Unsere Bakterien und Autoimmunerkrankungen

Hallo,

lt. Artikeln in den letzten beiden Spektrum-Ausgaben hat jeder Mensch nicht nur eine Menge Bakterien in sich, sie sind auch sehr nötig und jeder Mensch hat eine ganz spezielle Mischung von Bakterien.

Nun besteht der Verdacht, dass ein Mangel an manchen Bakterien zu Autoimmunerkrankungen führen kann (Allergien, Neudermitis, Morbus Crohn etc.).
Dieser Mangel kann entstehen durch mangelnden Kontakt mit entpsrechenden Bakterien in der Kindheit, aber auch schon durch Kaiserschnitt, da erste Bakterien im Geburtskanal aufgenommen werden.

Wüsste gern, ob Ihr Erfahrungen habt über Zusammenhänge Kaiserschnitt und Autoimmungerkrankungen (mein Mann ist ± an den Folgen einer Autoimmungerkrankung gestorben und war ein Kaiserschnitt, daher mein Interesse diesbezüglich).
Statistiken dazu existieren bislang offenbar nicht.

Und habt ihr bei Euren Kindern auch beobachtet, dass die sich mit 1-2,5 Jahren auf dem Spielplatz gern den Mund voll Sand stopfen? Ist das ev. genetische veranlagt, damit der Körper genug Bakterien bekommt, nicht nur zum bekämpfen, sondern auch hilfreiche Varianten?

Gruß, Paran

Ja, es gibt einige Studien darüber.
Vor allem die Darmflora scheint mit Autoimmunerkrankungen (in irgend einer Weise) verbunden zu sein.
Es gibt in der Forschung Versuche mit purifizierten Trichuris suis Eiern bei M. Crohn und einige dieser Patienten haben eine Verbesserung des Krankheitsbildes.
Generell ratet man Kindern, dass man sie nicht allzu steril aufwachsen lässt, damit sich das Immunsystem „aufbauen“ kann.
Doch ich glaube nicht, dass das der einzige Faktor ist, ich glaube eher dass unsere Nahrungsmittel bzw. die Nahrungsmittelbehandlungen und Zusätze Ursächlich sind.
Das Fleisch z.B. die Tiere werden beispielweise mit Antibiotika behandelt, demnach nehmen wir bei der Nahrungsaufnahme des Fleisches immer eine Dosis Antibiotika mit (Kochen des Fleisches nützt nichts). Das bestätigt nur meinen Verdacht, dass diese Nahrung die Darmflora schädigt und möglicherweise Allergien auslöst.
Und einige Konservierungsmittel sind außerdem sowieso allergen.

Es kann sein, dass es von den Kindern eine Intuition ist, die Erde in den Mund zu nehmen, genau so wie es früher die Kinder getan haben, als die Wände noch aus Kalk bestanden und die Kinder daran geleckt haben, um das Ca2+ daraus zu gewinnen.

Hallo,

Es kann sein, dass es von den Kindern eine Intuition ist, die
Erde in den Mund zu nehmen, genau so wie es früher die Kinder
getan haben, als die Wände noch aus Kalk bestanden und die
Kinder daran geleckt haben, um das Ca2+ daraus zu gewinnen.

Was ist CA2+ mit Namen? Kenne aus Mauerwerk nur Calciumcarbonat (CaCo3). Ca2+ hört sich eher nach ungelöschtem Kalk an?
Daran sollte man besser nicht lecken.

Ich schätze, die Kinder unserer wirklich frühen Vorfahren hatten eher Erde / Sand /Lehm zur Hand, als Kalkwände.
Und welches Kind braucht schon Kalk extra? Das ist außer in Sumpf- und Moorgebieten eh im Wasser und in der Nahrung.

Fand ich nicht so schlüssig.

Gruß, Paran.

Nein, ich meine das Ca2+ ist das normale Calcium (2+ wegen seiner Wertigkeit, so schreibt man es zumindest in der Biochemie auf).
Sorry, ich habe mich etwas unverständlich ausgedrückt.

Es gab früher schon einen weit verbreiteten Calciummangel. Manche Eltern haben ihre Kinder ins Krankenhaus geschickt, weil diese an den Kalk-Wänden geleckt haben. Im Krankenhaus gab es aber keine Kalkwände und die Kinder starben nach einen Zeit.

Sie haben nach einer intuitiven Stoffsuch-Veranlagung der Kinder gefragt. An Hand dieses Beispiels möchte ich Ihnen erklären, dass es sowas durchaus gibt.

Hallo,

vielen Dank, jetzt hab ichs kapiert.

Gruß, Paran