Moin mal wieder!
Der Sinn der SAche ist hier doch auch, daß man diskutiert.
Habe ich kein Problem mit.
Ich habe auch nix gegen eine kontroverse Diskussion einzuwenden 
Also weiter im Text…
Das ist eben das Problem. Ist doch glasklar, daß der
Unfallgegener das anders sieht und evtl. böse Sachen wie z.B.
überhöhte Geschwindigkeit unterstellt.
Es bringt doch nichts, wenn wir hier Theorie diskutieren.
Praktisch sind eben 80% der Menschen fies und gemein…
Grundsätzlich gebe ich Dir ja Recht. Sicher ist der Großteil unserer Mitbürger eher auf den eigenen Vorteil aus, wobei ich mich nicht unbedingt ausschließen möchte. Doch was nützt im Nachgang die Unterstellung von wegen überhöhter Geschwindigkeit? Die Wahrscheinlichkeit, das das von den hinzugezogenen Beamten nicht aufgenommen worden wäre, ist doch eher gering. Und die Wahrscheinlichkeit, das das dann ein Richter auch noch glauben würde, naja, die schätze ich als noch geringer ein. Aber natürlich ist nichts unmöglich.
Das kann iim Zweifelsfall nur ein Gericht entscheiden. Und daß
die sache vor ein solches kommt, kann nicht ausgeschlossen
werden. Weshalb also ein Risiko eingehen?
Sicher ist es im Zweifel richtig, dann doch auf Nummer Sicher zu gehen und einfach die eigene Versicherung zu informieren. Doch auch das könnte nach hinten losgehen. Nur mal gesetzt den Fal, ich melde einen Schaden der eigenen Versicherung, sage aber gleichzeitig, das ich nicht Schuld war. Was, wenn jetzt die eigene Versicherung nicht unbedingt die genaueste ist? Was, wenn die jetzt den Schaden erstmal aufnehmen und mit ´ner Sicherheitsreserve anlegen? Genau so wird das nämlich gemacht (da weiß ich wovon ich rede…). Und was, wenn dann am Jahresende schlicht „vergessen“ wird, diese Reserve wieder aufzulösen? Dann hast Du genau das Problem, das Dein SFR angegriffen wird, was Du ja eigentlich nicht wolltest, was sicher auch im Nachgang zu korrigieren wäre, was aber vermeidbar gewesen wäre. Warum also hier ein Risiko eingehen?
In diesem Fall ist eben nicht zu erwarten, das hier ein
Schaden entstanden ist, aus dem Ansprüche gegen die eigene
Versicherung geltend gemacht werden könnten. Also gibt es hier
auch keine unmittelbare Meldepflicht.
Wenn es dich interessiert, kann ich auch nochmal genauer in
den Bedingungen suchen, wo das im einzelnen steht.
Das würde mch sehr interessieren.
Na dann werd ich mal. Ich habe gerade mal ganz genau nachgeschlagen.
Hier also ein Originalzitat:
§7 AKB - Obliegenheiten im Versicherungsfall
Absatz I.
(1) Versicherungsfall im Sinne dieses Vertrages ist das Ereignis, das einen unter die Versicherung fallenden Schaden verursacht oder -bei der Haftpflichtversicherung- Ansprüche gegen den Versicherungsnehmer zur Folge haben könnte.
(2) Jeder Versicherungsfall ist dem Versicherer vom Versicherungsnehmer innerhalb einer Woche schriftlich anzuzeigen. … Einer Anzeige bedarf es nicht, wenn der Versicherungsnehmer einen Schadenfall nach Maßgabe des Abschnittes VI. selbst regelt.
…
Absatz II.
…
(2) Macht der Geschädigte seinen Anspruch gegenüber dem Versicherungsnehmer geltend, so ist dieser zur Anzeige innerhalb einer Woche nach Erhebung des Anspruchs verpflichtet.
Ich habe jetzt mal nur die wesentlichen Punkte zitiert, bei Bedarf kann ich auch den kompletten Text hier rein pinseln. War schlicht zu faul dazu 
Mal im Einzelnen zur Auslegung der Sache. Der §7 AKB Abs.I. Satz (1) definiert den Meldepflichtigen Versicherungsfalls eindeutig als Ereignis, das Ansprüche zur Folge haben könnte. Wenn also nicht zu erwarten ist, das es Ansprüche geben könnte, ist es demzufolge auch kein Meldepflichtiger Versicherungsfall. Der in §7 AKB Abs.I. Satz (2) von mir zitierte Hinweis auf die eigene Regelung nach Abschnitt VI. bezieht sich auf die Geschichte mit der Regulierung eines Bagatellschadens unter 1.000 Mark durch den VN selbst und ist hier nebensächlich. Interessant wird es wieder in §7 AKB Abs.II. Satz (2), denn dort ist dann eindeutig geregelt, das nach Stellen der Ansprüche (ob begründet oder nicht ist unwichtig) die umgehende Meldung zu Erfolgen hat. Eben nach Stellen der Ansprüche.
Habe ich Dich soweit überzeugen können?
Ich unterstelle jetzt einfach mal, das es sich bei Dir nicht
um eine derart eindeutige Situation gehandelt haben kann. Wie
es zu solchen Aufrechnungen in dieser Höhe kommen kann, werde
ich hier nicht orakeln. Ohne die Fakten des Einzelfalls wäre
das allenfalls spekulativ.
Es fuhren 4 PKW und ein 40-Tonner in mein Auto.
Vordergründig war alles eindeutig, im Endeffekt hat meine
Versicherung fast alles bezahlt. Ein linker Richter, 3
lügende, polnische, gekaufte Zeugen, 4 Meineide und schon
sieht die Sache ganz anders aus…
Oh Je, ich glaube, jetzt wird es kompliziert. Also in einer Situation, in der mehr als zwei Beteiligte vorhanden sind, da ist dann wohl nichts mehr einfach und eindeutig. In einem solchen Fall halte ich die sofortige Meldung an den eigenen Versicherer immer für zwingend geboten. Aber eigentlich ist dies nichts anderes, als ich bisher sagte. Die Situation läßt sich doch kaum mit der recht einfachen Situation aus dem Ursprungsposting gleichsetzen, oder? Und meine Aussage, direkt einen RA hinzu zu ziehen, dürfte durch Deinen Fall eigentlich auch eher unterstützt werden, oder?
Also immer auf der Hut sein!
Mein Reden 
Daher immer gleich zum RA, wenn mir einer ins Auto fährt.
Wenn mir jemand die Vorfahrt nimmt und dies von der Polizei
eindeutig festgestellt und aufgenommen wird, was soll man
daran denn dann noch drehen? Eindeutiger geht es kaum noch.
Drei Zeugen, die überhöhte Geschw. bezeugen und die Sache
sieht ganz anders aus.
Die Vorfahrt ist dann nicht mehr viel wert, sh. §1 StvO.
Nun Ja, auch wenn Du hier natürlich vom Grundsatz her Recht hast, dann erlaube ich mir trotzdem die Frage, ob diese Zeugen nicht vorhanden gewesen sein müßten, als die Beamten vor Ort die Sache aufnahmen. Anderenfalls kann ich mir kaum einen Richter vorstellen, der diesen Leuten dann noch Glauben schenken würde. Auch wenn ich meine persönlichen, grundsätzlichen Zweifel an der deutschen Rechtsprechung habe, so blind kann ein Richter eigentlich kaum sein.
Es ist ja bekanntlich nichts unmöglich. Doch wenn der
Unfallverursacher in einer solchen Situation versucht, zu
klagen, kann ich nur den Kopf schütteln. Viel Vergnügen dabei.
Aussichten auf Erfolg sehe ich hier keine.
Ich kenne aus dem Stegreif zwei Gegenbeispiele, an denen ich
beteiligt war.
Wie jetzt? Als abgezockter Geschädigter? Oder als „Zeuge“? Das müßtest Du jetzt erstmal genauer erklären *ggg*
Sollte dann wider Erwarten eben doch eine Forderung kommen, muß dann
allerdings sofort eine Meldung an den eigenen Versicherer erfolgen.
Warum also nicht gleich?
Weshalb sich erst dieser Diskussion aussetzen?
Dazu habe ich weiter oben schon was geschrieben. Weil es eben durchaus häufiger vorkommt (auch hier kenne ich Beispiele…), das die so beim Versicherer gemeldeten Schäden (die ja eigentlich keine sind) am Jahresende nicht unbedingt rausfallen. Und der damit verbundene Streß kann auch schon ganz schön nerven. Sicher ist das nicht die Regel, aber genausowenig ist es IMHO die Regel, das in solch eindeutigen Situationen Ansprüche seitens des Unfallverursachers gestellt werden…
Und bezüglich der Kosten für´s Gutachten muß ich ganz ehrlich
sagen, mir gefällt der Gedanke garnicht, eventuell 300€
auszugeben, die ich mir hätte sparen können. Dafür bin ich zu
geizig. Nicht jeder hat das Geld so locker sitzen, das ihm
300€ mehr oder weniger nix ausmachen.
Geht es nur um die Versicherung oder evtl. auch darum, einen
Fachmann mal den Wagen ansehen zu lassen??
Ich habe bei jedem Unfall ein Gutachten anfertigen lassen und
habe es nie bezahlt.
Mir geht es dabei um Notwendigkeiten. Wenn mir einer die Stoßstange anbumst, brauche ich kein Gutachten, um zu wissen, das die Stoßstange gewechselt werden muß. Wenn ich dann trotzdem eines anfertigen lasse, wird die Versicherung dies nicht bezahlen, da es schlicht überflüssig war. Das Ergebnis wäre dann, das ich zwar am Ende ein repariertes Auto habe, aber mit Beispielsweise 300€ in den Nassen hänge. Das finde ich persönlich nicht so super.
Sicher hängt es vielfach vom Umfang des Schadens ab. Aber selbst bei höheren Schadensummen verzichten diverse Versicherer aus Kostengründen inzwischen auf ein Gutachten und lassen die Werkstatt reparieren. Dann hast Du einerseits trotzdem den Effekt, das ein Fachmann die Sache beurteilt, sparst Dir aber die Kosten für´s Gutachten.
O.K., dennoch halte ich die Sache mit dem Anwalt zunächst für
übertrieben. So treibt man die Versicherungslkosten hoch!
Letzten Endes sind mir als Geschädigtem die Kosten der
Versicherer völlig egal. Ich weiß, das klingt jetzt blöd, weil
wir ja alle dann höhere Beiträge usw. blablabla. Es ist mir
trotzdem egal.
Leider ist das die landläufige Einstellung. Würdest Du anders
denken, könnten Dir wohl eher die 300€ für das Gutachten egal
sein…
Versteh mich da bitte nicht falsch. Ich bin schon der Meinung, das überflüssige Kosten gespart werden sollten. Leider ist es ebenso die landläufige Einstellung bei einigen (nicht bei allen!) Versicherern, das die Geschädigten erstens ihre Rechte nicht kennen und deswegen zweitens die Geschädigten über den Löffel gezogen werden. Ich habe feststellen dürfen oder müssen, das dieses Phänomen am ehesten auftritt, je größer die Versicherungsgesellschaft ist. Der Grund für die „hohen“ Versicherungskosten ist meines Erachtens vielmehr im absolut schlechten Verhältnis zwischen Prämien und Schadenlasten zu suchen. Und die teilweise ruinöse Prämiensituation der Versicherer hat einfach die Ursache, das die Größten Versicherer sich gegenseitig in einen Rabattierungswahn getrieben haben, der in keinem Verhältnis zur Realität steht. Das sich dieses nach den Grundregeln der Marktwirtschaft wieder ausgleicht und die Prämien wieder steigen, hat weniger mit den teils auch zu hohen Schadenaufwendungen als vielmehr mit den viel zu niedrigen Prämien zu tun. Und letzten Endes ist es für mich als Verbraucher tatsächlich egal, ob irgendein Versicherer nun eine oder zwei Milliarden Gewinn macht. Für mich gilt nur, was in meiner eigenen Tasche drin ist. Und wenn ich die 300€ für´s Gutachten drin lassen kann, dann ist mir das sehr recht.
Jedenfalls herzliche Grüße
Bye…
Der Dicke MD.