ich habe am WE einen Artikel über sinnvolle Versicherungen für Kinder gelesen. Darin wurde unter anderem eine Unfallversicherung empfohlen.
Nehmen wir an Person X möchte für seinen 1 jährigen Sohn eine Unfallversicherung abschließen. Auf was muss er/sie dabei achten? Ich habe z.B. im Internet nachgesehen und da gibt es natürlich Angebote ohne Ende. In einer Maske mussten Angaben gemacht werden für „Progression“, „Vollinvalidität“, „Unfall Rente“ etc. Welche Summen sind da denn sinnvoll bzw. bei der Progression wieviel Prozent sollen man anstreben? Auf was sollte geachtet werden?
Auf einer Seite habe ich einen Vergleich gestarte und ca. 30 Angebote erhalten. Da die jährlichen Beiträge stark variieren, muss es doch Unterschiede in der Leistung geben. Welche sind das z.B.?
Guten Tag Konrad,
was Sie da ansprechen, ist ein Grundproblem in der Privaten Unfallversicherung. Bei der Fülle an Leistungsbaussteinen, die
z.T. prämienpflichtig z.T. tarifimmanent angeboten werden, ist der
Interessent schnell überfordert. Sie stehen nicht alleine da.
Und ca. 29 Millionen andere Versicherungsnehmer taumeln in diesem
Bereich regelmäßig zwischen Versuch und Irrtum hin und her.
Kernleistung ist die Unfallinvaliditätsleistung. Die muss jeder
vereinbaren, sonst ist eine Unfallversicherung keine Unfallversicherung. Die Höhe ist weitgehend frei wählbar.
Alle anderen Leistungsbausteine sind entweder im Tarif schon eingebaut
oder gegen Aufpreis wiederum frei wählbar.
Um sinnvoll eine Versicherung zusammenzustellen, muss ein Interessent
sich nur die Frage stellen, was für ihn im Falle eines Unfalles
überhaupt wichtig ist. Ist es wichtig, für den Krankenhausaufenthalt oder die Zeit danach irgendwelche 1683,42 Euro Krankenhaustagegeld,
Übergangsgeld, Sondergeld oder Extrageld zu bekommen? Oder ist es
wichtig im Falle einer dauerhaften körperlichen oder geistigen Einschränkung 10 T, 22 T oder 234 T € zur Verfügung zu haben, um damit
die bis zum Lebensende anstehenden Einschränkungen wenigstens finanziell stemmen zu können ?
Derjenige, für den alles wichtig ist, zahlt jährlich vielleicht
217,22 € Prämie, derjenige, der nur letzgenanntes will, zahlt weniger.
Und derjeinige, der von allem das meiste will, zahlt eben 89,99 €.
Monatlich, versteht sich.
Lesen Sie sich in den Kauderwelsch ein. Vergleichen Sie Anbieter,
Tarife, Progressionsfaktoren, Gliedertaxen, Sonderbedingungen,
Gefahrenklassen, Beitragsklassen, Rahmenvertragsvereinbarungen,
Bündelungs-, Verbandsmitgliedschafts-, Treue- und Sonderrabatte bei
unterschiedlichen Anbietern - und - Prämien. Verzweifeln Sie ein wenig am Wahnsinn der Branche und machen Sie am Ende einfach alles richtig. Das ist das Beste.
Gruß
Günther
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Auf einer Seite habe ich einen Vergleich gestarte und ca. 30
Angebote erhalten. Da die jährlichen Beiträge stark variieren,
muss es doch Unterschiede in der Leistung geben. Welche sind
Ich würde Ihnen raten sich zu diesem Thema eine Finanztest zu kaufen und sich in das Thema erstmal selber einzulesen.
Dort haben dann einen grossen Überblick und keine Anhänmgigkeit der Information von einem Anbieter etc.
Informationszentrum der deutschen Versicherer
„Zukunft klipp + klar“
Eine Einrichtung des Gesamtverbands der
Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)