Unsere Gesellschaft ?

Unsere Gesellschaft?
Wie ist sie, an der Schwelle des neuen Jahrtausends? Hat sie einen Koerper aus Stahl und eine Seele aus Kristall und wenn ja , dann koennten wir alle in Wolf Biermanns Gesang mit einstimmen, der in seinem Berliner Bilderbogen lautet:
„Um Deutschland ist mir gar nicht bang…“ Oder, sollte ich mich eher an verbleichende und verblichene Farben unserer Gesellschaft erinnern und denken, wer die Vergangenheit vergisst, ist gezwungen, sie zu wiederholen?
Und woran binde ich meine Zukunftsgedanken, an ein Leben auf der Ueberhol-
spur oder in dem Alltaeglichen das Wunderbare zu sehen, oder um mit J.C.Wezel’s Worten, die er bereits 1776 in einem Roman , als handfeste Faustregel aussprach : „Einer von beiden Wegen muss dich zur Glueckseligkeit fuehren:smiley:u musst entweder mit der Welt rasen, oder dich von ihr trennen!"
Wir leben in diesem unwegsamen gesellschaftlichem Wirrwarr und tun uns schwer, die Verbindlichkeiten unseres Lebens zu finden. Politik, Misswirt-
schaft, Korruption , Lug und Betrug, von neuen Steuern und Reformen ,von den „Neuen Laendern" ist die Rede, was eher auf die Kolonialisierung des Ossi’s durch den Wessi deutet, auch noch und erst recht nach 10 Jahren deutscher „Einheit" , mit wachsender Kriminalitaet und Auslaenderproblemen und das Ganze wird gekroent von Staatsdienern, die sich- selbst wohl versorgt- hinter Verordnungen und Gesetzen verschanzen und den Erfolg mit Buerokratie und leistungshemmenden Hindernissen nach Kraeften versuchen zu beeintraechtigen.
Also, soll ich an diese Gesellschaft glauben und an ihr Bestehen und ihre Entwicklung im neuen Jahrtausend, oder , soll ich lieber an mich , der sich alltaeglich durchboxen muss und dem von Niemanden Nichts geschenkt wird, glauben ? Was soll ich in dieser Gesellschaft noch glauben, das Sandkoernchen im Getriebe zu sein und hoffen, es gaebe viele dieser Koernchen und diese wuerden dann das Getriebe beeintraechtigen oder glauben, zermalen zu werden und von meinen Zukunftsaengsten weiter getragen zu werden, immer in der Hoffnung, doch noch einmal vom Glueck bevorzugt zu werden, weil man immer und trotzdem hofft, darauf vorbereitet zusein und es verdient zu haben- Amen.