Unkraut im Rasen

Habe fast flächendeckend ein Unkraut, was anderes kann es nicht sein, auf meinem Rasen. Es ist ziemlich groß, Durchmesser ca. 10 cm, sehr flachwachsend und hat an einem langen Stiel kleine gelbe Blüten. Die Wurzeln sind ziemlich lang, mit rausreißen ist da nichts.
Wer weiß, was das sein könnte, und wie werde ich das wieder los? Ich kann doch nicht jedes Teil ausstechen, die Rasenfläche ist einfach zu groß.
Christina

Du meinst doch wohl nicht Löwenahn mit der Pusteblume?

Dafür gibt es Gift. Natur oder Bio hilft da gar nix.

mfgConra

Habe fast flächendeckend ein Unkraut, was anderes kann es
nicht sein, auf meinem Rasen. Es ist ziemlich groß,
Durchmesser ca. 10 cm, sehr flachwachsend und hat an einem
langen Stiel kleine gelbe Blüten. Die Wurzeln sind ziemlich
lang, mit rausreißen ist da nichts.
Wer weiß, was das sein könnte, und wie werde ich das wieder
los? Ich kann doch nicht jedes Teil ausstechen, die
Rasenfläche ist einfach zu groß.

Vermutlich eines der vielen Habichtskräuter. Wenn es Dich stört hilft ausstechen. Man kann es auch tolerieren, ähnlich wie Gänseblümchen. Das ist eher eine Frage was man will: Einheitsgrün oder Vielfalt.
Udo Becker

wie Gänseblümchen. Das ist eher eine Frage was man will:
Einheitsgrün oder Vielfalt.
Udo Becker

Vielfalt ?

Wenn man es läßt, ist der Rasen verschwunden und nur noch diese Pflanze ist da, wo sonst das Gras war. „Vielfalt“ ist dann weg.
Vielfalt bleibt selten. Der Stärkere siegt.

mfgConrad

Beikräuter bzw. Wildkräuter?

Hallo, Christina

Es gibt kein ‚Unkraut‘, das man ‚bekämpfen‘ müsste, du Unmensch, hingegen ‚Beikräuter‘ bzw. ‚Wildkräuter‘,
die man allenfalls ausreissen bzw. ausstechen kann …

Gruss
Adam

Der Stärkere siegt?
Hi Conrad!

Wenn man es läßt, ist der Rasen verschwunden und nur noch
diese Pflanze ist da, wo sonst das Gras war.

Ist doch auch grün

„Vielfalt“ ist
dann weg.

Wie jetzt? Du willst doch nicht im Ernst behaupten, ein Rasen wäre die Krone der Vielfalt?

Vielfalt bleibt selten. Der Stärkere siegt.

Die Vielfalt bleibt häufig auf der Strecke, nachdem der Mensch eingegriffen hat und ein vorher existierendes Gleichgewicht gestört hat. Die erste Reaktion der Natur ist dann häufig ein Überhandnehmen von wenigen, konkurrenzstarken Arten. Das pendelt sich dann aber wieder ein. (Extremstandorte ausgenommen, dort gibt es oft nur wenige, optimal angepaßte Arten.)

Eine kunterbunte Hoch-Alpen-Wiese z.B. ist ja an Vielfalt kaum zu überbieten, ebenso ist ein natürlicher Mischwald Artenreicher als eine Fichtenmonokultur.

Udo hat die Frage etwas überspitzt formuliert. Ich stelle sie (abgewandelt) auch ganz gerne: Was möchte man im Garten? Natürlich möchte ich ungern auf einer naturbelassenen Wiese Fussball spielen. An anderen Ecken des Gartens ist vielleicht ein Stück ungepflegtere Wiese
angebracht, vor allem an ungünstigen Rasenstandorten würde ich mir immer Alternativen überlegen, bevor ich zur „Keule“ aus der Wunderkiste der chemischen Industrie greife.

Wobei im Beispiel Habichtskraut bestimmt Pflegefehler beim Rasen dem „Befall“ vorausgingen. Wird der Rasen richtig gepäppelt drängt er Unkräuter sowieso zurück, unter für ihn optimalen Bedingungen ist die richtige Rasenmischung einfach konkurrenzlos.

Ein Stück Spielrasen würde ich dann mit umso mehr Aufwand pflegen, wenn ich mich bewußt dafür entschieden habe. Ob mit Unkrautvernichtungsmittel oder nicht, das überlasse ich jedem selbst. Ich persönlich habe keine Lust mir hinterher Sorgen über Rückstände in meinem Kind, meinem Haustier, meinem Gemüse etc. zu machen, wie einige der Fragesteller hier.

Vielfältige Grüsse
kernig

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Hast Du gut formuliert, kernig. Ein schöner vielfältiger Rasen braucht einige Jahre. D.h. das vorübergehende Überhandnehmen von Habichtskraut oder anderer Invasoren sollte nicht irritieren. Es pendelt sich ein.
Grüße Udo Becker