Unmögliche Großeltern

Hallo miteinander,

zwar ist meine Frage auch ein bißchen ein Fall für’s Psychobrett, aber hier gibt es sicher auch Rat …

Meine drei Kinder sind zwischen fast 5 und 10 Jahre alt. Meine Eltern wohnen zwar nur ca. 10 Autominuten weg von hier, meine Mutter hat ein eigenes Fahrzeug und ist nicht berufstätig, aber trotzdem haben und hatten sie nie wirklichen Kontakt zu ihren Enkeln. Besonders meine Mutter war entsetzt, als sie „so jung“ (mit 50…) Oma wurde, wobei wir finanziell unabhängig, beruflich gefestigt und in jeder Hinsicht selbständig waren, außerdem auch nicht mehr soooo jung - 28, um genau zu sein :wink:

Meine Eltern waren noch nie mit einem der Kinder ein Eis essen, im Zoo, spazieren oder sonstwas. Zur Einschulung der beiden älteren Kinder sind sie nicht erschienen. Als ich Betreuung brauchte, suchte ich eine Tagesmutter, denn meine Mutter machte schon in der Schwangerschaft klar, dass SIE nicht babysitten werde (habe ich auch nicht einkalkuliert, da sie schon immer sehr kalt und herzlos war). Geschenke gibt es zwar meistens zu den üblichen Anlässen, aber sie fragen nicht, was sich die Kinder wünschen. Daher liegen sie fast immer völlig neben den Interessen der Kinder. Sie halten sich nicht mal an die Altersangaben, zu ihrem 7. Geburtstag bekam meine Tochter ein Bastelspiel (sie haßt Basteln) für Vierjährige… Alternativ schenken sie gerne „schicke“ Klamotten, wobei meine Mutter bestimmt, was ihnen zu gefallen hat und stinkebeleidigt ist, wenn die Kinder dann beim nächten Besuch nicht das nette und ach so teure rosa Kleidchen anhaben, sondern in Hosen herumlaufen - bäh !!! Der Versuch, dass ich dann eben etwas kaufe und sie es bezahlen, scheiterte daran, dass sie ausschließlich das zu schenken gedenken, was IHNEN gefällt und sich von MIR nichts vorschreiben lassen. Pffft, mir ging es nur darum, dass die Kinder sich über Geschenke auch freuen…

Allerdings müssen wir an Weihnachten, Ostern und den Geburtstagen regelmäßig die heile Familie spielen, besonders für die Kamera. Es macht die ganze Zeit klick - und bitte lächeln *kotz*, und/oder die Videokamera läuft dazu. Das habe ich in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt, denn ich sehe nicht ein, dass man mit Kindern „angibt“, die einem sonst völlig gleichgültig sind.

Falls Ihr Euch fragt, warum ich überhaupt noch den spärlichen Kontakt zu diesen Menschen halte - es geht eben nicht um MICH, sondern um die Kinder. Sie sollen ihre Großeltern selbst einschätzen lernen, ich habe mich all die Jahre bemüht, relativ neutral zu bleiben, und sehr vieles gschluckt. Jetzt haben zumindest die Großen erkannt, dass da rein gar nichts ist außer heißer Luft. Meine Älteste leidet sehr darunter, vor allem deshalb, weil ihr einer Pate - mein Bruder - seit Jahren keinen Kontakt zu ihr hat, meine Eltern siehe oben, und dann gibt es eben nur noch meine recht umständliche und hilfebedürftige Schwiegermutter. Bei all ihren Freundinnen aber gibt es eine richtige Familie, da bekommt sie sehr gut mit, dass die Mädchen mal ein paar Tage bei Oma sind, sogar mit fitten Großeltern verreisen, Wünsche erfüllen, ins Kino gehen …

Diese Woche nun hatte meine Älteste Geburtstag. Da sie nachmittags Schule hatte und danach meistens auch noch Hausaufgaben zu erledigen sind, wollte sie an diesem Tag direkt keinen Besuch, sondern am Wochenende. Aber auf einen Anruf hat sie gewartet. Nur - der kam nicht ! Abends hat meine Tochter dann geweint, weil sie so gräßliche Großeltern hat - und ich hätte am liebsten mitgeheult :frowning:((

Meine Eltern haben ihr nicht einmal gratuliert !

Einen Tag später rief meine Mutter an, als meine Tochter noch in der Schule war (echt, das Kind geht zur Schule, daran dachte die Oma gar nicht…), und wollte gratulieren. Sie habe gedacht, am eigentlichen Geburtstag sei vielleicht zu viel los für das Kind - dummes Geschwätz *kotz*. Nachmittags hat sie es noch einmal versucht, aber wir waren nicht daheim (doch, ich habe ein Handy !), da hat sie auf den AB gesäuselt, und das war’s. Mein Vater hat sich gar nicht gemeldet, der ist workaholic, da kann man das ja nicht erwarten.

Nächste Woche, wenn meine andere Tochter Geburtstag hat und die Verwandtschaft meines Mannes kommt (die wohnen weiter weg, da ging es nicht anders), wollen meine Eltern sich nur „extra Zeit nehmen“ und antanzen. Aber ich will nicht ! Ich habe genug und möchte am liebsten einen Schlußstrich ziehen.

Nur - wäre das richtig, den Kindern gegenüber ? Sie sind damit überfordert, finde ich, denn meine Mutter versteht es sehr geschickt, ihr Desinteresse als Stress und so zu verkaufen. Sie erklärt den Kindern bei den seltenen Treffen immer, sie habe sie ja soooo lieb, und „in den nächsten Ferien unternehmen wir mal was zusammen“ - ähm, ja, seit Jahren…

Vielleicht noch der Vollständigkeit halber: meine Eltern und mein Bruder leben mit der ganzen Verwandtschaft im Sreit, finden eigentlich alle Menschen dumm und weit unter ihrem Niveau. Freunde gibt es nicht, nur Geschäftsbeziehungen - mein Vater ist Unternehmer, mein Bruder (kinderlos mit Lebensabschnittsgefährtinnen) ist der Juniorchef, Geld spielt keine Rolle, das hat man.

Nur ich schlage irgendwie aus der Art - obwohl mein Mann weit unter ihrer Würde ist, sind wir seit 20 Jahren zusammen, stehen finanziell nicht unbedingt schlecht da (reich wird man mit 3 Kindern nicht *ggg*) und haben einen sehr stabilen Freundeskreis.

Fällt Euch etwas ein, was ich tun könnte ?

Danke vorab und viele Grüße,

Inselchen *traurig*

Hallo inselchen!
also zuerst mal nicht mehr traurig sein, ich kann Dich echt gut verstehen, habe ähnlichen Stress mit meinen Eltern. Ich würde an Deiner Stelle das tun, womit DU dich am wohlsten fühlst. Deine Kinder merken, dass Du Dich unwohl fühlst in der Situation und krigen die ganze Spannung ja mit. Du solltest Deinen Kindern ja auch in der Hinsicht ein Vorbild sein, dass Du ihnen vorlebst, dass man sich auch nicht alles gefallen lassen kann. Deine Kinder haben ja später immer noch die Chance den Kontakt zu ihren Großeltern zu suchen, Du hast ja geschrieben, dass diese noch recht jung sind. Im Moment kann ich mir vorstellen ist es für die Kinder wahrscheinlich eher belastend den Stress mitzukriegen und immer wieder enttäuscht zu werden.

Ich würde es noch einmal mit einem klärenden Gespräch(unter Erwachsenen) versuchen, in aller Ruhe und nicht in einer akuten Konfliktsituation.
Wenn auch das nichts nützt könntest Du den Kontakt ja für eine Weile auf Null herunterfahren, auch dass muss ja nicht für immer sein, vielleicht merken Deine Eltern ja was ihnen da entgeht:smile:

Ich finde es ist wichtig, dass Du /Ihr Euch wohlfühlt und glücklich seid, es gibt so viele, die kein harmonisches Familienleben haben, dass ist zwar schade aber eben nicht zu ändern.
Ich wünsch dir alles Gute, erzähl doch mal wie es gelaufen ist.
schneehase

Hallo Inselchen,

Fällt Euch etwas ein, was ich tun könnte ?

ganz spontan: nabel dich ab!
Daran kranken doch die meisten verwandtschaftlichen Verhältnisse, nämlich an gegenseitigen Erwartungshaltungen und Enttäuschungen.
Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dich das Verhalten deiner Mutter kränkt, denn was deinen Kinder durch ihr Verhalten nicht gut tut, geht automatisch auch dir gegen den Strich.
Und so möchte ich dir raten, dass du das, was du dir von deiner Mutter erhoffst, genauer durchdenkst. Möglicherweise kann sie nicht anders. Vielleicht hat sie ein Identitätsproblem damit, dass du Mutter bist, nach dem Motto " wie kann mein Kind Kinder bekommen, und wo bleibe ich?" So etwas könnte ich mir gut vorstellen.
Mit dem vollmundigen Wort „abnabeln“ meine ich, dass dich um Distanz bemühst, und ihr nicht still ihre (Fehl)Verhaltensweisen vorwirfst. Es macht die Sachlage zwar nicht besser, aber es reduzieren sich bei dir die Frustgefühle.
Wenn du sie nicht „erwiderst“ (ich denke, sie bekommt sehr wohl mit, wenn du sauer auf sie bist, was dann auf einen gewohnten Machtkampf hinausläuft, der ihr nur zur Bestätigung dient), dann hat sie alleine daran zu kauen, dass du in einer eigenen Welt, mit eigenen Regeln und mit begrenzten Möglichkeiten lebst, nämlich das was dein Familienleben ausmacht.
Und entweder schließt sie sich dir zeitweilig an, oder sie läßt es ganz bleiben, oder sie bemüht sich um ihre persönliche Rolle, die sie bei ihren Enkeln spielen mag und die von ihnen akzeptiert wird.
Abnabeln bedeutet, dass du Oma und Enkelkinder einfach für sich sein läßt (soll die Oma doch schenken wann und was sie will / sollen sich doch die Kinder darüber ärgern oder freuen - was kann da schon passieren?), und ihre eigene Kommunikationsebenen aufbauen mit allem was dazugehört: Freude, Nähe, Streit und Ärger…
In einem kannst du sicher sein. Für deine Mutter sind deine Kinder ganz bestimmt nicht unwichtig - aber sie ist heftig am Kämpfen und Rudern, um mit einem Selbstbild klar zu kommen, das sie eher als Karikatur empfindet.
Und deine Kinder brauchen ihre Oma, weil sich jeder Mensch fragt woher er kommt, und er immer auf der Suche nach seinen Wurzeln ist. Ihr Interesse wird deine Mutter irgendwann als Aufwertung empfinden und mit Wertschätzung erwidern. Je älter beide Parteien werden, desto besser wird ihr Verhältnis.
So ist meine Erfahrung.

viele Grüße
claren

Na prima, Claren und Inselchen,
das passt wie die Faust aufs auge zu dem, was ich vor wenigen Minuten im Soziologiebrett geschrieben habe.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ein solches Verhalten führt unweigerlich zu den vielbejammerten Gräben zwischen den Generationen. Selbstsüchtiges Verhalten, solange es noch einigermassen geht, aber dann jammern, wenn sich niemand um einen kümmert.

Für Inselchen: Such Dir „Ersatzgroßeltern“

Gruß
Eckard

und dies tust Du jetzt
Hallo Inselchen,

Deine Probleme sind nicht ganz so selten wie es für Dich scheinen mag.
Und nun druckst Du Dein Posting aus (eventuell auch sämtlich Antworten), steckst dieses in einen Umschlag (Du brauchst nicht einmal zukleben:smile: und wirfst es Deinen Eltern in den Briefkasten.
Keinen weiteren Kommentar.
Kein persönliches Wort.

Warum?
Was wird dann geschehen?

Entweder Deine Eltern „schnallen“, was Sache ist und es kommt zu einer signifikanten Änderung ihres unmöglichen Verhaltens

oder

jeglicher Restkontakt stirbt vollends ab.

Wie auch immer, es wird besser sein, als die derzeitige Situation.

Über die Entwicklung Deiner Kinder (in Bezug Enkel-Grosseltern) brauchst Du Dir nicht mehr alzu viele Gedanken machen. Kinder sind sehr sensibel und höchst aufmerksam wenn es um die zwischenmenschlichen Beziehungen geht und haben sich (unbewusst) ihr Bild von diesen rosseltern schon längst gemacht.

Es ist eigentlich nur noch Dein Problem.

Du solltest es nicht einfach so laufen lassen. Löse Dich und mach was ich Dir hier gerade geschrieben habe (ist auch besagtem Abnabelungsprozess förderlich:smile:

Gruss
Ray

Hallo Inselchen,

Meine Eltern waren noch nie mit einem der Kinder ein Eis
essen, im Zoo, spazieren oder sonstwas. Zur Einschulung der
beiden älteren Kinder sind sie nicht erschienen.

Das ist sicher traurig, aber nicht zu ändern.

Als ich

Betreuung brauchte, suchte ich eine Tagesmutter, denn meine
Mutter machte schon in der Schwangerschaft klar, dass SIE
nicht babysitten werde (habe ich auch nicht einkalkuliert, da
sie schon immer sehr kalt und herzlos war).

Es sind ja auch Deine Kinder und nicht die Kinder Deiner Mutter. Schön, wenn Großeltern so etwas tun, die meißten sind wahrscheinlich auch eher traurig, weil sie nicht so oft Babysitten dürfen, wie sie wollten, aber es ist das Leben Deiner Mutter und wenn sie nix dran findet, dann ist das so zu akzeptieren.

Geschenke gibt es
zwar meistens zu den üblichen Anlässen, aber sie fragen nicht,
was sich die Kinder wünschen. Daher liegen sie fast immer
völlig neben den Interessen der Kinder. Sie halten sich nicht
mal an die Altersangaben, zu ihrem 7. Geburtstag bekam meine
Tochter ein Bastelspiel (sie haßt Basteln) für Vierjährige…
Alternativ schenken sie gerne „schicke“ Klamotten, wobei meine
Mutter bestimmt, was ihnen zu gefallen hat und stinkebeleidigt
ist, wenn die Kinder dann beim nächten Besuch nicht das nette
und ach so teure rosa Kleidchen anhaben, sondern in Hosen
herumlaufen - bäh !!!

Das Problem gibt es auch bei ‚normalen‘ Verwandschaftsbeziehungen, glaub mir. Selbst Eltern liegen hier und da völlig neben den Bedürfnissen ihrer Kinder…meine Kiddies erzählen laufend, welche unmöglichen Geschenke irgendwelche Freunde bekommen haben. Dabei haben die auch alle tolle Familien.

Der Versuch, dass ich dann eben etwas

kaufe und sie es bezahlen, scheiterte daran, dass sie
ausschließlich das zu schenken gedenken, was IHNEN gefällt und
sich von MIR nichts vorschreiben lassen. Pffft, mir ging es
nur darum, dass die Kinder sich über Geschenke auch freuen…

Trotzdem ist das ebenfalls zu akzeptieren. Mit einem Geschenk äußert sich nun mal der Geber. Wenn Deine Eltern es toll finden, unpassende Geschenke zu machen, ist das ihre Sache. Es gibt keinen anspruch auf passende Geschenke und einem geschenkten Gaul schaut man bekannterweise nicht ins Maul. Deine Kinder können die Geschenke ggf. ja ablehnen.

Allerdings müssen wir an Weihnachten, Ostern und den
Geburtstagen regelmäßig die heile Familie spielen, besonders
für die Kamera. Es macht die ganze Zeit klick - und bitte
lächeln *kotz*, und/oder die Videokamera läuft dazu. Das habe
ich in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt, denn ich
sehe nicht ein, dass man mit Kindern „angibt“, die einem sonst
völlig gleichgültig sind.

Richtig! Auf ein solches Spiel musst Du Dich nicht einlassen und vor allem nicht Deine Kinder reinziehen. Wenn die nämlich nicht mehr zum lächeln kommen, müssen Oma und Opa sich schon was passenes einfallen lassen. :wink:

Falls Ihr Euch fragt, warum ich überhaupt noch den spärlichen
Kontakt zu diesen Menschen halte - es geht eben nicht um MICH,
sondern um die Kinder. Sie sollen ihre Großeltern selbst
einschätzen lernen, ich habe mich all die Jahre bemüht,
relativ neutral zu bleiben, und sehr vieles gschluckt.

Ich weiß nicht, ich glaube, es geht Dir doch auch um Dich. Aus allen deinen Worten hier spricht eine tiefe Enttäuschung über Deine Eltern. Deinen Kindern machst Du es damit eigentlich nur schwer, denn Du erlegst Ihnen Deine eigene Haltung und Vorstellung sozusagen auf. Ich habe auch so eine ‚blöde‘ Mutter, trotzdem schätzen meine Kinder selbige, weißt Du warum? Weil sie Nintendo spielt…so eine Oma haben die anderen Kinder nämlich nicht. Und Wärme und Geborgenheit kriegen sie zu Hause, dazu benötige ICH keine Oma.

Jetzt

haben zumindest die Großen erkannt, dass da rein gar nichts
ist außer heißer Luft. Meine Älteste leidet sehr darunter, vor
allem deshalb, weil ihr einer Pate - mein Bruder - seit Jahren
keinen Kontakt zu ihr hat, meine Eltern siehe oben, und dann
gibt es eben nur noch meine recht umständliche und
hilfebedürftige Schwiegermutter.

Was ist an so einer Oma auszusetzen? Mich stört da das ‚nur‘. Worum geht es denn hier, wirklich um Menschlichkeit?

Bei all ihren Freundinnen
aber gibt es eine richtige Familie, da bekommt sie sehr gut
mit, dass die Mädchen mal ein paar Tage bei Oma sind, sogar
mit fitten Großeltern verreisen, Wünsche erfüllen, ins Kino
gehen …

Tja, es gibt fast immer irgendow Menschen denen es besser geht. Und es gibt Menschen, denen es schlechter geht, Kinder die misshandelt werden und überhaupt nix und niemanden haben, der sie liebt. Da können sich Deine Kinder freuen, dass sie Dich haben. Das solltest Du mal betonen, statt sie in der ENttäuschugn zu bestärken.

Diese Woche nun hatte meine Älteste Geburtstag. Da sie
nachmittags Schule hatte und danach meistens auch noch
Hausaufgaben zu erledigen sind, wollte sie an diesem Tag
direkt keinen Besuch, sondern am Wochenende. Aber auf einen
Anruf hat sie gewartet. Nur - der kam nicht ! Abends hat meine
Tochter dann geweint, weil sie so gräßliche Großeltern hat -
und ich hätte am liebsten mitgeheult :frowning:((

Ja, das ist ein Grund sich zu ärgern, wütend zu sein, aber doch nicht zum heulen. Die Großeltern waren doch nie anders. Traurig wäre ich, wenn sich ein Freund nicht meldet, den ich mag, oder sich jemand abwendet, der früher anders zu mir war.

Meine Eltern haben ihr nicht einmal gratuliert !

Naja, sie haben doch auch irgendwann Geburtstag, da kann man dann ja mal eine besonders liebe Karte schreiben…manchmal hilft sowas. Wenn man ganz böse ist, bedankt sich dafür, dass die Großeltern sicher auch an einen gedacht haben, als man selber Geburtstag hatte…:smiley:

Einen Tag später rief meine Mutter an, als meine Tochter noch
in der Schule war (echt, das Kind geht zur Schule, daran
dachte die Oma gar nicht…), und wollte gratulieren. Sie
habe gedacht, am eigentlichen Geburtstag sei vielleicht zu
viel los für das Kind - dummes Geschwätz *kotz*. Nachmittags
hat sie es noch einmal versucht, aber wir waren nicht daheim
(doch, ich habe ein Handy !), da hat sie auf den AB gesäuselt,
und das war’s. Mein Vater hat sich gar nicht gemeldet, der ist
workaholic, da kann man das ja nicht erwarten.

Na immerhin hat sie es nicht völlig vergessen. Wie gesagt, Deine Mutter ist eben so, wie sie ist, Dein Ärger wird sie nicht ändern. Das Männer die sozialen Kontakte den Frauen überlassen ist übrigens normal.

Nächste Woche, wenn meine andere Tochter Geburtstag hat und
die Verwandtschaft meines Mannes kommt (die wohnen weiter weg,
da ging es nicht anders), wollen meine Eltern sich nur „extra
Zeit nehmen“ und antanzen. Aber ich will nicht ! Ich habe
genug und möchte am liebsten einen Schlußstrich ziehen.

Dann zieh ihn…aber konsequent. Ansonsten kannst Du nicht mal drüber jammern, dass sie isch garnicht melden, dann wieder, dass sie extra Zeit haben wollen…was denn nun?

Und was ist mit anderern Verwandschaft? Wenn die kommen und es da anders, dann frage ich mal ‚wieviel Verwandschaft braucht ein Kind?‘. Konzentriert Euch also besser auf die, wo es so funktioniert, wie es Euch gefällt.

Nur - wäre das richtig, den Kindern gegenüber ? Sie sind damit
überfordert, finde ich, denn meine Mutter versteht es sehr
geschickt, ihr Desinteresse als Stress und so zu verkaufen.
Sie erklärt den Kindern bei den seltenen Treffen immer, sie
habe sie ja soooo lieb, und „in den nächsten Ferien
unternehmen wir mal was zusammen“ - ähm, ja, seit Jahren…

Na und? Was hast Du denn bisher damit erreicht, das Spiel mitzumachen? Gar nichts. Überlass den Kindern den Kontakt, wenn die Oma so nah wohnt, werden sie schnell merken, was da raus kommt. Vielleicht schaffen sie ja sogar einen ganz eigenen Weg zu gehen.

Vielleicht noch der Vollständigkeit halber: meine Eltern und
mein Bruder leben mit der ganzen Verwandtschaft im Sreit,
finden eigentlich alle Menschen dumm und weit unter ihrem
Niveau. Freunde gibt es nicht, nur Geschäftsbeziehungen - mein
Vater ist Unternehmer, mein Bruder (kinderlos mit
Lebensabschnittsgefährtinnen) ist der Juniorchef, Geld spielt
keine Rolle, das hat man.

Das ist ihr gutes Recht, ihr Leben so zu leben, egal ob Du die Ansichten teilst.

Nur ich schlage irgendwie aus der Art - obwohl mein Mann weit
unter ihrer Würde ist, sind wir seit 20 Jahren zusammen,
stehen finanziell nicht unbedingt schlecht da (reich wird man
mit 3 Kindern nicht *ggg*) und haben einen sehr stabilen
Freundeskreis.

Ja und? Du musst Dich weder vor Deinen Eltern, noch vor uns rechtfertigen für Dein Leben. Auch ohne stabilen Freundeskreis und ohen finanzielle Rückendeckung bleibst Du Mensch, mit Recht auf DEIN Leben, wie es Dir gefällt. Nur auf Deine Eltern in der Dir genehmen Rolle wirst Du verzichten müssen.

Fällt Euch etwas ein, was ich tun könnte ?

Tja, selbstbewusst werden und Dein Leben leben, ohne drauf zu schielen was andere haben (ich meine nicht materiell) oder was andere tun könnten. :wink: Akzeptiere dass Deine Eltern eben keine liebevollen Großeltern sind. Fertig.

Meine Oma sagte immer, nimm den Menschen wie er ist, hast die meißte Freud an ihm.

Gruß Maid :smile:

Fällt Euch etwas ein, was ich tun könnte ?

Hallo Inselchen,

ach wie bekannt mir Deine Geschichte ist, der ungeliebte Schwiegersohn und so weiter und so weiter.

Also zum einen zieh für Dich den Schlussstrich, Du setzt immer wieder Hoffnungen in das Verhalten Deiner Eltern die sie nicht erfüllen können oder wollen. Gib es auf um Ihre Gunst zu kämpfen und konzentrier Dich auf Deine eigene kleine Familie.

Ich lebe sicher auch besser ohne meine Mutter und habe den Kontakt nur noch auf das beschränkt was notwendig ist. Also wenn meine Kids sie besuchen wollen und sei es nur um mit meinen Neffen, die samt meinen Bruder bei Ihr leben, zu spielen. Ich fahre hin unterhalte mich kurz belanglos und fahre weg, später hol ich die Kids dann wieder ab.

Meine Mutter zickt zwar manchmal deswegen rum aber das interressiert mich mittlerweile gar nicht mehr.

Eine Hand wäscht die andere und beide das Gesicht oder Ehrlich währt am längsten das sind Ihre Redensarten mit denen ich aufgewachsen bin. Wenn Sie nicht in der Lage ist sich danach zu richten dann hat sie halt Pech.

Also mach Dir keinen Kopf um Deine Eltern sondern kümmer Dich um dich selbst und Deine Familie. Und freu Dich das du einen netten Feundeskreis hast auf den Du dich verlassen kannst. Du kannst stolz sein auf das was Du und Dein Mann geschafft haben, alleine ohne Deine Eltern. Auf die Anerkennung dessen von Seiten Deiner Eltern wirst wahrscheinlich vergeblich warten, aber die brauchst Du auch nicht denn Du bist das Maß nicht Sie.

Viel Glück von jemanden der weiß´was Du durchlebst

Andrea

Hi Inselchen,

erst hatte ich einen Lösungsvorschlag und dann kamen viele Fragen.

Z.B. sind Deine Eltern erst nach der Geburt der Kinder so geworden oder kennst Du sie schon von jeher so? Vermutlich Letzteres. Hat sich das aus Deiner Sicht lieblose Verhalten Deiner Eltern verschärft als Du einen Mann geehelicht hast der nicht in ihrem Sinne für ihre Tochter war? Pseudonyme finde ich interessant. Du nennst Dich Inselchen. Das mag weit hergeholt sein und ich kann völlig daneben liegen. Doch könnte es sein, daß Du Dir zwar die liebevolle Zuwendung Deiner Eltern wünscht, Dich aber gleichzeitig abkapselst? Möglicherweise seid Ihr Euch im Wesen unterschiedlich und könnt’ einander nicht richtig verstehen, habt vielleicht nie gelernt richtig miteinander zu kommunizieren.

Es gibt nicht gut oder böse, schwarz oder weiß… Vielleicht wollten Deine Eltern das Beste für Dich und wollten einen Mann mit viel Geld und sozialem Status für Dich, weil ihnen diese Werte wichtig sind. Für Dich ist möglicherweise statt Geld Geborgenheit und Liebe, Nestwärme wichtiger. Das muß nun nicht heißen, daß Deine Eltern ihren Schwiegersohn völlig entwerten. Können sie auch seine guten Eigenschaften sehen? Ich meine, vielleicht meinst Du aus Deiner Angst heraus nicht gut genug im Sinne Deiner Eltern geheiratet zu haben, daß sie negativer über ihn denken als sie es möglicherweise tatsächlich tun?

Oft werden auch Konflikte über Dritte, z.B. Kinder / Enkel ausgetragen. Wenn Du Deine Eltern als Kind auch schon für Dich als lieblos erlebt hast, kann es sein, daß Du heute über Deine Kinder das zu einzufordern versuchst, was Du für Dich als Kind nicht zu fordern wagtest? Klar, Du siehst die Traurigkeit Deine Kinder. Und vielleicht nimmt sie es auch tatsächlich mit, daß sie so wenig Kontakt mit den Großeltern haben, daß sie die falschen Geschenke erhalten. Vielleicht sind sie aber auch nur deshalb oder viel mehr traurig, weil sie spüren, daß Du traurig bist?

Gut, das sind nun alles Hypothesen bzw. Theorien. Was Du tun könntest?

Spreche offen und ohne Vorwürfe mit Deinen Eltern, sage ihnen was Du Dir für Dich wünscht und wie Du es empfindest, daß Deine Kinder auf die Großeltern reagieren. Sage ihnen was Du befürchtest, was das mit Deinen Kindern macht. Vielleicht haben Deine Eltern eine andere Art zu leben als Du, können weniger Gefühle zeigen oder sind vielleicht auch tatsächlich nicht so warmherzig wie Du es gerne für Dich und Deine Kinder Dir gewünscht hättest. Doch Du kannst nicht die Art und das Maß des Geliebtwerdens einklagen. Menschen sind wie sie sind. Man kann sie nicht ändern; Du kannst sie nur anregen darüber selbst mal nachzudenken. Wenn es ihnen möglich ist, werden sie drüber nachdenken und einen Weg finden, mit Dir und den Enkeln.

Ursprünglich dachte ich, es wäre vielleicht gut bei der nächsten Geschenkevergabe die Kinder mit einer Videokamera „sachlich“ zu interviewen. Frage sie was sie von ihrem Geschenk halten. Sie sollen es ganz offen und ehrlich sagen. Wenn es ihnen gefällt, dann toll. Wenn nicht, dann frage sie, was sie sich von ihren Großeltern gewünscht hätten, an materiellen aber auch inmateriellen Dingen. Stelle gegebenenfalls die Fragen neutral und nicht manipulativ. Du kannst auch die Kinder beschreiben lassen wie sie ihre Großeltern empfinden, (z.B. ist es möglicherweise für eine Tochter toll wie toll Deine Oma immer gekleidet ist, aber vielleicht mag sie nicht wie schnell sie immer ihr das Haar bürstet. Und wenn Du all das aufnimmst, bildet sich ein aktuelles Bild Deiner Kinder der Großeltern.) was sie an ihren Großeltern mögen und was nicht, was sie sich von ihnen wünschen würden… Und dieses Video kannst Du dann Deinen Eltern geben.

Je nachdem würde solch ein aufgezeichnetes Interview zeigen, daß mehr Du Probleme mit dem Verhalten der Großeltern / Eltern hast als Deine Kinder selbst. Oder wenn das Interview bestätigt, daß nicht nur Du sondern auch tatsächlich Deinen Kinder unter den Großeltern leiden, dann wäre es an Deinen Eltern ihr Verhalten als Großeltern überdenken. Doch Du kannst es nicht erzwingen. Kindermund tut Wahrheit kund, heißt es. Sie werden in ihrer Sprache einfach sagen was sie möchten oder auch nicht möchten.

Doch wie schon geschrieben, es besteht die Gefahr, daß hier über die (Enkel-)Kinder alte Konflikte zwischen Euch ausgetragen werden (sollen). Lass’ grundsätzlich die Kinder aus den Konflikten, nicht aus den Konfliktgesprächen, mit Deinen Eltern raus. Wenn Deine Kinder keine Lust mehr auf ihre Großeltern haben, werden sie schon selbst auf Distanz gehen. Und wenn die Kinder einen anderen Zugang zu ihren Großeltern haben als Du ihn hast, so lass’ ihn diesen auch.

Ich denke, Du solltest erstmal Deine eigenen Konflikte mit Deinen Eltern klären, ohne möglicherweise die Kinder als Grund vorzuschieben. Vielleicht ist es nötig eine Weile für Dich den Kontakt zu Deinen Eltern abzubrechen oder gar auch für immer. Doch lasse Deine Kinder selbst entscheiden, ob und wie sie einen Weg zu den Großeltern finden können. Zeige ihnen auch, daß es okay ist, wenn sie Kontakt haben, auch wenn Du keinen Kontakt mehr hast. Denn Deine Kinder werden wohl kaum Kontakt zu den Großeltern suchen, wenn sie spüren, daß Dich das traurig macht.

Das war nun etwas arg lang… aber mei, kurzfassen kann ich nicht so gut. :smile:Jeder hat halt so seine Schwächen. Seufz.

Ciao,
Romana

Hallo Inselchen,

sei nicht traurig, aber du bist und bleibst dein Leben lang die aus der Art geratene Tochter, das " schwarze Schaf ". Und somit sind dein Mann und deine Kinder es auch.
Mein Rat: steht dazu!!!
Das heißt im Klartext: Liebe Eltern, ich habe es satt heile Welt zu spielen, wo keine ist und für´s Fotoalbum sowieso nicht.
Den Kindern erklärst du liebevoll, aber kurz und knapp, dass du im Moment Probleme mit Oma und Opa hast, und dass es etwas dauern wird, bis sich dies klärt. Oma und Opa können jederzeit nach telef. Voranmeldung zu Besuch kommen.
Die Konsequenz aus dem Ganzen: du wirst erst mal verdammt oder so ähnlich. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, ich war mal die böse Schwiegertochter.
Das gibt sich, aber es dauert! Bei mir waren es ca 5 Jahre bis meine Schwiegereltern akzeptiert haben, dass ich meine Kinder erziehe wie ich es meine, dass ich ihr Haus nicht möchte, nicht einmal geschenkt und lieber selber baue, aber dafür habe ich Abstand und meine Ruhe etc. die Liste ist endlos.
Steh zu dir!!!
Steh zu deinen Kindern!!!
Und lass die Eltern abblitzen, sie kommen wieder. Wie gesagt das kann dauern, aber sie werden kommen.
Das wichtigste zum Schluß: Wenn du mit deinen Eltern redest und ihnen erklärst, dass du von allem die Nase voll hast: Mach ihnen keine Vorwürfe!!! Rede in der Ich ( wir ) Form also Ich fühle mich mies wenn ihr… oder die Kinder sind traurig wenn…
Auf keinen Fall sage Sätze die mit " Ihr habt " " Ihr wart " usw. beginnen!!!

Du bist stark, du kriegst das hin!

Viel Erfolg!

Katrin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Inselchen,

ich habe von deinen Zeilen den Eindruck, dass du nicht nur für deine Kinder die liebevollen Großeltern vermisst, sondern auch die liebevolle Mutter in deiner Kinderzeit. Kann das sein? Einfach jemanden, der sich einfühlsam und im Sinne der/des anderen um sie/ihn kümmert. Und der Preis, den du (noch) bereit bist zu zahlen für das liebevolle Bild von Familie, ist der „Verrat“ an sich selbst, wenn ihr zusammen vor der Kamera sitzt und eine heile Welt spielt.

Selbstverständlich hast du jedes Recht darauf, dir eine Welt zu schaffen, die dir und deiner Familie guttut! Und damit meine ich insbesondere auch, dass deine Kinder durch deine ehrliche Haltung deinen Eltern gegenüber lernen können, dass man Konflikten nicht aus dem Weg gehen muss, und dass man einen eigenen Platz einnehmen kann und soll(wieviel Raum hast du für dich, wenn du mal wieder heile Welt spielst?). Ich hab das Gefühl, dass bei euch jede Menge Doppelbotschaften vermittelt werden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Double-Bind-Theorie) Das verunsichert vor allem eure Kinder, die keine klaren (verbal und nonverbal geäußerten) Regeln haben, an die sie sich halten können. Was ich gut nachvollziehen kann (oder könnte, ich glaub, du hast gar nichts in der Richtung geschrieben), wären immer wieder auftauchende Schuldgefühle bei dir („ja, aber sie sind doch trotzdem meine eltern“ „ich willl aber meinen kindern die großeltern nicht wegnehmen“…). Ich bin dennoch der festen Überzeugung, dass es sich für euch alle (inklusive deiner Eltern) lohnt, wenn du dich aus diesem meiner Meinung nach sehr ungesunden System löst und eigene, klare Wege von Kommunikation findest.
Wichtig fände ich dabei, dass du dabei immer deine Position findest, stärkst und kommunizierst, und nicht in das offenbar übliche Schema in eurer Familie fällst, darüber nachzudenken, was du tun müsstest, damit der/die andere so und so reagiert, oder dich gar gezwungen siehst, dich dafür zu rechtfertigen, wie du handelst. Das wird bestimmt manchmal (oft?) schwer, aber ich denke, der Weg lohnt sich eben wegen der Klarheit, die du dir und deinen Kindern damit verschaffst.

Alles Gute für euch alle,
Anna

Liebe Anna,

ich habe von deinen Zeilen den Eindruck, dass du nicht nur für
deine Kinder die liebevollen Großeltern vermisst, sondern auch
die liebevolle Mutter in deiner Kinderzeit. Kann das sein?

Hmmmm… Meine älteste Tochter ist jetzt 10, ich hatte also viele Jahr Zeit, um zu erkennen, dass meine Eltern als Großeltern ebenso gleichgültig sind wie als Eltern. Ich denke, mit meiner eigenen, nicht glücklichen Kindheit habe ich weitgehend abgeschlossen, aber es kann natürlich indirekt immer mal wieder hochkommen, wenn meine Kinder traurig sind - und das sind sie, denn wir haben wirklich lauter Freunde, bei denen die Großeltern wirklich dabei sind, so dass die Kinder hautnah sehen, wie es sein KÖNNTE.

Was ich gut nachvollziehen kann (oder könnte,
ich glaub, du hast gar nichts in der Richtung geschrieben),
wären immer wieder auftauchende Schuldgefühle bei dir („ja,
aber sie sind doch trotzdem meine eltern“ „ich willl aber
meinen kindern die großeltern nicht wegnehmen“…).

Volltreffer - beides !

Im Prinzip habe ich Mitleid mit meinen Eltern, sie sind reich, meine Mutter hat gar nichts zu tun (hat auch eine Haushälterin), geht nur shoppen, das Haus ist wie aus „Schöner Wohnen“, aber niemand besucht sie freiwillig, weil sie streitsüchtig und egozentrisch ist - schuld sind aber immer die anderen…

Und für meine Kinder wünsche ich eben nicht, dass sie mir irgendwann vorwerfen, ich hätte ihnen die Großeltern vorenthalten. Diese schaffen es nämlich perfekt, den Eindruck zu vermitteln, dass sie „morgen, nein, nächste Woche, ach, halt nächsten Sommer oder so“ uuuunbedingt mal die Kinder erfreuen möchten - die Kinder durchschauen das nicht und machen sich dann immer noch lange Zeit Hoffnungen, die enttäuscht werden. Sie sind noch zu klein, um das ganz abzuhaken, denke ich.

Ich bin
dennoch der festen Überzeugung, dass es sich für euch alle
(inklusive deiner Eltern) lohnt, wenn du dich aus diesem
meiner Meinung nach sehr ungesunden System löst und eigene,
klare Wege von Kommunikation findest.
Wichtig fände ich dabei, dass du dabei immer deine
Position findest, stärkst und kommunizierst, und nicht in das
offenbar übliche Schema in eurer Familie fällst, darüber
nachzudenken, was du tun müsstest, damit der/die andere so und
so reagiert, oder dich gar gezwungen siehst, dich dafür zu
rechtfertigen, wie du handelst. Das wird bestimmt manchmal
(oft?) schwer, aber ich denke, der Weg lohnt sich eben wegen
der Klarheit, die du dir und deinen Kindern damit verschaffst.

Das stimmt wahrscheinlich. Ich bin schon auf dem Weg, habe ganz vieles sehr eingeschränkt, es gab noch viiiiiel schlimmere Zeiten, aber eben für mich, die Kinder haben das noch nicht so mitbekommen, bzw. waren noch nicht geboren. Um ganz ehrlich zu sein - für MICH wäre es am besten, den Kontakt komplett abzubrechen, ich bin nach jedem Treffen (und das geht sowieso immer nur 1-2 Stunden) fix und fertig.

Alles Gute für euch alle,

Danke und viele Grüße,

Inselchen

Liebe Katrin,

sei nicht traurig, aber du bist und bleibst dein Leben lang
die aus der Art geratene Tochter, das " schwarze Schaf ". Und
somit sind dein Mann und deine Kinder es auch.

Stimmt, was den Mann und mich betrifft. Dass es die Kinder irgendwie auch betreffen könnte, habe ich so noch gar nicht in Erwägung gezogen *grübel*. Meine Kinder sind meinen Eltern tatsächlich nie gut genug - obwohl wir seltsamerweise andere Menschen durchaus besuchen dürfen, und auch danach wieder kommen dürfen, bzw. oft hören, wie „brav“ die Kinder sind (was nicht stimmt *ggg*), ist es bei meinen Eltern immer kritisch. das geht schon los, wenn mein Jüngster, 4 Jahre alt, den Lichtschalter betätigt - er KÖNNTE schmutzige Finger haben, meine Mutter läßt da gleich einen Schrei.

Die Kinder sitzen nicht zwei Stunden lang still auf der Couch, bzw. die Mädchen schon, seit sie lesen können - sie nehmen sich einfach ein Buch mit *g*.

Die Kleidung der Kinder ist nicht wie gewünscht. Meine Töchter haben nie Rüschenkleidchen gemocht, mein Sohn ist sehr aktiv und lebhaft, da findet sich schnell mal ein Fleck auf der frisch gewaschenen Hose - schlechte Erziehung, finden meine Eltern.

Mein Rat: steht dazu!!!
Das heißt im Klartext: Liebe Eltern, ich habe es satt heile
Welt zu spielen, wo keine ist und für´s Fotoalbum sowieso
nicht.

DAS habe ich schon seit vorletzten Weihnachten abgeschafft, und es gab ganz schön Zoff, ich würde mich anstellen *ggg*. Ich habe ihnen einfach verboten, die Kinder zu filmen und zu knipsen, sie wohnen ja in der Nähe und dürfen jederzeit kommen (was sie definitiv außerhalb der Geburtstage nie tun).

Die Konsequenz aus dem Ganzen: du wirst erst mal verdammt oder

so ähnlich. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, ich war mal
die böse Schwiegertochter.
Das gibt sich, aber es dauert! Bei mir waren es ca 5 Jahre bis
meine Schwiegereltern akzeptiert haben, dass ich meine Kinder
erziehe wie ich es meine, dass ich ihr Haus nicht möchte,
nicht einmal geschenkt und lieber selber baue, aber dafür habe
ich Abstand und meine Ruhe etc. die Liste ist endlos.

*DieHandreicht*. In die Erziehung mischen sich meine Eltern nur noch wenig ein, vor allem, da sie die Kinder ja seltenst sehen. Aber sie erklären mir immer deutlichst, wie schlecht erzogen die Kinder sind - komisch nur, dass alle anderen das anders sehen *g*.

Steh zu dir!!!
Steh zu deinen Kindern!!!
Und lass die Eltern abblitzen, sie kommen wieder. Wie gesagt
das kann dauern, aber sie werden kommen.

Das ist der Knackpunkt: Meine beiden Elternteile haben mit allen Verwandten seit vielen Jahren bösen Streit - die Gründe dafür sind manchmal lächerlich (bei einem Onkel übrigens, dass er am Geburtstag meiner Mutter nicht angerufen hat - und jetzt machen SIE es bei der Enkelin ebenso). Meine Eltern sitzen wirlich lieber alleine daheim und reden sich ein, dass alle anderen sowieso unter ihrem Niveau sind, werden darin noch bestärkt von meinem ebenfalls schwierigen Bruder.

Sie werden NICHT kommen, ich werde sie dann erst wieder im Sarg sehen, da bin ich mir sicher.

Das wichtigste zum Schluß: Wenn du mit deinen Eltern redest
und ihnen erklärst, dass du von allem die Nase voll hast: Mach
ihnen keine Vorwürfe!!! Rede in der Ich ( wir ) Form also Ich
fühle mich mies wenn ihr… oder die Kinder sind traurig
wenn…
Auf keinen Fall sage Sätze die mit " Ihr habt " " Ihr wart "
usw. beginnen!!!

Danke, ich arbeite daran *grübelgrübel*.

Vielen Dank und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Romana,

Z.B. sind Deine Eltern erst nach der Geburt der Kinder so
geworden oder kennst Du sie schon von jeher so? Vermutlich
Letzteres.

Ja, sie waren schon immer so.

Hat sich das aus Deiner Sicht lieblose Verhalten

Deiner Eltern verschärft als Du einen Mann geehelicht hast der
nicht in ihrem Sinne für ihre Tochter war?

Nein, kann man nicht sagen, denn „weniger“ geht gar nicht *seufz*. Geändert hat sich nur das Verhalten meinem Mann gegenüber: Vor unserer Hochzeit wurde er ganz übel behandelt, durfte teilweise an Familienfeiern nicht teilnehmen und wurde massivst beleidigt. Nach der Hochzeit verhielten sie sich ihm gegenüber korrekt, aber gleichgültig.

Pseudonyme finde
ich interessant. Du nennst Dich Inselchen. Das mag weit
hergeholt sein und ich kann völlig daneben liegen. Doch könnte
es sein, daß Du Dir zwar die liebevolle Zuwendung Deiner
Eltern wünscht, Dich aber gleichzeitig abkapselst?

Nein, das passt nicht - das „Inselchen“ ist sozusagen historisch bedingt, der Diminuiutiv passt nicht wirklich zu mir, ich bin zwar klein, aber bissig *g*.

Möglicherweise seid Ihr Euch im Wesen unterschiedlich und
könnt’ einander nicht richtig verstehen, habt vielleicht nie
gelernt richtig miteinander zu kommunizieren.

Sagen wir so - ich kann mit fast allen Menschen (auch beruflich nötig), während meine Eltern mit niemandem auskommen. Sie haben recht, sie sind toll, sie sind allwissend - Zeitverschwendung, in irgend einem Punkt X auch nur ansatzweise einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Es gibt nicht gut oder böse, schwarz oder weiß… Vielleicht
wollten Deine Eltern das Beste für Dich und wollten einen Mann
mit viel Geld und sozialem Status für Dich, weil ihnen diese
Werte wichtig sind.

Das stimmt sicher. Deren Weltbild sieht ungefähr so aus: Ein richtiger MANN verdient SEHR viel Geld, eine richtige FRAU sorgt für eine schöne Wohnung und ein angenehmes Äußeres und dirigiert das Personal. Das ist sehr weit weg von meinen Werten *ggg*.

Können sie auch seine guten Eigenschaften sehen?

Sie sehen, dass er entgegen ihren Prognosen recht gut verdient (dass ich auch verdiene, spielt keine Rolle). Vom Vermögen meiner Eltern sind wir Lichtjahre entfernt (meine Eltern haben allerdings schon jung sehr gut geerbt), aber trotzdem sind sie neidisch auf jeden Urlaub, den wir machen.

Ich meine,

vielleicht meinst Du aus Deiner Angst heraus nicht gut genug
im Sinne Deiner Eltern geheiratet zu haben, daß sie negativer
über ihn denken als sie es möglicherweise tatsächlich tun?

Ich habe keine Angst, was meine Eltern über meinen Mann denken - ich weiß es ja, und es ist mir egal. Ich wollte NIE so leben wie meine Eltern, ich bin mit meinem Leben zufrieden, egal, was sie denken.

Oft werden auch Konflikte über Dritte, z.B. Kinder / Enkel
ausgetragen. Wenn Du Deine Eltern als Kind auch schon für Dich
als lieblos erlebt hast, kann es sein, daß Du heute über Deine
Kinder das zu einzufordern versuchst, was Du für Dich als Kind
nicht zu fordern wagtest?

Eher nicht, aber ich möchte meinen Kindern die ständige Enttäuschung ersparen.

Klar, Du siehst die Traurigkeit
Deine Kinder. Und vielleicht nimmt sie es auch tatsächlich
mit, daß sie so wenig Kontakt mit den Großeltern haben, daß
sie die falschen Geschenke erhalten. Vielleicht sind sie aber
auch nur deshalb oder viel mehr traurig, weil sie spüren, daß
Du traurig bist?

Ich denke, sie sind traurig, weil sie sehen, wie die Kinder in unserem Freundeskreis leben. Das ist eine Mischung aus materiellen Dingen - definitiv bekommen die anderen Kinder, und ich rede eben von unserem engen Freundeskreis ,sehr viel mehr Geschenke, von Großeltern und Onkel/Tanten (was wir halt auch nicht haben), aber auch ZEIT und INTERESSE.

Gut, das sind nun alles Hypothesen bzw. Theorien. Was Du tun
könntest?

Spreche offen und ohne Vorwürfe mit Deinen Eltern, sage ihnen
was Du Dir für Dich wünscht und wie Du es empfindest, daß
Deine Kinder auf die Großeltern reagieren.

Das habe ich schon mehrfach versucht, aber es endet immer nur darin, dass sie mir vorwerfen, ich würde die Kinder gegen sie aufhetzetn - durchaus lächerlich *nerv*.

Doch Du kannst nicht die Art und das
Maß des Geliebtwerdens einklagen.

Stimmt. Aber dann kann ich auch nicht zulassen, dass sie den Kindern eine Zuneigung vorspielen und sie damit nur traurig machen. Die Konsequenz kann dann nur heißen, den Kontakt abzubrechen.

Ursprünglich dachte ich, es wäre vielleicht gut bei der
nächsten Geschenkevergabe die Kinder mit einer Videokamera
„sachlich“ zu interviewen. Frage sie was sie von ihrem
Geschenk halten. Sie sollen es ganz offen und ehrlich sagen.
Wenn es ihnen gefällt, dann toll. Wenn nicht, dann frage sie,
was sie sich von ihren Großeltern gewünscht hätten, an
materiellen aber auch inmateriellen Dingen. Stelle
gegebenenfalls die Fragen neutral und nicht manipulativ. Du
kannst auch die Kinder beschreiben lassen wie sie ihre
Großeltern empfinden, (z.B. ist es möglicherweise für eine
Tochter toll wie toll Deine Oma immer gekleidet ist, aber
vielleicht mag sie nicht wie schnell sie immer ihr das Haar
bürstet. Und wenn Du all das aufnimmst, bildet sich ein
aktuelles Bild Deiner Kinder der Großeltern.) was sie an ihren
Großeltern mögen und was nicht, was sie sich von ihnen
wünschen würden… Und dieses Video kannst Du dann Deinen
Eltern geben.

Meine beiden Töchter wollen natürlich die Oma nicht beleidigen, und sind deshalb ständig hin- und hergerissen, ob sie nun die Wahrheit sagen dürfen - dass das Geschenk doof ist oder dass sie jetzt zum 100. Mal hören, man würde mit ihnen ein Eis essen gehen, sie das aber gar nicht mehr glauben können - oder lieber lügen.

Ich brauche so ein Video definitiv nicht, denn ich weiß, dass die KINDER leiden - um die ging es mir hier.

Doch wie schon geschrieben, es besteht die Gefahr, daß hier
über die (Enkel-)Kinder alte Konflikte zwischen Euch
ausgetragen werden (sollen).

Es sind keine alten Konflikte, es sind immer dieselben, die wir nicht einmal mehr thematisieren - wozu, die Ansichten sind klar, da gibt es keine weiteren Diskussionen.

Wenn Deine Kinder keine Lust mehr auf ihre
Großeltern haben, werden sie schon selbst auf Distanz gehen.
Und wenn die Kinder einen anderen Zugang zu ihren Großeltern
haben als Du ihn hast, so lass’ ihn diesen auch.

Meine Kinder können die Großeltern nicht ohne mich sehen - die Großeltern kommen nie hierher, und sie nehmen die Kinder auch nicht zu Besuch, ist zu anstrengend. Keine Chance also für die Kinder, alleine einen Weg zu den Großeltern zu finden.

Das war nun etwas arg lang… aber mei, kurzfassen kann ich
nicht so gut. :smile:Jeder hat halt so seine Schwächen. Seufz.

Ich kann auch nicht kurz *g* - danke trotzdem :wink:

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Andrea,

tja, es tut gut, dass andere sich auch mit ähnlichen Problemen herumärgen müssen *schiefgrins*.

Also zum einen zieh für Dich den Schlussstrich, Du setzt immer
wieder Hoffnungen in das Verhalten Deiner Eltern die sie nicht
erfüllen können oder wollen. Gib es auf um Ihre Gunst zu
kämpfen und konzentrier Dich auf Deine eigene kleine Familie.

Du hast recht, absolut.

Ich lebe sicher auch besser ohne meine Mutter und habe den
Kontakt nur noch auf das beschränkt was notwendig ist. Also
wenn meine Kids sie besuchen wollen und sei es nur um mit
meinen Neffen, die samt meinen Bruder bei Ihr leben, zu
spielen. Ich fahre hin unterhalte mich kurz belanglos und
fahre weg, später hol ich die Kids dann wieder ab.

Das entfällt bei uns, weil die Kinder alleine nicht zu ihnen dürfen (zu anstrengend…).

Eine Hand wäscht die andere und beide das Gesicht oder Ehrlich
währt am längsten das sind Ihre Redensarten mit denen ich
aufgewachsen bin. Wenn Sie nicht in der Lage ist sich danach
zu richten dann hat sie halt Pech.

Hart, aber wahr…

Vielen Dank und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Maid,

Meine Eltern waren noch nie mit einem der Kinder ein Eis
essen, im Zoo, spazieren oder sonstwas. Zur Einschulung der
beiden älteren Kinder sind sie nicht erschienen.

Das ist sicher traurig, aber nicht zu ändern.

Nein, aber dann sollen sie es ganz lassen und nicht immer wieder den Kindern neue Hoffnung machen.

Als ich

Betreuung brauchte, suchte ich eine Tagesmutter, denn meine
Mutter machte schon in der Schwangerschaft klar, dass SIE
nicht babysitten werde (habe ich auch nicht einkalkuliert, da
sie schon immer sehr kalt und herzlos war).

Es sind ja auch Deine Kinder und nicht die Kinder Deiner
Mutter. Schön, wenn Großeltern so etwas tun, die meißten sind
wahrscheinlich auch eher traurig, weil sie nicht so oft
Babysitten dürfen, wie sie wollten, aber es ist das Leben
Deiner Mutter und wenn sie nix dran findet, dann ist das so zu
akzeptieren.

Ähm, ich hätte meinen Kindern meine Mutter niemals ZUGEMUTET, ich habe das nur erwähnt als Gesamtbild. Ich wurde damals übrigens oft blöd angemacht, weil mein Sohn von einer fremden Frau betreut wurde, wo es doch eine Oma mit Zeit ohne Ende gibt - wir wohnen hier ländlich, da ist das völlig üblich.

Im übrigen hat sie selbst dann nicht geholfen, als ein echter, schwerer Notfall eingetroffen ist - da haben selbst die Ärzte im Krankenhaus gemeint, so etwas hätten sie noch nie erlebt (würde jetzt den Rahmen sprengen).

Trotzdem ist das ebenfalls zu akzeptieren. Mit einem Geschenk
äußert sich nun mal der Geber. Wenn Deine Eltern es toll
finden, unpassende Geschenke zu machen, ist das ihre Sache. Es
gibt keinen anspruch auf passende Geschenke und einem
geschenkten Gaul schaut man bekannterweise nicht ins Maul.
Deine Kinder können die Geschenke ggf. ja ablehnen.

Die Kinder trauen sich nicht, die Geschenke abzulehnen. Sie sind hin- und hergerissen, wie sie reagieren sollen.

Ich weiß nicht, ich glaube, es geht Dir doch auch um Dich. Aus
allen deinen Worten hier spricht eine tiefe Enttäuschung über
Deine Eltern.

Um mich geht es vielleicht AUCH, aber wirklich nur sehr wenig, ich bin damit durch. Meine Eltern sind/waren halt so, jetzt bin ich ja „groß“, also was soll’s.

Deinen Kindern machst Du es damit eigentlich nur

schwer, denn Du erlegst Ihnen Deine eigene Haltung und
Vorstellung sozusagen auf. Ich habe auch so eine ‚blöde‘
Mutter, trotzdem schätzen meine Kinder selbige, weißt Du
warum? Weil sie Nintendo spielt…so eine Oma haben die
anderen Kinder nämlich nicht. Und Wärme und Geborgenheit
kriegen sie zu Hause, dazu benötige ICH keine Oma.

Die Großeltern meiner Kinder behandeln sie total gleichgültig, hängen aber 2 x pro Jahr die tollen Großeltern heraus - sie spielen NIE mit den Kindern, auch nicht Nintendo *g*.

Jetzt

haben zumindest die Großen erkannt, dass da rein gar nichts
ist außer heißer Luft. Meine Älteste leidet sehr darunter, vor
allem deshalb, weil ihr einer Pate - mein Bruder - seit Jahren
keinen Kontakt zu ihr hat, meine Eltern siehe oben, und dann
gibt es eben nur noch meine recht umständliche und
hilfebedürftige Schwiegermutter.

Was ist an so einer Oma auszusetzen? Mich stört da das ‚nur‘.
Worum geht es denn hier, wirklich um Menschlichkeit?

Mit „nur“ ist die „Anzahl“ der Menschen gemeint, die eine verwandtschaftliche Bindung haben (könnten), wie meine Kinder es in ihrem Umfeld sehen.

Bei all ihren Freundinnen
aber gibt es eine richtige Familie, da bekommt sie sehr gut
mit, dass die Mädchen mal ein paar Tage bei Oma sind, sogar
mit fitten Großeltern verreisen, Wünsche erfüllen, ins Kino
gehen …

Tja, es gibt fast immer irgendow Menschen denen es besser
geht. Und es gibt Menschen, denen es schlechter geht, Kinder
die misshandelt werden und überhaupt nix und niemanden haben,
der sie liebt. Da können sich Deine Kinder freuen, dass sie
Dich haben. Das solltest Du mal betonen, statt sie in der
ENttäuschugn zu bestärken.

Mal abgesehen, dass ich ihnen das schon klarmache, hinkt der Vergleich einfach.

Und was ist mit anderern Verwandschaft? Wenn die kommen und es
da anders, dann frage ich mal ‚wieviel Verwandschaft braucht
ein Kind?‘. Konzentriert Euch also besser auf die, wo es so
funktioniert, wie es Euch gefällt.

Das ist nur noch eine Tante, die weiter weg wohnt und keinen wirklichen Bezug zu den Kindern hat, und die umständliche Schwiegermutter - mehr nicht.

Meine Oma sagte immer, nimm den Menschen wie er ist, hast die
meißte Freud an ihm.

Kluge Omi *g*.

Danke und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Ray,

gute Idee, ich denke darüber nach. Ansonsten Volltreffer *Sternchengeb*.

Vielen Dank und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Claren,

ganz spontan: nabel dich ab!

Nun ja, ich bin eigentlich schon der Meinung, dass ich das schon laaaaange bin…

Daran kranken doch die meisten verwandtschaftlichen
Verhältnisse, nämlich an gegenseitigen Erwartungshaltungen und
Enttäuschungen.

Das stimmt allerdings ! Wenn ich mir manchmal anhöre(n muss), wer in dieser Sippschaft wen angeblich mal schräg angeguckt hat, aber ich darf ja nichts weitersagen, und überhaupt - gräßlich ! Ich bin da irgendwie die Einzige, die weitgehend sagt, was sie denkt - meine Eltern wissen durchaus, wie mies ich grundsätzlich die Art finde, auf die sie Großeltern „spielen“.

Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dich das Verhalten
deiner Mutter kränkt, denn was deinen Kinder durch ihr
Verhalten nicht gut tut, geht automatisch auch dir gegen den
Strich.

Stimmt - für meine Kinder werde ich zur Löwenmutter :wink:

Und so möchte ich dir raten, dass du das, was du dir von
deiner Mutter erhoffst, genauer durchdenkst. Möglicherweise
kann sie nicht anders. Vielleicht hat sie ein
Identitätsproblem damit, dass du Mutter bist, nach dem Motto "
wie kann mein Kind Kinder bekommen, und wo bleibe ich?" So
etwas könnte ich mir gut vorstellen.

Das kann schon sein. Große Probleme mit sich selbst hat sie sowieso, manchmal vermute ich auch, dass sie schrecklich neidisch auf uns ist, obwohl es ihr wirklich sehr gut gehen KÖNNTE, wenn… nun ja, sie kann nicht aus ihrer Haut. Dito mein Vater, aber der hat wenigstens seine Arbeit (und sonst nix).

Wenn du sie nicht „erwiderst“ (ich denke, sie bekommt sehr

wohl mit, wenn du sauer auf sie bist, was dann auf einen
gewohnten Machtkampf hinausläuft, der ihr nur zur Bestätigung
dient), dann hat sie alleine daran zu kauen, dass du in einer
eigenen Welt, mit eigenen Regeln und mit begrenzten
Möglichkeiten lebst, nämlich das was dein Familienleben
ausmacht.
Und entweder schließt sie sich dir zeitweilig an, oder sie
läßt es ganz bleiben, oder sie bemüht sich um ihre persönliche
Rolle, die sie bei ihren Enkeln spielen mag und die von ihnen
akzeptiert wird.
Abnabeln bedeutet, dass du Oma und Enkelkinder einfach für
sich sein läßt (soll die Oma doch schenken wann und was sie
will / sollen sich doch die Kinder darüber ärgern oder freuen

  • was kann da schon passieren?), und ihre eigene
    Kommunikationsebenen aufbauen mit allem was dazugehört:
    Freude, Nähe, Streit und Ärger…

Das setzt aber die Möglichkeit voraus, dass Oma-Enkel kommunizieren können. Da aber keine Besuche möglich sind, beschränkt es sich auf die „Auftritte“ der Großeltern mit lauter leeren Versprechungen, was vor allem für die Kinder nur Frust bedeutet.

In einem kannst du sicher sein. Für deine Mutter sind deine
Kinder ganz bestimmt nicht unwichtig - aber sie ist heftig am
Kämpfen und Rudern, um mit einem Selbstbild klar zu kommen,
das sie eher als Karikatur empfindet.

Volltreffer - sie hat ganz erhebliche Probleme damit, älter zu werden. Ihr ganzes Leben ist auf schönen Schein aufgebaut, ein falsch liegendes Haar bringt sie zur Verzweiflung. Sie sieht auch durchaus gut aus für ihr Alter, ist immer teuer und ausgefallen angezogen, aber sie hasst einfach ihr Alter. Als meine erste Tochter unterwegs war, erklärte sie jedem, man dürfe sie niemals mit „Oma“ ansprechen… das sagt ja einiges aus.

Und deine Kinder brauchen ihre Oma, weil sich jeder Mensch
fragt woher er kommt, und er immer auf der Suche nach seinen
Wurzeln ist.

Eben ! Das ist meine größte Sorge, wenn ich den Kontakt abbreche. ICH bin damit durch, aber die Kinder verstehen es (noch) nicht wirklich *seufz*.

Danke und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Eckard,

Ein solches Verhalten führt unweigerlich zu den
vielbejammerten Gräben zwischen den Generationen.
Selbstsüchtiges Verhalten, solange es noch einigermassen geht,
aber dann jammern, wenn sich niemand um einen kümmert.

In DEM Punkt bin ich mit mir zumindest theoretisch im reinen: Wenn meine Eltern einmal Pflege brauchen, dann werde ich alles veranlassen, die bestmögliche Lösung für sie suchen - aber ich werde sie niemals selbst pflegen.

Schon deshalb nicht, weil sie während wirklich schwerer Wochen es fertiggebracht haben, dass meine Tochter als ganz kleines Kind von Fremden versorgt werden mußte, obwohl sie alle Zeit der Welt haben. SO mache ich es mit ihnen dann auch, und ich hoffe sehr, dass ich kein schlechtes Gewissen haben werde. Sie haben sich mein ganzes Leben lang mir gegenüber unterirdisch verhalten, da werde ich NICHT mehr als meine Pflicht tun.

Für Inselchen: Such Dir „Ersatzgroßeltern“

Ein bißchen sind meine Kinder von den Eltern meiner Freundin mit adoptiert, aber eben nur ein bißchen :wink:

Danke und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Schneehase,

also zuerst mal nicht mehr traurig sein, ich kann Dich echt
gut verstehen, habe ähnlichen Stress mit meinen Eltern

Hach, ich bin fast doppelt so alt wie Du, ich würde mir wünschen, dass ich mal Ruhe vor diesem familiären Mist habe *nerv*.

Du solltest
Deinen Kindern ja auch in der Hinsicht ein Vorbild sein, dass
Du ihnen vorlebst, dass man sich auch nicht alles gefallen
lassen kann.

Stimmt allerdings.

Deine Kinder haben ja später immer noch die
Chance den Kontakt zu ihren Großeltern zu suchen, Du hast ja
geschrieben, dass diese noch recht jung sind.

Ja, da hast Du auch wieder recht.

Ich würde es noch einmal mit einem klärenden Gespräch(unter
Erwachsenen) versuchen, in aller Ruhe und nicht in einer
akuten Konfliktsituation.

DAS kann man bei meinen Eltern wirklich komplett vergessen !

Wenn auch das nichts nützt könntest Du den Kontakt ja für eine
Weile auf Null herunterfahren, auch dass muss ja nicht für
immer sein, vielleicht merken Deine Eltern ja was ihnen da
entgeht:smile:

Sie werden das niemals merken, daran glaube ich nicht.

Ich finde es ist wichtig, dass Du /Ihr Euch wohlfühlt und
glücklich seid, es gibt so viele, die kein harmonisches
Familienleben haben, dass ist zwar schade aber eben nicht zu
ändern.

Auch wieder wahr :wink:.

Danke und viele Grüße,

Inselchen

Hallo Inselchen,

Und für meine Kinder wünsche ich eben nicht, dass sie mir
irgendwann vorwerfen, ich hätte ihnen die Großeltern
vorenthalten.

ja, das versteh ich gut. Trotzdem hab ich gar nicht das Gefühl, dass du deinen Kindern etwas vorenthalten würdest - wenn ichs richtig verstanden habe, hätten deine Eltern ja die Möglichkeit, Kontakt zu ihren Enkeln zu haben, wenn sie sich an die (noch festzusetzenden) Spielregeln halten würden?

Diese schaffen es nämlich perfekt, den Eindruck zu vermitteln,
dass sie „morgen, nein, nächste Woche, ach, halt nächsten
Sommer oder so“ uuuunbedingt mal die Kinder erfreuen möchten -
die Kinder durchschauen das nicht und machen sich dann immer
noch lange Zeit Hoffnungen, die enttäuscht werden. Sie sind noch
zu klein, um das ganz abzuhaken, denke ich.

Das ist echt total schade und traurig. Wissen deine Kinder, dass die Großeltern selbst entscheiden, ob sie kommen wollen oder nicht? Dass sie also als Erwachsene die Verantwortung übernehmen für ihr (Nicht-)Handeln? Ich glaube schon, oder? Wenn es so ist, dann lernen sie auch aus den Konsequenzen, die sich aus dem Verhalten ihrer Großeltern ergeben: entweder eine Mama, die ein solches Verhalten von Erwachsenen quasi entschuldigt oder billigt, wenn sie zumindest nach außen hin über die immer wieder enttäuschten Erwartungen hinwegsieht, oder eine Mama, die solche Unstimmigkeiten zwischen Worten und Handlungen anspricht und Klarheit einfordert. Ich glaube, an der zweiten Mama können sich Kinder sehr viel besser orientieren.

Um ganz ehrlich zu sein - für MICH wäre es am besten, den Kontakt
komplett abzubrechen, ich bin nach jedem Treffen (und das geht
sowieso immer nur 1-2 Stunden) fix und fertig.

Das glaub ich gern. Du musst es bei den Treffen offensichtlich ja auch schaffen, die Gedanken und Botschaften, die du deinen Eltern eigentlich mitteilen willst, zu unterdrücken und sie mit heile-Welt-Bildern zu überlagern. Und ich denke sehr wohl, dass deine Kinder das mitkriegen, auch wenn sie es nicht wirklich zu fassen kriegen, auch aus eigener Erfahrung heraus halte ich Kinder da für sehr sehr feinfühlig.
Ich glaube, ich fände es sehr wichtig, dass deine Eltern verstehen, dass sie etwas grundlegend verändern müssen, wenn sie dich und deine Familie nicht verlieren wollen. Und um das verstehen zu können, ist es meiner Meinung nach hilfreich, dass sie deine Botschaft sehr klar verabreicht bekommen:

  • vielleicht schriftlich, damit sie es auch immer wieder lesen und darüber nachdenken können
  • sie brauchen deinen Standpunkt, d.h. sag ihnen nur das, was du denkst und fühlst, etwa „ich will mich auf euch und eure Worte verlassen können“ statt ihr Handeln zu beschreiben „immer sagt ihr etwas, was ihr dann nicht einhaltet“
  • sag ihnen, dass und was dich verletzt, aber wie oben, lieber „es hat mich verletzt, dass…“ als „ihr habt mich verletzt mit…“
  • sag ihnen ganz direkt, dass du von ihnen erwartest, dass und in welcher Form sie ihr Verhalten ändern
  • du musst dich für nichts rechtfertigen. Es ist dein Lebensweg und der deiner Kinder, und du entscheidest dich für den Weg, der dir am besten erscheint. Das ist der beste Grund, dens gibt, denke ich. Alle Schuldgefühle, mit denen es deine Eltern jahrelang geschafft haben, dich „bei der Stange zu halten“, haben bei einer Entscheidungsfindung nichts verloren. Ich weiß, dass das schwer sein kann. Aber die Verantwortung für ihr Handeln liegt allein bei deinen Eltern, lass sie auch dort.

Hoffentlich helfen dir meine nächtlichen Gedanken etwas, alles Gute!
Anna

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