Servus Gandalf,
nehmen wir mal an, ein Kollege, der durchaus intelligent und
fähig ist, ha tein Problem mit der Motivation.
Routinearbeit macht ihm ernsthafte Probleme.
Dazu gehört z.B. die Dokumentation von Versuchsergebnissen,
damit seine Kollegen und Vorgesetzten diese Arbeit nachhalten
und auswerten bzw. auch verwerten können.
Auf Nachfrage kann er aus dem Gedächtniss oder auch aus seinen
rohen Aufzeichnungen die Ergbnisse nachvollziehen, wenn er
aber mal nicht greifbar ist, gibt es aber durchaus schon
Probleme damit.
Er arbeitet nachweislich korrekt, er hat auch keine Probleme
seine Arbeit zu verstehen, allein, seine Art die Ergebisse zu
dokumentieren läßt zu wünschen übrig.
Dazu kommt, daß seine Arbeitgeschwindigkeit bzw. sein
Arbeitseinteilung sagen wir mal verbessserungswürdig ist.
In Gesprächen sieht er diese Mängel durchaus ein und ist
anschließend einige Zeit korrekt, bald schleicht sich aber der
Schlendian aber wieder ein.
Von einer Abmahnung soll (vorerst) abgesehen werden.
Was ist in einem solchen Fall ratsam?
wie schon vielfach genannt, sind Einstellungen von Personen nicht änderbar. Also geht es über Anreizsysteme (wofür ich im genannten Fall leider kein sinnvolles Beispiel wüsste), oder man muss auf anderem Wege zum Ziel kommen.
Frage:
- sollen die Arbeiten von einer bestimmten Person nachvollzogen werden, oder allgemein nach Bedarf nachvollziehbar sein?
Bei einer bestimmten Person würde es sich anbieten, am Ende eines Projektes den besagten Mitarbeiter mit dieser Person zusammenzusetzen, die Vorgehensweise durchzusprechen und der Empfänger notiert sich für sich selbst verständlich den Weg zum Ziel. Das geht wesentlich schneller, als alles andere, und ist auch noch effizienter. Besonders nach mehrfacher Anwendung wird sich eine eingespielte Schnittstelle entwickeln, die dann äußerst effizient ist.
Soll für die Allgemeinheit dokumentiert werden, müsste man eine Person bereitstellen, welche die Dokumentation auf selbige oben beschriebene Weise vornimmt. Das ist zwar nicht ganz so einfach, weil derjenige seinerseits erstmal verstehen muss, was Interessenten im Falle des Falles für wichtig halten werden, aber immerhin. Vorteil: Der (unmotivierte) Mitarbeiter kann sich auf das konzentrieren, was er kann, wird nicht mit schlechtem Gewissen wegen mangelnder Dokumentation belastet und unterm Strich ist der Arbeitseinsatz wiederum effizienter, da bei Arbeitsteilung, wo jeder das macht, was er besser kann (schon wieder) Effizienzgewinne beinahe unvermeidbar sind.
moe.