Hallo liebe Wissenden,
seit knapp einer Woche quäle ich mich mit unklaren Symptomen herum. Es ist schwierig, sie zu beschreiben, aber ich versuch’s. Mein Kopf fühlt sich schwer an und schmerzt leicht, aber dauerhaft. Ich kann mich nicht wirklich konzentrieren und könnte mitten am Tage sofort einschlafen. Ich habe das Gefühl, meine Augen nicht richtig fokussieren zu können (ich bin Brillenträgerin). Allgemein fühle ich mich sehr schlapp. Und von Zeit zu Zeit wird es so schlimm, dass ich das Gefühl bekomme, gleich das Bewusstsein zu verlieren. Wie gesagt, das ist schon seit einer Woche kontinuierlich so, am Nachmittag wird es immer schlimmer.
Was ich als Ursachen vermute: zu wenig Schlaf (aber das habe ich auch schon versucht zu ändern und es scheint nichts zu bringen), zu wenig trinken (auch daran arbeite ich). Außerdem werde ich jetzt versuchen, möglichst nicht hungrig rumzulaufen, denn früher bekam ich ab und an vom Hunger Kopfschmerzen. Sonst fällt mir nichts auf Anhieb ein. Habt ihr Tipps, was ich noch dagegen ausprobieren könnte?
Falls es nächste Woche nicht besser wird, erwäge ich zum Arzt zu gehen. Schnell einen Termin zu bekommen ist hier in England nicht leicht und von der Kompetenz der Ärzte bin ich auch nicht so richtig überzeugt, deshalb würde ich gern im Voraus überlegen, auf welchen Untersuchungen ich bestehen soll. Bislang sind mir CT/MRT, Augenarzt und allgemeine Blutuntersuchung (worauf eigentlich?) eingefallen. Habt ihr weitere Ideen?
Viele Grüße und danke schon im Voraus für eure Antworten.
Anja
Mir ist gerade aufgefallen, dass während ich esse, die Symptome einigermaßen verschwinden. Aber schon 10 min nach der Mahlzeit wird der Kopf wieder schwer und es geht wieder los. Den Grund dafür kann ich mir überhaupt nicht erklären. Vielleicht hat ja jemand eine Idee?
Hallo Anja,
Mir ist gerade aufgefallen, dass während ich esse, die
Symptome einigermaßen verschwinden. Aber schon 10 min nach der
Mahlzeit wird der Kopf wieder schwer und es geht wieder los.
Den Grund dafür kann ich mir überhaupt nicht erklären.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee?
ich halte diesen Zusatz für sehr wichtig, vielleicht sogar entscheidend, um den richtigen Tipp zu bekommen.
Zwar kann ich das auch nicht deuten oder gar erklären, auf alle Fälle hat der Zusatz bei mir bewirkt, dass ich nicht mehr SOFORT (wie ich es bei Deinem ersten Beitrag getan hatte) an Borreliose denke. Die Symptome aus dem ersten Beitrag würden total passen, aber die Zusatzinformation passt eigentlich (man soll trotzdem nie „nie“ sagen) so gar nicht zur Borreliose oder deren Co-Erreger-Erkrankungen.
Schnelle Besserung und der Wunsch, es möge sich bei Dir ein Wissender / eine Wissende melden.
Schönen Abend wünscht Dir
Alexander
Hallo Anja,
ich habe mal in einer med. Fachzeitschrift gelesen, daß die englische Hausarzt-Ausbildung als sehr solide gilt.
Das bedeutet sicher nicht, daß man in England keinen Fehlgriff landen kann.
Ich versuche nur Deine Bedenken zu mildern.
Frag doch mal Bekannte oder in einer Apotheke nach einem empfehlenswerten Hausarzt!
Das halte ich persönlich für sinnvoller.
Denn Du hast einen gewissen Leidensdruck und da kommst Du um eine ärztl. Untersuchung nicht umhin, wenn Du Klarheit haben willst.
Ich wünsche Dir einen guten Griff mit dem Arzt und gute Besserung!
Gruß
Achterwasser
Hallo,
danke für deine Antwort. Ich habe hier in England einmal eine gute, und einmal eine sehr schlechte Erfahrung mit Hausärzten gemacht. Und weiß von meiner ehemaligen Mitbewohnerin von EXTREM schlechten Bedingungen in der Zahnarztklinik. Sicherlich gibt es überall schwarze Schafe. So richtig selbst wählen kann ich den Hausarzt hier nicht, denn viele Praxen sind überfüllt und gerade die guten Ärzte nehmen keine neuen Patienten mehr auf, außerdem sind die „erlaubten“ Praxen gebunden an meine Postleitzahl (ich kann mich also nicht überall anmelden). Bei dem Arzt, bei dem ich jetzt mich angemeldet habe, war ich noch nicht, kann also nicht wissen, ob er gut ist und möchte mich gut vorbereiten. Die Praxis wurde mir zwar als recht gut empfohlen, aber dort arbeiten gleich 4 oder 6 Ärzte, und zu welchem man einen Ersttermin bekommt, das ist Glückssache.
Wobei ich sagen muss, dass es mir heute schon viel besser geht! Wenn das so bleibt, brauche ich wohl doch nicht zum Arzt zu gehen. 
Viele Grüße
Anja
Hallo Alexander,
danke für deine Antwort. Heute geht es mir wieder besser und ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt und der Arztbesuch hinfällig wird. Vielleicht war ich in der letzten Woche auch einfach zu gestresst und das hat sich in psychosomatischen Beschwerden geäußert, sowas gibt es ja auch.
Gruß
Anja
Hallo Anja,
interessanter Einblick in den engl. med. Alltag.
Gut, daß es Dir wieder besser geht.
Aber ich komm nochmal auf Deine ursprüngliche Anfrage zurück, welche Untersuchungen sinnvoll wären.
Ich würde an Deiner Stelle trotz der Besserung den Termin wahrnehmen und mal um eine Blutentnahme (hattest Du ja selbst schon erwogen) bitten, konkret um Eisen+Ferritin, Entzündunszeichen, Borrelioseantikörper.
Weiteres - sofern sinnvoll - wird der Arzt entscheiden, v.a. ist er jemand, der Dich sieht.
Alles Gute
Achterwasser
Hallo Achterwasser,
danke für deine Tipps. Da ich sowieso demnächst einen Arzttermin vereinbaren werde aus anderem Grund, werde ich auch um die von dir genannten Untersuchungen bitten. Aber jetzt ist es halt nicht so dringend. An Eisen hatte ich auch schon gedacht, bei den anderen Werten hast du sicherlich auch Recht.
Viele Grüße
Anja