Was ist der unterschied zwischen Uni zu FH und umgekehrt ?
Man sagt doch immer das FH praxisorientierter als uni ist aber
durch den bachelor beide gleich praxisorientiert oder ?
Nicht zwangsläufig. Es ändert sich zwar der Name des Abschlusses, aber deswegen nicht das dahinterstehende Lehrpersonal. Und ob das, was man in den Praxissemestern macht, immer so sinnvoll ist, sei dahingestellt…
Der Bachelor zeichnet sich als praxisorienterierten
Studienabschluss aus. Auch die kürzere Studienzeit ist hier zu
erwähnen.
Soweit die schöne Wunschvorstellung der Theorie.
Meine Frage:
Was ist der unterschied zwischen Uni zu FH und umgekehrt ?
An vielen Universitäten hast Du nach 6 Semestern zwar einen Abschluß der sich Bachelor schimpft, aber Deine Kenntnisse gehen gerade etwas über die ganzen Grundlagenvorlesungen des Grundstudiums hinaus. Der alte Diplomabschluß wird (in Konsekutiven Studiengängen) etwas erweitert, daß Du das alte Hauptstudium in den 4 Master-Semestern absolvierst.
An vielen Fachhochschulen wurde der Diplom-Studiengang (idR 6 Theorie- und 2 Praxis-Semester = 8Semester) durch leichte Straffungen auf 7 Semester gekürzt (6 Theorie- und 1 Praxis-Semester) und Du hast fast einen vollständigen Dipl.-Ing (FH).
Mit dem 3-Semestrigen Master-Studium (2 Theorie-Semester + 1 Semester Master-Arbeit) hast Du dann ein wirkliches Aufbaustudium.
Man sagt doch immer das FH praxisorientierter als uni ist aber
durch den bachelor beide gleich praxisorientiert oder ?
Jede Studieneinrichtung kann ihre eigene Studien- und Prüfungsordnung festlegen, also lies Dir die Inhalte gut durch.
was sind die wesentlichen unterschiede zu uni und fh wenn man
bachelor studieren will?
Bachelor Uni: Abschluß des erweiterten Grundstudiums; Master ist Regel-Abschluß
Bachelor FH (in einigen Ländern auch „Hochschule“): Bachelor Regelabschluß mit weitläufigen anwendungsfähigen Kenntnissen.
bitte um eure fachliche einschätzung, vielen dank.
viele grüsse
joerg
Wie gesagt, überlege, was Dir liegt, und entscheide dann.
Eine weise Entscheidung wünscht Dir
Winni
(Dipl-Ing (FH) )
Also ich haben den Fehler gemacht, und BWL an einer FH angefangen.
Ist „von allem ein bisschen“ aber nichts wirkliches. Sprich:
Ich würde mein BWL Studium, wenn ich nochmal direkt nach dem Abi wäre, an einer Uni beginnen. So mache ich eben meinen Master an einer Uni.
Das einzigst interessante finde ich, dass die Profs fast alle eine echt krasse Laufbahn in hohen Positionen haben, was in Fächern wie Personalmanagement oder Marketing sehr interessant ist.
Außerdem: Wenn man interessante Praktikumsstellen durchforstet sieht man immer mehr die Vorraussetzungen „Nur Uni-Studenten, keine FH-Studenten“. v.A. bei Unternehmensberatungen.
Viele Grüße,
SB
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ob Du besser an einer Fachhochschule oder einer Universität studierst hängt von Deinen Interessen und Deinen beruflichen Zielen ab. Ich arbeite z. B. an einer Agrarwissenschaftlichen Fakultät einer Universität. Das Studium ist hier eher wissenschaftlich aufgebaut. Es eignet sich besser für Leute die Interesse an Forschung haben. Zukünftige Berufsfelder wären z. B. die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel, moderne Tier- und Pflanzenzüchtung, Entwicklung agrarökonomischer Modelle, Entwicklung von landwirtschaftlichen Maschinen ect… Viele Agrarstudenten haben aber eher zum Ziel einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. Dafür wäre die Ausbildung an der Fachhochschule zumeist besser geeignet. Für andere Berufsfelder können beide Hochschulformen sinnvoll sein, wie landwirtschaftlicher Berater, Vertreter/Manager für landwirtschaftliche Produkte. Überlege Dir was Deine beruflichen Ziele sind und schau einmal in die entsprechenden Stellenausschreiben was dort gefordert wird.
als beispiel das fach geographie:
das diplom dauert 10 semester, der bachelor 6 (der anschließende master nochmal 4). im diplomstudiengang gibt es z.b. noch exkursionen und geländetage zu absolvieren, im bachelor wurden diese komplett abgeschafft. unsere hiesigen bachelorabsolventen sind der meinung: „als geograph ins ausland? wieso denn?“.
der bachelor ansich, als studium, ist kaum praxisorientierter als das grundstudium des gleichrangigen „alten“ studiengangs, seine praxisorientierung liegt wohl eher in der kürzeren studiendauer, die so eine art „abgespeckte“ fachkräfte produziert.