Unfallschuld?

Hallo,
wir streiten uns, wer daran schuld ist, dass unser Auto nun 'nen kaputten Spiegel hat. So passierte es:
Ich hatte den Mülleimer in die Ausfahrt vor der Garage geschoben, etwas näher an der Fahrspur als sonst. Meine Freundin wollte nun los, lief zur Garage, stieg ein, fuhr rückwärts da raus und nahm mit dem Spiegel die Mülltonne mit! Die Tonne hatte sie wohl gesehen, nicht aber, dass die eigentlich im Weg stand. Ich bin nun der Ansicht, wer Auto fährt, muss immer genau hinschauen. Sie meint, sie könne ja nicht damit rechnen, dass da was im Wege steht. Was meint ihr dazu?
Liebe Grüße

Hallo,

der Kraftfahrzeugführer hat stets die höheren Pflichten als der Fußgänger, der Müllkübel oder Kinderwagen schiebt.

So ist es Rechtsbrauch seit dem Sachsenspiegel.

HM

Hallo,

wir streiten uns, wer daran schuld ist, dass unser Auto nun
'nen kaputten Spiegel hat.

ich würde einen Blick in § 1 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung vorschlagen.

Anekdote dazu: Vor vielen Jahren fuhren wir mit mehreren Leuten zu einer etwas abgelegenen Disco. Der Parkplatz war praktisch leer, so daß es wenig überraschend war, daß der Laden total ausgestorben war. Nach knapp fünf Minuten waren wir wieder draußen und wollten losfahren. Die Kollegin legte beherzt den Rückwärtsgang ein und prallte volle Elle auf ein Fahrzeug, daß besagte fünf Minuten vorher dort noch nicht gestanden hatte. Schaden: Um die 3000 Mark (wohlgemerkt: an einem knapp zehn Jahre alten Mazda 626).

Auf „das Hindernis war eben noch nicht da“ kann sich niemand berufen. Wir leben im Hier und Jetzt.

Gruß,
Christian

Hallo!

So ist es Rechtsbrauch seit dem Sachsenspiegel.

Kraftfahrzeuge im Sachsenspiegel? Möchtest Du Dich nicht lieber „Herr von Däniken“ nennen?

Hi,

ich meine sie hat noch Glück gehabt. Hätte Sie genauso argumentiert wenn da ein kleines Kind hinter dem Auto langelaufen wäre und sie es angefahren hätte? Das Kind war ja beim Einsteigen auch noch nicht hinter dem Auto…

Michael

Hallo!

Kraftfahrzeuge im Sachsenspiegel? Möchtest Du Dich nicht
lieber „Herr von Däniken“ nennen?

Mit einer geschickten Analogie zu den Pferdefuhrwerken kriegen wir das schon hin. Jetzt müssen wir nur noch den Sachsenspiegel mit einem doppelt eingesprungenen Hinweis auf Treu und Glauben oder was einem sonst noch einfällt wieder zum Leben erwecken und schon kann’s königlich preußische oder bayrische Amtsgericht von der Kanzel der Gerechtigkeit herab dem Kutscher an den Karren fahren.

Gruß,

Florian.

Hallo,
die Zufahrt befindet sich auf Privatgelände, d.h.: da rennt nmd rum. Die Tonne steht dort ja auch immer dort, nur hatte ich die diesmal etwas weiter in die Fahrspur gestellt. Hätte sie sehen müssen, hat sie nicht mit gerechnet… Die hat eher nach vorne geschaut, um die Karre nicht gegen das Garagentor zu karriolen.
Grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Anmerkung o.T.
Hallo,

die Zufahrt befindet sich auf Privatgelände, d.h.: da rennt
nmd rum.

‚Von da kommt nie einer!‘ waren die letzten Worte des Autofahrers.
‚Da steht nie was im Weg!‘ waren die letzten Worte im Leben eines Außenspiegels.
Gruß
loderunner