Unfallvericherung mit Pflegeleistung

Da die Pflegeversicherung zunehmend immer weniger abdeckt, habe ich mich damit befasst eine Unfallversicherung abzuschließen, die Pflegeleistungen mitbeinhaltet.
Ich bin 65 Jahre alt und Krankheiten sind bei mir bis heute nicht bekannt.
Mir kommen aber Zweifel ob sich so eine Versicherung lohnt,da man auch ohne Unfall zum Pflegefall werden kann. Mir wäre also zur Abdeckung ein breiteres Spektrum wichtig, sehe dies aber zur Zeit nur für Unfälle.
Sehr oft wollen auch im Alter die Versicherungen nichts zahlen, da sie behaupten könnten ,der Unfall wäre Folge anderer gesundheitlicher Einwirkungen als der Unfall selber.
Bin also sehr skeptisch, was kann man oder sollte man abschließen wenn man nicht mehr so alleine kann. Für Tipps und Ratschläge wäre ich dankbar.
Gruß wilfried1942

Guten Tag Wilfried,
Sie sollten sich genau ansehen, welche sogenannten Pflegekosten
in der Privaten Unfallversicherung gemeint sind. Sind es feste
Tagessätze, die an eine Pflegestufe nach Sozialgesetzbuch gekoppelt sind oder handelt es sich um Kosten, die ganz oder anteilig für ganz bestimmte Dienstleistungen im Zusammenhang mit vorübergehender
Pflegebedürftigkeit verbunden sind (Essen auf Rädern, Vorlesedienst,
Reinigungshilfe für Haushalt etc.). Allen Leistungen gemein ist der
Umstand, dass sie nur erbracht werden, wenn der Pflegefall auf einen
Unfall zurückzuführen ist. Die Wahrscheinlichkeit, durch Krankheit zum
Pflegefall zu werden, ist jedoch größer. Wenn Sie daher keine
Ausschnittsversicherung für Unfall wollen, bleibt nur der Weg, bei
einer Privaten Krankenversicherung eine Pflegegeldversicherung abzuschließen. Die kümmert es nicht, wodurch die Pflegebedürftigkeit entstanden ist. Mit einem Eintrittsalter von 65 Jahren müssen Sie
tief in den Geldbeutel packen, bei guter Gesundheit haben Sie aber den
Vorteil, dass Sie den Schutz vermutlich ohne Aufschläge wegen
Vorerkrankungen erhalten. Bei der Tarifwahl hilft nur eines:
Mit wachem Sinn gründlich vergleichen.
Gruß
Günther

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Hallo Wilfried1942

Da die Pflegeversicherung zunehmend immer weniger abdeckt,

Pflegeversicherung unter 1.500€, vollstationärer PFlegeplatz für Pflegestufe III über 3.000€ - ja, die Schere wird immer weiter.

habe ich mich damit befasst eine Unfallversicherung
abzuschließen, die Pflegeleistungen mitbeinhaltet.

Aus meiner Sicht unpassend, wie Sie selber erläutern. Der Unfall ist nicht der Hauptgrund für Pflegebedürftigkeit

Ich bin 65 Jahre alt und Krankheiten sind bei mir bis heute
nicht bekannt.

Spitze! Da ist das Glück mit Ihnen!

Mir kommen aber Zweifel ob sich so eine Versicherung lohnt,da
man auch ohne Unfall zum Pflegefall werden kann. Mir wäre also
zur Abdeckung ein breiteres Spektrum wichtig, sehe dies aber
zur Zeit nur für Unfälle.

Wie der Kollege schon sehr treffend schrieb, wäre eine Pflege(tage)geldversicherung vermutlich passender. Viele Anbieter nehmen Personen in Ihrem Alter nicht auf, das schränkt den Kreis der Kandidaten schon mal stark ein.
Sooo tief in die Tasche greifen muss man nicht unbedingt.
Wollen Sie nur die o.g. Lücke von 1.500€ für Pflegestufe III decken (mal angenommen, es wäre ein Rentenanspruch von 0 Euro vorhanden, also worst case), so kriegt man das (Gesundheit vorausgesetzt) für unter 30€ pro Monat hin.
Für abgestufte Leistungen in ALLEN Pflegestufen gehts dann doch langsm Richtung 100€.

Für Tipps und
Ratschläge wäre ich dankbar.
Gruß wilfried1942

Jo, dann hab ich noch den: Gute Tarife erstatten ohne Unterscheidung nach häuslicher, ambulanter, teil- und vollstationärer Pflege sondern richten sich einzig nach der Pflegestufe. Es sollte eine Dynamik der LEistungen möglich sein, u.U. noch eine Beitragsfreistellung im Pflegefall und/oder Einmalzahlungen zu Beginn.

Ermitteln Sie mit einem Profi die tatsächliche finanzielle Lücke und führen dann eine Marktanalyse durch oder lassen sich verschiedene Angebote mit detaillierten(!) Leistungen geben.

Viel Erfolg!
Frank Wilke

Hallo,
Zur weiteren Verdeutlichung muß ich noch mitteilen, das es mir in erster Linie um häusliche Pflege geht. Da ich eine Rente beziehe steht es außer Frage, das ich beim eintreffen einer Pflege auch in eine Pflegestufe käme, die aber häuslich wenig abdeckt und da wollte ich Vorsorge leisten, aber es gibt keine Versicherung für die ich bereit wäre bis 30 Euro monatlich zu zahlen.
Gruß wilfried

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Hallo,
Zur weiteren Verdeutlichung muß ich noch mitteilen, das es mir
in erster Linie um häusliche Pflege geht. Da ich eine Rente
beziehe steht es außer Frage, das ich beim eintreffen einer
Pflege auch in eine Pflegestufe käme, die aber häuslich wenig
abdeckt und da wollte ich Vorsorge leisten, aber es gibt keine
Versicherung für die ich bereit wäre bis 30 Euro monatlich zu
zahlen.

Interessant, Sie erkennen im fortgeschrittenen Alter die Notwendigkeit, sind aber nicht bereit 30€ (für was auch immer) auszugeben. Welche Leistungen stellen Sie sich vor? Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit und die lange erfolgt die Leistung?

Sie können froh sein, wenn Sie für 50€ eine halbwegs vernünftige Absicherung bekommen könnten.

Hallo,
Zur weiteren Verdeutlichung muß ich noch mitteilen, das es mir
in erster Linie um häusliche Pflege geht. Da ich eine Rente
beziehe steht es außer Frage, das ich beim eintreffen einer
Pflege auch in eine Pflegestufe käme, die aber häuslich wenig
abdeckt und da wollte ich Vorsorge leisten, aber es gibt keine
Versicherung für die ich bereit wäre bis 30 Euro monatlich zu
zahlen.
Gruß wilfried

re Hallo,
das ist wirklich interessant. Ich habe den Eindruck, Sie wollen quasi nichts bezahlen, dafür aber eine Absicherung im Pflegefall haben, so funktioniert Versicherung aber nicht, stattdessen bekommen Sie genau die Leistung, für die Sie auch bereit sind zu bezahlen. Was stellen Sie sich denn vor, was Sie zahlen wollen?
viele Grüße
Andreas

Hallo,
Zur weiteren Verdeutlichung muß ich noch mitteilen, das es mir
in erster Linie um häusliche Pflege geht.

Das ist mit meinem Vorschlag oben sehr gut vereinbar.

Da ich eine Rente beziehe

Prima - die kriegen Sie im Pflegefall auch, das schmälert die Leistungslücke!

steht es außer Frage, das ich beim eintreffen einer
Pflege auch in eine Pflegestufe käme,

how how how … moment! Das eine hat mit dem anderen aber herzlich wenig zu tun!

die aber häuslich wenig abdeckt und da wollte ich Vorsorge
leisten, aber es gibt keine Versicherung für die ich bereit
wäre bis 30 Euro monatlich zu
zahlen.
Gruß wilfried

Tragen Sie mal folgende Daten ein:
P = Kosten für häusliche Pflege im schlimmsten Fall
E = Erstattung der sozialen Pflegeversicherung für diesen Fall
R = Ihre monatliche Rente

Die Lücke L, die Sie absichern sollten, berechnet sich

L = P - E - R

Die Kosten K für eine Absicherung dieser Lücke sind ca.

K = ( L / 1.500 ) * 30

Beispiel: 1.000€ Lücke = Kosten von 20€ pro Monat.

Tja, jetzt ist es ganz einfach:
1.) Sie geben das Geld aus und haben die Lücke geschlossen
2.) Sie geben das Geld nicht aus und haben die Lücke nicht geschlossen.

Sich darüber zu beschweren, dass es 30€ kostet, hilft hier nichts. Schieben Sie die Absicherung weiter raus, wird’s nur teurer oder ist zu spät!

Fertig, aus, Feierabend - danke für’s Zuhören.

Frank Wilke

Hallo,
man muß ja nicht gleich so drastisch reagieren und ich möchte auch nichts geschenkt bekommen.Zahle als Rentner ca 300,00 Euro monatlich Krankenkassenbeitrag und mittlerweile sollen dafür wohl gar keine Leistungen mehr erbracht werden. So habe ich mir die Politik dieser Abzocker-Koalition auch vorgestellt. Die Obere Gesellschaftsschicht mit Zuwendungen pflegen und die Mittel- und Unterschicht ausplündern.
Und wenn möglich der Versicherungswirtschaft einiges zuschustern, der Lobbyismus läßt grüßen.Das eine Beispiel ist mir zu kompliziert, mich würde interessieren wo man was abschließen kann, Kosten in Relation zu den Leistungen.
Gruß
wilfried

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Hallo,
man muß ja nicht gleich so drastisch reagieren und ich möchte
auch nichts geschenkt bekommen

Warum drastisch? Ich sage doch nur meine Meinung zu dem Ganzen, damit Du eine Antwort bekommen, mit der man was anfangen können!

So habe
ich mir die Politik dieser Abzocker-Koalition auch
vorgestellt. Die Obere Gesellschaftsschicht mit Zuwendungen
pflegen und die Mittel- und Unterschicht ausplündern.

Falsches Brett für die Politikdiskussion!

Und wenn möglich der Versicherungswirtschaft einiges
zuschustern, der Lobbyismus läßt grüßen.

Alle böse, ich sag es Dir! Letztens haben wir mittels Fr. Schmidt die Gewinne der PKV durch die Gesundheitreform erhöht. Ab 01.01.08 verdoppelt die VVG-Reform unsere Gewinne und ich kaufe mir den zweiten Q7, diesmal in Phantomschwarz Pereffekt, schönes Auto!

Sorry, aber das ist mir zu platt!

Das eine Beispiel ist
mir zu kompliziert, mich würde interessieren wo man was
abschließen kann, Kosten in Relation zu den Leistungen.

Der Versicherungsvertreter/Makler/Honorarberater um die Ecke hilft gerne, der gehört aber auch zur Lobby!!!

Hallo,
Das eine Beispiel ist mir zu kompliziert,

Hallo wilfried,
meinen Sie mein Beispiel? Ich bin ganz harmlos, sprechen Sie mich gerne direkt an in Ihren Antworten :wink:
Das „komplizierte“ da oben ist eine Bedarfsermittlung.
Bei mir wäre das so, dass der Kunde die völlig freie Auswahl hat:
1.) Wir ermitteln zusammen den Bedarf, und den sichern wir dann auch ab. Dann halte ich auch meinen Kopf dafür hin, wenn die Kohle später nicht passt.
2.) Der Kunde sagt mir nicht was er hat, braucht oder will, sondern nennt einen Betrag, den er ausgeben will, z.B. „Ich bin bereit 17,50€ zu zahlen, was krieg ich dafür?“ - Die Antwort: „Sie bekommen dafür eine Absicherung in Höhe von X, außerdem einen mahnenden Zeigefinger von mir, eine freie Stelle auf dem Beratungsprotokoll, auf dem Sie mir quittieren, dass Sie entgegen meiner Empfehlung nur diese Absicherung wollen, und die Bitte, mich später nicht anzurufen, wenn die Kohle nicht reicht!“

So ist das - niemand wird gezwungen. Was falsch ist: Sich über die unveränderbaren Tatsachen zu echauffieren und nichts zu machen.

mich würde interessieren wo man was
abschließen kann, Kosten in Relation zu den Leistungen.

Ich denke, Sie haben hier schon einige Beispiele bekommen, meines Erachtens sogar mehr, als man von freiwilligen, unentgeltlich helfenden Person erwarten darf. Nun sind Sie an der Reihe, jemanden in Ihrem Umfeld, über Telefon, Internet, Brief oder sonstwie zu aktivieren, damit Sie beraten werden.
Die Nennung von Gesellschaften ist hier nicht erwünscht.

FRank Wilke (der hier viel zu viel geschrieben hat, falls er gar nicht gemeint war)