Die Situation stellt sich wie folgt dar:
Der Sohn, 24 Jahre alt, Schüler, bezieht Bafög und geht nebenher noch arbeiten, hat selber einen Sohn und lebt mit der Kindesmutter zusammen. Aus verschiedenen Gründen bestünde jetzt die Möglichkeit, daß der 24jährige wieder zu seiner Mutter ziehen könnte.
Die Fragen sind folgende: Inwieweit wäre der 24jährige seinem eigenen Sohn und der Kindesmutter gegenüber unterhaltspflichtig?
Inwieweit ist/wäre die Mutter des 24jährigen ihrem Sohn gegenüber unterhaltspflichtig?
Vielen Dank für eine schnelle Antwort!
…der 24jährige muss auf jeden Fall Unterhalt für seinen Sohn zahlen. GGF kann da das Jugendamt in Vorleistung treten - das sind im Monat so um die 180- 210 Euro - muss er aber dann alles zusätzlich zum Bafög später abstottern.
Eltern sind wenn ich richtig informiert bin bis zum 25 Lebensjahr ihrer Kinder Unterhaltspflichtig. Wie das mit Bafög etc. aussieht - habe ich keine Ahnung.
Hallo,
ein 24-Jähriger der noch Schüler ist?? Wenn diese Schule nicht zwingend notwendig ist, ist er zu Unterhalt verpflichtet. Die Unterhaltsvorschusskasse zahlt erst mal den Unterhalt und holt ihn dann von ihm zurück.
Ist er noch Schüler, weil er z. B. wegen Krankheit seine Schule nicht beenden konnte, dann ist er sozusagen berechtigt Schüler. Hier zahlt dann auch die Unterhaltsvorschusskasse, aber es dürfen KEINE Schulden auflaufen, weil er nach § 1603 BGB nicht in der Lage ist, den Unterhalt zu bezahlen.
Eltern sind ihren Kindern ein ganzes Leben lang zu Unterhalt verpflichtet, AAAAAAAAAABBBBEEEEERR nur, wenn das erwachsene und volljährige Kind nicht in der Lage ist, sein eigenes Einkommen zu erwirtschaften.
Bummelt ein volljähriges Kind durchs Studium oder vor dem Computer dahin oder macht die X-te Schulbildung und denkt nicht daran, selber seine Brötchen zu verdienen, dann müssen die Eltern keinen Unterhalt bezahlen, auch wenn das Kind gerade mal 18 Jahre alt ist.
Eltern von volljährigen Kindern schulden ihren Kindern EINE (einzige) Ausbildung. Das Kind muss diese Ausbildung zügig und zielstrebig durchziehen. Wenn es noch eine weitere Ausbildung bzw. Schulbildung der schon abgeschlossenen hintendran hängt, können die Eltern die Unterhaltspflicht ablehnen.
Kurz gesagt, trifft der Punkt zu, dass die Eltern des volljährigen keinen Unterhalt bezahlen müssen, dann muss der volljährige seinem Kind auf jeden FAll Unterhalt bezahlen.
Müssen die Eltern dem volljährigen Kind Unterhalt bezahlen (weil es eine berechtigte Ausbildung ist), dann muss das volljährige Kind seinem minderjährigem Kind keinen Unterhalt bezahlen bzw. laufen bei der Unterhaltsvorschusskasse keine Schulden auf.
Gruß
Ingrid
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Hallo,
soooo einfach ist die Antwort nicht und je nach Situation völlig falsch. http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?A…
Gruß
Ingrid
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…habe den „Schüler“ überlesen - aber egal wie, er hat ein Kind und dann soll er für dieses auch gefälligst aufkommen und wenn er eine komische Konstellation hat, dann würde ich direkt bei den entsprechenden Behörden nachfragen.
…habe den „Schüler“ überlesen - aber egal wie, er hat ein
Kind und dann soll er für dieses auch gefälligst aufkommen und
wenn er eine komische Konstellation hat, dann würde ich direkt
bei den entsprechenden Behörden nachfragen.
Hallo,
in Deutschland gibt es Gesetze. Zu den Gesetzen gehört der § 1603 BGB. Den kann man leicht ergoogeln.
Und hier im w-w-w-Forum sind bei solchen Fragen „Experten-Ratschläge“ gefragt und keine eigenen Moralvorstellungen. Damit kann man unter Umständen Menschen sehr schädigen.
Nicht jeder Vater kann Unterhalt bezahlen. Es gibt Väter die verdienen mit Vollzeitjob gerade mal 900 Euro netto oder sind arbeitslos und reißen sich den Allerwertesten auf um Arbeit zu finden, sie können keinen Unterhalt bezahlen. Oder Gymnasiasten die versehentlich schon Vater wurden.
Soll denen alle die Zukunft verbaut werden mit Ansammeln von irre großen Schulden? Oder sollen sie von mehr als mageren BAFÖG oder ALG II oder von dem geringen Selbstbehalt noch Raten abgestottert werden? Nein, das will auch der Gesetzgeber nicht.
Aber oft wollen das die Unterhaltsvorschusskassen. Die scheren nicht selten alle Väter die nicht Unterhalt bezahlen KÖNNEN über den Kamm mit den Vätern die nicht Unterhalt bezahlen WOLLEN!
Darum ist der Rat, die Behörden zu fragen ungefähr so, als wenn Du einen Bock bei Dir im Salatbeet zum Gärtner machst.
Besser ist es, sich vom Amtsgericht einen Beratungsschein zu holen und dann mit 10 Euro zum Anwalt zu wandern und sich fachlich und unabhängig beraten zu lassen.
Eine eigenes ERlebnis: die Gemeindeverwaltung verschickt Bescheide. Deren Inhalt war schon beim ersten Lesen, mehr als eigenartig. Ich frage den nächsten Nachbarn ob er etwas dagegen unternimmt. Nein, sagt er, er fragt den Bürgermeister ob er das zahlen muss.
Ich habe nicht gefragt, sondern fristgerecht Widerspruch eingelegt und null komma nix wurde der Bescheid zurückgezogen. Mein Nachbar hat schon vorher bezahlt, weil ihm gesagt wurde, dass er bezahlen muss.
Gruß
Ingrid
(auch wenn Dir das Grüßen fremd zu sein scheint)
OT…
Hallo Ingrid,
vielleicht stößt mir hier auch schon die Konstellation der Fragenden ganz übel auf… Wir wollen alles, aber nichts aufgeben oder zahlen… so ist es zumindest bei mir angekommen - mag anders gemeint sein, dann entschuldige ich mich. Aber dann noch die Konstellation mit dem Bafög - und wieder zu Hause einziehen… habe da nur negative Erfahrungen im Umfeld - darum würde ich mich da eben ganz genau bei den Ämtern oder entsprechenden Beratungsstellen schlau machen, zumal es hier ja auch darum geht was wer verdient - also die Oma, der Sohn … welchen Bedarf der Enkel hat etc… da kann sicherlich kaum einer hier alle Grenzen und Spielräume aufzeigen.
und wenn ich dumm poppe und dann ein Kind in die Welt setze, dann habe ich dafür die Verantwortung auch mit 24, 18 oder 15 und es kann nicht sein, dass immer und ewig der Staat - stellvertretend die knapp 20% der Steuerzahler die den Staat hier noch maßgeblich tragen - jedem und allen den Hintern polstern. - und beim Thema Verantwortung sind für mich nicht nur die Väter gefragt!!! …und überhaupt ist das doch schon wieder ne bescheidene Situation für das kleinste Kind.
Gruß,
Alexandra
Hallo Ingrid,
@Wenn es noch eine weitere Ausbildung bzw. Schulbildung der schon abgeschlossenen hintendran hängt, können die Eltern die Unterhaltspflicht ablehnen.
Wer müsste denn dann bei diesem theoretischen Beispiel für *das Kind* bezahlen?
Liebe Grüße
Siân
Hallo,
das ist dann das Problem des Kindes. Klar kann ein Kind das Abi hat sich weiter auf Kosten der Eltern ausbilden lassen. Also studieren oder eine Lehre machen.
Aber wenn es z. B. einen Realschulabschluss und eine Lehre hat und jetzt nocht das Abi nachholen will, ist dass das Problem des „Kindes“.
Vielleicht bekommt es BAFöG oder andere staatliche Mittel? Wenn die diese staatlichen Stellen auf die Eltern zugreifen wollen, müssen sich die Eltern halt wehren. Kommt aber häufig vor, dass Eltern sich darauf verlassen, dass solche staatliche Stellen bzw. Behörden das schon richtig machen und zahlen unnötigerweise.
Übrigens gibt es durchaus Fälle, wo eine anschließende Weiterbildung von den Eltern finanziert werden muss. Hat aber sehr enge Grenzen.
Zwei Beispiele hierzu: die Eltern haben eine Schreinerei und wollen, dass der Sohn diese übernimmt und deshalb eine Tischlerlehre macht, obwohl er eigentlich Lehrer werden will.
Sie drängen ihn, trotzdem die Tischlerlehre zu machen. Nach Abschluss merkt er, dass er damit nicht glücklich wird. Da sie ihn gedrängt haben, hat er u. U. jetzt das Recht, das Abi nachzuholen und zu studieren.
Ein Kind intressiert sich für Medizin. Es wird daher Krankenschwester/Pfleger. Stellt aber fest, dass es eigentlich mehr möchte und hängt ein Medizinstudium dran.
Wenn Erstausbildung und Fortbildung eine gerade Linie (z. B. Maurer - Architekt) bilden, dann kann es auch passieren, dass Eltern bezahlen müssen.
Gruß
Ingrid
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also wenn ich die konstellation anschaue…
dann müßte die mutter des jungen vaters unterhalt zahlen, so dass der knabe sich ernähren kann…dies dürfte bei bafög und selber arbeiten nicht der fall sein…
wenn der vater als schüler gilt, könnte er um die unterhaltszahlung vorläufig herum kommen…
aber wenn er nciht als schüler zählt, dann muß er für kind und die mutter (wenn kind unter 3j) bis zur selbstbehaltsgrenze unterhalt zahlen…
die mutter des kindes fiel in den vorpostings immer unter den tisch…
Hallo!
Vielen Dank für Deine Antwort.
Liebe Grüße
Siân
Hallo Alexandra,
und wenn ich dumm poppe und dann ein Kind in die Welt setze,
dann habe ich dafür die Verantwortung auch mit 24, 18 oder 15
und es kann nicht sein, dass immer und ewig der Staat -
stellvertretend die knapp 20% der Steuerzahler die den Staat
hier noch maßgeblich tragen - jedem und allen den Hintern
polstern. - und beim Thema Verantwortung sind für mich nicht
nur die Väter gefragt!!! …und überhaupt ist das doch schon
wieder ne bescheidene Situation für das kleinste Kind.
Du bist Dir aber schon im Klaren, dass jedes Jahr in Deutschland rund 110.000 Frauen „dumm poppen“, wie Du es nennst und das Ergebnis dann einfach abtreiben lassen?
Zu Recht empört sich kein Mensch darüber, aber wenn ein Mann ungewollt Vater wird und das auch deutlich macht, geht plötzlich ein Aufschrei durchs Land…
Grüße,
Matt
…Hallo Matt, ich glaube da gehen wir ziemlich konform - hatte ja auch geschrieben, dass für mich da beide in der Verantwortung und Pflicht sind… was mich am meisten an der Sache aufregt - die Babys dürfen das ganze dann austragen - werden vielfach nicht gewollt, die Eltern sind überfordert oder interessieren sich gar nicht für sie, die Kleinen werden nur hin und her geschoben (was ich leider auch bei uns im familiären Umfeld miterleben muss)und vielfach werden sie noch nicht mal von den Großeltern gemocht - Disko ist heute abend toller, dann wandert das Kind mal eben ab zum Vater, ohne Spielsachen, Bettzeug etc… und das sind noch die „minderschweren“ Folgen - ja, es gibt auch Scheidungen, aber da wurden die Kinder hoffentlich zumindest gewollt und haben in den ersten Lebensjahren so was wie Liebe und Aufmerksamket erfahren, von der sie dann zehren können. …und wenn ich als männlicher Part keine Kinder haben will, dann setze ich entweder am Ursprung an und lass das mit dem dumm Poppen oder nutze zusätzlich Verhütungsmittel - soll es ja auch für Männer geben - wie blöd und naiv muss man sein, dass man glaubt, dass man bei Sex keine Nachwuchs produzieren kann. Die Zahl der minderjährigen Eltern ist erschreckend!
…und ich bin mar da noch nicht sicher, ob ich Abtreibungen besser finde als Alternative zum ungewollten Elternwerden - immerhin erleiden dann aber zumindest die Kinder durch diese Maßnahem keine Verletzungen an ihren Seelchen und andere Grausamkeiten… auch wenn ich selbst sehr fasziniert von der Embryonalen Entwicklung bin und mir selbst die Frage noch nicht beantworten kann, wann Leben beginnt - aber das ist jetzt ein anderes Thema an andere Stelle.
…und aktuell kann ich ganz gut nachvollziehen, wieviel Aufmerksamkeit, Geduld, Nerven und Liebe so ein Kind braucht und noch wichtiger: wie sehr „mein“ Baby seinen Vater liebt und die Zeit mit ihm genießt und das Kuscheln vorm ins Bett gehen und ihn braucht - jetzt schon!!! und das nicht nur als Geldesel - sondern in erster Linie als Vorbild und Bezugsperson. Und schon unser Krümel stellt mit seinen heute 6 Monaten fest, wenn einer von uns fehlt und sucht nach Mama oder Papa. - und dann maßen sich manche Eltern an so mit ihren Kindern rum zu springen, als wären es Marionetten oder austauschbare Figuren, weil sie mal nen Abend Spaß hatten.