Unterhalt auch ohne Kontakt zu den Kindern?

Hallo, angenommen man hat Kinder die 14 und 17 Jahre alt sind und bei der Mutter leben. Diese möchten keinen Kontakt zum Vater. Muss man dennoch Unterhalt zahlen, zumal einem das Verhalten der Kinder sehr verletzt. Danke für eine Antwort.

Moin,

Muss man dennoch Unterhalt zahlen,

ja!
Ob das fair oder gerecht ist, sei dahingestellt.

Gandalf

OT
Hallo

angenommen man hat Kinder die 14 und 17 Jahre alt sind und bei der Mutter leben. Diese möchten keinen Kontakt zum Vater.

Wenn sie schon so alt sind, dass sie ja ganz klar auch gegen den Willen der Mutter Kontakt zum Vater aufnehmen könnten, sollte man sich die Frage stellen, warum sie denn eigentlich keinen Kontakt wollen.

Natürlich können andere Verwandte mit mehr Kontaktmöglichkeiten zu den Kindern jahrelang auf sie eingewirkt haben. Aber man könnte sie doch immerhin fragen (z. B. per Brief), warum sie keinen Kontakt wollen, und um einen Termin zur mündlichen Klarstellung bitten.

Falls man die Antwort nicht in Wirklichkeit schon selber weiß.

Viele Grüße

Hi,

angenommen man hat Kinder die 14 und 17 Jahre alt sind und bei der Mutter leben. Diese möchten keinen Kontakt zum Vater.

Wenn sie schon so alt sind, dass sie ja ganz klar auch gegen
den Willen der Mutter Kontakt zum Vater aufnehmen könnten,
sollte man sich die Frage stellen, warum sie denn eigentlich
keinen Kontakt wollen.

das kann die verschiedensten Gründe haben. Es könnte etwas zwischen Vater und Kindern vorgefallen sein, ebensogut könnte es aber auch sein, daß die Kinder von der Mutter beeinflusst werden oder das sie Angst vor den Konsequenzen seitens der Mutter haben, wenn sie mit dem Vater in Kontakt treten würden.

Natürlich können andere Verwandte mit mehr
Kontaktmöglichkeiten zu den Kindern jahrelang auf sie
eingewirkt haben. Aber man könnte sie doch immerhin fragen (z.
B. per Brief), warum sie keinen Kontakt wollen, und um einen
Termin zur mündlichen Klarstellung bitten.

Könnte man, es könnte aber durchaus auch sein, daß der Brief nie bei den Kindern ankommt. Oder das der Vater so schlecht gemacht wurde, das momentan kein Bedürfnis nach einem Kontakt steht.

Gruß
Tina

1 „Gefällt mir“

Das ist eine ganz verzwickte Sache. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Bei einer Trennung wird einer immer zum Buhmann gemacht, denn einer muss es ja schuld sein.

Kinder die dann bei einem Elternteil leben und unter dem Einfluss desselben stehen und dann noch von allen Freunden und Bekannten beeinflusst werden (und das ist mit 14 und 17 noch so), glauben an das, was die meisten ihnen vorbeten. Es setzt sich ein negatives Image im Kopf fest. Einmal der Buhmann, hat man es sehr schwer, von diesem Image wieder wegzukommen.

Es ist nur die Zeit, die einem dabei dann hilft. Es wird der Tag kommen, an dem sich die Kinder fragen, warum es so gekommen ist, wie es kam. Bei den einen dauert das länger, den anderen kommt es vielleicht etwas schneller spanisch vor, warum alle um sie herum immer die gleiche Leier spielen ohne nachzudenken.

Mein Tag kam nach 2 Jahren. Aber ich hatte noch regelmäßigen Kontakt. Der Tag meiner Partnerin ist nach 6 Jahren völlig ohne Kontakt noch lange nicht abzusehen…

Dazu kommt dann noch die Demütigung zahlen zu müssen, obwohl man sich ungerecht behandelt fühlt und obwohl man es vielleicht auch nicht kann. Das nagt am Nerv… Kopf hoch, Verfasser dieses Threads!!!

1 „Gefällt mir“

Hallo,

angenommen man hat Kinder die 14 und 17 Jahre alt sind und bei der Mutter leben. Diese möchten keinen Kontakt zum Vater.

Wenn sie schon so alt sind, dass sie ja ganz klar auch gegen
den Willen der Mutter Kontakt zum Vater aufnehmen könnten,
sollte man sich die Frage stellen, warum sie denn eigentlich
keinen Kontakt wollen.

Die Antwort kann dann PAS (Parental Alienation Syndrome) sein. Was das genau ist, wie das zustande kommt kann man in den Anhängen von http://www.carookee.net/forum/Elternforum/2/PAS_Wenn… finden.

Bei meinem Mann seinen Kindern hat das viele Jahre funktioniert, in dem die Mutter den Kindern einredete, dass sie vom Papa eh nicht geliebt werden, weil dieser ja arbeitet und nicht mit ihnen spielt.

Nach über 17 Jahren hat ein Kind (inzwischen 25 J.) immer noch keinen Kontakt zum Vater.

Das mittlere Kind hatte nach mehr als fünf Jahren, mit etwas über 16 Jahren, Kontakt - gegen den Willen der Mutter - zum Vater aufgenommen. Es wurde deswegen verprügelt und ist dann zum Vater geflohen. Die Mutter verweigert seither (mehr als 12 Jahre lang) den Kontakt zu diesem Kind, weil es „zum Feind übergelaufen“ ist.

Die Mutter sorgte damals dafür, dass die volljährige Schwester (von der erzähle ich nachher noch) und das jüngste Kind auch keinen Kontakt mehr zur „feindlichen“ Schwester wollten. Nachdem die Eltern der Mutter das Handeln ihrer Tochter nicht gut fanden, hat die Mutter dafür gesorgt, dass die Kinder dorthin auch keinen Kontakt haben.
Für die Tochter dieses Kindes bin ich die Oma. Ich wohne 400 km weg von meiner (Stief-)Enkelin, die biologische Oma nur drei Kilometer.

Natürlich können andere Verwandte mit mehr
Kontaktmöglichkeiten zu den Kindern jahrelang auf sie
eingewirkt haben. Aber man könnte sie doch immerhin fragen (z.
B. per Brief), warum sie keinen Kontakt wollen, und um einen
Termin zur mündlichen Klarstellung bitten.

Oja, das kann man. Bietet mein Mann seinem Sohn (jetzt 25 J.) seit 17 Jahren (generell erfolglos) an.

Die älteste Tochter - inzwischen 31 Jahre alt - hat nach 15 Jahren völliger Kontaktlosigkeit" Kontakt zum Vater. Sie hatte schon vorher - auf Anraten von Psychoterapeuten - den Kontakt zur Mutter abgebrochen. Mit welchen psychischen Krankheiten diese Frau heute zu kämpfen hat, will ich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht aufzählen. Was sie erzählt, wie die Ausgrenzung vom Vater programmmäßig gestaltet wurde, würde den Rahmen des Forums sprengen.

Die „zum Feind übergelaufene“ Tochter, hat schon vor Jahren ihre Geschichte aufgeschrieben, als sie den Versuch unternahm, auf Umgang mit ihrem damals minderjährigen Bruder zu kämpfen: http://www.carookee.net/forum/Elternforum/52/Sabrina… und daran hängt noch zusätzlich die Geschichte der Mutter ihrer Stiefgeschwister.

Falls man die Antwort nicht in Wirklichkeit schon selber weiß.

Was glaubst Du wie lange mein Mann gerätselt hat, warum das so ist. Die Mutter hat die Kinder (und manchmal auch ihn) geschlagen, er hat schlimmstenfalls mal etwas geschimpft, trotzdem wollten sie ihn nicht sehen.

Es hat ihn unheimlich belastet. Bis er in der Zeitschrift Focus das Interview http://file1.carookee.net/forum/Elternforum/2/file/1… fand.

Gruß
Ingrid

1 „Gefällt mir“

Hallo,

während der Zeit, in der die Kinder minderjährig sind, muss auf jeden Fall Unterhalt weiter bezahlt werden: http://dejure.org/gesetze/BGB/1611.html

In vielen Urteilen findet man die Bemerkung, dass auch sofort nach Volljährigkeit es keine Unterhaltsverwirkung gibt. Auf Verwirkung kann man sich auf keinen Fall berufen, wenn man sich nicht weiter um Kontakt zum Kind bemüht. Mindestens muss man an den hohen Feiertagen (Weihnachten, Ostern) und am Geburtstag liebe Grüße ans Kind schicken.

Vielleicht hilft es dem Vater, wenn er sich einer Selbsthilfegruppe anschließt. Ähnlich betroffene Elternteile (es gibt auch Mütter die so betroffen sind) findet er z. B. unter www.vafk.de

Gruß
Ingrid

Guten Tag,

angenommem mah schickt zu den Geburtstagen und Weihnachten und Ostern Karten, und bittet doch um Kontaktaufnahme. Seit Jahren kommt weder an den Vater noch an den Großeltern Väterlicherseits eine Reaktion. Wo findet man denn Unterlagen das zumindest wenn die Volljährigkeit der Kinder EIntritt die Unterhaltszahlung an die Kinder eingestellt werden kann? Nur eine kleine Anmerkung. Der Vater nahm die Kinder bei sich auf als diese wie diese bei Gericht aussagten von der Mutter misshandelt wurden. Die Mutter zahlte keinen Unterhalt in dieser Zeit an den Vater. Auch das Jugendamt nicht. Kleine Anmerkung: Der Sachbearbeiter in der Kleinstadt war der Cousin der Mutter. Also musste der Vater die Tafel aufsuchen um Essen zu haben. Die Kinder versöhnten sich nach einem Jahr wieder mit der Mutter und zogen zu ihr zurück. Seit dem ist jeglicher Kontakt abgebrochen. Das ist der Dank. Da kann man doch vom Vater nicht erwarten das trotz dessen Bemühungen Unterhalt gezahlt wird wenn die Kinder zumindest Volljährig sind?

Hallo,

das geht aus dem § 1611 BGB hervor: (2) Die Vorschriften des Absatzes 1 sind auf die Unterhaltspflicht von Eltern gegenüber ihren minderjährigen unverheirateten Kindern nicht anzuwenden.

Aber es ist keine Unterhaltsverwirkung ab Volljährigkeit, wenn die Kinder in der Minderjährigenzeit „Mist gebaut“ haben. Die Richter sehen es meist so, dass - wenn das Kind zwei bis drei Jahre volljährig ist - und sich in dieser Zeit etwas gegenüber dem zahlenden Elternteil zuschulden kommen lässt.

Die Unterhaltsvorschusskasse (beim Jugendamt) zahlt im Übrigen nicht, für Kinder die älter als 12 Jahre alt sind und in dieser Zeit noch keine 72 Monate bezahlt wurde. http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstel… So ist das festgelegt. Der Vater hätte bei Hartz IV Geld für die (durch die Kinder vergrößerte) Bedarfsgemeinschaft beantragen müssen.

Der Vater sollte versuchen über das Jugendamt den Umgang wieder „anzuwerfen“. Evtl. dort ein Gespräch mit den Kindern suchen, dabei aber Vorwürfe (z. B. bezüglich Dankbarkeit usw.) vermeiden. Nur darüber sprechen, was in Zukunft besser werden kann und alle „ollen Kamellen“ begraben lassen.

Gruß
Ingrid