Hallo Stu!
Ich kann nur aus der Sicht von potentiellen Immobilienkäufern schreiben (ein Objekt in der Verwandschaft soll aber verkauft werden, die Planung ist aber noch nicht bis zum Expose fortgeschritten).
Wichtig für uns war, dass die Angaben im Expose auch stimmen!
Wenn wir bei der Hausbesichtigung feststellen müssen, dass die Ölheizung gar keine ist, sondern eine Gasheizung, dann ist das offensichtlich zu erkennen. Was mögen aber für Angaben im Expose stehen, die man nicht auf Anhieb als richtig/falsch erkennen kann?
Wenn wir so viele Unterlagen erhalten hätte, wie Du für das Expose planst, wären wir glücklich gewesen. Ein bemaßter Grundriss war zum Beispiel Mangelware. Dabei kann ich rein durch Augenmaß schlecht erkennen, wie gross die Räume sind…
Den Unterschied zwischen Flur- und Lageplan kenne ich nicht, da musst Du also auf andere Antworter warten.
Mein Rat ist einfach, mach es so ausführlich wie möglich, und vor allem, lass Dir keinen Fehler unterkommen.
Enthalten MUSS so ein Expose scheins nur das, was Du willst. Wenn Du also z.B. keine Lust hast, Pläne oder Abrechnungen einzufügen, dann halt nicht. Aber der Eindruck beim Käufer ist dann eben auch dementsprechend.
Mich wundert es immer sehr, dass gerade die Exposes vom Makler (und das war bei verschiedenen Maklern so…) äusserst zu wünschen übrig gelassen haben. Es waren teilweise falsche Angaben drin, teilweise fehlte einfach einw ichtiger Teil. Ich mache mir die Mühe, studiere aufmerksam das Objekt, warte, dass ich weitergehende Infos bekomme, und stehe hinterher genauso dumm da wie vorher. Beim Besichtigungstermin stelle ich dann fest, dass das Objekt von vornherein nicht dem entspricht, was ich möchte. Das ist einfach nur ärgerlich und kostet beide Seiten Zeit, Geld und Vertrauen.
Ich finde auch eine Abrechnung hilfreich für die Zeit, in der das Haus leerstand, denn so sehe ich allein schon, ob es im Winter ausreichend beheizt wurde! Erzählen kann man mir da ja viel, aber so habe ich es schwarz auf weiss. Bin ich ortsfremd, habe ich auch gleich einen Überblick über die Preise von Wasser/Gas etc.
So einen Maklervergleich fände ich übrigens auch äusserst hilfreich. Leider habe ich mittlerweile den Eindruck, dass die Makler zum einen relativ faul sind, denn nach dem ersten vorgestellten Haus hat man sich bei uns meistens nicht mehr gemeldet, obwohl unsere Vorgaben durchführbar waren. Wir haben ein Haus gesucht, wie es hier relativ viele gibt, und die Preisvorstellungen waren auch im Rahmen. Es schien eher, wenn wir das erste nicht wollen, dann sollen wir gefälligst selbst weitersuchen.
Zum andere ist mir die Ungenauigkeit der Makler seeeehr aufgestossen. Wie gesagt, keine Ahnung von dem Objekt, das man uns da zeigte, aber auch kein Eigentümer anwesend, der die Fragen hätte beantworten können. Wie soll ich denn da bitte entscheiden, dass ich das kaufe? Die Katze im Sack bestimmt nicht.
Schaue Dir auch die Internetauftritte der Makler an. Manche geben sich viel Mühe, beschreiben alles sehr genau und mit guten (!!) Fotos, andere klatschen schnell was ohne jegliche Maßangaben mit sehr geschönten Worten hin.
Wenn ich nach einem top gepflegten Haus suche und hinterher vor einem recht abgewohnten stehe, das als super gepflegt und in Schuss gehalten inseriert wurde, hat der Makler seinen ersten dicken Negativpunkt.
Generell scheinen die Makler übrigens alle Zeit der Welt zu haben. Es hat sowohl für den Kauf als auch für den Verkauf mehrere Anrufe gebraucht, um überhaupt mal was konkretes auszumachen (Termin, weiteres Vorgehen etc.). Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass ich als diejenige, die diese Leute bezahlt, da ewig hinterherrennen muss! Und ich bin kein schwieriger Kundem aber vielleicht liegt es auch genau daran…
Ach ja, noch was. Überdenke auch, falls Du verschiedene Makler hast, die Dir zusagen, wie hoch derjenige seinen Anteil steckt. Für einen Käufer kommt da nochmal ein dicker Batzen Kosten hinzu. Und für Dich geht ja auch einiges ab. Da sollte der Makler wirklich sein Geld wert sein.
Für uns hat sich übrigens jetzt ergeben, dass wir für das zu verkaufende Haus erstmal keinen Makler einschalten werden. Stattdessen versuchen wir, den Verkauf selbst in die Hand zu nehmen. Falls das nicht klappt, kommt eben doch ein Makler ins Spiel. Der muss dann aber auch Engagement zeigen, das Haus soll schliesslich verkauft werden und nicht ewig auf seinem Schreibtisch warten, bis zufällig der richtige Käufer vorbeikommt.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen!
Liebe Grüsse
Bine 