Ich habe einen einen Bekannten (meine ausnahmsweise nicht mich), aus dem ich einfach nicht ganz schlau werde.
Er ist in der Ausbildung zum Krankenpfleger, 23, Single, wohnt noch bei seiner Familie. Soweit okay.
Er pflegt sehr wenig soziale Kontakte, und auch auf Aufforderung bewegt er sich an freien Tagen nur ungern aus dem Haus. In seiner Freizeit verbringt er die meiste Zeit mit dem Sehen von Filmen und Serien.
Manche Serien hat er mehrmals komplett gesehen. Zu manchen Charaktären hat er fast so etwas wie eine Beziehung aufgebaut.
Als ich das Thema mal behutsam angesprochen habe, erwiderte er relativ gelassen, er habe einfach nicht das Bedürfnis, mehr unter die Leute zu gehen. Bei nichts könne er so gut entspannen wie beim Anschauen von bekannten Filmen und Serien.
Seine Familie macht sich auch schon Gedanken. Er geht zwar seinen Verpflichtungen nach, mehr aber auch nicht. Ich wurde von seiner Familie gebeten, ihn vielleicht zu etwas mehr Freizeitaktivität anzustacheln.
da dein Bekannter nicht unter seiner selbst gewählten Einsamkeit leidet, warum willst du ihn dann ändern?
Als ich das Thema mal behutsam angesprochen habe, erwiderte er
relativ gelassen, er habe einfach nicht das Bedürfnis, mehr
unter die Leute zu gehen.
Dein Bekannter hat einen sozialen Beruf, in dem er professionell sehr viele Kontakte pflegen muss. Ich weiß von etlichen Freunden und Bekannten in solchen Berufen (Arzt, Pfleger, Sozialpädagogen, Lehrer, Pfarrer), die nach der Arbeit ihr Bedürfnis nach Sozialkontakten mehr als ausgeschöpft sehen und dann „viel Zeit für sich“ brauchen.
da dein Bekannter nicht unter seiner selbst gewählten
Einsamkeit leidet, warum willst du ihn dann ändern?
Aber das Bedürfnis nach Freunden scheint doch da zu sein. Nur, dass seine Freunde imaginär sind, jederzeit präsent oder auch eben nicht. Vielleicht hat er nur Angst davor, von richtigen Menschen abgelehnt zu werden, oder diese sind nie nach seinem Geschmack.
Es liegt mir fern, mich unerwünschterweise aufzudrängen, nur frage ich mich ob diese Form des Dahinvegetierens nicht über kurz oder lang ins Unglück führt.
da dein Bekannter nicht unter seiner selbst gewählten
Einsamkeit leidet, warum willst du ihn dann ändern?
Aber das Bedürfnis nach Freunden scheint doch da zu sein. Nur,
dass seine Freunde imaginär sind, jederzeit präsent oder auch
eben nicht. Vielleicht hat er nur Angst davor, von richtigen
Menschen abgelehnt zu werden, oder diese sind nie nach seinem
Geschmack.
das wirst Du herausfinden, wenn Du ihn direkt fragst. Mit Vermutungen ist niemandem gedient, am wenigsten Dir selbst.
Du machst Dir nur Stress damit.
Es liegt mir fern, mich unerwünschterweise aufzudrängen, nur
frage ich mich ob diese Form des Dahinvegetierens nicht über
kurz oder lang ins Unglück führt.
Merke: jeder Mensch, der vor dem Gesetz als erwachsen gilt, ist zunächst für sein Leben selbst verantwortlich. Und er kann es selbst bestimmen.
Was für Dich Dahinvegetieren ist, mag für andere Personen der Normalzustand sein, oder sogar das Himmelreich.
Ich bin auch ein introvertierter Mensch.
Wäre ich Dein Freund und Du würdest ständig versuchen, mich aus meinem Schneckenhaus zu zerren, wer weiß, ob ich nicht schon mal heimlich die Axt schleifen würde.