Unordnung

ja, daran mag ein großer Teil liegen, dass sie sich nicht
organisieren kann. Das geht ihr auch mit ihren Schulsachen so.

hallo karamell,

eins meiner kinder hat ads und kriegt mph. seitdem ist die ordnung (auch im ranzen) quasi ein selbstgänger. vorher im chaos ersoffen, nun themenkisten und aufräumvermögen wie die anderen.
es gibt viele gründe, warum die ordnung nicht „ins blut“ geht.

lg tilli

Sie sitzt

dann weinend vor ihrem Schrank und weiß nicht weiter. Und ich
gehe dann her und helfe ihr - natürlich, es muss ja voran
gehen in der früh. Bin aber schon wieder genervt, da ich
diejenige bin, die aus dem Wust versucht Anziehsachen raus zu
ziehen.

das klingt aber nach mehr als „nur“ nach unordnung.
tilli

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Danke Euch allen,
für Eure Antworten!
Ich denke, ein großteil dieses „Problems“ kommt daher, dass meine Kinder bis vor einem 1/2 Jahr ein gemeinsames Zimmer hatten und da dieses wirklich schwierig war ordentlich zu halten, ich sehr viel übernommen habe.
Nun hat sie aber ihr eigenes und da sollte schon ein gewisses Maß an Ordnung herrschen, da steh ich anscheinend nicht allein da mit meiner Meinung. Und da war ich wahrscheinlich nicht konsequent genug.

Zu Summerhill: der Vater meiner Kinder war auf zwei Internaten, ein antiauroritäres und das andere war genau das Gegenteil. Für ihn war das erstere nix, er hat klare Grenzen gebraucht. Auch wenn bei dem anderen nicht immer gut lachen war würde er sich heute wieder für das mit den klaren Strukturen entscheiden. Ich denke, das es ganz wichtig ist, dem Kind entsprechend zu entscheiden.

Grüße Karamell

Moin,

Mal sehen, was mir zur Struktur noch einfällt.

Viele Kinder haben einfach viel zuviel Kram.

Besorg dir ein paar Umzugskartons. Dann wird erstmal aussortiert. Klamotten, die nicht der Jahreszeit entsprechen, Spielzeug, das lange nicht mehr bespielt wurde, Bücher, die längst gelesen und nciht unbedngt zu den Lieblingsbüchern zählen, eingestaubte Stofftiere, nie mehr gehörte Hörspiele usw…usw kommen alle erstmal in die Kartons (wenn du Klamotten für einen etwa 2-wöchigen Urlaub packen müsstest, dann ist das an vorgehaltener Menge völlig ausreichend). Klamotten, die eh nicht mehr richtig passen oder nicht angezogen werden gleich weg in die Altkleidersammlung.

Vermutlich kannst du so den Inhalt des Kinderzimmers von 100% auf ca. 10% Prozent reduzieren. Da fällt es dann auch wesentlich leichter, den Überblick zu behalten und somit auch Ordnung zu halten.

Gruß
Marion

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Hallo!

Ja, blöd ist auch, dass sie immmernoch Probleme hat, sich
morgens ihre Anziehsachen selbst raus zu suchen. Sie sitzt
dann weinend vor ihrem Schrank und weiß nicht weiter. Und ich
gehe dann her und helfe ihr - natürlich, es muss ja voran
gehen in der früh.

*räusper* schlauer Tipp, den ich auch nicht schaffe, zu beherzigen: Abends die Sachen rauslegen, das entspannt den Start in den Tag sehr.

und als Erstes viel mir ein: Sei froh, dass Deine Tochter nicht allein den ganzen Schrank durchwühlt :smile:. Wenn sich mein Sohn ein T-Shirt raussucht, ist der Schrank danach völlig durchwühlt.

Vielleicht einüben: Du legst die Sachen raus und sie sucht sich ein T-Shirt dazu aus. Du sagst ihr, ob lang- oder kurzärmelig, damit sie’s leichter hat. Oder noch einfacher: Zeige ihr 2 und sie sucht eins aus. Ich finde das alles nicht weiter schlimm, aber langsam sollte sie das doch lernen. Schlußendlich kann sie doch von einem Stapel immer das oberste Kleidungsstück nehmen und anziehen (mein Mann macht das heute noch so :smile:) Mach kein Drama draus, das macht die Sache wichtiger als sie ist und nervt Euch beide.

Ich habe meinen Sohn soweit, dass er selbsttätig jeden Tag frische Socken und Unterhose rausholt und anzieht. Die alten landen nicht immer im Wäschekorb… Jedes frische T-Shirt und Jeans ist ein Kampf, weil die Sachen frisch gewaschen so „knusprig“ sind. So hat jeder seine Macken.

Alles hat seine Vor- und Nachteile: Wenn ein 5jähriger ganz genau weiß, was er anziehen will (unabhängig davon, welches Wetter draußen ist, ob die Sachen sauber oder dreckig sind etc) kann das auch recht nervig sein. Das nur zum Trost.

Ja, soweit sollte es aber erst gar nicht kommen.

Jaja, Theorie und Praxis prallen da öfter mal aufeinander.

Grüße
kernig

Hi,

ein leeres Regal heisst nicht, daß Struktur vorhanden ist.
Es ist lediglich Platz da.

Hat deine Tochter denn feste Schachteln/ Boxen /Plätze wo das Zeugs hin muß?

Mir hat es in meiner ersten Wohnung geholfen, die Regale zu beschriften um so jedem Ding wirklich einen FESTEN Platz zu geben.

Noch jetzt in unserem Haus sind Schubladen, Boxen und Regal teilweise beschriftet, wenn es gleichartige Gegenstände sind (Bücher) tu ich mich auch leichter.

Boxen sind z. B. Beschriftet mit „Nähsachen“ oder mit „Malsachen“ und ich weiß, die kleine Schere gehört in die Box mit „Nähsachen“. Ich habe in meiner Erinnerung kein Bild vor Augen wo dieses oder jenes liegt, sondern ich weiß den Kontext: die kleine Schere um Fäden abzuschneiden, also Nähzeugs. Die andere kleine Schere ist eine Nagelschere also Körperpflege-Bad-Spiegelschrank.

Räumt zusammen auf, damit endlich jedes Ding seinen Platz hat

grüße
miamei

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Hi

Vielleicht machts die gute Mischung… erst mal ordentlich nerven :wink: Dann machen lassen… wenns nicht klappt wieder nerven :wink:

lg
Kate

Hallo Miamei,
ja, sie hat genügend Boxen und Kisten. Und wir haben die Sachen alle ähnlich wie Du beschreibst sortiert und eingeräumt. Allerdings haben die Kisten und Regale keine Schilder, vielleicht sollten wir das noch machen.
Gruß Karamell

Hallo,

an deiner Stelle würde ich der Tochter anbieten, eine grosse, gemeinsame Aufräumaktion zu machen, mit Aussicht auf eine schöne gemeinsame Belohnung hinterher.
Bei der Aktion kann man auch gleich viel wegwerfen und aussortieren. Und vor allem: Du stellst fest, was deine Tochter braucht, um Ordnung zu halten, z.B. Kisten, Schachteln, Kartons, Schubladen - das alles idealerweise beschriftet! Oft ist es nämlich so, dass die Kinder nicht aufräumen können, weil es keinen festen Platz für die Sachen gibt, und sie einfach nicht so genau wissen, wo sie das Zeug hin tun sollen.

Nach der Aktion wird sie feststellen, dass sie sich in dem ordentlichen Zimmer wohler fühlt, vielleicht könnt ihr noch gemeinsam ein bissl dekorieren, eine schöne Pflanze, Lichterkette, irgendwas in der Art. Mach ihr bewusst, wie angenehm es jetzt ist, sich in dem Zimmer aufzuhalten.

Und dann: Dranbleiben, sie immer wieder mal erinnern, und die Ordnung zu bestimmten Gelegenheiten ruhig auch einfordern.

Viel Erfolg,

Julia
(mit 10jährigem Sohn :wink:)

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Hallo,

das erinnert mich stark an mich, als ich noch jünger war.
Mein eigenes Zimmer bekam ich mit sieben oder acht Jahren und es war ungefähr 4x5m groß, so daß man meinen könnte, da wäre sicher genug Platz gewesen.
Das war vielleicht sogar zuviel Platz, denn der Boden war jahrelang meist mehr oder weniger unbetretbar, zumindest für jemanden, der nicht wußte, was wo liegt (ich kannte mich aus).
Mit meiner Mutter habe ich ausgemacht, daß der Weg zum Fenster frei sein muß, was auch funktionierte. Der Rest blieb mir überlassen. Saubere Wäsche blieb draußen im Wäschekorb, schmutzige hatte ich selber ins Bad zu bringen, sonst wurde sie nicht gewaschen.
Wenn sie einmal auf die Idee kam, in meinem Zimmer aufzuräumen, gab es jedesmal ein Donnerwetter – meinerseits!
Ich neige immer noch zu Unordnung, aber das „große Chaos“ legte sich mit der Pubertät und mit den Gedanken daran, daß ein besonders toller Bursche zu mir heimkommen könnte und dann ja mein Chaos sehen würde. Ab da hab ich regelmäßig aufgeräumt.
Vielleicht legt sich das bei deiner Tochter ja auch von alleine.

Beste Grüße