Untergang: Hitlers Sprechstimme

Eine Anmerkung zur Untergangs-Diskussion:

OK, nachdem ich die Sprechstimme von Bruno
Ganz im Film mit der Hitlers vergleichen konnte:
(http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,319655,00…),
ist mir klar, dass ein solcher Film scheitern muss.

Schon bei den Griechen bekam ‚Person‘ die Bedeutung,
die es hat ‚per sona‘ - das Durchklingende.

Die Sprechstimme Hitlers erscheint mir ziemlich
mächtig, sonor und wohlklingend. Da gibt es nur
sehr wenige Sprecher, die das erreichen können.
Ich denke hier z.B. an die Stimme, die Picard aus
ST deutsch synchronisiert. Eine andere Stimme mit
vergleichbarer Mächtigkeit ist mir nicht bekannt.

Die Stimme von Bruno Ganz liegt ausserordentlich
weit daneben. Sie ist schwach. Mir ist nicht klar,
wie man das „übersehen“ konnte!?

Mir ist nun auch klar, wieso Hitler sein
Gegenüber im direkten gespräch nahezu immer
überzeugen konnte.

Grüße

CMБ

Hallo!

…ist mir klar, dass ein solcher Film scheitern muss.

Wer sagt, dass dieser Film scheitert - oder schon gescheitert ist??

Die Sprechstimme Hitlers erscheint mir ziemlich
mächtig, sonor und wohlklingend. Da gibt es nur
sehr wenige Sprecher, die das erreichen können.
Ich denke hier z.B. an die Stimme, die Picard …

A ha - Enterprise-Cpt. Picard wäre also besser als Hitler geeignet. Also diese Stimme liegt m.E. meilenweit neben Hitler und zweitens ist sie zu stark von anderen Rollen und Charakteren geprägt.

Die Stimme von Bruno Ganz liegt ausserordentlich
weit daneben. Sie ist schwach. Mir ist nicht klar,
wie man das „übersehen“ konnte!?

Deine Meinung!

Außerdem scheint mit diese Diskussion wieder typisch Deutsch zu sein, die sich an irgendwelchen Nichtig- und Kleinigkeiten aufregen, anstatt einfach eine Film als Gesamt"werk" zu betrachten und ihn als das sehen, was er m.M. nach sein soll: einen Einblick geben in die letzten Tage von Hitler und seiner Umgebung.

Und ja ihr habt ja alle recht: der Hund Blondie hatte mehr blonde Stähnen, der linke Pickel von Junge sitzt einen halben Milimeter zu weit unten und der Beton im Bunker sieht auch viel zu frisch aus!

Gruß
Falke

Hi!

Die Sprechstimme Hitlers erscheint mir ziemlich
mächtig, sonor und wohlklingend.

Das finde ich nun überhaupt nicht. Wohlklingend gar nicht, unter sonor versteht man etwas anderes und mächtig auch nicht, er überschlug beim Schreien doch sehr häufig.

Ich denke hier z.B. an die Stimme, die Picard aus
ST deutsch synchronisiert. Eine andere Stimme mit
vergleichbarer Mächtigkeit ist mir nicht bekannt.

Rolf Schult hat in meinen Ohren eine ziemlich brüchige Altmänner-Stimme. Auch hier kann von „Mächtigkeit“ keine Rede sein. Der Mann hat quasi gar kein Klangvolumen.
Ich habe mich immer geärgert, dass man Ernst Meincke nicht beibehielt, der die Originalstimme sehr viel besser traf.

Viele Grüße
Silke

Alte oder neue Synchronstimme?

Da gibt es nur
sehr wenige Sprecher, die das erreichen können.
Ich denke hier z.B. an die Stimme, die Picard aus
ST deutsch synchronisiert. Eine andere Stimme mit
vergleichbarer Mächtigkeit ist mir nicht bekannt.

Hallo CMБ,

welche Synchronstimme meinst Du da? Leider hat sie nämlich gewechselt. Einige Zeit lang war’s glaub ich die Stimme, die auch Robert Redford geliehen wird (ich weiß nicht mehr, ob’s die erste oder die zweite Picard-Stimme war). Weißt Du noch genau, welche Du meinst?

Grüße
-R o b.

Hallo

…ist mir klar, dass ein solcher Film scheitern muss.

Wer sagt, dass dieser Film scheitert - oder schon
gescheitert ist??

Er ist nach meinem Geschmack gescheitert. Und wenn
eine Million „Zielgruppenkunden“ meinen, sie hätten
einen „wunderbaren Film“ gesehen, dann ist das geradezu
die allerstärkste Bestätigung. :wink:

Wahrscheinlich die selbe Zielgruppe, die
„Pearl Harbor“ zu einem Erfolg machte?

Die Sprechstimme Hitlers erscheint mir ziemlich
mächtig, sonor und wohlklingend. Da gibt es nur
sehr wenige Sprecher, die das erreichen können.
Ich denke hier z.B. an die Stimme, die Picard …

A ha - Enterprise-Cpt. Picard wäre also besser als
Hitler geeignet. Also diese Stimme liegt m.E. meilenweit
neben Hitler

Da hast Du mich vielleicht falsch verstanden - oder
ich mich nicht treffend ausgedrückt. Die Stimme Hitlers
kann man wahrscheinlich gar nicht voll treffen, es ist
aber dann allzu albern, wenn ein mittelmäßiger Sprecher
versucht, diese zu imitieren :wink:

Es müsste eine Stimme sein, die die Umgebung glaubhaft
in den Bann zieht, geradezu hypnotisch – und auch noch in den
letzten Apriltagen 1945. Das würde den Zauber erklären, womit
Hitler ganz Europa - und später die kleine Welt des
Führerbunkers - in Euphorie und Hoffnung hielt.

Ansonsten ergibt das Leinwandgemälde keinen Sinn, ausser
vielleicht einer Zoovorführung der Führerbunkertierwelt.

und zweitens ist sie zu stark von anderen Rollen und
Charakteren geprägt.

Das mag sein, aber das sehe ich nicht als grosses Problem.

Die Stimme von Bruno Ganz liegt ausserordentlich
weit daneben. Sie ist schwach. Mir ist nicht klar,
wie man das „übersehen“ konnte!?

Deine Meinung!

Wenn Du mal wieder auf dem Teppich bist, wirst
Du Dich vielleicht dieser Meinung annähern können :wink:

Außerdem scheint mit diese Diskussion wieder typisch Deutsch
zu sein, die sich an irgendwelchen Nichtig- und Kleinigkeiten
aufregen,

Ja ok, aber mit dieser Kritik zielst Du ins Leere. Es
gibt auch so genug Fehler bei einfachen und bekannten
Dingen, dass sich einem die Fingernägel
hochrollen. Darüber möchte ich eigentlich gar nicht
reden. Darüber kann ich gerne hinwegsehen.
Doch die vollkommen falsche Darstellung Hitlers
(z.B. Sprechweise und Gesundheitszustand) in
einem Film über Hitler, der sich seiner Genauigkeit
preist, ist lächerlich. Was soll ich aus dem
Film entnehmen?

anstatt einfach eine Film als Gesamt"werk" zu
betrachten und ihn als das sehen, was er m.M. nach sein soll:
einen Einblick geben in die letzten Tage von Hitler und seiner
Umgebung.

Du meinst, ein falscher Einblick ist besser als gar keiner?

Und ja ihr habt ja alle recht: der Hund Blondie hatte mehr
blonde Stähnen, der linke Pickel von Junge sitzt einen halben
Milimeter zu weit unten und der Beton im Bunker sieht auch
viel zu frisch aus!

Warte ab; wenn der erste Rausch verflogen ist (wie kann man so
etwas tun - ein Film über Hitler usw.), wird Vernunft zurück-
kehren und man wird ein realistisches Urteil fällen können.

Grüße

CMБ

Hi Rob,

guck doch mal eins weiter unten, ich hatte es auch schon erwähnt. :o)

welche Synchronstimme meinst Du da? Leider hat sie nämlich
gewechselt.

Von wegen leider - da hatte jemand ein besseres Gehör! Rolf Schult und Patrick Stewart haben nichts gemein, Ernst Meincke ist viel passender. Und doppelt so sympathisch, aber das ist sicher Geschmackssache.
Ja, und Rolf Schult spricht auch Robert Redford. Und früher Anthony Hopkins. Außerdem etliche ZDF-Dokus und Werbungen. Geht echt auf den Keks ;o)

Gruß Silke

Rolf
Schult und Patrick Stewart haben nichts gemein

ein glück, daß ich patrick stewart so hören darf wie er auch wirklich spricht! eine wunderschöne shakespeare-aussprache hat er, aber auch nicht dieses britische geseier - eben ein schauspieler der „alten schule“! ein genuß ihn anzuhören. stewart spricht auch sehr viele werbungen und vertont auch dokumentationen. eine meiner lieblingsstimmen. synchronisationen sind mir ein greuel! damit zerstört man schauspielerische werke und drückt ihnen einen fremden stempel auf.

gruß
datafox

off topic
Hallo Data,

synchronisationen sind mir ein greuel! damit zerstört man
schauspielerische werke und drückt ihnen einen fremden stempel
auf.

Hatte zwar nichts mit dem Ausgangsposting zu tun, aber ich kann dir nur voll zustimmen.

Gruesse

Elke

hallo semjon,

stimme dir ( soweit ) vollstens zu. möchte noch anmerken, das ich es als gefahr ansehe, das dieser film nicht erklärt ( gar nicht erklären kann! ) warum eine gruppe " normal " wirkender erwachsener menschen sich von einem offensichtlich leicht umnachteten kaspar auf extasy noch befehle erteilen lassen! junge menschen die in diesen film gehen und bei denen man ( leider ) nicht unbedingt die nötige vorbildung erwarten darf, werden sich sagen : das kann ja gar nicht sein, die wollen uns hier weismachen, der hitler wäre so und so gewesen, aber das glaube ich jetzt einfach nicht, sonst hätte doch keiner auf den gehört usw…und schon ist der nächste mythos geboren, nämlich der von der hitler-lüge!
daneben bin ich allerdings sehr beindruckt von „hitler-aufstieg des bösen“ ( scheiß-titel ). dieser film vermittel, zumindest für mein gefühl, durchaus eine vorstellung davon, wie es ein mensch wie hitler schritt für schritt geschafft hat sich menschen hörig zu machen, so wie ein psychophatischer ehemann , dessen frau , die nur noch ein schatten ihrer selbst ist, bis zu ( ihrem ) ende der überzeugung ist, das sie ihn liebe.im übrigen spielt für die ( macht )-austrahlende wirkung eines menschen ( neben dem allgemeinen habitus )die stimme sogar eine außerordentlich große rolle-darum danke für den link von spiegel-online!

man hätte beide filme zusammenlegen sollen. erst " der aufstieg " dann " der untergang " .

grüße,susanne

@ datafox und originalposting
Hi,

natürlich gibt es sprcher mit mächtiger und wohlklingender stimme

ein glück, daß ich patrick stewart so hören darf wie er auch
wirklich spricht! eine wunderschöne shakespeare-aussprache hat
er, aber auch nicht dieses britische geseier - eben ein
schauspieler der „alten schule“! ein genuß ihn anzuhören.
stewart spricht auch sehr viele werbungen und vertont auch
dokumentationen. eine meiner lieblingsstimmen.
synchronisationen sind mir ein greuel! damit zerstört man
schauspielerische werke und drückt ihnen einen fremden stempel
auf.

das finde ich z.b. nicht. natürlich sind die meisten stimmen im original besser. So sollte man Sean Connery oder Charlton Heston im original geniessen. Christopher Lee machte im deutschen „Das Letzte Einhorn“ zu dem, was es ist. ABER es gibt auch zahlreiche beispiele, die die deutsche fassung besser machen.

Rainer Brandt z.b. in allem, was er macht, allen vorran natürlich „die 2“.
Tom Selleck klingt im deutschen besser als im original. Sein sprecher macht auch u.a. das vox-reisemagazin.
Scully’s stimme macht auch viele fernsehbeiträge und klingt auch besser.
Dann natürlich Robert Redford’s sprecher, der auch viele Knopp-Dokus spricht.
Und, an der spitze, obwohl ich filme viel lieber im original schaue, gibt es einen schauspieler, dessen filme ich NUR in der deutschen fassung schaue. Der zweite standard-sprecher aus den Knopp-dokus: DeNiros deutsche stimme Christian Brückner.
Für mich die beste stimme in deutschland…

LG Alex:smile:

ABER es
gibt auch zahlreiche beispiele, die die deutsche fassung
besser machen.

nee danke. das habe ich mir abgewöhnt. zuerst schweren herzens (faulheit!) aber inwischen kriege ich schon das grausen, wenn lippen und gestik nicht synchron sind… am allerschlimmsten ist aber star trek!

sicher gibt es brillante deutsche schauspieler mit interessanten stimmen. aber die schaue ich mir lieber in *deutschen* filmen OMU an!

gruß
datafox

aber ich
kann dir nur voll zustimmen.

ich vermute dieselbe story: irgendwann der sturz in kalte wasser und das wissen, daß du vermutlich nie wieder synchronisierte filme sehen wirst, außer du allein im kämmerchen… dazu schwächliches englisch, nicht fähig, der alltagssprache im film zu folgen, und die untertitel kannste auch net lesen!! :smile:)) aber dann will mans nicht mehr missen! synchronisieren ist eine derartige kulturlosigkeit. und der hauptgrund dafür daß so wenige menschen in diesen ländern fähig sind, smalltalk auf englisch zu führen. zu der erkenntnis kam ich inzwischen.

gruß
datafox

Quatsch mit Sosse
Hallo Alex,

das ist doch Quatsch. Tom Sellecks Stimme gehoert
zu ihm. Die deutsche Synchronstimme mag ‚objektiv‘
gehoert eine schoenere (klangvollere, sonorere, was
weiss ich) Stimme sein - aber sie gehoert nicht zu
Tom Selleck. Magnum mit einer maennlich, kraftvollen
Stimme - das ist nicht mehr Magnum.

Wenn Robert Redford jedesmal von dem gleichen Synchron-
sprecher synchronisiert wird - dann klingt er jedes-
mal gleich. Aber im englischen (pardon: amerikanischen)
Original klingt er eben in jedem Film anders. Weil
er seine Stimme seinen Rollen anpasst. Das reicht von
dem Idiolekt der Rolle, ueber den Soziolekt der Stimme,
zum Dialekt der Stimme. Nimm ein flaches Beispiel: die
Mutter aller Soaps, ‚Dallas‘ (wenn du alt genug bist,
dich daran zu erinnern :wink: ) – das war in Deutsch, gelinde
gesagt, oede. In der Originalfassung lebte das von dem
naeselnden Texas-Drawl von JR und vielen der anderen Dar-
steller. Wie haette man das synchronisieren sollen? Bayrisch
etwa? (was wahrscheinlich besser als unecht wirkende
Buehnendeutsch gewesen waere - mich stoert auch in vielen
deutschen Fernsehproduktionen, dieses nirgends-existierende
Deutsch, dass sich da Menschen mit perfekter Aussprache
zuwerfen *schuettel*).

Ich gebe zu, dass es Synchronisationen (Gesamtsynchronisationen,
nicht die einzelner Schauspieler) gibt, die besser funktionieren
als andere (z.B. ist ‚Derrick‘ auf Afrikaans fast passabel), aber
besser als das Original - nie und nimmer!

Gruesse

Elke

PS: Noch eine Anmerkung dazu: Es ist nicht von der Hand
zu weisen, dass deutsche Synchronisationen im Allgemeinen
besser sind, als z.B. englische - weil sie eben viel mehr
Uebung darin haben. Gleiches galt fuer Afrikaans-Synchronisationen
(in Suedafrika wurden mit Vorliebe franzoesische und
deutsche TV-Serien synchronisiert, auch an ‚Sissi‘ kann ich mich
erinnern). Aber das spricht trotzdem nicht fuer das System
an sich.