Hallo liebe Experten,
ich hoffe, ich bin hier richtig.
Wir haben folgendes Problem:
Wir haben vor 4 Jahren ein altes Haus nahezu ganz abgerissen und neu gebaut. Zum alten Bestand gehört u.A. der Kriechkeller (110cm Deckenhöhe, gestampfter Lehmboden). Hier dringt, in der Ecke, in der auch das Abwasserrohr durch die Wand geht, permanent ein tröpfelndes Rinnsal durch die Wand. Diese ist aus Backstein gemauert und komplett in der Erde. Direkt vor dem Haus bzw. dieser Wand läuft die Straße, die sehr schmal ist, es gibt keine wirklichen Bürgersteige, nur ein ca. 50cm breiter Streifen ist mit Verbundsteinen gepflastert, ohne Absatz, dann kommt schon die Teerdecke der einspurigen Fahrbahn (schmale Gasse, alter Ortskern). Als vor einiger Zeit bei unserem Nachbarn vor dem Haus der Müllwagen durch die Fahrbahn eingebrochen ist und deren Abwasserrohr zerdrückt hat, wurde uns bewußt, daß hier die Abwasserrohre nur ca. 40cm unter Oberkante Teerdecke liegen. Seit diesem „Einbruch“ tröpfelt es in unseren Keller. Inzwischen hatten wir auch Leute von der Gemeinde hier, die mit einer Sonde ins Rohr geschaut haben, das aber augenscheinlich unversehrt ist. Es tröpfelt trotzdem. Wenn man mit der Gemeinde spricht, bekommt man gesagt, man könnte ja vor dem Haus die Straße aufgraben, und nachschauen, was kaputt ist, dürfe das aber nicht selbst machen, müsse ein Fachfirma engagieren, bezahlen müßte man das aber selbst. Wenn man darauf hinweist, daß die Rohre viel zu flach unter der Straße liegen (normal sind 80cm) bekommt man zur Antwort, „dann seien Sie doch froh, da müssen Sie nicht so tief graben“. Unsere Abwassergebühr bezahlen wir an den Kreis, für die Erhaltung der Rohre ist aber die Gemeinde zuständig. Der Zustand zieht sich jetzt schon fast zwei Jahre hin, das Wasser, das in den Keller dringt, ist offenbar Abwasser - mal riecht es nach Waschmittel, mal nach Fäkalien. Aus unserem eigenen Rohr kommt es offenbar nicht - das ist nicht kaputt.
Wie kann man die Gemeinde dazu bringen, unser Problem ernst zu nehmen? Müssen wir warten, bis unser Haus absackt - denn langsam wird der Untergrund ziemlich weich - oder gibt es Mittel und Wege, der Gemeinde „das Messer auf die Brust“ zu setzen, bevor größerer Schaden entstanden ist?
Für heiße Tips wären wir sehr dankbar.
Viele Grüße
Tania