Unterhalt für 18-jährien komplett oder teilweise

Mein Sohn ist 18 Jahre und macht Abitur. Im Mai will er eine eigene kleine Wohung beziehen. Bis zum Beginn des Zivildienstes im September werden wir sein Leben komplett finanzieren.

Ist der sogenannte Regelunterhalt von 550 E pro Monat realistisch?

Sollte ich vorsichtshalber die Miete und den Strom von meinem Konto aus überweisen und ihm „Kostgeld“ geben oder ihm gleich alles überweisen und für alles allein verantwortlich machen? Ich habe Bedenken, dass er am Anfang nicht mit dem Geld klarkommt?

Weiß jemand ob man Wohngeld beantragen kann, obwohl wir als Eltern unterhaltspflichtig sind?

Toni

Mein Sohn ist 18 Jahre und macht Abitur. Im Mai will er eine
eigene kleine Wohung beziehen. Bis zum Beginn des
Zivildienstes im September werden wir sein Leben komplett
finanzieren.

Ist der sogenannte Regelunterhalt von 550 E pro Monat
realistisch?

Nein. :smile: Rechne 250 EUR für Miete+NK und 150 EUR für Nahrungsmittel. Bleiben noch 150 EUR übrig. Für Telefon, Handy, Klamotten, mal weggehen, mal ne Zeitschrift o.ä., die Freundin mal einladen, Geburtstagsgeschenke, GEZ-Gebühren, Kosten für Auto/Moped oder auch Bus & Bahn…

Das wird eng. Zum puren Überleben reicht’s wohl gerade so eben, aber mehr ist damit nicht drin. Als ich damals in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, hatte ich ähnlich viel zur Verfügung, aber:

  • ich hatte stets n Nebenjob
  • meine Eltern haben immer noch einiges außer der Reihe gesponsert, mal zusammen einkaufen gehen und Muttern bezahlt n vollen Einkaufswagen, mal Klamotten oder sowas. Oder auch mal n Schein einfach so.
  • Damalstm war alles noch ein wenig billiger.

Das hat ganz gut funktioniert.

Sollte ich vorsichtshalber die Miete und den Strom von meinem
Konto aus überweisen und ihm „Kostgeld“ geben oder ihm gleich
alles überweisen und für alles allein verantwortlich machen?
Ich habe Bedenken, dass er am Anfang nicht mit dem Geld
klarkommt?

Mit der Miete handhaben meine Eltern das heute noch so, daß sie die direkt überweisen, auch, wenn ich mittlerweile mit Geld einigermaßen umgehen kann und das dank eines guten Nebenjobs die einzige Unterstützung finanzieller Art ist, die ich noch brauche.
Ich finde das gut, weil es auch mir eine Sicherheit bietet - Nebenjobs sind immer eine unsichere Sache, und egal, was passiert, meine Wohnung werd ich so nicht verlieren oder da Ärger haben. Und meinen Eltern bzw. Euch als Eltern eben auch jene Sicherheit: Egal, was er für Dummheiten macht (die er hoffentlich machen wird!), die Wohnung ist gesichert.

Weiß jemand ob man Wohngeld beantragen kann, obwohl wir als
Eltern unterhaltspflichtig sind?

Auf jeden Fall gibt’s n Wohnberechtigungsschein, mit dem man an günstige Wohnungen rankommt, Wohngeld ist auch möglich, einfach mal n Antrag stellen (er!), schaden kann’s nicht. GEZ-Befreiung, Sozialanschluß von der Telekom (gibt’s den noch?) sind auch noch zwei Punkte, an denen man einsparen kann. Als Zivi dann gibt’s evtl. die Möglichkeit, daß die Zivildienststelle die Wohnung teilweise bezahlt bzw. das Versorgungsamt was dazuschiesst.

Soviel erstmal von mir als Sohn meiner Eltern :smile:

Gruß,

Doc.

Huhu!

Mein Sohn ist 18 Jahre und macht Abitur. Im Mai will er eine
eigene kleine Wohung beziehen. Bis zum Beginn des
Zivildienstes im September werden wir sein Leben komplett
finanzieren.

Ich frage mich, warum? Wenn er doch jetzt Abi macht, dann ist er zum Mai auf alle Fälle fetig und kann doch wuuuunderbar arbeiten gehen bis September? Oder was hindert ihn daran? Geht das nicht?
Wenn er schon vorher ausziehen will, dann soll er auch arbeiten gehen. Sage ich mal so, obwohl ich eure Umstände nicht kenne. Vielleicht zwingen euch ja gewisse Umstände dazu.

Ist der sogenannte Regelunterhalt von 550 E pro Monat
realistisch?

Was kostet denn die Miete? Hat er ein Auto/Motorrad?
Es ist knapp, aber ist ja nur für kürzere Dauer. Als Zivi bekommt er ja selber Geld.
Und außerdem ist die erste Zeit in eigener Wohnung oft durch Geldmangel geprägt und sicherlich eine Erfahrung wert. :wink:

An deiner Selle würde ich sagen, ich zahle Miete, einen gewisses Quantum Nebenkosten, Kostgeld und evtl. etwas Sonstiges (Klamotten oder so) und den Rest, also den Luxus :wink: muss er selber erarbeiten.
Wäre das nichts für euch?

Sollte ich vorsichtshalber die Miete und den Strom von meinem
Konto aus überweisen und ihm „Kostgeld“ geben oder ihm gleich
alles überweisen und für alles allein verantwortlich machen?
Ich habe Bedenken, dass er am Anfang nicht mit dem Geld
klarkommt?

Hat beides seine Vor- und Nachteile. Vielleicht solltest du einen Kompromiss finden und erstmal selber die Miete überweisen und nach und nach immer mehr Verantwortung in seine Hände legen.

Bye, Vanessa

Hallo Toni,

ich finde diesen Regelunterhalt ausreichend, da ich selbst jeden Monat damit auskommen muss :wink: ich bin auch nach dem Abi ausgezogen und habe dann mit Beginn des Mietvertrages eben jene 550 € erhalten, allerdings auf meinen Wunsch gesplittet in zwei Drittel zum Monatsanfang und zur Monatsmitte dann den Rest. Davon bezahle ich alles was so anfällt. Und mit diesem Wust von Rechnungen umzugehen, war defintiv das Schwerste und Unangenehmste.Wenn ihr eurem Sohn entsprechendes Verantwortungsbewusstsein zutraut, dann lasst ihn seine Erfahrungen selber machen; ich hätte mich arg gesträubt, wenn meine Rechnungen von meinen Eltern bezahlt worden wären und ich dann das „Restgeld“ wie Taschengeld zugeteilt bekommen hätte. Aber gelegentliche Sponsoring-Initiativen (bezahlter Einkauf etc) der lieben Erzeuger werden trotzdem gern angenommen *grins* …

liebe Grüße
Susanne

PS: Vorsichtig wäre ich noch bei solchen Sachen wie Dispo und Co; falls das Geld knapp werden sollte, darf er sich nicht zu leicht verschulden „können“. Ich hab keinen Dispo, wenn das Geld alle ist, dann muss ich halt warten, Nebenjob machen oder schlimmstenfalls zu Mutti (gottseidank sehr selten) .

Ist der sogenannte Regelunterhalt von 550 E pro Monat
realistisch?

Kommt ganz drauf an wo ihr wohnt. Also ich habe als Studentin in Leipzig auch so um die 500 EUR zur Verfügung - 300 von meinen Eltern und so um die 200 erarbeite ich mir selbst durch Nebenjob.
Ich muss sagen, ich komm gut klar damit, aber wir sind halt auch im Osten.

Anja