Unsichtbares Beamerbild vom WindowsMediaPLayer

Hallo!

Gestern wollte ich im Rahmen eines Vortrages ein Video (ich glaub mpeg) vom Notebook über den Beamer zeigen. Ich hatte dann folgendes Problem:

Ich konnte zwar auf dem Beamer alles sehen, was auch auf dem Monitor des Notebooks sichtbar war, außer eben das Video im Mediaplayer. Da war nur ein schwarzes Loch bzw. Viereck! Selbst den Mediaplayerrahmen konnte man sehen, aber keine Video darin.

Im Notebook hat man alles gesehen, aber eben halt auf dieser doofen Leinwand nicht! Der Ton und wie schon gesagt alles andere war da!

Kennt jemand das Problem oder noch besser: dies Lösung des Problems?
LG
Stefan

Moin,

Kennt jemand das Problem oder noch besser: dies Lösung des
Problems?

ja, das Problem ist bekannt, und wurde hier im Forum (auch im Notebook-Brett) schon öfters diskutiert. Es ist natürlich ärgerlich, wenn man während eines Vortrages wütend davorsteht und die Welt nicht mehr versteht. Meist probiert man ja den Beamer vor dem Vortrag mal aus, und denkt, dass alles klar geht, weil ja der Desktop so schön zu sehen ist.
Ursache ist, dass der Inhalt des Mediaplayers, also das eigentliche Videobild, im Overlay-Modus angezeigt wird. D.h. die Anzeige des Videos übernimmt komplett der Grafikchip, und der schafft es einfach nicht, das für Screen und Beamer gleichzeitig zu tun.
Zur Abhilfe gibt es mehrere Möglichkeiten:
Was immer gehen sollte - Du kannst ja am Notebook umschalten (meist mit den F-Tasten), ob das Bild am Notebook-Screen, am externen Ausgang oder auf beiden angezeigt werden soll. Wenn Du es so schaltest, dass nur der externe Ausgang angesteuert wird, sollte es funktionieren. Allerdings siehst Du dann eben nichts auf dem Screen. Das ist manchmal ungünstig, weil der Vortragende dann eben immer auf die Leinwand gucken muss.
Oder Du schaltest die Hardwarebeschleunigung ab. Dann muss Deine CPU alles allein erledigen, und Screen und Beamer zeigen exakt dasselbe an. Allerdings schaffen manche CPUs das eben nicht, und der Film ruckelt dann.
Was Du noch versuchen könntest - den Film exakt nach DVD-PAL-Norm zu erzeugen. Damit kommen manche Notebooks besser zurecht als mit anderen Formaten.
Oder - ein ganz neues Notebook kaufen…

Viel Erfolg.
Olaf

Hallo!

Kennt jemand das Problem oder noch besser: dies Lösung des
Problems?

Das Problem gibt es oft und hängt vom verwendeten Windows, vom
benutzten Programm und von dem Grafikchip ab.

Verschiedene Lösungen wirst du in aller Regel beim
Grafikchiphersteller in den FAQs finden.

So kann ich bei meiner ATI das Primary-Display umschalten und habe
dann auf dem Beamer alles und auf dem Bildschrim fehlt der Film.

Den Tip mit dem umcodieren laß lieber sein, das hilft nicht und auch
das Abschalten der Hardwarebeschleunigung ist nicht zu empfehlen.

Gruß
Stefan

Hallo Olaf,
vielen Dank für deine Antwort.

Oder - ein ganz neues Notebook kaufen…

Gott sei dank habe ich vor dem Vortrag auch nochmals das Video selbst probiert und es schon vorher gemerkt. Ich habe dann das Video auf Festplatte gezogen und habe ein anderes uraltes Notebook geholt mit einem anderen Windows Media Player und dann ging es. – Verfluchte Technik!

LG
Stefan

Hallo,

Gott sei dank habe ich vor dem Vortrag auch nochmals das Video
selbst probiert und es schon vorher gemerkt. Ich habe dann das
Video auf Festplatte gezogen und habe ein anderes uraltes
Notebook geholt mit einem anderen Windows Media Player und
dann ging es. – Verfluchte Technik!

ja, so ist der Fortschritt eben manchmal. Das alte Notebook hatte wahrscheinlich einen ganz einfachen Grafikchip und gar keine Hardwarebeschleunigung, somit war die CPU gezwungen, das Video selbst zu rendern. Ist ja eigentlich bei einem 2D-Film auch nicht zuviel verlangt.

Ciao.
Olaf

Abend!

Ist ja eigentlich bei einem 2D-Film auch nicht zuviel verlangt.

Und genauso sieht das Ergebnis dann aus grottenschlecht!

Um ein standard PAL Signal nach der Decodierung auf den
Bildschirm zu bringen haben wir auch nur
YUV -> RGB Wandlung 9 Multiplikationen und 6 Additionen
Scalierung von 720*576 auf Bildschirmformat 5 Tap Filter, damit
kann man den Deinterlacer gleich mit erschlagen -> 25 Mutliplikationen
und 24 Additionen
Dann scaliert man das Ganze noch auf 0-255 und schon hat man ein
Pixel.

Aaaalso:
720 * 576 * 25 sind etwa 10.000.000 Pixel / Sekunde
34 Mulitplikationen und 30 Additionen und 1 Skalieren sind 65
Integer Operationen pro Pixel nach dem Decodieren.

Soll heißen 650.000.000 Integer Operationen pro Sekunde und ich
habe noch keine Bus Belastung zum Speicher mitgezählt.

Wohl doch nicht möglich ohne Hardware Unterstützung in akzeptabler
Qualität.

Gruß
Auch Stefan

Ach so (:-o

Jetzt versteh ich (zumindest Bahnhof, ist aber gar nicht so schlimm!)

Ein Kollege hat mir empfohlen, statt den WindowsMediaplayer den VLC-Mediaplayer zu verwenden! Den hab ich jetzt mal runtergeladen und dann schau mer mal!

LG
Steafn

Ich konnte zwar auf dem Beamer alles sehen, was auch auf dem
Monitor des Notebooks sichtbar war, außer eben das Video im
Mediaplayer. Da war nur ein schwarzes Loch bzw. Viereck!
Selbst den Mediaplayerrahmen konnte man sehen, aber keine
Video darin.

Hi,
bei mir hilft es, das Bild vom Mediaplayer auf Vollbild zu bringen (Doppelklick in die Bildmitte). Dann wird es auch parallel auf NB und Bildscirm dargestellt (also zumindest bei mir).

Gruß, BertBrezel24