Unglaublicher Hund

Hallo,

wir haben seit knapp 3 Wochen einen Bordermix in Pflege. Eine ganz lieb Hündin, die absolut keine Probleme macht.
Nun gehen wir natürlich auch immer schön Gassi und treffen auch auf Hunde. Kurz geschnuppert geht sie weiter, oder aber, wenn ein hund mehr will knurrt sie ihn kurz an, nach dem Motto:lass mich bloss in Ruhe!

Letzte Woche habe ich mich ohne Hund mit einer jungen Frau unterhalten, die einen Border Rüden und einen Bordermix (hündin) hat und ich habe ihr von dem Nicht-Spiel-Hund erzählt.
Ihr Rüde spielt nur mit Border Collies!!! OK.

Heute traf ich sie dann mit Hund und siehe da: Unsere spielt mit einem Border!!!

Ist das normal???
Ich habe zig Jahre mit Hunden zutun, aber so etwas kannte ich bis jetzt nicht!

LG

Hallo,

meine erste Hündin bekam ich, als sie schon 12 war. Sie war also nicht mehr besonders verspielt, zumal sie auch anfangs stark übergewichtig war. Es gab nur einen einzigen Hund, dem sie immer wenn wir ihn trafen, eine Spielaufforderung gab. Dieser Hund sah ihr vom Typ her sehr ähnlich - möglicherweise werden Hunde als Welpen auf den Hundetyp bzw. -typen geprägt, mit dem sie besonders viel Kontakt haben. In den meisten Fällen ist das eben das Muttertier und die Geschwister -> ergo Hunde, die dem Welpen ähnlich sind.

Gerade bei Rassehunden kommt auch noch hinzu, dass viele Besitzer auf Leute mit Hunden derselben Rasse positiver und häufiger zugehen als auf andere. Das kann vermutlich auch den Hund beeinflussen.

Gruß,

Myriam

Huhu!

ich glaube in dem Fall nicht unbedingt, dass es mit der Rasse zu tun haben muss.
Unsere erste Familienhündin war ähnlich im Sozialverhalten. Bei der wurde noch ziemlich viel falsch gemacht, die Sozialisierung haben wir verpasst (naja, ich war erst 5, also eher meine Eltern). Sie war auch eher Verhalten bei anderen Hunden. Nicht aggressiv, aber eher desinteressiert. Mal kurz geschnuppert und dann geht weiter. Wurde der andere zu aufdringlich gabs ein kurzes aber bestimmtes „Wuff!“ und damit hatte es sich. Also so wie du es beschreibst.
Tja, aber es gab eine große Lieben in ihrem leben. Ein älterer Irish Setter aus der Nachbarschaft… beide sind immer mal wieder ausgebüchst wenn es sich ergab und haben dann beim jeweils anderen vor garten herumgelungert. Und beide sind wirklich aufgeblüht, wenn sie sich begegnet sind. Als der starb hat sie nie wieder großes Interesse für einen anderen Hund aufgebracht, außer einmal bei einem halbstarken SoKa-Mischling. Die beiden waren sicha uch sehr grün, und unser damals schon ältere Hündin ist doch nochmal richtig aufgeblüht. leider war das im urlaub, dass heißt nach ein paar atgen verloren wir diesen hund wieder aus dem Augen.

Was ich damit sagen will. Das Verhalten wie dieses kann zum einen damit zusammen hängen, dass irgendwas verpasst wurde in der Sozialisierungsphase. Zum anderen müssen bestimmte Sympatien nicht rasseabhängig sein… was genau da reinspielt ist manchmal nicht ganz ersichtlich, da findet vielleicht einfach ein Topf einen Deckel bzw der Charakter passt schlicht und ergreifend zusammen.

Aber es kann natürlich auch Präferenzen oder Abneigungen gegen bestimmte Rassen geben, oft aus bestimmten Erlebnissen abgeleitet. Hier in der NAchbarschaft wohnte lange ein Pudel, der nur auf Cockerspaniel (jeder Farbe) aggressiv reagierte, weil er mal von einem gebissen wurde.
Genausogut kann es sein, dass ein Hund vielleicht mit einer Rasse (oder Farbe) insbesondere in der Prägephase sehr gute Erfahrungen gemacht hat.

lieben gruß
aj

HAllo,
das kenne ich auch, das sie eine gewisse Abneigung auf andere Hunde zeigen, weil sie mal von so einem gebissen wurden sind!
Ich muss mal das Frauchen fragen, wie sie bei ihnen ist.
Ich fand es halt „komisch“, das sie nur mit einem Border spielt, den Mix hat sie links liegen lassen, wie auch alle anderen Hunde ,die wir nun in den letzten Tagen übern Weg gelaufen sind.
LG

Hallo Manou,

schau mal bei http://www.border-collie-in-not.de/typischborder.htm.

Kurze Zusammenfassung:

  • Andere Hund fühlen sich häufig durch den „Border-Blick“ provoziert.
  • Nur wenige Borders mögen sofortigen, direkten Körperkontakt mit fremden Hunden.
  • „Massige“ Rassen spielen gerne mit vollem Körpereinsatz, rennen sich über den Haufen oder raufen mal ordentlich. Hingegen spielen Borders eher mit Pfoten, laufen sich nach oder kugeln über den Boden.

Ich kann das bei meinem Border(-Mix) allerdings nichts bestätigen. Der spielt mit jedem Hund, der ihm nicht gerade unfreundlich begegnet. Es wird aber sicherlich daran liegen, dass er mit einem Riesenschnauzer-Berner-Sennen-Mix aufgewachsen ist (also Masse schlechthin!) und von klein an Kontakt zu allen möglichen Hunderassen hatte.

Viele Grüße

Kathleen

„Er spielt in der Gruppe nur mit weiteren Border Collies, andere läßt er links liegen.“

Das ist normal und tritt auch bei allen möglichen anderen Rassen auf. Es kommt daher, das gleichrassige Hunde in der Regel ein gleiches oder ähnliches Spielverhalten haben und daher besser miteinander Toben können. Beispielsweise können meine Border Collies überhaupt nichts mit massigen Rassen, zB Rottweiler oder Bullterrier anfangen. Diese spielen gerne mit vollem Körpereinsatz, rennen sich über den Haufen oder raufen mal ordentlich. Hingegen spielen Borders eher mit Pfoten, laufen sich nach oder kugeln über den Boden."

Ja…das passt doch!!!

Euch allen vielen Dank!!!