Ein schwerer Unfall mit mehreren LKW fordert auf der Autobahn 2 Todesopfer und mehrere Verletzte. Ein eingeklemmter verletzter LKW-Fahrer bittet die Polizei, die LKW auseinander zu ziehen, um seine Bergung zu gewährleisten. Das eine für den Ort zuständige Bergungsunternehmen ist aufgrund des Ausmaßes des Unfalles total überfordert, der Einsatzleiter der Polizei bittet seine Einsatzzentrale um die Entsendung eines zweiten Bergungsunternehmens, um mit vereinten Kräften die 3 LKW auseinander zu ziehen. Die Zentrale leht ab mit Verweis auf die Zuständigkeit des bereits eingesetzten Unternehmens - man „verfährt nach Liste“. Der LKW-Fahrer verblutet vor den Augen der Einsatzkräfte von Rettung, Polizei und Feuerwehr. Ist dieser Sachverhalt strafrechtlich einzuordnen? Wenn ja, wie? Unterlassene Hilfeleistung (erschwerend durch en Tod), fahrlässige Tötung durch Unterlassen oder Aussetzung - § 221 III StGB? - oder gibt es noch andere mögliche Tatbestände?
Ohne genau Kenntnis des Herganges kaum zu beantworten.
Für die Bergung von Verletzten ist die Feuerwehr zuständig,Diese war vor Ort und verfügt über Gerät bzw.kann über die Rettungsleitstelle auch jederzeit eigenes schweres Gerät nachfordern oder technische Hilfe von anderen anfordern (THW/Werksfeuerwehren).
Man sollte allerdings dabei bedenken,das auch irgendwann die Grenze der Hilfsmöglichkeiten für die Retter erschöpft sind,wenn der Unfall so schwer ist,das ein Rettungsversuch ebenfalls zum Tode führen würde.
Bei Bergung mit hydraulischem Rettungsgerät oder auch Seilwinden wird zudem in der Regel auch nur in enger Absprache mit den Notärzten gearbeitet. Gerade die Bergung eingeklemmter Personen kann nämlich dazu führen, dass - lässt der Druck auf den Unterleib der geschädigten Person nach - diese nach der Befreiung verstirbt ( wäre allerdings von einem Art zu beantworten, wieso ).
Die Frage lässt sich nicht beantworten, ohne zu wissen warum so gehandelt wurde. Die medizinische Seite wäre auch zu hören - auch wenn man es nicht gern hört: Bei bestimmten Verletzungen verglimmt das Lebenslicht schneller, als die Retter arbeiten können.