Hallo!
Ich habe bei meinem Golf-Variant (Baujahr 1999, nur 41000km gelaufen) erstmalig eine Hauptuntersuchung bei einer Werkstatt machen lassen - bisher war ich immer selbst zum TÜV gefahren.
Eine Stunde nachdem ich (ohne Wagen) die Werkstatt verlassen hatte, wurde der TÜV-Bericht erstellt (9:26 Uhr) einziger Kritikpunkt an meinem Auto war leichter Austritt von Öl. Nachmittags um 16 Uhr ruft mich der Meister an und teilt mir mit, dass alles halb so schlimm gewesen sei (mit dem Öl). Sonst nichts. Eine weitere Stunde später will ich das Auto abholen und stehe vor einer Rechnung von 1055 EUR. Ein wesentlicher Posten: Austausch der Bremsen inkl. der Scheiben!!!
Die Werkstatt behauptet, dass die Bremsscheiben „ein schlechtes Bild“ gehabt hätten und dass der Austausch notwendigerweise VOR der Hauptuntersuchung stattgefunden habe. Ich verlange meine alten Bremsscheiben und nehme sie mit.
Eine Scheibe ist auf den Flächen, wo gebremst wird, blitzeblank (und auch einen Millimeterbruchteil abgefahren). Innen, wo sie befestigt wird ist sie rostbraun (also leichter Rost). Die andere Scheibe glänzt auf den Bremsflächen viel weniger und hat ungleichmäßig verteilte kleine Rostflecken (und scheint kaum Substanzverlust erlitten zu haben). Im inneren Bereich der Befestigungen hat diese Scheibe keinen Rost. Meine Frage: Ist es denkbar, dass diese ungleichen Scheiben tatsächlich 9 Jahre und 41000km gemeinsam auf der Vorderachse meines Autos im Einsatz waren? Meine Vermutung: Nein.
Nebenbei glaubt bisher auch niemand, dass mein Auto in seiner ersten Stunde des Werkstattaufenthalts sowohl neue Bremsscheiben als auch die Hauptuntersuchung durchlaufen hat. Dafür spricht auch, dass die Werte meiner Bremsen kontinuierlich von HU zu HU schlechter wurden (auch diesmal) - mit frischen Scheiben und Klötzen hätte das doch anders ausgesehen, oder?
Ein Foto der beiden Scheiben hab ich natürlich - man scheint es hier aber nicht einbinden zu können.