Unfallversicherung

Guten Tag,

nachdem ich kürzlich hier im Forum nützliche Infos zum Thema Unfallversicherung für Kinder erhalten habe, bitte ich um weitere Hilfe.

Nehmen wir an Herr S. hat sich im Internet diverse Angebote für eine Unfallversicherung eingeholt. Es waren Vergleichseiten und „Online-Anbieter“. Leider gibt es 1000end Tarife und jeder Anbieter favorisiert einen anderen Anbieter. Herr S. ist nun sichlich überfordert und verwirrt. Was soll er tun? Wohin kann er sich wenden. Welcher Anbieter ist bei Unfallversicherung zu empfeheln (ich weiß das wird hier im Forum nicht gewünscht - daher gerne auch per Email).

Wie kommt Herr S. jetzt weiter um nicht einem Lockangebot aufzusitzen?

Danke

Konrad

Wie kommt Herr S. jetzt weiter um nicht einem Lockangebot aufzusitzen?

Falls Du jemanden suchst, der Dich objektiv zu Versicehrungen berät, mußt Du einen Versciehrungsberater engagieren. Der wird Dir allerdings ein Honorar abverlangen.

Ansonsten mußt Du Dich selber schlau machen und/oder im Freundes- bzw. Familienkreis herumfragen.

Beratung durch Freunde/Familie
Hallo Nordlicht,

Dein letzter Rat war hoffentlich ironisch gemeint? Eine Unfallversicherung ist zwar nicht das komplexeste, aber auch nicht das einfachste Versicherungsprodukt. Wie soll ein Laie deren Güte beurteilen? Er müsste schon selbst Opfer gewesen sein, dann könnte er sagen, dass sein Tarif passend war und die Gesellschaft u.U. umstandslos bezahlt hat. Und was hülfe diese Aussage dem Fragesteller?

Ich sehe es als eines der deutschen Grundprobleme an, dass man in Geldfragen nicht offen redet, und Ratsuchende deswegen lieber in der Familien fragen.

Nein, auch hier wäre der Gang mindestens zum Makler, optimal zum Versicherungsberater vorzuziehen.

Meint
Andreas

Hallo Andreas,

Dein letzter Rat war hoffentlich ironisch gemeint? Eine

Nein, das ist mein voller Ernst. Wenn ich von einem Thema gar keine Ahnung habe, frrage ich doch erstmal in meinem persönlichen Umfeld die persönlichen Erfahrungen ab. Und wenn ich nur erfahre, mit welchem unternehmen/Berater gute bzw. schlechte Erfahrungen gemacht wurden.

Auf dieser GRundlage kann ich dann weiter recherchieren.

nicht das einfachste Versicherungsprodukt. Wie soll ein Laie
deren Güte beurteilen?

Damit unterstellst Du, dass jeder professionelle Berater qualifiziert und uneigennütig berät.

Nein, auch hier wäre der Gang mindestens zum Makler, optimal

Der ist nicht neutral, denn er verdient am Beratungsergebnis.

zum Versicherungsberater vorzuziehen.

Der kostet ein Honorar, etwas wdas heutzutage sehr ungerne bezahlt wird.

In der Essenz hast Du natürlich Recht, der Gang zum profi ist unabdingbar. Nur sollte kein Kunde diesen Gang unvorbereitet antreten.

Meint

Nordlicht

Danke für eure Rückmeldungen. Gesagt getan: Zum Glück hat Herr S. Urlaub und konnte inzwischen bei 3! Maklern vorstellig werden. Ich bin überrascht wie einfach und schnell man Termine bekommt. Jeder der drei hat eine andere Gesellschaft empfohlen und konnte dies auch plausibel begründen. Die Gesellschaft welche der andere Makler empfohlen hat wurde nicht schlecht gemacht, aber kritisiert und als mittelwertiges Angebot abgetan. Toll! Jetzt ist Herr S. so klug wie vorher. Einer der Makler wollte gleich noch eine Hausrat und Krankenversicherung andrehen - äußert unsymphatisch so was. Herr S. muss das erst mal Sacken lassen und überlegt zu einem Honorarberater zu gehen.

Hallo,

also wenn Herr S. zu 5 weiteren Maklern geht, wird er wahrscheinlich noch 5 weitere Versicherungen empfohlen bekommen.

Zum Thema Honorarberater: Klar gibt es da eine unabhängige Beratung, die ich aber auch zahlen muss. Ob bei der Beratung das günstigste Produkt rauskommt sei erstmal dahin gestellt (trotz evtl. Provisionsfreiheit). Man sollte vorab prüfen, ob das Honorar im Verhältnis mit der abgeschlossenen Versicherung steht. Sicher ist bei einer KV Voll oder einer „Komplettabsicherung“ im Bereich SACH sowas sinnvoll, aber wenn es NUR um ein Produkt geht weiss ich nicht, ob das im Verhältnis steht?!

Grüße

Lars

Hallo

also wenn Herr S. zu 5 weiteren Maklern geht, wird er
wahrscheinlich noch 5 weitere Versicherungen empfohlen
bekommen.

und genau das ist das Problem. Woher soll der arme Mann wissen welche Versicherung er nehmen soll?

Zum Thema Honorarberater: Klar gibt es da eine unabhängige
Beratung, die ich aber auch zahlen muss.

Was meiner Meinung nach in Ordnung ist. Nur so ist gewährleistet, dass die Beratung nicht an die Provision gekoppelt ist.

Ob bei der Beratung
das günstigste Produkt rauskommt sei erstmal dahin gestellt
(trotz evtl. Provisionsfreiheit).

Gebe ich dir Recht. Aber es soll ja nicht das günstigste rauskommen, sondern das beste und maßgeschneiderte Produkt. Günstig kann ich auch im Internet selber recherchieren.

…sinnvoll, aber
wenn es NUR um ein Produkt geht weiss ich nicht, ob das im
Verhältnis steht?!

Auch hier sind wir einer Meining. Ich weiß nicht, ob es Sinn mach einen Honorarberatung auf eine Kinderunfallvesricherung anzusetzen die im Monat 10 Euro kostet. Andererseits sehe ich keine andere Möglichkeit wenn dir jeder etwas anderes erzählt und du keine Ahnung mehr hast wem du glauben sollst. Bei einem Honorarberater hätte ich immerhin das Gefühl, dass er unabhängig ist.

Konrad.

Hallo,

und genau das ist das Problem. Woher soll der arme Mann wissen
welche Versicherung er nehmen soll?

Das wird er hoffentlich nie wirklich „wissen“. Echtes „Wissen“, ob die Gesellschaft und der Tarif „richtig“ war oder nicht, bedingt einen Versicherungsfall, den wünsche ich Herrn S.´s Kind nicht.

Was meiner Meinung nach in Ordnung ist. Nur so ist
gewährleistet, dass die Beratung nicht an die Provision
gekoppelt ist.

Umgekehrt schließt eine Provision eine ordentliche Beratung nicht aus. Hier ist meiner Meinung nach schon sehr viel mehr Wahrheit drin, als bei der Frage nach dem richtigen Produkt. Das „richtige“ Produkt bekommst Du erst nach der ordentlichen Beratung raus.

Gebe ich dir Recht. Aber es soll ja nicht das günstigste
rauskommen, sondern das beste und maßgeschneiderte Produkt.
Günstig kann ich auch im Internet selber recherchieren.

Das „beste“ Produkt gibt es nicht, wohl aber das für die Bedürfnisse von S. „beste“ Produkt. Das ist auch der Knackpunkt bei der Beratung. Was will Herr S.? Was ist ihm wichtig?. Sofern die Kollegen Makler nur ihren Unfallversicherungspartner vorgestellt haben und die anderen Produkte madig machen, ist das nicht wirklich Beratung.

Gruß
Andreas

Hallo,

warum immer alles so dramatisieren? Die Frage war doch eigentlich simpel, so dass eine Diskussion über Berater und Makler überflüssig ist.

Dem Grundsatz folgend, dass nur Risiken abgesichert werden, die Existenzbedrohend sind, ergibt sich eine einfache Antwort.

Du benötigst eine Unfallversicherung, in der nur die Invalidität abgesichert ist. Es gibt zur Höhe verschiedene Empfehlungen. In der Regel wird gesagt, die Invaliditätssumme sollte dem ca. 3-5 fachen des Jahreseinkommens entsprechen.

Lass dich nicht von hohen Progressionsstaffeln blenden. Mit der 3-5 fachen Leistung bei Vollinvalidität ist man bestens versorgt. Höhere Progressionsstaffeln bringen erst bei sehr hohen Invaliditätsgraden etwas.

Da alle Versicherungsunternehmen Schadenquoten für Ihre Kunden ermitteln, würde ich alle Verträge bei einer, max. 2 Gesellschaften bündeln. Hält man sich an den o.g. Grundsatz, so ist die finanzielle Ersparnis durch Streuung m.E. zu vernachlässigen! Im Normalfall bekommt man auch bessere Prämien, wenn man mehrere Verträge hat.

Gruß
tycoon

Hallo,

Herr S. muss das erst
mal Sacken lassen und überlegt zu einem Honorarberater zu
gehen.

in diesem Zusammenhang einen Honorarberater „verpflichten“ empfinde ich als geradezu lächerlich!
Ich garantiere dir jetzt schon eines: Herr S. wird ne ordentliche Portion Kohle herausrücken müssen und weiß dann immer noch nicht, wie er sein Hauptproblem „welche Gesellschaft“ lösen kann! (Ein Honorarberater darf keine Gesellschaft empfehlen)
Er wird doch wohl erkennen können, ob bei 200.000 Invaliditätssumme 15 oder 20 EUR günstiger sind!
Er soll noch auf identisches Einsetzen der Progression achten,die 3 Angebote z.B. ab jeweils 25%, achte auf weltweit, Leistungen sowohl Beruf und Freizeit, rund um die Uhr, evtl. nur 1-Jahresverträge (oder von mir aus jweils auch 3-Jahresverträge), dann hat er schon das wichtigste! Dann gibt es noch ein paar mehr oder weniger bedeutende Schmankerln - bei gleichen Beiträgen und gleichen Leistungen nimmt er halt die, die z.B. Zeckenbiss oder Vergiftungen bei Kindern mit einschließt.
Der Unfallbegriff wird nämlich überall gleich definiert und… entscheidend sind die Inv.Summen (Grundsumme und Summe nach (identischer) Progression) und die Beiträge, alles andere ist Kokolores! Der Hauptpunkt ist schließlich, ein evtl. fin. Desaster abzufedern.

Gruß cooler

P.S. Entschuldigung, dass ich „in diesem Zusammenhang“ über „den Honorarberater“ nochmals lächle! Wobei ich nichts gegen die 10 -12 (etwas ironisch übertrieben dargestellt) Honorberater, die sich in Deutschland tummeln, habe! Aber nicht für den vorliegenden Fall!
Und… wenn Herr S. so weiter machst, ist der Unfall eingetreten, bevor er eine Unfallvers. hat - Stichwort „sacken lassen“! Ein Unfall wartet nicht unbedingt, bis Herr S. sich nach Überprüfung der 1.000 Internetangebote und Einbestellung eines Honorarberaters nach ca. 1 jahr entscheidet!

Hallo,

Lass dich nicht von hohen Progressionsstaffeln blenden. Mit

der 3-5 fachen Leistung bei Vollinvalidität ist man bestens
versorgt. Höhere Progressionsstaffeln bringen erst bei sehr
hohen Invaliditätsgraden etwas.

am vernünftigsten sind Progessionen, die schon in unteren Bereichen beginnen, z.B. ab 25%!

Gruß cooler

Hallo,

Er wird doch wohl erkennen können, ob bei 200.000
Invaliditätssumme 15 oder 20 EUR günstiger sind!
Er soll noch auf identisches Einsetzen der Progression
achten,die 3 Angebote z.B. ab jeweils 25%, achte auf weltweit,
Leistungen sowohl Beruf und Freizeit, rund um die Uhr, evtl.
nur 1-Jahresverträge (oder von mir aus jweils auch
3-Jahresverträge), dann hat er schon das wichtigste! Dann gibt
es noch ein paar mehr oder weniger bedeutende Schmankerln -
bei gleichen Beiträgen und gleichen Leistungen nimmt er halt
die, die z.B. Zeckenbiss oder Vergiftungen bei Kindern mit
einschließt.
Der Unfallbegriff wird nämlich überall gleich definiert
und… entscheidend sind die Inv.Summen (Grundsumme und
Summe nach (identischer) Progression) und die Beiträge, alles
andere ist Kokolores! Der Hauptpunkt ist schließlich, ein
evtl. fin. Desaster abzufedern.

Ganz recht, aber ich würde zusätzlich noch nach Einzelheiten der Gliedertaxe fragen, wonach Verlust oder Funktionsunfähigkeit von Körperteilen je nach Progression schon mal ganz schön unterschiedlich entschädigt werden können.
Ich empfehle grundsätzlich: Welcher Berater/Vermittler ist mir
a) sympathisch
b) erscheint mir kompetent
c) nimmt meine Bedürfnisse und Risikomerkmale wahr und
d) empfiehlt mir in nachvollziehbarer Weise ein passendes und sehr gutes Produkt aus Preis/Leistungssicht.

Viel Erfolg!
saitenzauber

Gruß cooler

P.S. Entschuldigung, dass ich „in diesem Zusammenhang“ über
„den Honorarberater“ nochmals lächle! Wobei ich nichts gegen
die 10 -12 (etwas ironisch übertrieben dargestellt)
Honorberater, die sich in Deutschland tummeln, habe! Aber
nicht für den vorliegenden Fall!
Und… wenn Herr S. so weiter machst, ist der Unfall
eingetreten, bevor er eine Unfallvers. hat - Stichwort „sacken
lassen“! Ein Unfall wartet nicht unbedingt, bis Herr S. sich
nach Überprüfung der 1.000 Internetangebote und Einbestellung
eines Honorarberaters nach ca. 1 jahr entscheidet!

Oh mein Gott.

Was ist denn hier los?

Mensch will Unfallversicherung haben. Kostet Geld.

Welche Leistung ist wichtig?

Frag einen guten Makler, alles andere ist quatsch.

Nichts für ungut liebe Versicherungsberater, aber ihr habt keinen Zugriff auf Sonderkonzepte. Makler sind häufig sozusagen an „Einkaufsgenossenschaften für Versicherungsschutz“ angegliedert.

Und entschuldige Herr S. wenn deine Makler ihre Anbieter auf Grund ihrer Provision auswählen, bei einer Kinderunfallversicherung, na dann gute Nacht. Über welche Summenunterschiede glaubt ihr denn zu sprechen? Bei echten Produkten sehe ich sowas ja noch ein, aber doch nicht bei einer Unfallversicherung.

Ich lese die Beiträge als würde man sich über die Finanzplanung eines Millionärs unterhalten.

Irgendwo stand der Unfallbegriff ist überall gleich. Das ist Quatsch. Klar ist ein Unfall ein

Plötzlich von
Außen
Unfreiwillig auf den
Körper einwirkendes
Ereignis

Keine Frage. Aber viele Bedingungen nehmen den Leistenbruch, Herzinfarkt und Schlaganfall (von innen einwirkende Ereignisse) in den Unfallbegriff mit rein.

Ein Einwand war super. Gliedertaxe. Ganz wichtig, so viel wie möglich. Am besten 80% ab dem Handgelenk.

Hier kann man noch lange debattieren, nur wird das Kind dadurch nicht abgesichert. Vielleicht sollte Herr S. einfach darüber nachdenken und den Lütten auch gegen schwere Krankheiten absichern, gibt da ja genug Wege. Da kriegt Herr S. auch von 5 Maklern wahrscheinlich nur noch 3 Angebote, könnte aber die Spannung in der Entscheidungsfindung erhöhen.

Abschließend lässt sich eines sagen: Genau überlegen was man will. Dem Makler die Aufgabe stellen. Makler erzählen lassen und wenn es plausibel ist und man mit der Beratung zufrieden ist? Dann abschließen. Wenn es sich am Ende als falsch herausstellt und im Schadenfall die gestellte Aufgabe nicht erfüllt ist? Anwalt suchen, dem sagen das es ein Makler war und verklagen. Eigentlich einfach.

Wenn Herr S. das Kind nicht versichert? Kann er niemanden verklagen.

Bei Zeiten wüsste ich gerne was Herr S. tut. Weil wenn ich mir anschaue das hier mindestens 6 Stunden wenn nicht eher mehr verwendet worden ist, dann hätte er bei jedem der 3 Makler das teuerste Angebot nehmen können und wäre bei Berücksichtigung des Wertes der eigenen Zeit sicher günstiger gekommen.

Ich weiß, dass es nur wenige Konzepte gibt die nach Preis-Leistungsaspekten die günstigsten sind. Allesamt sind sie Spezialkonzepte, wo ich nicht wüsste wie die ohne Makler gehen.

Ich hoffe geholfen zu haben, wenn sich jemand auf den Schlips getreten fühlt. Ist nicht böse gemeint, ist nur schon ziemlich spät und irgendwie waren es zuviele unterschiedliche irreführende Beiträge, da habe ich versucht ein wenig mehr Verwirrung zu stiften :wink:

Gute Nacht

Volker

Hallo, Entschuldigung wenn ich so dumm nachfrage aber was ist denn ein „Sonderkonzept“, was nur Makler anbieten können?
Hier müssen ja keine Betriebsgeheimnisse verraten werden :wink: , aber ein Beispiel wäre sehr interessant.

Gruß

Unfallversicherung - Was ist ein Sonderkonzept?
Das ist keinesfalls eine dumme Frage. Genau genommen spricht man hier von sogenannten Rahmenvereinbarungen mit Gesellschaften.

Hier bekommen Makler oder Mehrfachagenten die Möglichkeiten den Kunden einen Rabatt auf die Tarifprämie zu geben. Bei den meisten Konzepten ist es so, dass die Prämien einfach günstiger kalkuliert werden, da hier gewisse Kosten für die Versicherungsgesellschaften nicht anfallen.

Der Makler bekommt einen Anteil der Prämie, fliesst keine Prämie fliesst kein Geld. In der Einfirmenvertretung gibt es häufiger Zuschüsse für Personal oder Büro, dies findet sich natürlich auch in den Prämien wieder. Außerdem bekommt die Einfirmenvertretung bei 3 Jahresverträgen ja eine größere Abschlussprovision, die die Courtage eines Makler bei weitem überschreitet. Makler bekommen selbst bei 3 Jahresverträgen immer nur bei Prämienzahlung einen Anteil des Geldes (Aussagen beziehen sich auf Sachversicherungen und sollen nicht den Eindruck vermitteln das Makler auf 3 Jahre gesehen weniger Geld bekommen).

Der Makler gibt (wir machen es zumindest so und ich denke es ist auch üblich) diesen Rabatt an den Kunden weiter. Hierdurch werden Tarife mit einem sehr starken Preis-Leistungsverhältnis angeboten. Warum macht das ein Makler?

Auffällig bessere Leistung zu geringerem Preis = erhöhte Empfehlungsquote = mehr Geschäft = mehr Cross-Selling = sichere Kunden in allen anderen Bereichen.

Das ist jetzt alles sehr platt ausgedrückt, aber ich will auch keine Dissertation zu dem Thema schreiben.

Fakt ist, dass man im Prinzip einen Großmarktcharakter hat, wo der Makler für den Kunden seinen Versicherungsschutz einkauft. Solche Produkte finden sich nicht in Finanztest oder anderen, da jeder Makler teilweise eigene Verhandlungen mit Gesellschaften hat und es daher auch zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann.

Ich hoffe, dass ich die Frage zu deiner Zufriedenheit beantworten konnte.

Interessant wäre vielleicht zu wissen in welchem Bereich sich solche Rabatte bewegen können. Wir haben von 0% (ohne Konzept) bis 50% Rabatt ein breites Spektrum. Als grobe Leitlinie kann man sagen je teurer die Grundprämie, desto höher der Rabatt um marktkonform zu werden.

Gruß Volker

Hallo Volker,

also bitte… bei Deiner obigen Lobeshymne musste ich die Stirn in Falten legen, aber bei den jetzigen Auslassungen (s. u.) habe ich Deine ViKa gelesen und jetzt wundert mich nichts mehr.

Du weiß, dass Werbung hier nicht erwünscht ist, oder ?? Und das …

meisten Konzepten ist es so, dass die Prämien einfach
günstiger kalkuliert werden, da hier gewisse Kosten für die
Versicherungsgesellschaften nicht anfallen.
Außerdem bekommt die
Einfirmenvertretung bei 3 Jahresverträgen ja eine größere
Abschlussprovision, die die Courtage eines Makler bei weitem
überschreitet.

… ist eine sehr verzerrte Darstellung (oder absichtlich gelogen?). Maklercourtagen sind i. d. R. deutlich höher als die Provis für die Ausschließlichkeit, allenfalls Bonifikationen sind dort nicht dabei, aber selbst da gibt es „findige“ andere Modelle. In der Summe ist der „Vertriebsweg Makler“ eher teurer als die Ausschließlichkeit.

Lies mal die letzten Pressemitteilungen der HUK, die derzeit Überlegungen anstellt, ob sie sich für diesen neuen Vertriebsweg öffnen soll - und beachte die Argumente dagegen :smile:

Das ist jetzt alles sehr platt ausgedrückt

Hier bringst Du es auf den Punkt…

Interessant wäre vielleicht zu wissen in welchem Bereich sich
solche Rabatte bewegen können. Wir haben von 0% (ohne Konzept)
bis 50% Rabatt ein breites Spektrum.

Lass mich raten: das tollste Konzept mit der umfangreichsten Zusatzdeckung liegt sogar bei fast 90%, stimmts?! Kann aber ja ohnehin nicht sein, da die Makler ihre Rabatte ja an den Kunden weitergeben… echt drollig.

Grüße, M

Hallo Masch,

also ich mache keine Werbung. Da eine Werbung besagen würde, dass ich ja sage macht es bei mir. Braucht ihr nicht gibt genug andere. Gute und weniger Gute. Im Übrigen genau wie bei Versicherungsberatern, Einfirmenvertretern und Mehrfachagenten auch.

Unterm Strich ist doch ein Kunde der hier eine Frage stellt immer in der Situation das ihm jeder irgendwas erzählt und das für die allumfassende Wahrheit hält. Ich habe mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt, aber ein Einfirmenvertreter, der einen 3-Jahresvertrag abschliesst bekommt für die vollen drei Jahre eine erhöhte Abschlussprovision und dann in den folgenden Jahren eine (im Vergleich zum Makler) geringere Betreuungsprovision. Das ist nicht gelogen das ist Fakt, in meinem Beitrag habe ich extra darauf hingewiesen, dass es nicht so verstanden werden soll, dass Makler auf drei Jahre gesehen weniger Geld verdienen. Ist aber offenkundig bei dir anders angekommen, daher stelle ich das gerne nochmal klar.

Welcher Vertriebsweg teurer oder günstiger ist ist denkeich nicht Bestandteil der Diskussion, aber hierzu sei eins angemerkt: Wenn man nur Geld bekommt wenn man was leistet, dann darf es auch mehr sein. Aber ehe du dich aufregst und das als Lüge hinstellst, ist es einfach Fakt das in der breiten Masse in der Ausschließlichkeit ein anderer Support dahinter steht und daher auch andere Kostenbestandteile anfallen unabhängig davon, ob jemand was leistet oder nicht (natürlich macht eine Gesellschaft das ohne Gegenleistung nicht lange mit).

Das die HUK sich Geddanken darüber macht ob sie mit Maklern zusammenarbeitet habe ich nicht gelesen, vielleicht kannst du mir ja sagen wo das steht. Das fände ich sehr nett. Aber das sie sich neuerdings ohnehin Gedanken darüber macht, find ich schon erstaunlich, da das ja nie zur Diskussion stand nach meinem Kenntnisstand. Ich habe die Pressemitteilungen wie gesagt nicht gelesen, aber da du ja auf Kosten eines Vertriebswegs eingehst nehme ich an, dass die Verwaltungskosten angesprochen werden. Natürlich erzeugen Makler Verwaltungskosten, die auch dort stehen wo sie hingehören (zumindest in großen Teilen), aber wenn ich die Krankenversicherung des besagten Unternehmens anschaue, dann stelle ich mir die Frage: Mögen die Verwaltungskosten? Ich denke nicht, da sie ja derzeit keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt. Wir können die Kostenthematik gerne aufmachen, aber dann am besten per Mail, da diese Einzelbemerkungen keinen wirklich weiterbringen.

Die Rabatte, die ich genannt habe sind die tatsächliche Range. Wir haben keine 90% Rabatt. Zynismus hilft bei der Frage, was Sonderkonzepte (Rahmenvereinbarungen) sind, nicht weiter.

Die Rabatte werden auf Prämienseite verhandelt, bei uns findet keine individuelle Rabattierung statt. Wenn ich keinen Rabatt verhandel dann muss ich mit den normalen Prämien am Markt meine Kunden beglücken. Geht doch auch, aber mit Rabatten geht es einfacher.

Wo du meine Visitenkarte ansprichst, vielleicht magst du ja auch was zu deiner Expertise erzählen. Nur damit die Leser auch einschätzen können, welch subjektiver Färbung deine Äußerungen unterliegen könnten.

Eins ist aber doch das wichtigste, egal ob ich 10€ oder 20€ mehr oder weniger bezahle, die Hauptsache ist doch das ich einen guten Berater habe, der die richtigen Leistungen ausgewählt hat. Über die Qualität der Beratung sagt der Status (Einfirmenvertreter, Mehrfachagent, Makler oder Versicherungsberater) überhaupt nichts aus. Ein Makler kann nur eine völlig andere Sicht auf die Dinge haben, dass muss aber nicht sein. Ich kenne Einfirmenvertreter die den Markt besser kennen als Maklerkollegen. Aber das gibt es in allen Branchen.

Die Makler sind keine besseren Menschen und auch dort gibt es Profitgeier, aber Makler sind auch keine schlechteren Menschen. Oder wollen wir uns jetzt über Fernsehreparaturdienste, Ärzte, Kfz-Mechaniker und alle anderen nicht genannten Branchen unterhalten und dort mal nachschauen was da hinter den Kulissen abgeht?

Gruß Volker