guten Rat STEFFEN

die Versicherung hat Recht.
Grund: es ist die dauernde Beeinträchtigung (nicht dass Dir der Finger schmerzt oder vielleicht noch nicht so richtig abbiegen läst)abgesichert. Also entweder der Finger ab oder steif. Dann bekommst Du bei den meisten Unfallversicherungen nach einem Jahr (!) 10% der Grundversicherungssumme.
Solltest Du noch die sog. Gliederstaffel in Deinen Unterlagen haben, so sieh sie Dir mal an. Da steht das meiste schon drin, was Du wissen musst!
Grüße
Raimund

Im Januar2000 schnitt ich mir mit einer Heckenschere den
linken Ringfinger ab.Er wurde wieder angenäht,bereitet mir
aber bis heute Schwierigkeiten.Ich war 6 Wochen krank.
Ich hatte diesen Unfall gleich gemeldet an meine Versicherung.
Die schrieb zurück,sie könnten keinen Unfall in dem Vorgang
erkennen.
Wurde ich richtig behandelt und ist das so korrekt ?

Das ist sehr schwierig zu beurteilen und von hier aus gar nicht möglich, es kommt sehr darauf an, wie Du den Unfall geschildert hast! Viele Versicherungen lehnen Schadenfälle ab, weil durch den Geschädigten ungenaue Angaben zum Hergang gemacht werden.

Ganz krass, wenn ich schreibe ‚Ich habe mir den Finger abgeschnitten‘, kann die Gesellschaft interpretieren, das wäre Vorsatz, dann muß sie nicht leisten!

Also, zuerst noch mal kontrollieren, was Du zum Hergang geschrieben hast, so genau wie möglich schildern, damit die Angaben zur Not einer gutachterlichen Prüfung stand halten, dann in Einspruch gehen und die Gesellschaft um eine konkrete Stellungnahme ersuchen, vielleicht auch mal anrufen und mit dem nächsten Vorgesetzten des Bearbeiters reden, damit der die Ablehnung genauer prüft.

Zeigt sich, daß mit dem Finger doch bleibende Schäden zu befürchten sind, muss ggf. ein Anwalt eingeschaltet werden um Ansprüche durchzusetzen, von dem reicht manchmal schon ein anständiges Schreiben, auf eine Klage lassen es auch die meisten Versicherer nur ankommen, wenn sie für sich ausreichend Chance sehen zu gewinnen.
Inwieweit nun zu prüfen ist, was die eigentliche Ursache der Probleme ist, der Unfall oder eben die folgende Operation, bei der man Fehler unterstellen könnte, da bin ich mir nicht im Klaren, aber das sollte erst nach der grundsätzlichen Anerkenntnis des Ereignisses als Unfall eine Rolle spielen.

Trotz aller Probleme wünsche ich einen schönen
Adventsonntag :smile:)

hallo, Heike
ist alles richtig, was Du da schreibst. Nur… rentiert sich der Hickhack? Es kommt halt auf die Grundversicherungssumme an. Sollte das eine U-Versicherung mit 50.000,- DM sein, dann gibt´s halt für einen unbrauchbaren Finger (kommt auch noch darauf an, welcher: kleiner Finger ist am billigsten) gerade mal 5.000,- DM. Und das erst nach einem Jahr! Denn die Unfallbedingungen besagen: (frei übersetzt) wer den Unfall um geanu 1 jahr überlebt, bekommt die vereinbarte Summe ausbezahlt. Kratzt Du vor Ablauf dieser Frist ab, gibt´s für die Erben gerade mal die Todesfallsumme …falls versichert. Beim Finger kommt erschwerend dazu, dass wegen einer Beeintächtigung der Beweglichkeit (ich meine nicht: steif) meist nichts bezahlt wird. Er muss unbrauchbar sein!
Das ist halt die Krux mit dem Verkauf von U-Versicherungen, dass auf so etwas nicht hingewiesen wird. Es gäbe weit weniger Streitigkeiten. Außerdem käme dann der Satz nicht auf: die Versicherungen sind gut im kassieren, doch wenn´s ums Auszahlen geht… Dabei sind in den meisten Fällen die Versicherungen unschuldig (zeigt sich an den Prozessen oder Schlichtungen).

ist alles richtig, was Du da schreibst.

Oh danke - ich gebe mir auch Mühe :wink:

Ob es sich lohnt muss letztlich der Anspruchsteller für sich allein entscheiden! Worauf es mir ankommt ist, keiner sollte sich mit einer schnellen ablehnung eines Schadenfalles abspeisen lassen, auch bei den Gesellschaften sitzen nur Menschen und die können irren.

Was die Leistungen der Gesellschaften im Vergleich zu den Erwartungen der Kunden angeht ist leider immer so eine Sache.

Meines Erachtens steht in den Versicherungsbedingungen meist sehr genau drin was, wann und wofür gezahlt wird, nur schauen Kunden oft ein bißchen zu sehr auf den Preis statt auf das Kleingedruckte, ein Umstand den einige Vertreter auszunutzen wissen. Zum anderen aber, wer weiß bei Abschluss schon, welche Art des Unfalles ihn ereilen wird. Dann kann es sein, man ärgert sich, das ist aber eben doch ein wenig, wie mit den Lottozahlen, wo man immer eine daneben tippt!
Man kann sich ebn nicht gegen alle Risiken versichern!

Hallo Raimund,
etwas zu frei übersetzt: Das mit dem Tod stimmt nur, wenn der Tod aufgrund des erlittenen Unfalls eintritt. Stirbt der Versicherte wegen einem anderen Grund erhalten die Erben, die Invaliditätsleistung.
Andreas

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Hallo Raimund,

die dauernde Beeinträchtigung liegt auch vor, wenn es ständig Schmerzen gibt, oder die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist. Schwierig wird allerdings der Nachweis „reiner“ Schmerzen…
Andreas

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schau dir an was Raimund dazu meint, aber das es sich nicht lohnt für 5000,- DM zu kämpfen, würde ich nicht so sehen. WEnn du ne Rechtsschutzvers. hast, nimm doch nen Fachanwalt

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Hi Steffen, hier nochmal ein wichtiger Hinweis,
schließ niemals mit der Versicherung einen Vergleich, denk dran, daß gerade bei einer solchen Sache Folgeschäden auftreten können, wenn du dann einen Vergleich geschl. hast, kannst du nie wieder mit Ansprüchen kommen.
frdl. gru0

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Hallo Alle !
Vielen Dank für Eure Tips.Mir will nur nicht in den Kopf,wieso die Versicherung dieses „Vorkommniss“ nicht als Unfall anerkennt.
Während der Arbeitszeit habe ich mir mit einer Motorheckenschere ein Fingerglied abgeschnitten.Ist das so schwer von der Versicherung zu begreifen oder wollen die nur nicht zahlen?
Für was brauche ich da eine Unfall-Versicherung?
Vielen Dank nochmal Steffen

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