Unfallversicherung

Hallo,

ich denke, es wäre sinnvoll, für meine 4-jährige Tochter eine Unfallversicherung abzuschließen. Kann mir jemand von Euch eine Empfehlung aussprechen, wenn ich wirklich nur an einer Versicherung interessiert bin, die Unfälle abdeckt und die nicht zugleich eine Art Geldanlage bietet?

Schöne Grüße,
Gabi

Hallo,

ich denke, es wäre sinnvoll, für meine 4-jährige Tochter eine
Unfallversicherung abzuschließen. Kann mir jemand von Euch
eine Empfehlung aussprechen, wenn ich wirklich nur an einer
Versicherung interessiert bin, die Unfälle abdeckt und die
nicht zugleich eine Art Geldanlage bietet?

Dann darauf achten, dass Sie eine „reine Unfallversicherung“ ohne Beitragsrückgewähr erwischen.

Ich würde zu einer niedrigen Progressioen (225%) raten, bei eine Vollinvaliditätsleistung von ca. 400.000€ sollten Sie um die 10-13 € liegen.

Ich kann Ihnen, wenn Sie es wünschen, gerne ein Angebot per Mail zukommen lassen, empfehle Ihnen aber sich einige Angebote zu besorgen und in Ruhe zu Vergleichen.

Guten Tag Gabi,
preiwerte UV-Policen gibt es z.B. bei:

Haftpflichtkasse Darmstadt
Huk24 Coburg
Ostangler Brandgilde Kappeln
Ammerländer Versicherung Westerstede
Europa Sachversicherung Köln
DEVK Köln
Ontos Neuss
Aspecta Hamburg
Lehrerbrandkassse Niedersachsen Hannover

Beim Angebotsvergleich bitte darauf achten, dass die gleiche
Progressionsstaffel unterlegt ist. D.h. keinen 500-er Tarif mit
einem 330-er Tarif vergleichen. Das wäre wie Tomaten mit Gurken
vergleichen. In die Angebotsanforderung hineinschreiben, dass
neben der Unfall-Invaliditätsleistung keine weiteren beitragspflichtigen Leistungsbausteine im Angebot enthalten sein sollen. Anderenfalls führt das dazu, dass Du Angebote erhältst,
die z.B. Krankenhaustagegeld, Übergangsleistungen, Unfallrente,
u.ä. enthalten. Die Angebote sind dann auch nicht vergleichbar.

Mein Tipp: Eine Todesfallleistung von 10000 € sollte mit
eingebaut werden. Nicht wegen der Leistung im Todesfall, sondern
weil die Gesellschaft dann bis zur Höhe der Todesfallleistung
Vorauszahlungen bei Invalidität leisten kann. Das kommt in den Fällen zum Tragen, bei denen der Grad der Invalidität erst nach langer
Zeit abschließend festgestellt werden kann. Bis dahin steht das
Unfallopfer ansonsten mit leeren Händen da.

Und: Wenn Du im öffentlichen Dienst beschäftigt bist, gib das bei der
Angebotsanforderung an. Das senkt den Beitrag.

Schönen Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

danke! und was ist eine Progressionsstaffel?
Vielen Dank Euch beiden schon mal!

Aber was ist Progression bei einer Unfallvers.?
Und dann hatte ich mir gestern Nacht noch überlegt, daß es vielleicht auch nicht verkehrt wäre, für mich selbst eine solche Vers. zu haben. Was meint Ihr? Oder gehört das in die Kategorie Überversicherung?

Hab z.Zt. nur eine Privat-Haftpfl. - auch keine Berufsunfäh.k.vers. oder Hausratvers. etc.

Welches sollten die 3 Versicherungen sein, die man unbedingt haben sollte?

Schönes WE und Gruß,
Gabi

Hi.
Da gibt es viele. Bsw. die „Pfiffikus“-Unfallversicherung von der Signal Iduna für € 3,98 im Monat. Andere Gesellschaften haben sicherlich auch günstige/gute Tarife.
Einfach mal 3-4 Angebote übers Internet anfordern. Berufsgruppe des/der Elternteil/e nicht vergessen, da z.B öffentlicher Dienst Sondertarife hat.
Viel Spass.
M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi.
Da gibt es viele. Bsw. die „Pfiffikus“-Unfallversicherung von
der Signal Iduna für € 3,98 im Monat. Andere Gesellschaften
haben sicherlich auch günstige/gute Tarife.

Ich wage mal zu bezweifeln, ob eine UV für ca. 4€/mon. vom Versicherungsschutz her ausreichend ist! Entweder ist die Vollinvaliditätssumme zu niedrig oder die Progression zu hoch.

Aber was ist Progression bei einer Unfallvers.?

Progression

Wenn Du eine Progression mit in die Versicherungssumme einbaust, kannst Du dadurch die Beiträge enorm senken. Damit vereinbarst Du gleichzeitig aber auch eine so genannte Grundsumme - und die hat den Nachteil, dass Dir bei kleineren Körperschäden immer nur relativ geringe Leistungen ausgezahlt werden. Bis zu einem Invaliditätsgrad von meist 25% werden die Unfall-Leistungen nämlich nur ausgehend von der bedeutend niedrigeren Grundsumme berechnet.

Hier ein Beispiel, welche Leistungen Dir zustehen, wenn Du eine Versicherungssumme von 500.000 Euro -mit oder ohne Progression- versichern würden:

Invalidität laut Gliedertaxe

Leistungen / Leistungen
mit 500% Progression / ohne Progression
1% 1.000 EUR / 5 .000 EUR
10% 10.000 EUR / 50.000 EUR
20% 20.000 EUR / 100.000 EUR
25% 25.000 EUR / 125.000 EUR

ab hier greift die Progression …

26% 30.000 EUR / 130.000 EUR
40% 100.000 EUR / 200.000 EUR
50% 150.000 EUR / 250.000 EUR
60% 220.000 EUR / 300.000 EUR
75% 325.000 EUR / 375.000 EUR
90% 430.000 EUR / 450.000 EUR
100% 500.000 EUR / 500.000 EUR

Zu bedenken gilt, dass über 70 % aller Leistungen aus der privaten Unfallversicherung Tagesunfälle abdecken, die in den Bereich unter 25% nach der Gliedertaxe fallen.

Hallo Gabi,

Vielen Dank Euch beiden schon mal!

Aber was ist Progression bei einer Unfallvers.?
Und dann hatte ich mir gestern Nacht noch überlegt, daß es
vielleicht auch nicht verkehrt wäre, für mich selbst eine
solche Vers. zu haben. Was meint Ihr? Oder gehört das in die
Kategorie Überversicherung?

Zur Progression siehe Antwort von Alfons.

Hab z.Zt. nur eine Privat-Haftpfl. - auch keine
Berufsunfäh.k.vers. oder Hausratvers. etc.

Welches sollten die 3 Versicherungen sein, die man unbedingt
haben sollte?

Diese sehr gute Frage kann pauschal leider nicht beantwortet werden.
Die private Haftpflicht gehört aber auf jeden Fall dazu.
Sofern vorhanden gehören hier auch Tier-Haftpflicht dazu (Hund, Pferd).

Versichere existenzielle Risiken zuerst (Einkommen, Kranken, große Vermögensteile). Wenn dann noch Geld und zusätzlicher Absicherungswunsch vorhanden ist, können Ergänzungsversicherungen abgeschlossen werden.
Risikoabsicherung hat nichts mit Vermögensansparung zu tun. Deshalb keine Angebote in Kombination mit Sparplänen (z.B. Beitragsrückgewähr bei UV, Kapital-Lebensversicherung,…). Das erhöht nur die Beiträge. Ansparung kann flexibler separat gemacht werden.

Wenn eine eigene Immobilie vorhanden ist (nicht Eigentumswohnung), ist die Wohngebäudeversicherung ein Muß. Bei ETW läuft das i.d.R. über die Hausverwaltung.

Für Arbeitnehmer ist eine Berufsunfähigkeitsabsicherung sinnvoller als eine Unfallversicherung. Wer z.B. keinen Beruf ausübt oder aus gesundheitlichen Gründen keine BU bekommt, kann auf eine Unfallversicherung ausweichen.
Bei Kindern ist die UV sinnvoll. Hier auf ausreichend hohe Summen achten, da das Geld eventuell ein Leben lang reichen muß.

Hausrat kann, wenn die Einrichtung teuer ist.

Glas ist meist überflüssig.

Rechtsschutz ist häufig überflüssig, es sei denn man fährt extrem viel mit dem Auto oder hat streitsüchtige Nachbarn/Arbeitgeber.

Für gesetzlich Krankenversicherte kann eine private Ergänzung sinnvoll sein.

Eigene Altersvorsorge wird immer wichtiger.
Wenn möglich betriebliche AV nutzen, ansonsten Riester oder private Rentenvorsorge.

Eine Risiko-Lebensversicherung ist bei Familien sinnvoll. Aber keine Kapital-Lebensversicherung.

Das Auto muß eine Haftpflicht haben, Kasko kann. Je nach Alter muß es aber keine Vollkasko mehr sein, dann tut es auch eine Teilkasko oder bei „Klapperkisten“ ganz ohne Kasko.

Ansonsten frag einen Makler. Er überprüft die vorhandenen Versicherungen und zeigt Lücken auf.

Gruß
Jürgen

Schönes WE und Gruß,
Gabi

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Vergiss den Rest!!!
Ja, es geht - wende Dich an einen Versicherungsmakler. Gib Ihm Deine gesamten Verträge und lass Dein Kind günstig und gut versichern!!!

Sag was Du willst und erkenne ob er Deine Bedürfnisse befriedigt!!!

Thorulf Müller

vielen Dank Euch allen! owt
c

Hi,

Beim Angebotsvergleich bitte darauf achten, dass die gleiche
Progressionsstaffel unterlegt ist. D.h. keinen 500-er Tarif
mit
einem 330-er Tarif vergleichen. Das wäre wie Tomaten mit
Gurken
vergleichen.

Stimme ich vollkommen zu…

In die Angebotsanforderung hineinschreiben, dass
neben der Unfall-Invaliditätsleistung keine weiteren
beitragspflichtigen Leistungsbausteine im Angebot enthalten
sein sollen. Anderenfalls führt das dazu, dass Du Angebote
erhältst,
die z.B. Krankenhaustagegeld, Übergangsleistungen,
Unfallrente,
u.ä. enthalten. Die Angebote sind dann auch nicht
vergleichbar.

Alternative: Solch ein Angebot anfordern, und dann sich von dem berater erzählen lassen, ob ein solches Angebot sinnvoll ist, oder was der Berater (wenn man ihm vertraut) empfehlen würde.
Ich würde beispielsweise bei unserer Unfallversicherung immer (seit 01.04.2006) das Verletzungsgeld mit einbauen. Gibt auch bei Unfällen ohne bleibenden Schaden eine Zahlung.

Mein Tipp: Eine Todesfallleistung von 10000 € sollte mit
eingebaut werden. Nicht wegen der Leistung im Todesfall,
sondern
weil die Gesellschaft dann bis zur Höhe der Todesfallleistung
Vorauszahlungen bei Invalidität leisten kann. Das kommt in den
Fällen zum Tragen, bei denen der Grad der Invalidität erst
nach langer
Zeit abschließend festgestellt werden kann. Bis dahin steht
das
Unfallopfer ansonsten mit leeren Händen da.

Äähm Übergangsleistung?

Und: Wenn Du im öffentlichen Dienst beschäftigt bist, gib das
bei der
Angebotsanforderung an. Das senkt den Beitrag.

Hi, nicht zwangsläufig. Wir haben beispielsweise keine Gefahrengruppen in unserer Unfallversicherung, daher senkt auch der ÖD keinen Beitrag. Die Versicherung mehrerer Personen (mehr als 1) verringert den Beitrag um 10-15%. Und natürlich die 5jährige Laufzeit. Das ist denke ich aber mal schon fast Standart.

Schönen Gruß
Günther

Gruß
Jürgen

PS: Ja, auch ich mache Angebote per Email. Wer eins will, kann mich gerne anschreiben. Auch für weitere Informationen v.a. zu Verletzungsgeld (m.W. Alleinstellungsmerkmal!)