Unmotiviert - was tun?

Hallo Gemeinde,

nehmen wir mal an, ein Kollege, der durchaus intelligent und fähig ist, ha tein Problem mit der Motivation.

Routinearbeit macht ihm ernsthafte Probleme.
Dazu gehört z.B. die Dokumentation von Versuchsergebnissen, damit seine Kollegen und Vorgesetzten diese Arbeit nachhalten und auswerten bzw. auch verwerten können.
Auf Nachfrage kann er aus dem Gedächtniss oder auch aus seinen rohen Aufzeichnungen die Ergbnisse nachvollziehen, wenn er aber mal nicht greifbar ist, gibt es aber durchaus schon Probleme damit.

Er arbeitet nachweislich korrekt, er hat auch keine Probleme seine Arbeit zu verstehen, allein, seine Art die Ergebisse zu dokumentieren läßt zu wünschen übrig.
Dazu kommt, daß seine Arbeitgeschwindigkeit bzw. sein Arbeitseinteilung sagen wir mal verbessserungswürdig ist.
In Gesprächen sieht er diese Mängel durchaus ein und ist anschließend einige Zeit korrekt, bald schleicht sich aber der Schlendian aber wieder ein.

Von einer Abmahnung soll (vorerst) abgesehen werden.

Was ist in einem solchen Fall ratsam?

Gandalf

Hallo Gandalf,

Von einer Abmahnung soll (vorerst) abgesehen werden.
Was ist in einem solchen Fall ratsam?

Imho klarstellen, ob das, was er unter
„seiner Arbeit“ verstehen will, sich mit
dem deckt, was ihr unter „seiner Arbeit“
verstehen wollt.

Ist es nicht so, hat es imho wenig Sinn,
ihn um etwas durchzuschleifen, was ihm
keinen Spass macht. Das bringt ihm
und Euch nichts.

Mein Senf

Grüße

CMБ

Hallo Gemeinde,

hallo herr pfarrer :smile:

Er arbeitet nachweislich korrekt, er hat auch keine Probleme
seine Arbeit zu verstehen, allein, seine Art die Ergebisse zu
dokumentieren läßt zu wünschen übrig.

das liegt eben nicht jedem und hat auch m.e. nix mit schlendian zu tun. ich hatte einen kollegen, der war höchst geeignet als feuerwehr, der konnte aus dem stand komplexe lösungen entwickeln - aber den habe ich nie bei schreibkram erwischt!

es gibt eben die jäger, die zu kurzzeitigen höchstleistungen fähig sind und die bauern, die im schweiße ihres angesichts tag für tag das feld bestellen. niemand kann lange gegen seine natur.

wenn ihr die kapazitäten eures kollegen sinnvoll nutzen wollt, überlegt ihr besser, ob sich nicht die arbeit auch kreativer gestalten bzw. verteilen läßt. vielleicht gibt es ja auch was, was euch keinen spaß macht, er aber gerne übernimmt.

Dazu kommt, daß seine Arbeitgeschwindigkeit bzw. sein
Arbeitseinteilung sagen wir mal verbessserungswürdig ist.

na wat nu? kann man ihm im gehen sie schuhe besohlen oder was?
scheint mir aber bald so, als wäre die langsamkeit nicht sooooo das vorrangige problem. hauptsache, er macht seinen papierkram wie sich das gehört. *g*

Von einer Abmahnung soll (vorerst) abgesehen werden.

was sollte die denn zum inhalt haben? die forderung einer wesensänderung?

Was ist in einem solchen Fall ratsam?

findet raus, ob er unterm strich ein gewinn für das team ist.
wenn ja, wie ihr euch am sinnvollsten ergänzt.

gruß
ann

Hi Gandalf,

Unternehmensführung ist die Kunst, die Fähigkeiten der Mitarbeiter dem Unternehmen zugutekommen zu lassen oder anders gesagt, aus den Leuten rauszuholen, was in ihnen drinsteckt. Also nutzt gefälligst seine Talente und stellt ihm eine/n zu Seite, der seine Geistesblitze dokumentiert. Wenn seine Ergebnisse das rechtfertigen - das könnt nur ihr beurteilen.

Zur Überschrift: Aus meiner Praxis weiß ich, dass Ergebnisse dokumentiert werden sollen, habe ich auch mal mit Feuereifer gemacht. Als ich dann feststellen musste, dass sich dafür keine Sau interessierte, war meine Motivation schlagartig im Keller. Ursachenforschung ergab, dass Infos nur dann gefressen werden, wenn sie mundgerecht aufbereitet werden - dass Wissen erarbeitet werden muss, wollte keiner wahrhaben. Ist aber so; mir (und Dir) hilft nichts, was ein anderer schon mal gedacht hat, ich muss es nacharbeiten.

Solche Probleme sind mit Abmahnungen nicht zu lösen, es sei denn, damit sollte eine Kündigung vorbereitet werden.

Gruß Ralf

Was ist in einem solchen Fall ratsam?

Auf Alkoholkonsum prüfen!

rolf

moin gandalf,

nehmen wir mal an, ein Kollege, der durchaus intelligent und
fähig ist, ha tein Problem mit der Motivation.

das ist kein motivationsproblem, der mann ist halt kein erbsenzähler dazu brauchts fähigkeiten die er nicht hat, also muss er sich dazu zwingen. das geht aber nicht auf dauer.
ihn umbiegen zu wollen könnt ihr vergessen, dann könnt ihr ihn auch direkt kündigen.
vielleicht findet sich jemand der die eurem kollegen fehlenden fähigkeiten im überfluss hat und die zwei können sich zum wohle aller ergänzen. sprecht drüber es hilft.

Dazu kommt, daß seine Arbeitgeschwindigkeit bzw. sein
Arbeitseinteilung sagen wir mal verbessserungswürdig ist.

könnte sein, dass der versuch euren wünschen zu entsprechen ne menge energie kostet, die ihm dann an anderer stelle fehlt.
dazu das wissen, dass er es eigentlich anders machen sollte, das belastet.

maddin

Servus Gandalf,

nehmen wir mal an, ein Kollege, der durchaus intelligent und
fähig ist, ha tein Problem mit der Motivation.

Routinearbeit macht ihm ernsthafte Probleme.
Dazu gehört z.B. die Dokumentation von Versuchsergebnissen,
damit seine Kollegen und Vorgesetzten diese Arbeit nachhalten
und auswerten bzw. auch verwerten können.
Auf Nachfrage kann er aus dem Gedächtniss oder auch aus seinen
rohen Aufzeichnungen die Ergbnisse nachvollziehen, wenn er
aber mal nicht greifbar ist, gibt es aber durchaus schon
Probleme damit.

Er arbeitet nachweislich korrekt, er hat auch keine Probleme
seine Arbeit zu verstehen, allein, seine Art die Ergebisse zu
dokumentieren läßt zu wünschen übrig.
Dazu kommt, daß seine Arbeitgeschwindigkeit bzw. sein
Arbeitseinteilung sagen wir mal verbessserungswürdig ist.
In Gesprächen sieht er diese Mängel durchaus ein und ist
anschließend einige Zeit korrekt, bald schleicht sich aber der
Schlendian aber wieder ein.

Von einer Abmahnung soll (vorerst) abgesehen werden.

Was ist in einem solchen Fall ratsam?

wie schon vielfach genannt, sind Einstellungen von Personen nicht änderbar. Also geht es über Anreizsysteme (wofür ich im genannten Fall leider kein sinnvolles Beispiel wüsste), oder man muss auf anderem Wege zum Ziel kommen.

Frage:

  • sollen die Arbeiten von einer bestimmten Person nachvollzogen werden, oder allgemein nach Bedarf nachvollziehbar sein?

Bei einer bestimmten Person würde es sich anbieten, am Ende eines Projektes den besagten Mitarbeiter mit dieser Person zusammenzusetzen, die Vorgehensweise durchzusprechen und der Empfänger notiert sich für sich selbst verständlich den Weg zum Ziel. Das geht wesentlich schneller, als alles andere, und ist auch noch effizienter. Besonders nach mehrfacher Anwendung wird sich eine eingespielte Schnittstelle entwickeln, die dann äußerst effizient ist.

Soll für die Allgemeinheit dokumentiert werden, müsste man eine Person bereitstellen, welche die Dokumentation auf selbige oben beschriebene Weise vornimmt. Das ist zwar nicht ganz so einfach, weil derjenige seinerseits erstmal verstehen muss, was Interessenten im Falle des Falles für wichtig halten werden, aber immerhin. Vorteil: Der (unmotivierte) Mitarbeiter kann sich auf das konzentrieren, was er kann, wird nicht mit schlechtem Gewissen wegen mangelnder Dokumentation belastet und unterm Strich ist der Arbeitseinsatz wiederum effizienter, da bei Arbeitsteilung, wo jeder das macht, was er besser kann (schon wieder) Effizienzgewinne beinahe unvermeidbar sind.

moe.