Unmögliche Großeltern

Hallo,

Du hast dein Problem mit deinen Eltern.
Deine Kinder haben jeweils ihr Problem mit ihren Grosseltern.
Deine Eltern haben ihr Problem mit wem auch immer.

Ich finde du solltest nicht die Probleme anderer, also alle ausser deinem, zu deiner Aufgabe machen.

Lass die Menschen ihre Probleme selbst austragen. Auch deine Kinder. Das schliesst nicht aus, dass du ihnen raten/trösten kannst wenn sie Rat/Trost suchen.
Meiner Meinung überträgst du aber gerade dein Problem mit deinen Eltern auf deine Kinder.
Du solltest dein Problem ausfechten, nur die Dinge tun die du wirklich tun willst und auf Verwunderung mit Ehrlichkeit reagieren.

Enttäuschung und Abneigung deiner Kinder gegenüber ihren Grosseltern solltest du möglichst wertfrei mit der Darstellung der anderen Seite begegnen, damit deine Kinder lernen zu versuchen auch die andere Seite zu verstehen und sich ihr eigenes Urteil zu bilden.

Gruss D.K.

Hi,
ich hab die anderen Antworten noch nicht gelesen.
Aber ich würde spontan dazu sagen, dass ich an deiner Stelle den Kontakt ganz abbrechen würde. Dann vergessen deine Kinder die Großeltern und leiden nicht mehr unter der Situation. Ich denke, dass sie darüber schneller hinwegkommen als über diese ständigen Enttäuschungen.

Gruß
Nelly

Hi

Ich glaube du vermischt hier viel mit deinen Gefühlen, Erwartungen und mit dem was machbar ist bzw. nicht. Das einzige was wohl für Klärung sorgen könnte wäre ein Gespräch zwischen Dir, den Deinen und deinen Eltern (was du aber bestimmt schon versucht hast).

Ich kann deine Haltung gut verstehen, versuche aber auch die deiner Familie richtig zu deuten (was ehrlich gesagt nicht ganz einfach ist, da du doch sehr & verständlicherweise, einseitig schreibst).

Alles in allem würde ich aber sagen, dass es eine gemeinsame Entscheidung sein muss. Du musst dich mit deinen Kindern (und ggf. mit deinem Mann) zu einer Lösung durchringen wie ihr mit den lieben Anverwandten umgehen wollt. Wenn du für dich beschließt keinen engen Kontakt mehr zu haben ist es eine Sache und auch OK, deine Kinder kommen jetzt aber in ein Altern wo sie selbst entscheiden können ob und wann sie zu Oma und Opa wollen.

Viele Grüße
Me

Ich denke, sie sind traurig, weil sie sehen, wie die Kinder in
unserem Freundeskreis leben. Das ist eine Mischung aus
materiellen Dingen - definitiv bekommen die anderen Kinder,
und ich rede eben von unserem engen Freundeskreis ,sehr viel
mehr Geschenke, von Großeltern und Onkel/Tanten (was wir halt
auch nicht haben), aber auch ZEIT und INTERESSE.

Hi,
das ist nun mal unterschiedlich. Mein Sohn hat nur eine Oma, die wohnt 200 km weit weg, die sieht er entsprechend selten, und einen Onkel, der zwar näher wohnt, aber mit Kindern nicht viel anfangen kann. Ansonsten gibt es keine weiteren verwandschaftlichen Kontakte. Damit muss er aufwachsen, das ist nicht zu ändern. Seinen Vater sieht er einmal im Jahr, wenn’s hochkommt.
Sei froh, dass deine Kinder Geschwister und eine intakte Familie haben. Glaub mir, man kann auch ohne Großeltern aufwachsen (bei mir lebte nur noch eine Oma, als ich geboren wurde, und die starb, bevor ich 9 war).

Gruß
Nelly

Meine Eltern sitzen
wirlich lieber alleine daheim und reden sich ein, dass alle
anderen sowieso unter ihrem Niveau sind, werden darin noch
bestärkt von meinem ebenfalls schwierigen Bruder.

Sie werden NICHT kommen, ich werde sie dann erst wieder im
Sarg sehen, da bin ich mir sicher.

Und, mal ganz ehrlich, was hättest du verpasst?

Gruß
Nelly

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Hallo Inselchen,

Meine Eltern waren noch nie mit einem der Kinder ein Eis essen, im Zoo, spazieren oder sonstwas.

Gibt es irgendeine Vorschrift, die sagt, daß Großeltern das tun müßen? Deine Eltern haben sich entschlossen, so zu handeln, wie sie handeln. Eine Änderung ihrer Art zu denken kann nur von ihnen selbst ausgehen.

Allerdings müssen wir an Weihnachten, Ostern und den Geburtstagen regelmäßig die heile Familie spielen,

Müßt ihr wirklich? Genausowenig, wie deine Eltern die lieben Großeltern spielen müssen. Steht zu euch selbst.

Sie sollen ihre Großeltern selbst einschätzen lernen,

Glaubst du nicht, daß sie inzwischen schon ein ziemlich gutes Bild von deinen Eltern haben? Kinder sind nicht so dumm, wie manche Erwachsene meinen.

Meine Älteste leidet sehr darunter,

Hat deine Älteste das dir gesagt, oder ist das einfach eine Vermutung von dir.

Bei all ihren Freundinnen aber gibt es eine richtige Familie, da bekommt sie sehr gut mit, dass die Mädchen mal ein paar Tage bei Oma sind, sogar mit fitten Großeltern verreisen, Wünsche erfüllen, ins Kino gehen …

Bei wirklich allen ihrer Freundinnen sind es ‚richtige Familien‘? Du scheinst die Leute ja intensiver zu kennen, als die sich selbst. Bei den besten Familien gibt es irgendwelche Probleme (Gerippe im Schrank), die nicht öffentlich gemacht werden, sondern nur familiär angesprochen werden, wenn überhaupt.
Könnte es sein, daß du unter’richtige Familien’ folgendes verstehst:
Eltern + Kinder + Großeltern.

Einen Tag später rief meine Mutter an,

Sie hat es tatsächlich geschafft, sich zu erinnern, daß sie Enkelinnen hat und daß eine davon Gebursttag hat.

Mein Vater hat sich gar nicht gemeldet, der ist workaholic, da kann man das ja nicht erwarten.

Für solche Plichtübungen dürfte seine Frau zuständig sein.

Nächste Woche, wenn meine andere Tochter Geburtstag hat und die Verwandtschaft meines Mannes kommt (die wohnen weiter weg, da ging es nicht anders), wollen meine Eltern sich nur „extra Zeit nehmen“ und antanzen.

Wie sicher?

Aber ich will nicht !

Dann teile es ihnen mit.

Ich habe genug und möchte am liebsten einen Schlußstrich ziehen.

Dann ruft einen Familienrat (Eltern + Kinder) sprecht darüber und trefft eine Entscheidung, die aber auch eingehalten werden muß.

Nur - wäre das richtig, den Kindern gegenüber ?

Warum, sind denn diese Entdäuschungen, wie die Kinder sie in den vergangenen Jahren erlebt haben, sooo wichtig für sie?

Sie sind damit überfordert, finde ich,

Deine Meinung, ich würde an deiner Stelle mal deine Kinder fragen, schließlich haben sie ihre Erfahrungen mit den Großeltern.

Sie erklärt den Kindern bei den seltenen Treffen immer, sie habe sie ja soooo lieb, und „in den nächsten Ferien unternehmen wir mal was zusammen“ - ähm, ja, seit Jahren…

Tja, das dürfte den Kindern auch aufgefallen sein.

Freunde gibt es nicht, nur Geschäftsbeziehungen - mein Vater ist Unternehmer, mein Bruder (kinderlos mit Lebensabschnittsgefährtinnen) ist der Juniorchef, Geld spielt keine Rolle, das hat man.

Tja, solche Leute gibt es. Aber ändern kann man sie nicht. Das können nur sie selbst.

Nur ich schlage irgendwie aus der Art - obwohl mein Mann weit unter ihrer Würde ist, sind wir seit 20 Jahren zusammen, stehen finanziell nicht unbedingt schlecht da (reich wird man mit 3 Kindern nicht *ggg*) und haben einen sehr stabilen Freundeskreis.

Freu dich darüber. Ihr seid eine glückliche Familie, auch ohne Großeltern.

Aufmundernde Grüße
Monika

Hallo Inselchen,

Du schriebst ja schon öfters über die Problematik. Und das ist gut so, weil Du da Dampf ablassen kannst.

Meine drei Kinder sind zwischen fast 5 und 10 Jahre alt. Meine
Eltern wohnen zwar nur ca. 10 Autominuten weg von hier, meine
Mutter hat ein eigenes Fahrzeug und ist nicht berufstätig,
aber trotzdem haben und hatten sie nie wirklichen Kontakt zu
ihren Enkeln.

Ich meine, dass Deine Kinder in diesem Fall sogar Glück haben. Mal ganz dirket gesagt: Lieber keine Großeltern als solche Großeltern.

Besonders meine Mutter war entsetzt, als sie „so
jung“ (mit 50…) Oma wurde, wobei wir finanziell unabhängig,
beruflich gefestigt und in jeder Hinsicht selbständig waren,
außerdem auch nicht mehr soooo jung - 28, um genau zu sein :wink:

Hier kann ich nicht umhin, selber mal nachzurechnen: Eltern 50, Kind, das selber Mutter wird, 28: 50-28=22 Hättest Du so früh angefangen wie Deine Mutter, dann wäre sie ja sogar mit 44 Omi geworden.

Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. Sollte Deine Mutter je mal wieder davon anfangen, ich hätte an Deiner Stelle keine Hemmungen, ihr dies unter die Nase zu reiben.

Geschenke gibt es zwar meistens zu den üblichen Anlässen,
aber sie fragen nicht, was sich die Kinder wünschen.

Da würde ich die Kinder stark machen darin, dass sie so doofe Geschenke auch ablehnen dürfen. Klar kann man mit einem Geschenk auch mal daneben liegen, aber wenn immer nur das geschenkt wird, was man selber für dringend im Nachholbedarf der anderen sieht, dann ist es wirklich nur überflüssig.

Allerdings müssen wir an Weihnachten, Ostern und den
Geburtstagen regelmäßig die heile Familie spielen, besonders
für die Kamera.

Das würde ich mit sofortige Wirkung abstellen. Und sei es mit den Worten: „Die Dressur fällt dieses Jahr aus.“

Falls Ihr Euch fragt, warum ich überhaupt noch den spärlichen
Kontakt zu diesen Menschen halte - es geht eben nicht um MICH,
sondern um die Kinder.

Gerade weil es um die Kinder geht, solltest Du dieses erbärmliche Spiel nicht mehr mitmachen. Wie andere schon geschrieben haben, können Deine Eltern ja auf euch unter Einhaltung gewisser Spielregeln zukommen. So, wie es jetzt läuft, könnte es ja durchaus vorkommen, dass die Kinder dann auch auf euch Eltern sauer sind, weil ihr sie zu so einem Sch*** gezwungen habt.

Sie sollen ihre Großeltern selbst
einschätzen lernen, ich habe mich all die Jahre bemüht,
relativ neutral zu bleiben, und sehr vieles gschluckt.

Ich nehme mal an, dass Deine beiden Töchter das im Prinzip schon ganz gut können, nur wegen Deiner Bereitschaft zu Kompromissen dieses Wissen noch nicht selber umsetzen. Bei dem Kleinen dürfte es egal sein, nach allen Berichten, die ich so im Kopf habe, hat er die größte Chance, seine Großeltern nicht zu hassen, wenn ihm weitere Dressurvorführungen erspart bleiben.

Geld spielt keine Rolle, das hat man.

Meine Erfahrung ist, dass wir, die wir gerne Leben und nicht für das Geld leben, sondern bloß Geld brauchen, um zu leben, sowieso nie diese Kategorie erreichen werden. Aber ich für meinen Teil will diese Kategorie gar nicht erreichen.

Nur ich schlage irgendwie aus der Art - obwohl mein Mann weit
unter ihrer Würde ist, sind wir seit 20 Jahren zusammen,
stehen finanziell nicht unbedingt schlecht da (reich wird man
mit 3 Kindern nicht *ggg*) und haben einen sehr stabilen
Freundeskreis.

Fällt Euch etwas ein, was ich tun könnte ?

Ein paar Anregungen habe ich Dir ja gegeben. Du hast sicher gemerkt, dass ich zu Offenheit neige. Ich bin zwar schon dafür, dass man um manches den Mitmenschen zuliebe das Mäntelchen des Schweigens hüllen sollte, aber wenn das so schamlos ausgenutzt wird wie Deine Eltern das tun, dann ist Schluss mit lustig. Du tust Deinen Kindern keine Gefallen daran, ihnen solche Großeltern näher zu bringen, als diese (die Großeltern) es möchten.

Liebe Grüße, Karin

Du tust Deinen Kindern keine Gefallen
daran, ihnen solche Großeltern näher zu bringen, als diese
(die Großeltern) es möchten.

Besser kann man die ganzen Antworten gar nicht zusammenfassen!
Ein * von mir!

Gruß
Nelly

Ich bin in solchen Dingen mitlerweile sehr pragmatisch: Das Leben ist zu kurz um sich dummen Menschen zu widmen. Ja - auch wenn es die eigenen Eltern sind. Brecht den Kontakt ab und widmet Euch den anderen, den aufmerksamen Verwandten und lieben Freunden. Das spart Kraft und die Kinder können auf interessenlose Großeltern gut und gerne verzichten. T.

Hallo Inselchen,

schon eine üble Situation… Egal, wie Du damit klar kommst, Deine Kinder werden immer neidisch auf die heilen Familien anderer sein, aber darauf würde ich nicht allzuviel geben. Ändern kannst Du Deine Eltern sowieso nicht, und die meisten Familien die oberflächlich so heil aussehen, sind es doch auch nicht. Man ist immer auf die tollen Sachen der anderen neidisch, vergisst dabei aber, dass jene auch Probleme und man selbst auch Gutes hat. Du kannst Deinen Kindern die Enttäuschung über ihre Großeltern nicht erparen, du kannst nur versuchen, ihnen bei der Verarbeitung zu helfen.

Viel Glück dabei (wenn ich das lese bin ich mit meiner Mutter vielleicht gar nicht schlecht bedient…)

Bianca

Hi Inselchen,

Hallo Romana,

Z.B. sind Deine Eltern erst nach der Geburt der Kinder so
geworden oder kennst Du sie schon von jeher so? Vermutlich
Letzteres.

Ja, sie waren schon immer so.

Hat sich das aus Deiner Sicht lieblose Verhalten

Deiner Eltern verschärft als Du einen Mann geehelicht hast der
nicht in ihrem Sinne für ihre Tochter war?

Nein, kann man nicht sagen, denn „weniger“ geht gar nicht
*seufz*. Geändert hat sich nur das Verhalten meinem Mann
gegenüber: Vor unserer Hochzeit wurde er ganz übel behandelt,
durfte teilweise an Familienfeiern nicht teilnehmen und wurde
massivst beleidigt. Nach der Hochzeit verhielten sie sich ihm
gegenüber korrekt, aber gleichgültig.

Pseudonyme finde
ich interessant. Du nennst Dich Inselchen. Das mag weit
hergeholt sein und ich kann völlig daneben liegen. Doch könnte
es sein, daß Du Dir zwar die liebevolle Zuwendung Deiner
Eltern wünscht, Dich aber gleichzeitig abkapselst?

Nein, das passt nicht - das „Inselchen“ ist sozusagen
historisch bedingt, der Diminuiutiv passt nicht wirklich zu
mir, ich bin zwar klein, aber bissig *g*.

Bissigkeit kann auch eine Form von Abwehrmechanismus sein. Ich mag Dir nichts einreden, moechte Dich nur mal zum Nachdenken einladen.

Möglicherweise seid Ihr Euch im Wesen unterschiedlich und
könnt’ einander nicht richtig verstehen, habt vielleicht nie
gelernt richtig miteinander zu kommunizieren.

Sagen wir so - ich kann mit fast allen Menschen (auch
beruflich nötig), während meine Eltern mit niemandem
auskommen. Sie haben recht, sie sind toll, sie sind allwissend

  • Zeitverschwendung, in irgend einem Punkt X auch nur
    ansatzweise einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Hmm… Sie wuerdigen also nichts an Dir? Was wuerdigst Du an ihnen? Ich verstehe, Dir sind die materiellen Werte nicht so sehr wichtig wie Deinen Eltern. Doch sie haben Dich doch wohl auch verwoehnt, oder? Bzw. hattest Du viele materielle Annehmlichkeiten in Deiner Kindheit wie sie Klassenkameraden teils nicht hatten? Frage einfach mal. Gut, Du kannst sagen, Geschenke hat es schon gegeben, doch meistens waren sie unpassend. Doch wie war das mit z.B. Essen… war das nicht zumeist ein gutes Essen? Ich denke, es wirkt sich halt schon auch auf die Familie aus, ob jemand bei Aldi einkaufen kann oder einkaufen muss. Und wer es gewohnt ist gesunde Lebensmittel als selbstverstaendlich zu haben, der achtet vielleicht auch nicht so sehr was dahinter steckt, z.B. eben das dafuer noetige Geld.

Hast Du Deine Eltern auch schon mal fuer etwas gedankt oder sie gelobt? Auch Eltern wollen Anerkennung. Das heisst nicht, dass dies die (alleinige) Loesung ist. Doch Ihr scheint mir in zwei entgegen gesetzten Richtungen zu ziehen anstatt aufeinander zuzugehen. Jeder macht sein Ding und wer geht auf wen zu, oder vielleicht auch wie zu?

Es gibt nicht gut oder böse, schwarz oder weiß… Vielleicht
wollten Deine Eltern das Beste für Dich und wollten einen Mann
mit viel Geld und sozialem Status für Dich, weil ihnen diese
Werte wichtig sind.

Das stimmt sicher. Deren Weltbild sieht ungefähr so aus: Ein
richtiger MANN verdient SEHR viel Geld, eine richtige FRAU
sorgt für eine schöne Wohnung und ein angenehmes Äußeres und
dirigiert das Personal. Das ist sehr weit weg von meinen
Werten *ggg*.

Die Vorkriegsgenerationen sind wohl so aufgewachsen und erzogen worden. Jede Zeit hat ihre Qualitaet und auch Schwaechen. Doch ich finde nichts schlimm dran am Geld, es darf auch sehr, sehr viel sein. Doch es ist halt die Frage, was man damit dann macht. Und nicht minder wichtig ist die Frage, ob auch andere Lebensbereiche genug Wertschaetzung und Beachtung finden.

Können sie auch seine guten Eigenschaften sehen?

Sie sehen, dass er entgegen ihren Prognosen recht gut verdient
(dass ich auch verdiene, spielt keine Rolle). Vom Vermögen
meiner Eltern sind wir Lichtjahre entfernt (meine Eltern haben
allerdings schon jung sehr gut geerbt), aber trotzdem sind sie
neidisch auf jeden Urlaub, den wir machen.

Wieso, goennen sie sich keinen Urlaub? Sparen sie das Geld fuer die Erbschaft an die Nachkommen?

Ich meine,

vielleicht meinst Du aus Deiner Angst heraus nicht gut genug
im Sinne Deiner Eltern geheiratet zu haben, daß sie negativer
über ihn denken als sie es möglicherweise tatsächlich tun?

Ich habe keine Angst, was meine Eltern über meinen Mann denken

  • ich weiß es ja, und es ist mir egal. Ich wollte NIE so leben
    wie meine Eltern, ich bin mit meinem Leben zufrieden, egal,
    was sie denken.

Machst Du Dir hier nicht etwas vor? Ich gehe mal davon aus, dass Du Deine Eltern irgendwie irgendwo schon mal gemocht hast, geliebt hast oder es auch immer noch tust. Und von diesen Menschen, die einem mal die naechsten Menschen ueberhaupt waren, von denen man vielleicht moechte, dass sie stolz auf einen sind, will es Dir egal sein, was sie ueber Deinen Mann denken. Gut, natuerlich kannst Du Dir sagen, sie sind wie sie sind. Und Du hast Deinen Mann geheiratet und Du liebst ihn. Basta. Aber gibt es nicht einen Teil in Deinem Herzen der furchtbar traurig und wuetend ueber die Scheiss Reaktion der Eltern ist?

Man kann andere nicht aendern. Doch da Du dieses Posting geschrieben hast, beschaeftigt Dich es ja. Gut, Du argumentierst, es sei wegen der Kinder. Und ich kann auch gut verstehen, dass manchmal ein Abbruch besser ist als sich immer wieder verletzen zu lassen oder bzw. und sich im Kontakt auch noch selbst zu verletzen, z.B. durch Selbstvorwuerfen, Minderwertigkeitskomplexen usw. Es sind immerhin Deine Eltern. Du kannst scheinbar nichts aendern, wuerdest es doch aber gerne, oder? Kann es sein, dass Du Dich mit Deiner Haltung nicht Deine Ohnmacht, Deine Traurigkeit, Deinen Aerger eingestehen willst? Ich weiss nicht, doch ich stelle mir mal vor, sehr viele Menschen haben dann auch weniger freundliche Gefuehle solchen Eltern gegenueber. Klar, man sollte sich aussoehnen, mit ihnen persoenlich oder auch nicht. Doch ein Teil an Wunde scheint bei Dir allemal noch da zu sein.

Oft werden auch Konflikte über Dritte, z.B. Kinder / Enkel
ausgetragen. Wenn Du Deine Eltern als Kind auch schon für Dich
als lieblos erlebt hast, kann es sein, daß Du heute über Deine
Kinder das zu einzufordern versuchst, was Du für Dich als Kind
nicht zu fordern wagtest?

Eher nicht, aber ich möchte meinen Kindern die ständige
Enttäuschung ersparen.

Hmmm… Wieso laesst Du sie das nicht selbst entscheiden? Wie gesagt, ich weiss nicht, wie sehr Deine Kinder aus sich heraus traurig sind oder weil sie spueren, dass es Dich belastet. An anderer Stelle meintest Du mal, Deine Eltern haetten gesagt, Du wuerdest die Kinder gegen sie ausspielen. Nun, das muss man nicht bewusst machen und ich weiss auch nicht ob Du es tust. Aber lasse die Kinder doch selbst entscheiden. Sie werden schon keine Masochisten sein. Wenn sie einen Weg finden koennen wie sie mit den Grosseltern umgehen koennen und wollen, dann goenne ihnen das. Und wenn sie es nicht wollen oder nicht koennen, so ist es auch okay. Doch Du solltest es nicht forcieren.

Klar, Du siehst die Traurigkeit
Deine Kinder. Und vielleicht nimmt sie es auch tatsächlich
mit, daß sie so wenig Kontakt mit den Großeltern haben, daß
sie die falschen Geschenke erhalten. Vielleicht sind sie aber
auch nur deshalb oder viel mehr traurig, weil sie spüren, daß
Du traurig bist?

Ich denke, sie sind traurig, weil sie sehen, wie die Kinder in
unserem Freundeskreis leben. Das ist eine Mischung aus
materiellen Dingen - definitiv bekommen die anderen Kinder,
und ich rede eben von unserem engen Freundeskreis ,sehr viel
mehr Geschenke, von Großeltern und Onkel/Tanten (was wir halt
auch nicht haben), aber auch ZEIT und INTERESSE.

Ich spinne mal meine Phantasien. Geld ist Dir nicht (so) wichtig. Deine Eltern sind so wohlhabend, dass Ihr nicht dran reichen koennt. Sie schenken den Enkeln kaum was und dann das Falsche. Was denkst Du denn in Bezug auf Geschenke? Wenn das Materielle nicht wichtig ist, dann sollten doch auch die Geschenke nicht so wichtig sein, sondern z.B. Werte wie Zeit fuereinander haben. Ich weiss schon, nichts ist so oder so. Wie ist denn Deine Einstellung zum Geld Deiner Eltern? Was machen sie mit ihrem Geld? Ja, die Mischung macht es. Und da haben die Eltern schon Geld das sie nicht rausruecken wie sie koennten. Und wenn, dann schenken sie das Falsche. Und dann machen sie auch keine Zeitgeschenke. Was magst Du an ihnen? Weiss nicht wie ich es sagen soll, habe auch kaum die Nacht geschlafen und war nun stundenlang in der Sonne… fuer mich kommt von Dir eine ungeheure Erwartungshaltung rueber. Du forderst es moeglicherweise nicht direkt, nicht in Worten, doch so zwischen den Zeilen… Und da stellt sich mir die Frage, was gibst Du Deinen Eltern?

Gut, das sind nun alles Hypothesen bzw. Theorien. Was Du tun
könntest?

Spreche offen und ohne Vorwürfe mit Deinen Eltern, sage ihnen
was Du Dir für Dich wünscht und wie Du es empfindest, daß
Deine Kinder auf die Großeltern reagieren.

Das habe ich schon mehrfach versucht, aber es endet immer nur
darin, dass sie mir vorwerfen, ich würde die Kinder gegen sie
aufhetzetn - durchaus lächerlich *nerv*.

Und was meinen die Kinder, wenn sie neutral gefragt werden? Was waere mal einen Familientherapeuten oder Mediator einzuschalten? Wenn es ums Familienglueck geht, sollte man auch mal ueber Huerden steigen koennen.

Doch Du kannst nicht die Art und das
Maß des Geliebtwerdens einklagen.

Stimmt. Aber dann kann ich auch nicht zulassen, dass sie den
Kindern eine Zuneigung vorspielen und sie damit nur traurig
machen. Die Konsequenz kann dann nur heißen, den Kontakt
abzubrechen.

Das finde ich hier sehr interessant. Woher willst Du wissen, dass sie ihre Zuneigung nur vorspielen? Nur weil sie nicht die Form von Zuneigung oder das Mass an Zuneigung entgegen bringen, das Du Dir wuenscht oder vorstellst, muss es noch lange nicht vorgespielt, also unecht, sein. Und wie gesagt, weshalb genau werden die Kinder traurig? Sagen sie das was Du hoeren moechtest? Sagen sie auch Sachen, die Du moeglicherweise ausblendest, weil Du sie nicht hoeren moechtest? Lasse Deine Kinder ihre eigene Meinung bilden und ihren Weg finden. Ich sehe nicht ein, weshalb der Kontakt fuer Alle abgebrochen werden muss, wenn Zuneigung nicht nach Deiner Vorstellung geschenkt wird?

Ursprünglich dachte ich, es wäre vielleicht gut bei der
nächsten Geschenkevergabe die Kinder mit einer Videokamera
„sachlich“ zu interviewen. Frage sie was sie von ihrem
Geschenk halten. Sie sollen es ganz offen und ehrlich sagen.
Wenn es ihnen gefällt, dann toll. Wenn nicht, dann frage sie,
was sie sich von ihren Großeltern gewünscht hätten, an
materiellen aber auch inmateriellen Dingen. Stelle
gegebenenfalls die Fragen neutral und nicht manipulativ. Du
kannst auch die Kinder beschreiben lassen wie sie ihre
Großeltern empfinden, (z.B. ist es möglicherweise für eine
Tochter toll wie toll Deine Oma immer gekleidet ist, aber
vielleicht mag sie nicht wie schnell sie immer ihr das Haar
bürstet. Und wenn Du all das aufnimmst, bildet sich ein
aktuelles Bild Deiner Kinder der Großeltern.) was sie an ihren
Großeltern mögen und was nicht, was sie sich von ihnen
wünschen würden… Und dieses Video kannst Du dann Deinen
Eltern geben.

Meine beiden Töchter wollen natürlich die Oma nicht
beleidigen, und sind deshalb ständig hin- und hergerissen, ob
sie nun die Wahrheit sagen dürfen - dass das Geschenk doof ist
oder dass sie jetzt zum 100. Mal hören, man würde mit ihnen
ein Eis essen gehen, sie das aber gar nicht mehr glauben
können - oder lieber lügen.

Wieso muss man gleich einen Menschen beleidigen, wenn man sagt, was einen verletzt oder was man (stattdessen) gerne haben moechte? Sie koennen doch neutral und sachlich sagen, dass ihnen dieses oder jenes Geschenk nicht gefallen hat, eventuell mit Begruendung. Und dann koenen sie auch sagen, was ihnen besser gefallen wuerde. Und sie koennen auch ihre Grosseltern freundich aber bestimmt drauf hinweisen, dass sie schon oefter gesagt haben miteinander Eis essen zu gehen, dass aber nichts passiert ist. Und sie koennten dann den Vorschlag machen, sie sollen das Eisessen erst dann wieder thematisieren, wenn sie auch tatsaechlich ein Eis essen gehen wollen. Am besten macht man sowas ganz spontan aus. Dies duerfte bei der Naehe Eurer Wohnungen wohl auch kein grosses Problem sein.

Ich brauche so ein Video definitiv nicht, denn ich weiß, dass
die KINDER leiden - um die ging es mir hier.

Es geht nicht um Dich, sondern dass die Grosseltern das sehen. Doch dann waere es auch angebracht, dass Fragen neutral gestellt werden. Wenn die Kinder nicht den Mut haben offen Dinge anzusprechen, was ich auch bedingt verstehen kann, dann z.B. mit einer Videobotschaft. Was haben sie denn zu verlieren? Deinen Worten nach nichts. Doch vielleicht haben sie was zu gewinnen, z.B. Grosseltern die mal ihr Verhalten ueberdenken. Und vielleicht musst Du auch Deine Wahrheit teilweise korrigieren, weil eben Deine Eltern halt nicht fuer die Kinder so schlimm sind wie Du meinst dass sie es sind. Oder sie sind es doch. Einfach mal sich die Sache offen anschauen und ansprechen…

Schweigen, Kontaktabbruch, verletzte Gefuehle… das ist keine gewinnbringende Loesung. Beleidigend zu reagieren, weil man selbst beleidigt ist, ist keine Loesung. Also, wie waere es mal respektierend / den Anderen wertschaetzend seine Gefuehle und das was man gerne moechte, zu aeussern?

Doch wie schon geschrieben, es besteht die Gefahr, daß hier
über die (Enkel-)Kinder alte Konflikte zwischen Euch
ausgetragen werden (sollen).

Es sind keine alten Konflikte, es sind immer dieselben, die
wir nicht einmal mehr thematisieren - wozu, die Ansichten sind
klar, da gibt es keine weiteren Diskussionen.

Die Kommunikation ist abbebrochen und keine Bruecke mehr da. Doch diese koennte man wieder bauen.

Wenn Deine Kinder keine Lust mehr auf ihre
Großeltern haben, werden sie schon selbst auf Distanz gehen.
Und wenn die Kinder einen anderen Zugang zu ihren Großeltern
haben als Du ihn hast, so lass’ ihn diesen auch.

Meine Kinder können die Großeltern nicht ohne mich sehen - die
Großeltern kommen nie hierher, und sie nehmen die Kinder auch
nicht zu Besuch, ist zu anstrengend. Keine Chance also für die
Kinder, alleine einen Weg zu den Großeltern zu finden.

Puh… lasse es halt mal drauf ankommen. Wenn Deine Eltern ihre Enkel eine Weile nicht sehen, koennen sie meinen, Du willst sie ihnen nun entfremden oder sie melden sich. Oder Du sagst Deinen Kindern, dass Du sie hinfaehrst und zu einer bestimmten Zeit sie wieder abholst. Willst Du nicht ins Haus gehen, und sie nicht auf die Uhr sehen, kannst Du ja hupen. Und wenn Deine Kinder schon etwas groesser sind, werden sie wohl auch mal mit dem Rad hinfahren koennen, oder? Oder koennte Dein Mann sie hinbringen? Gut, er wird wohl von seinen Schwiegereltern wohl auch nicht so angetan sein, aber vielleicht ist es ihm egal, die Kinder zu holen und zu bringen.

Das war nun etwas arg lang… aber mei, kurzfassen kann ich
nicht so gut. :smile:Jeder hat halt so seine Schwächen. Seufz.

Ich kann auch nicht kurz *g* - danke trotzdem :wink:

Viele Grüße,

Inselchen

Hier ist leider nur Deine Sichtweise zu lesen, nicht die Deines Mannes, Deiner Kinder oder Eltern. Sicherlich tragen alle Beteiligten ihren Anteil am Geschehen, nicht nur Deine Eltern. Vielleicht kannst Du schauen, ob und wie gegebenenfalls Du auf Deine Eltern einen Schritt zugehen kannst, wenn Du das magst. Selbst wenn fuer Dich ein Abbruch auf Zeit oder gar fuer immer fuer noetig sein sollte, so ermutige bitte dennoch die Kinder, dass sie einen Weg zu den Grosseltern finden sollen bzw. koennen. Wenn es ihnen gelingt, ist es toll. Wenn nicht, so haben sie es versucht und muessen sich nicht Gedanken drueber machen, was waere gewesen wenn…

Na, das Familienprobleme immer so verstrickt sein muessen.

Ich wuenschte mir auch immer das Ideal an Familienglueck, doch das ist halt weit von der Realitaet entfernt. Aber wenn man will, kann man einen mehr oder weniger grossen gemeinsamen Nenner finden.

Ciao,
Romana

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Hallo Inselchen,

Ich lebe sicher auch besser ohne meine Mutter und habe den
Kontakt nur noch auf das beschränkt was notwendig ist. Also
wenn meine Kids sie besuchen wollen und sei es nur um mit
meinen Neffen, die samt meinen Bruder bei Ihr leben, zu
spielen. Ich fahre hin unterhalte mich kurz belanglos und
fahre weg, später hol ich die Kids dann wieder ab.

Das entfällt bei uns, weil die Kinder alleine nicht zu ihnen
dürfen (zu anstrengend…).

Hmm, eigentlich wollte ich schreiben das es wohl nicht richtig ist wenn Deine Kinder nicht ohne Dich zu Ihnen dürfen… aber ich hab auch die anderen Postings gelesen und dabei ist mir unser Verhältnis zu meinen Schwiegereltern eingefallen (:-0 sind ja auch Großeltern). Auf die passt das Verhalten Deiner Eltern eigentlich noch eher. Ich habe dort den Kontakt nach fünf vergeblichen Jahren mit nicht wahrgenommenen Einladungen, unpassenden Geschenken und Vorwürfen man würd die Enkel ja soooo wenig sehen aufgegeben. Und heute weiß mein Jüngster(7) zwar das Papa ja auch Eltern hat aber kennen tut er sie nicht (Wer ist das?) aber geschadet hat es Ihm bisher nicht und er hat auch noch keinen „Bedarf“ angemeldet.
Letztlich war es eigentlich auch mein Mann der sich das Verhalten seiner Eltern nicht mehr bieten lassen wollte und den Kontakt kappte.
Wir wollten keine Vorzeige/zum Sich selbst schmücken Enkelkinder produzieren sondern das Sie um Ihrer selbst willen angenommen werden.
Da ist der restlose Kontaktabruch einfach nur Folgerichtig, also tu es und erklär Deinen Kindern warum Du es tust. Erzähle Ihnen auch das Sie jederzeit das Recht haben den Kontakt selbst herzustellen und Ihre Großeltern zu besuchen. Vorrausgesetzt die Großeltern bejahen ein alleiniges kommen von Ihnen. *g* Wahrscheinlich wird sich die Art der Geschenke die sie dann bekommen auch ändern… nur ne Vermutung.

Eine Hand wäscht die andere und beide das Gesicht oder Ehrlich
währt am längsten das sind Ihre Redensarten mit denen ich
aufgewachsen bin. Wenn Sie nicht in der Lage ist sich danach
zu richten dann hat sie halt Pech.

Hart, aber wahr…

Ja ist hart aber die einzigste Basis die langfristig Bestand hat.

Übrigens, ich bin auch der Meinung das die Kinder sich selbst ein Bild von Ihren Großeltern machen sollen, aber mittlerweile habe ich gelernt das dies nicht um jeden Preis mit mir geht.

Also, handel und das schnell bevor Deine Kinder dabei zusehr verletzt werden. Deine Eltern sind höchsten Bittsteller und Du bist Diejenige die entscheidet was Deinen Kindern gut tut und was nicht.Ich drück Dir die Daumen.

Übrigens perfekte Eltern gibt es nicht… und wir werden auch unsere Vorwürfe von unseren Kindern kassieren. Das liegt in der Natur der Sache *gg*, wir können nur versuchen das beste draus zu machen.

Gruß Andrea

Hi Du kleines Eiland :wink:

hmm, die anderen haben ja schon ziemlich viel gesagt, darum nur kurz von mir: es ist bedauerlich, dass die Situation so ist wie sie ist (Punkt).

Ist das zu akzeptieren eine Möglichkeit für Dich? Klar, fast ein jeder wünscht sich seine Eltern/Kinder ein wenig anders als sie eigentlich sind, aber so richtig perfekt ist’s halt in den allerwenigsten Fällen.

Falls Du das nicht akzeptieren kannst/willst bleibt nur das sehr offene Gespräch oder eventuell ein Brief. So weit wie Ray, dass Du ihnen kommentarlos diesen Thread in den Briefkasten wirfst würd ich da gar nicht gehen, sondern einen netten, möglichst vorwurfsfreien Brief („es verletzt mich…“ „ich wünsche mir für mich/für meine Kinder…“ „könnten wir uns auf … einigen…“) schreiben und anbieten, zu einem späteren Termin da in aller Ruhe (sic!) am bestem auf „neutralem Gelände“ (Café) darüber zu reden.

Oder Du nimmst ne mehr oder weniger faule Zwischenlösung. So könntest Du zum Anlass nehmen, dass es Deine Tochter schade fand, dass sie zum Burzel keinen Anruf bekommen hat. Oder dass die Kleine das nett gemeinte grellrosa Kleidchen leider noch nie getragen hat, weil sie doch bla-fasel. Und dann die Kurve kratzen und einen Vorschlag machen wie „wir schreiben einen Wunschzettel, wo Ihr was aussuchen könnt zu schenken“ oder auch „Sparbuch/Bausparvertrag zum 18ten“. Wichtig finde ich, dass am Ende drei Punkte klar sind:

  1. was Dich stört
  2. wie Du’s gerne anders hättest
  3. was Du bereit bist zu tun
    Ausserdem solltest Du vermeiden zu schreiben „noch nie“ „schon immer“ und all diesen Kram (auch wenn’s noch so stimmt *fg*)

*wink* und Kopf hoch!

Petzi

Lass den genzen Scheiß doch!
Hi,

ohne dein Posting ganz gelesen zu haben:

Leb doch für dich und fertig.

Freu dich, dass de ein paar prächtige Kinder hast und Ende.

Dieses „allen-Recht-machen-wollen“ ist doch nur schwachsinnig! Und anstrengend.

Ein klares „Leckt mich“ in Richtung deiner Eltern könnte hilfreich sein…

mfg

Moin,

ohne dein Posting ganz gelesen zu haben:

nachdem ich die Posts gelesen habe, stimme ich hier mal einfach vorbehaltlos zu

Dieses „allen-Recht-machen-wollen“ ist doch nur schwachsinnig!
Und anstrengend.

… und soweit ich das für mich rausinterpretiert habe vollkommen sinnfrei, da hier der Typ Mensch als Gegenpart auftritt, dem man es wohl eh nicht recht machen können wird.

Ein klares „Leckt mich“ in Richtung deiner Eltern könnte
hilfreich sein…

Hier mein Aber: die Wahl würde ich dem Kind nicht als oberste Prämisse vorgeben. Eine eigene Entscheidung, doch mit den Großeltern verkehren/sprechen zu wollen, sollte vorbehaltlos unterstützt werden. Also - eigene Einstellung begründen (können) und dem Kind seine eigene Meinung erlauben … (mich hat es in Ähnlicher Situation extrem angek… nicht selbst entscheiden zu können ob und mit wem ich da verkehre).

Gruß
Daniel

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Hallo Inselchen,

es ist fast unheimlich. Wenn du nicht in Baden-Württemberg wohnen und 3 Kinder statt nur eines hättest, würde ich sagen, meine Freundin hat hier gepostet!

Ziemlich das gleiche Bild welches du entwirfst, bis auf einige wenige Einzelheiten.

Das was sich herausschält ist vor allen Dingen, dass hier Kinder mit Versprechungen „geködert“ werden, die nicht eingehalten werden. In einer idealen Welt sollte das keinem Menschen zu häufig passieren und Kindern natürlich erst recht nicht.

Ehe du fragst: Auch meine Freundin hat bis heute keine Lösung. Allerdings sagt sie auch schon mal hier und da den (Schwieger)Eltern, was ihr nicht passt. Sie kann sowieso nie etwas recht machen, warum dann still leiden, ist hier ihre Devise.

Da es bei dir recht ähnlich ist, würde ich eine Mischung empfehlen: Sag, was dir nicht passt. Wem wiederum das nicht passt, kann wegbleiben. Den Kindern - die ja schon relativ groß sind - kann man durchaus erklären, das man Oma oder Opa gesagt hat, dass Versprechen eingehalten werden sollten. Schließlich spricht man hier für die Kinder.

Das mit den unpassenden Geschenken scheint auch etwas zu sein, was manche Großeltern an den Tag legen (hier denke ich an meine Schwester und ihre Schwiegereltern). Offensichtlich hilft da auch nix, wenn man das äußert. Die Kinder meiner Schwester sind darüber jedenfalls groß geworden und die Aufmerksamkeit geht hier schon auf das neue Urenkelchen über, dass kurz nach der Geburt die erste (potthässliche) Jacke für die Einschulung bekommen sollte. The Story goes on and on …

Die „Zwangsfeierei“ sollte - evtl. mit den Kindern sprechen - abgeschafft werden, wenn darunter mehr Personen leiden als Nutzen ziehen.

Wenn die Kinder neidisch auf andere Familien sind… Sind sie dass nicht immer? Darf nicht die Nachbarstochter immer dies und jenes, was sie nicht dürfen. Haben die nicht den tollen Swimmingpool, das Pony, den Hund etc. etc.? Scheint so, als müssten die Kinder sich auf die Zeit freuen, wenn sie selbst Kinder haben, die dann wiederum tolle Großeltern haben werden. :smile:

Also, als Fazit: Pick dir verschiedene Sachen heraus, die wirklich unterbleiben sollten und welche, die mit ein wenig Mühe ignoriert werden können. Dieses Mixkonzept versuche dann Stück für Stück einzuführen und umzusetzen. Vielleicht wird es gar nicht so schlimm, wenn deine Eltern merken, dass du diesmal nur auf das Wohlbefinden deiner Familie bedacht bist und nicht auf ihres.

Viel Glück!
Gruß Nita (die vielleicht dann später Tips an ihre Freundin geben kann, wenn es geklappt hat?)

Hi Inselchen,

habe nun nicht all die anderen Antworten gelesen.

Ich denke, Du kannst nur Deinen Kindern selbst ueberlassen, ob sie Kontakt zu den Grosseltern haben wollen. Falls ja, ist es an ihnen sich einen individuellen Weg zu finden. Ich wuensche ihnen, dass Du es nicht unterbindest.

Wie es im Einzelnen zwischen Euch aussieht, weiss ich nicht, z.B. verhaertete Fronten. Ich halte eine Familientherapie immer noch fuer sehr sinnvoll oder einfach mal ein Beratungsgespraech.

Eine Moeglichkeit waere meines Erachtens auch noch, Deine Kinder basteln ein Geschenke-Gutschein fuer die Grosseltern mit den Dingen die sie gerne mit ihnen machen moechten, z.B. Zoobesuch, Eis essen gehen, Kinobesuch usw. Dann sind die Grosseltern im Zugzwang. Wenn sie Gutscheine einloesen, wenn nicht, dann ergibt sich wohl mehr Distanz automatisch.

Ich wuensche Dir bzw. eine Loesung zu finden, so dass nicht unnoetig gelitten wird.

Ciao,
Romana