Hallo,
es kommt ja in Ausnahmefällen vor, dass man im Internet durch zu ungenaues Hinsehen und voreiliges „Weg“-Klicken einen Vertrag über irgendeinen völlig unnützen und ungewollten Online-Club versehentlich annimmt. Manche Betreiber sehen es ja auch regelrecht darauf ab.
Im Normalfall ist das alles noch kein Beinbruch, es gibt ja 14 Tage Widerrufrecht.
Was aber, wenn man bereits lange vorher bei Erstellung des betreffenden Accounts falsche Daten angegeben hat (Name, Adresse etc. z.B. von teilweise persönlich bekannten anderen Personen)?
Ist es dann für ein solches Szenario statthaft, mit dem anfangs falsch angegebenen Namen die Widerrufserklärung zu unterschreiben?
Wie könnte man im härtesten Fall per Widerruf aus der Sache herauskommen, wenn der E-Mail-Weg nicht funktioniert und man einen Brief schreiben muss? Wäre der fremde Name = Urkundenfälschung? Funktioniert der Widerruf trotz allem auch, wenn man auf einmal mit dem wahren Namen unterschreibt, der vorher nirgendwo aufgetaucht ist?
Vielen Dank für Antworten!
MfG Marius
Hallo,
Was aber, wenn man bereits lange vorher bei Erstellung des
betreffenden Accounts falsche Daten angegeben hat (Name,
Adresse etc. z.B. von teilweise persönlich bekannten anderen
Personen)?
Ist es dann für ein solches Szenario statthaft, mit dem
anfangs falsch angegebenen Namen die Widerrufserklärung zu
unterschreiben?
In diesem Fall wünschte ich, dass der auf diese Weise Handelnde mal richtig einen juristisch an die Glocke bekommt und für den evtl. Schaden anständig bluten muß.
Gruß:
Manni
Juristen sprechen in Fällen wie diesem von einem Handeln unter fremdem Namen. Das Phänomen wird hier recht anschaulich erläutert, wenn sich die Darstellung auch eigentlich an Jurastudenten richtet und gewisse Vorkenntnise erfordert:
http://ruessmann.jura.uni-sb.de/bvr2003/Vorlesung/of…
Die Behandlung der Angelegenheit hängt davon ab, ob der Vertragspartner genau und nur mit der Person kontrahieren wollte, unter derem Namen gehandelt wurde, oder ob ihm das egal war. Vorliegend wird man sagen müssen, dass der eigentliche Namensträger mit der ganzen Sache nichts zu tun hat. Er wurde weder wirksam vertreten, noch wirkt der geschlossene Vertrag für oder gegen ihn, noch könnte er den Vertrag freiwillig an sich ziehen und darin eintreten. Der alleinige Vertragspartner ist derjenige, der unter fremdem Namen den Vertrag geschlossen hat.
Daraus folgt, dass allein er den Widerruf veranlassen kann. Es ist dabei weder nötig noch angezeigt, abermals unter fremdem Namen zu handeln. Dies kann sogar strafbar sein, wie man auch erwägen könnte, ob nicht das bisherige Verhalten schon strafbar war. Natürlich ergibt der Widerruf nur Sinn, wenn man bei dieser Gelegenheit die Karten auf den Tisch legt und den Vorgang erläutert.
Hi,
meistens ist das aber eine Firma mit Sitz im Ausland. Das Geld fließt sofort an die Hintermänner. Wenn man da mal einen dran kriegt erklärt der die Firma für pleite und macht die nächste auf.
Nix mit dran kriegen.
Da fällt mir ein ich muss mal wieder mein SPAM Postfach leeren, mal sehen wie viele Mahnungen diese Woche drin sind.
MFG
Hallo,
meistens ist das aber eine Firma mit Sitz im Ausland. Das Geld
fließt sofort an die Hintermänner. Wenn man da mal einen dran
kriegt erklärt der die Firma für pleite und macht die nächste
auf.
er meinte, dass man den, der unter falschen Angaben Verträge abschließt, hoffentlich dran bekommt.
Warum Du offensichtlich jeder Firma, die im Internet Leistungen oder Waren anbietet, derart unlauteres Handeln unterstellst, ist für mich in keiner Form nachvollziehbar.
Da fällt mir ein ich muss mal wieder mein SPAM Postfach
leeren, mal sehen wie viele Mahnungen diese Woche drin sind.
Wenn Du alle Seiten, auf denen Du irgend etwas anklickst, genau so gründlich liest, wie das Posting, auf das Du geantwortet hast, wundert es mich nicht, dass eine Menge Leute Geld von Dir wollen.
Gruß
S.J.
Hi,
ich beziehe mich lediglich auf Firmen, die Software anbieten die gratis ist, also die klassischen Abzockseiten, die keine Leistung erbringen und dafür 1Jahr im Voraus bezahlt werden wollen. Das sind dann diese 96€ Geschichten die hier regelmäßig aufschlagen.
Was das Durchlesen angeht: Ich habe das schon verstanden, nur bewusst ignoriert weil ich auf Seiten des UP stehe.
Und so lange keine Briefpost in meinem Briefkasten landet betrachte ich jegliche Form von Forderung als Werbung, da ich mit diesen Kriminellen niemals einen Vertrag abgeschlossen habe.
MFG
Mit zweierlei Maß gemessen
Hallo,
ich beziehe mich lediglich auf Firmen, die Software anbieten
die gratis ist, also die klassischen Abzockseiten, die keine
Leistung erbringen und dafür 1Jahr im Voraus bezahlt werden
wollen. Das sind dann diese 96€ Geschichten die hier
regelmäßig aufschlagen.
leider wird im Internet und auch bei www schon grundsätzlich unterstellt, dass jede Seite, die kostenpflichtige Leistungen anbietet, eine „Abzockseite“ ist. Daraus resultiert häufig der Tipp, alle Forderungen zu ignorieren. Leider unterbleibt dabei die Prüfung, ob es denn tatsächlich so ist. Eine derartige Pauschalisierung ist alles andere als angebracht und kann im Einzelfall böse nach hinten losgehen.
Was das Durchlesen angeht: Ich habe das schon verstanden, nur
bewusst ignoriert weil ich auf Seiten des UP stehe.
Also ich persönlich finde es nicht okay, wenn man mit falscher Identität auftritt um den vertraglichen Verpflichtungen zu entgehen. Es ist schon interessant, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird: Firmen, die sich nicht an Recht und Gesetz halten, sind für Dich Kriminelle, Leuten die unter falscher Identität Verträge schließen, um diese offensichtlich nicht zu erfüllen gedenken, stehst Du zur Seite. Ja was denn nun? Sollen sich nun (alle) ans Gesetz halten oder nicht oder nur wenn es zum persönlichen Vorteil ist?
Und so lange keine Briefpost in meinem Briefkasten landet
betrachte ich jegliche Form von Forderung als Werbung, da ich
mit diesen Kriminellen niemals einen Vertrag abgeschlossen
habe.
In dem hier vorliegenden Fall scheint das ja nicht so eindeutig zu sein…
Gruß
S.J.
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leider wird im Internet und auch bei www schon grundsätzlich
unterstellt, dass jede Seite, die kostenpflichtige Leistungen
anbietet, eine „Abzockseite“ ist. Daraus resultiert häufig der
Tipp, alle Forderungen zu ignorieren. Leider unterbleibt dabei
die Prüfung, ob es denn tatsächlich so ist. Eine derartige
Pauschalisierung ist alles andere als angebracht und kann im
Einzelfall böse nach hinten losgehen.
Wenn auf einer Internetseite ganz groß drauf steht umsonst/kostenfrei/gratis und man anschließend eine Rechnung bekommt, dann rede ich von Abzocke.
Wenn hingegen von vornherein bekannt ist was die Leistung kostet ist das was anderes. „Leistung x zum Preis y“ ist eben nicht umsonst gratis usw.
Ein seriöser Anbieter schreibt das auch gut leserlich und unübersehbar hin. Und wenn ich bei so einem Anbieter was bestellt habe, habe ich das selbstverständlich auch bezahlt.
Und ja, ich messe mit zweierlei Maß, einem für seriöse Anbieter und einem für unseriöse Anbieter.
Was das Durchlesen angeht: Ich habe das schon verstanden, nur
bewusst ignoriert weil ich auf Seiten des UP stehe.
Also ich persönlich finde es nicht okay, wenn man mit falscher
Identität auftritt um den vertraglichen Verpflichtungen zu
entgehen.
Wenn etwas angeblich umsonst ist brauchen die meinen echten Namen gar nicht ganz einfach.
Wenn etwas angeblich umsonst ist brauchen die meinen echten
Namen gar nicht ganz einfach.
Aber den Namen „von teilweise persönlich bekannten anderen Personen“? Oder anders gesagt: Du fändest es ok, wenn ich mich unter Deinem Namen anmelde, weil ich finde, daß die meinen echten Namen nicht brauchen?
Mag sein, daß das eine Abzockerseite war - das kann ich anhand des Ursprungspostings nicht beurteilen - viele Leute schreien heute selbst bei den berechtigsten Forderungen Abzocke. Das ändert aber nichts daran, daß das Verhalten desjenigen, der sich da angemeldet hat, definitiv rechtlich nicht sauber war. Und ich sehe keinen Grund, das zu verharmlosen.
Gruß,
Max
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Hi,
wenn ich mich unter dem Namen Maximiliam Mustermännchen in 12345 Berlin in der Musterallee 4 anmelde dürfte jedem der nicht gerade Gehirnamputiert ist auffallen, dass die Daten nicht echt sind.
Was Du schreibst wäre im übrigen Identitätsdiebstahl und soweit ich weiß wäre dies eine Straftat.
MFG
Was Du schreibst wäre im übrigen Identitätsdiebstahl und
soweit ich weiß wäre dies eine Straftat.
Du stehst aber trotzdem auf der Seite des Anmelders im UP, der nach eigenem Bekunden genau einen solchen Identitätsdiebstahl begannen hat, und findest nicht, daß der auf diese Weise Handelnde mal richtig einen juristisch an die Glocke bekommen sollte? Denn das ist genau die Aussage, der Du hier die ganze Zeit widersprichst.
Oder kann es sein, daß Du Frage und Antworten nur flüchtig durchgelesen hast und sich deine Postings nur sehr vage mit dem Thread zu tun haben?
Gruß,
Max
Alle doof außer Mutti
Hallo,
wenn ich mich unter dem Namen Maximiliam Mustermännchen in
12345 Berlin in der Musterallee 4 anmelde dürfte jedem der
nicht gerade Gehirnamputiert ist auffallen, dass die Daten
nicht echt sind.
schon klar. Schon mal darüber nachgedacht, dass so etwas idR. vollautomatisiert von einem Computersystem abgewickelt wird. Glaubst Du ernsthaft, dass ein Mensch jeden Datensatz manuell auf Plausibilität prüft und mit Telefonbuch und Einwohnermelderegister abgleicht? Es gibt zwar Programme, die dies eingeschränkt automatisieren können, aber auch diese arbeiten nicht perfekt. In der Regel wird auch eine Bestätigungsmail verschickt. Wenn diese nicht als unzustellbar zurück kommt oder gar mit einem Bestätigungslink versehen ist, der aktiviert wird, sollte das reichen.
Aber ich merke schon: Die Betreiber von Internetseiten sind in deinen Augen alle kriminell, Gehirn amputiert und an allem selbst schuld.
Wer eine derart dogmatische Sichtweise hat, für den ist die Sache natürlich eindeutig…
Gruß
S.J.