Untergrund für Wärmedämmputz vorbereiten

Hallo Zusammen,
ich bin gerad beim Renovieren meines neuen „Alt-Baus“. Damit müssen auch die Wände neu verputzt werden.
Einige Wände habe ich schon verputz hat auch geklappt, nur jetzt komme ich an eine Stelle die mich etwas verwirrt.
Im Wohnzimmer soll ein mineralischer Dämmputz an die Wand. Beim Lesen des Technischen-Datenblattes ist mir etwas aufgefallen.
Dort Steht:

Untergrund
Der Untergrund muss fest, tragfähig und frei von Schmutz und Staub sein. Normal saugende,griffige Untergründe direkt verputzen (evtl. vornässen). Uneinheitlich saugende Untergründe(Mischmauerwerk, porosierte Ziegel höherer Festigkeit etc.) vollflächig mit einem rauen,warzenförmigen Spritzbewurf, z. B. aus MultiMörtel MULTI 61, VorspritzMörtel VS 60 u.a.versehen.

Schwachsaugende, wenig griffige Untergründe (glatte Betonflächen, KS-Mauerwerk)mit einem geeigneten Haftvermittler, z. B. HaftMörtel HM 50 oder multiContact MC 55 W vorbehandeln.

Hochsaugende Putzgründe (hochporosierte Ziegel niedriger Festigkeit,Porenbeton) zweischichtig spritzen (evtl. am Vortag vornässen).

Nun meine Frage:
Was genau ist mit einer glatten Betonfläche gemeint?
Sind damit diese „Spiegelglatten“ Oberflächen gemeint, wie sie meinst bei Betonträgern in großen Gebäuden anzutreffen sind? Oder schon Betonwände mit einer leicht rauen Oberfläche mit einer Körnung bis zu 1mm (wie bei mir)?

Beim Besprühen mit Wasser nimmt die Wand etwas Wasser auf, erkennbar durch eine leichte Verfärbung.

Und die zweite Frage wenn ich einen Putzgrund verwenden muss, muss es unbedingt ein Haftputz sein, oder geht auch ein flüssiger Haftgrund auf Acrylbasis?

Vielen Dank schon mal
Gruß
Christof

Hallo,

ja es gibt die Fälle wo in den Wohnungen glatte Betonwände entstanden sind. ist quasi so als wenn du ein Glas beschichten wolltest, es rutscht wieder herunter.

Da Du hier einen Putz aufbringen willst, würde ich folgende Schritte machen: Du rührst normalen grauen Fliesenkleber an (Zementbasierend) und streichst damit die Wand ein. In noch nassem Zustand rührst Du den gleichen Fliesenkleber normal an und trägst ihn mit einem Zahnspachtel (natürlich nur wenige mm dick) und lässt das aushärten.

Dein neuer Putz kann sich nun in den waagerechten Rillen „festkrallen“, rutscht beim abziehen nicht herunter, etc.

Gutes Gelingen !

Hallo Jürgen,

danke für den Tip.
Was das für ein Fliesenkleber ist, ist wohl egal !?

Gruß
Christof