Unisex Tarife teurer?

Hallo,

mal eine vielleicht etwas ketzerische Frage:

Ab nächstem Jahr gelten doch z.B. in LV/RV die Pflichten für Unisex Tarife, d.h. für uns Männer wird es bei Abschluss von Neuverträgen teurer?

Grund: Da Frauen längere Lebenserwartung haben, ist deren Risiko höher, also Beiträge teurer. Da jetzt aber Männer und Frauen gleich teure Beiträge zahlen müssen wg. neuem Gesetz und nicht mehr nach geschlechtlich verschiedenem Risikoprofil gegangen werden darf, wird es für Männer teurer.

Nun die Frage:

Es gibt ja auch Versicherungen, da ist es umgekehrt und Frauen zahlen niedrigere Beiträge (z.B. im KfZ-Bereich, auch bei manchen Unfallversicherungen etc.). Gilt das dort auch, d.h. zahlen dort die Frauen jetzt auch die gleichen (höheren) Beiträge wie die Männer?

Oder ist diese Art der Gleichberechtigung nur eine One-Way-Street für uns Männer?

Würde mich schon interessieren, weiss jemand was dazu?

Viele Grüße
Frank

lieber frank, unisex- tarife gibt es ab 2006 nur für „riester-verträge“. alles andere bleibt beim alten.

lieber frank, unisex- tarife gibt es ab 2006 nur für
„riester-verträge“. alles andere bleibt beim alten.

Ach, na da hat mir der liebe Kollege aber mal einen Bären aufgebunden :smile: (Der meinte es käme auch für priv. RV etc.).

Danke für die Antwort!

(Aber - wo liegt der Sinn für Unisex denn auch bei Riester? Ist deren spezielle Konstruktion so, dass ein höheres Lebensalter kein höheres Risiko ist?)

Viele Grüße
Frank

Aber - wo liegt der Sinn für Unisex …?

Das Ergebnis irgendwelcher Selbstdarstellungen einzelner Emanzen!

Gruß
Falke

Hallo,

lieber frank, unisex- tarife gibt es ab 2006 nur für
„riester-verträge“. alles andere bleibt beim alten.

Ach, na da hat mir der liebe Kollege aber mal einen Bären
aufgebunden :smile: (Der meinte es käme auch für priv. RV etc.).

In der Tat war genau dies in der politischen Diskussion im Zusammenhang mit den „Antidiskriminierungsgesetz“, dass eine Differenzierung von Versicherungsbeiträgen nach Geschlecht nicht erlaubt ist. Glücklicherweise ist diese Debatte vom Tisch.

(Aber - wo liegt der Sinn für Unisex denn auch bei Riester?
Ist deren spezielle Konstruktion so, dass ein höheres
Lebensalter kein höheres Risiko ist?)

Natürlich nicht. Es ist der politische Wille des (inzwischen zu Recht abgewählten Rot-Grünen Gesetzgebers), dass Frauen zwar viele Jahre mehr Rente bekommen, aber den darauf anfallenden Kostenanteil nicht tragen sollen.

Rückfrage
Hallo,

Es ist der politische Wille des (inzwischen
zu Recht abgewählten Rot-Grünen Gesetzgebers), dass Frauen
zwar viele Jahre mehr Rente bekommen, aber den darauf
anfallenden Kostenanteil nicht tragen sollen.

Imho ist das eine Forderung der EU gewesen. Weißt Du da was anderes?
Gruß
Axel

Hallo,

(Aber - wo liegt der Sinn für Unisex denn auch bei Riester?
Ist deren spezielle Konstruktion so, dass ein höheres
Lebensalter kein höheres Risiko ist?)

Mal von den Eingriffen in die Vertragsfreiheit, gut begründbaren mathematischen Kalkuationen usw. abgesehen, kann man den Sinn bei Riester doch erkennen. Riester ist als Ersatz für Kürzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt worden. In der gesetzlichen Rentenversicherung wird aber die Rente auch nicht geschlechterspezifisch unterschiedlich berechnet. Der politische Wille, dass dann gleiche Beiträge in Riester unabhängig vom Geschlecht auch zu gleichen Renten führen soll, ist also durchaus nachvollziehbar (ja, ich kenne die Gegenargumentation genauso und kann sie ebenso gut vertreten :smile:.)

Das auch in der gesetzlichen Rentenversicherung im Durchschnitt Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung dadurch eine höhere „Vertrags“-Rendite haben ist allerdings genauso Fakt.

Es ist ganz einfach politisch nicht gewollt, das Geschlecht als Unterscheidungsmerkmal für „gesetzliche“ Renten zuzulassen.

Im übrigen gibt es „Uni-Sex“ bei etlichen (kapitalgedeckten) betrieblichen Altersversorgungen schon lange.

Viele Grüße

Thomas

  • der keinen Riestervertrag hat -

In der Tat war genau dies in der politischen Diskussion im
Zusammenhang mit den „Antidiskriminierungsgesetz“, dass eine
Differenzierung von Versicherungsbeiträgen nach Geschlecht
nicht erlaubt ist. Glücklicherweise ist diese Debatte vom
Tisch.

Na wenn das keine Diskriminierung von Männer ist!!! :smile:

Gruß
Falke