Unsere Zeiteinteilung (24h, 60min usw.) - woher?

Hallo,
Die Ausgangsfrage dieses Threads lautete: warum 24h, 60min. Franks Antwort darauf war: wegen der Industrialisierung war das notwendig. Diese Logik habe ich nicht verstanden und verstehe sie immer noch nicht. Was Du dazu schreibst, macht es mir leider auch nicht deutlicher.

Es hat sehr wohl etwas damit zu tun. Es geht ja eigentlich
darum dass sich die Erde nicht genau 365 mal um sich selber

von Stunden hat könnte man ja einfach die astronomischen
Begebenheiten hernehmen. Allerdings ware das im Alltag etwas
unpraktisch.

Die zweite Aussage von Frank lautete:
‚Papst Gregor … Umdrehungsdauer unseres Planeten (der macht nämlich in weniger als 24 Stunden eine Umdrehung) auf den Kalender übertragen und durchSchaltjahre die „Tageseinteilung“ in 24 Stunden in Einklang gebracht.‘
Dass die Erde nicht genau 365 Tage pro Sonnenumlauf braucht, hat auch hier nichts mit 24Std/Tag zu tun. Ein Schalttag ändert absolut nichts an der Dauer eines Tages, erst recht nicht an seiner Einteilung. Deine Antwort bringt mich auch hier leider nicht weiter. Ein Schalttag hat nichts mit der Einteilung der Tage in Stunden und auch nicht mit deren durch Sonnenauf- und -untergang zu tun, sondern ausschließlich mit der Dauer des Jahres.

Was Du schreibst, ist alles richtig, aber es passt leider nicht zur Frage.

Gruß
loderunner

Hallo,
das mit der Taglänge von weniger als 24 Stunden ist hier ohnehin völlig irrelevat, weil es sich dabei um die Umdrehungszeit bezogen auf die Fixsterne handelt. Bezogen auf die Sonne ist die Umdrehung Schwankungen unterworfen die sich im Mittel auf genau 24 Stunden aufheben.
Das gibt also überhaupt nichts her.
Gruß
Werner

Hallo,

das mit der Taglänge von weniger als 24 Stunden ist hier
ohnehin völlig irrelevat,

Danke, darauf wollte ich (unter anderem) hinaus.
Gruß
loderunner

Hallo Fritz!

Solange man Uhren mit zwölf Stundenziffern und Zeigern hatte,
dachte wohl niemand daran

22 uhr sagen.

Erst mit dem Aufkommen der digitalen Uhren … usw.

Das ist zwar eine phantasievolle Erklärung, geht aber an der Wirklichkeit vorbei.

Die korrekte, auch wissenschaftlich verwertbare Zeitangabe ist der Gebrauch der Stundenzahlen von Null bis Vierundzwanzig - seit Jahrhunderten vermutlich.
Erinnert sei an die wissenschaftliche Astronomie und den Gebrauch von Chronometern in der (Segel)Schiffahrt zur Ortsbestimmung.

Der Ausdruck „Zehn Uhr (abends)“ ist umgangssprachlich, weil einfach zu handhaben und mag sich tatsächlich durch einen kurzen Blick aufs Zifferblatt ausgeprägt haben.

Im Übrigen pflegte auch der DDR-Rundfunk die korrekte Zeitangabe, allerdings wurde in den weniger amtlichen Sendungen (Musik oder Unterhaltung zum Morgenkaffee und sowas) oft „zehn nach sieben“ statt „sieben Uhr zehn“ angesagt.

Mit „Fünf vor Zwölf“ weiß sicher nicht nur ein ehemaliger DDR-Bürger, was gemeint ist. :wink:

Gruß Hans